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Hat sich die moderne Gesellschaft von ihren Klassen und Schichten verabschiedet?

Titre: Hat sich die moderne Gesellschaft von ihren  Klassen und Schichten verabschiedet?

Essai , 2009 , 8 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Vanessa Schäfer (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Résumé Extrait Résumé des informations

Gegenstand dieser Arbeit ist die Frage nach der Auflösung von Klassen- und Schichtstrukturen im Zuge der Modernisierung in Deutschland. Dazu werde ich zunächst die Ansätze der Soziologen Ulrich Beck und Rainer Geißler darstellen, wobei ich im Anschluss auf Geißlers geäußerte Vorstellungen zur Funktion der Sozialstrukturanalyse eingehen werde. In einem weiteren Abschnitt werde ich die Argumentationen der Autoren miteinander vergleichen und mit empirischen Beispielen aus der Sozialstrukturforschung unterstreichen. Im Fazit werden die genannten Positionen kritisch betrachtet, um schließlich die Fragestellung dieser Ausarbeitung zu beantworten.

Extrait


Aufbau des Essays

1. Einleitung

2. Position Beck

3. Position Geißler

3.1. Funktion der Sozialstrukturanalyse

4. Empirische Bsp. Zu klassen- und schichtspezifischen Chancenungleichheiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologische Debatte um die Auflösung von Klassen- und Schichtstrukturen in der modernen deutschen Gesellschaft. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob sich soziale Ungleichheitsstrukturen im Zuge der Modernisierung tatsächlich aufgelöst haben oder ob sie weiterhin fortbestehen und sich lediglich gewandelt haben.

  • Gegenüberstellung der Entstrukturierungsthese nach Ulrich Beck und der schichtungstheoretischen Position nach Rainer Geißler.
  • Analyse des Begriffs des "Fahrstuhl-Effekts" und dessen Kritik.
  • Untersuchung von empirischen Belegen zu Bildungschancen und subjektiver Schichtenwahrnehmung.
  • Diskussion der Auswirkungen von Klassendifferenzierungen, beispielsweise im Krankenversicherungssystem.

Auszug aus dem Buch

2.Position Beck - „Jenseits von Klasse und Schicht“

Der deutsche Soziologe Ulrich Beck zählt zu den Vertretern der „Entstrukturierungsthese“. So spricht Beck von einer Auflösung der Klassen- und Schichtstrukturen, da wir heute in Deutschland aufgrund des Wohlstandsniveaus jenseits der Klassengesellschaft leben. Laut Beck besteht jedoch eine weitgehend konstant gebliebene Relation sozialer Ungleichheit, bei radikaler Veränderung der Lebensbedingungen.

Zu nennen ist in diesem Zusammenhang der von Beck eingeführte Begriff des „Fahrstuhl-Effekts“, demnach sich die „Klassengesellschaft“ insgesamt um eine Etage nach oben verschoben hat (Beck 1986). Die Eckpfeiler des „Fahrstuhl-Effekts“ äußern sich in der deutlich angestiegenen Lebenserwartung bzw. Lebenszeit insgesamt, der Verringerung der Erwerbsarbeitszeit und der Erweiterung des finanziellen Spielraums. Während die durchschnittliche Lebenszeit um mehr als zehn Jahre gestiegen ist und die Reallöhne vervielfacht wurden, wurde die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit um mehr als 25% gesenkt (ebd.).

Die Entstrukturierungstheoretiker heben einige Entwicklungen besonders hervor. Zum einen verwischen steigender Wohlstand und Massenkonsum zunehmend die Grenzen zwischen den unteren, mittleren und oberen Schichten, da z.B. frühere Statussymbole nicht mehr unbedingt schichtspezifisch zuzuordnen sind. So ist die komfortable Wohnung, das Auto, der Farbfernseher, der Computer oder die Playstation nicht mehr ausschließlich für die Oberschicht realisierbar. Des Weiteren identifizieren die Menschen sich nicht mehr mit bestimmten Schichten, sie nehmen sie im Alltag auch immer weniger wahr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Auflösung von Klassen- und Schichtstrukturen in Deutschland und der geplanten Vorgehensweise.

2. Position Beck: Darstellung der "Entstrukturierungsthese", in der Ulrich Beck die Theorie des "Fahrstuhl-Effekts" und den Wohlstandszuwachs als Faktoren für das Ende der klassischen Klassengesellschaft erläutert.

3. Position Geißler: Einführung der Gegenposition von Rainer Geißler, der die Dynamik und Mobilität innerhalb von Schichten betont, ohne deren Fortbestehen zu leugnen.

3.1. Funktion der Sozialstrukturanalyse: Kritik von Geißler an der Aufgabe der Begriffe Klasse und Schicht zugunsten von Modewörtern wie Milieus oder Lebensstilen.

4. Empirische Bsp. Zu klassen- und schichtspezifischen Chancenungleichheiten: Anwendung der theoretischen Ansätze auf Daten zur Bildungschance, Schichtenwahrnehmung und das Krankenversicherungssystem.

5. Fazit: Zusammenfassende Antwort der Autorin, die sich klar für den Fortbestand von Klassen- und Schichtstrukturen trotz gesellschaftlichen Wandels ausspricht.

Schlüsselwörter

Klassengesellschaft, Schichtstruktur, Modernisierung, Entstrukturierungsthese, Fahrstuhl-Effekt, Sozialstrukturanalyse, Soziale Ungleichheit, Bildungschancen, Lebensstil, Klassenbewusstsein, Schichtenwahrnehmung, Chancenungleichheit, Krankenversicherung, Individualisierung, Pluralisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Diskussion, ob moderne Gesellschaften wie Deutschland ihre traditionellen Klassen- und Schichtstrukturen hinter sich gelassen haben oder ob diese weiterhin bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Wandel sozialer Ungleichheit, die Auswirkungen von Wohlstand auf die soziale Differenzierung und die empirische Überprüfung soziologischer Theorien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Frage, ob eine Verabschiedung von Klassen und Schichten stattgefunden hat, basierend auf einer Analyse der Thesen von Ulrich Beck und Rainer Geißler.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theorievergleichende Arbeit, die durch empirische Beispiele aus der Sozialstrukturforschung untermauert und kritisch reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Positionen von Beck und Geißler, eine Analyse der Funktion der Sozialstrukturanalyse sowie eine empirische Überprüfung anhand aktueller gesellschaftlicher Phänomene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fahrstuhl-Effekt, Entstrukturierung, soziale Ungleichheit, Klassenbewusstsein und schichtspezifische Chancenungleichheit.

Warum kritisiert die Autorin die "Fahrstuhl-Metapher" von Ulrich Beck?

Die Autorin stützt sich auf Geißlers Kritik, dass diese Metapher zu voreilig sei, da viele Menschen der unteren Schichten gar nicht erst in den "Fahrstuhl" gelangen können.

Welches Beispiel wird für die soziale Selektion im Gesundheitssystem angeführt?

Das Beispiel der privaten versus gesetzlichen Krankenversicherung dient als Nachweis für das Fortbestehen von Klassenstrukturen im Gesundheitswesen.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Beck und Geißler bezüglich der Schichtenwahrnehmung?

Beck argumentiert, dass Menschen sich im Alltag nicht mehr mit Schichten identifizieren, während Geißler entgegnet, dass ein Klassen- und Schichtbewusstsein weiterhin tief verankert ist.

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Résumé des informations

Titre
Hat sich die moderne Gesellschaft von ihren Klassen und Schichten verabschiedet?
Université
University of Bremen
Note
2,0
Auteur
Vanessa Schäfer (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
8
N° de catalogue
V166845
ISBN (ebook)
9783640837144
ISBN (Livre)
9783656483304
Langue
allemand
mots-clé
gesellschaft klassen schichten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vanessa Schäfer (Auteur), 2009, Hat sich die moderne Gesellschaft von ihren Klassen und Schichten verabschiedet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166845
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Extrait de  8  pages
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