Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie interculturelle

Koloniale Strukturen in Organisationen und ihre Ausprägung am Beispiel des Gesundheitswesens

Titre: Koloniale Strukturen in Organisationen und ihre Ausprägung am Beispiel des Gesundheitswesens

Dossier / Travail , 2024 , 24 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Welche kolonialen Strukturen bestehen in Organisationen fort und wie manifestieren sich diese am Beispiel des Gesundheitssektors?

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die kritische Untersuchung der kolonialen Strukturen im organisatorischen Rahmen, wobei der Schwerpunkt auf der Untersuchung der kolonialen Struktur im Gesundheitssektor liegt.

Der Kolonialismus hat sein Erbe in verschiedenen Aspekten der modernen Gesellschaft hinterlassen. Dazu gehören koloniale Strukturen in Organisationen sowie soziale Hierarchien und institutionelle Rahmenbedingungen. Koloniale Strukturen bestehen in modernen Organisationen fort und funktionieren weiterhin unter dem Rahmen kolonialer Ideologien, die Machtdynamiken, hierarchische Beziehungen und systemische Ungleichheiten verstärken. Diese kolonialen Strukturen auf organisatorischer Ebene lassen sich in verschiedenen Branchen beobachten, etwa in der Wirtschaft, im Bildungswesen und insbesondere im Gesundheitswesen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung.
  • 2. Theoretische Grundlagen
    • 2.1. Kolonialismus verstehen
    • 2.2. Umstrukturierung der Institutionen während der Kolonisierung
    • 2.3. Institutionelle Kontinuitäten der kolonialen Strukturen
      • 2.3.1. Hierarchische Machtstrukturen
      • 2.3.2. Bürokratische und rechtliche Systeme der kolonialen Organisationsstrukturen
    • 2.4. Dekolonisierung von Organisationen
    • 2.5. Entkolonialisierung von Gesundheitseinrichtungen
  • 3. Kritische Prüfung der Forschungsergebnisse
    • 3.1. Forschungsmethode.
    • 3.2. Das Gesundheitssystem in der Zeit der Kolonisierung.
    • 3.3. Auswirkungen der kolonialen Strukturen auf die globalen Gesundheitssysteme
    • 3.4. Ergebnisse der Forschung
  • 4. Fazit.
    • 4.1. Zusammenfassung der Studie.
    • 4.2. Empfehlungen für die weitere Forschung
  • 5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit verfolgt das Hauptziel, eine kritische Untersuchung der kolonialen Strukturen im organisatorischen Rahmen vorzunehmen, mit einem Schwerpunkt auf dem Gesundheitssektor. Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche kolonialen Strukturen in Organisationen fortbestehen und wie sich diese am Beispiel des Gesundheitswesens manifestieren.

  • Untersuchung der Erscheinungsformen kolonialer Strukturen in zeitgenössischen Gesundheitsorganisationen.
  • Analyse des Einflusses kolonialer Strukturen auf den Zugang zu Patientenbetreuungsdiensten in Gesundheitszentren.
  • Schaffung eines analytischen Ansatzes für ein tieferes Verständnis der Verankerung des Kolonialismus in Institutionen und der strukturellen Bedingungen seines Fortbestehens.
  • Erforschung historischer Entwicklungen, ungleicher Versorgungsstrukturen und rassistischer Tendenzen in der medizinischen Forschung und Praxis.
  • Betrachtung der Marginalisierung nicht-westlichen Wissenssysteme im Gesundheitswesen.
  • Identifikation von Wegen zur Dekolonisierung und Förderung von Gleichberechtigung im Gesundheitssektor.

Auszug aus dem Buch

2. Theoretische Grundlagen

Kolonialismus wird definiert als die Gruppe von Menschen, die über die systemische Macht verfügt, andere Gruppen zu beherrschen, zu unterwerfen und auszubeuten, und die dadurch eine Machtdynamik ermöglicht, die es erlaubt, sich in großem Maßstab und auf systematische Weise Ressourcen anzueignen und zu extrahieren (Leanza und Paul 2021: 150). Die Ressourcen, die Kolonialisten nutzen, lassen sich als menschliche Ressourcen in Form von billigen, angeworbenen oder versklavten Arbeitskräften und als natürliche Ressourcen in Form von fruchtbarem Land, Mineralien, Öl und aus Pflanzen und Mikroorganismen gewonnenen genetischen Materialien sowie als ihr Zugang zu immateriellen Ressourcen wie Daten und Wissen beschreiben. Kolonialismus wird meist mit der Dynamik von Macht und Imperialismus in Verbindung gebracht, die darauf abzielen, fremde Länder und Ressourcen zu kontrollieren oder zu besetzen. Daher manifestiert sich der Kolonialismus auf unterschiedliche Weise, die die Organisationen und institutionellen Strukturen in von Kolonialherren dominierten Hierarchien prägen (McCoy et al. 2024: 130).

Der Begriff Neokolonialismus kann als die fortgesetzte Entnahme von Ressourcen und finanziellen Vermögenswerten aus neu unabhängigen Staaten durch deren frühere Herrscher oder andere ausländische Großmächte beschrieben werden. Neokolonialismus kann in Situationen beobachtet werden, in denen fremde dominante Mächte indirekte politische und wirtschaftliche Kontrolle ausüben, indem sie diesen Staat mit dem Einsatz militärischer Gewalt bedrohen (McCoy et al. 2014: 130). In diesem Zusammenhang können frühere Herrscher oder fremde dominante Mächte auch finanzielle und wirtschaftliche Macht nutzen, um sich ihre Vermögenswerte anzueignen, ihre Märkte zu erobern und Institutionen der globalen Wirtschaftsregierung zu kontrollieren, um ein vorteilhaftes Währungs-, Handels- und Investitionssystem zu etablieren (Göttsche et al. 2017).

Koloniale Unterdrückung kann sich innerhalb der Grenzen eines Landes im Kontext des modernen Nationalstaates manifestieren, auch in Staaten, die früher den Status ehemaliger Kolonien hatten. So haben beispielsweise die USA auch nach ihrer Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft die Unterdrückung der amerikanischen Ureinwohner fortgesetzt und weiterhin Millionen von Afrikanern versklavt. In ähnlicher Weise wurden in zahlreichen afrikanischen Staaten trotz der Unabhängigkeit vom britischen Kolonialismus verschiedene Gemeinschaften unterdrückt und ausgebeutet. Heute sind in vielen Ländern der Welt Minderheitengemeinschaften ungerechten und grausamen politischen und wirtschaftlichen Systemen unterworfen, in denen sie kontinuierlich unterdrückt und ausgebeutet werden - Regelungen, die als kolonial bezeichnet werden könnten (Ruf 2003).

Die europäischen Siedler zogen es vor, sich in Gebieten niederzulassen, die gut strukturiert waren und über ein organisiertes System der Verwaltung und Steuererhebung verfügten. In diesen Kolonisationsgebieten waren lokale Behörden tätig, und die Rechenschaftspflicht lag in den Händen der lokalen Häuptlinge, die die europäischen Siedler bei der Umsetzung der Kolonialherrschaft unterstützten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Thematik kolonialer Strukturen in Organisationen ein, beleuchtet deren historische Verankerung im Gesundheitswesen und formuliert die Forschungsfrage und die Ziele der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kolonialismus und Neokolonialismus und untersucht deren Manifestationen in organisationalen Hierarchien und institutionellen Rahmenbedingungen.

3. Kritische Prüfung der Forschungsergebnisse: Hier wird die Forschungsmethode (Inhaltsanalyse) erläutert und die Auswirkungen des Kolonialismus auf globale Gesundheitssysteme sowie die Ergebnisse der Literaturprüfung diskutiert.

4. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Studienergebnisse zusammen, beleuchtet die Notwendigkeit der Dekolonisierung von Gesundheitssystemen und gibt Empfehlungen für die zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Kolonialismus, Dekolonisierung, Gesundheitswesen, Organisationen, Machtstrukturen, Ungleichheit, Neokolonialismus, Gesundheitsdienste, Ressourcen, Hierarchien, Rassismus, Ungerechtigkeit, Wissenssysteme, Institutionelle Kontinuitäten, Globale Gesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Fortbestehen und die Manifestation kolonialer Strukturen in modernen Organisationen, insbesondere im Gesundheitswesen, und analysiert deren Auswirkungen auf Hierarchien und Dienstleistungserbringung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Analyse kolonialer Machtdynamiken, hierarchischer Strukturen, systemischer Ungleichheiten, die Dekolonisierung von Organisationen und die Auswirkungen auf die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten sowie die Marginalisierung nicht-westlichen Wissens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist eine kritische Untersuchung kolonialer Strukturen im organisatorischen Rahmen des Gesundheitssektors. Die Forschungsfrage lautet: "Welche kolonialen Strukturen bestehen in Organisationen fort und wie manifestieren sich diese am Beispiel des Gesundheitssektors?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer inhaltsbezogenen Untersuchung der veröffentlichten Literatur (Inhaltsanalyse) als qualitative Forschungsmethode, um Forschungsbegriffe, Konzepte oder Themen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Kolonialismus und Neokolonialismus, die institutionellen Kontinuitäten kolonialer Strukturen, die Dekolonisierung von Organisationen und Gesundheitseinrichtungen sowie eine kritische Prüfung der Forschungsergebnisse bezüglich des Gesundheitssystems in der Kolonialzeit und deren Auswirkungen auf globale Gesundheitssysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Kolonialismus, Dekolonisierung, Gesundheitswesen, Organisationen, Machtstrukturen, Ungleichheit, Neokolonialismus, Gesundheitsdienste, Hierarchien, Rassismus und institutionelle Kontinuitäten charakterisiert.

Wie beeinflusst das Erbe des Kolonialismus die Ausbildung und Wissenssysteme im Gesundheitswesen?

Der Kolonialismus hat die Ausbildung im Gesundheitswesen und die bevorzugte Anerkennung westlicher Wissenssysteme geprägt, während indigene und alternative Heilsysteme oft marginalisiert oder als unwissenschaftlich abgetan wurden.

Welche Rolle spielen externe Geberorganisationen bei der Aufrechterhaltung kolonialer Abhängigkeiten im globalen Gesundheitswesen?

Externe Geberorganisationen können durch ihre Finanzierungs- und Zuschussvergabemuster zur Abhängigkeit ärmerer Länder beitragen und somit eine kohärente, lokal angemessene Entwicklung der Gesundheitssysteme untergraben, was Ungleichheiten verschärft.

Was sind die Konsequenzen hierarchischer Machtstrukturen in Gesundheitsorganisationen?

Hierarchische Machtstrukturen, die aus der Kolonialzeit stammen, führen zu zentralisierten Entscheidungsfindungen durch eine kleine Elite, schränken die Inklusivität ein, verlangsamen Entscheidungsprozesse und behindern Innovation und Anpassungsfähigkeit in Gesundheitsorganisationen.

Warum ist die Dekolonisierung des globalen Gesundheitswesens eine "unvollendete Agenda"?

Sie wird als unvollendet betrachtet, da die Hinterlassenschaften des Kolonialismus weiterhin in der Praxis und in den Partnerschaften der globalen Gesundheit fortbestehen und systemische Ungleichheiten nicht ausreichend beseitigt wurden, was eine kontinuierliche Anstrengung erfordert.

Fin de l'extrait de 24 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Koloniale Strukturen in Organisationen und ihre Ausprägung am Beispiel des Gesundheitswesens
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
24
N° de catalogue
V1668266
ISBN (PDF)
9783389162354
ISBN (Livre)
9783389162361
Langue
allemand
mots-clé
Kolonie Organsation Gesundheitswesen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2024, Koloniale Strukturen in Organisationen und ihre Ausprägung am Beispiel des Gesundheitswesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1668266
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint