ie Schülerinnen und Schüler berechnen exemplarisch die Kreditkosten verschiedener Ratenkredite und treffen mit den erarbeiteten Informationen eine begründete Entscheidung für oder gegen eine Kreditaufnahme, um später bewerten zu können, ob ein Kredit in ihrer eigenen Situation finanzierbar ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Lerngruppenanalyse
2. Sachanalyse
2.1 Bedeutung des Themas für die Lerngruppe und die ökonomische Bildung
2.2 Einordnung der Sequenz in die Unterrichtseinheit
3. Didaktische Analyse
4. Methodische Analyse
5. Lernziele
6. Verlaufsplan
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schülern durch die exemplarische Berechnung von Kreditkosten die Auswirkungen einer Kreditaufnahme auf ihre persönliche finanzielle Situation zu verdeutlichen, um sie zu einer begründeten Entscheidung befähigen.
- Kreditarten und deren Merkmale im Wirtschaftsleben
- Methodik der Kostenberechnung bei Ratenkrediten
- Bedeutung der Kreditwürdigkeitsprüfung
- Entscheidungskompetenz bei Verschuldungsrisiken
- Praxisnahe Fallbeispiele für die ökonomische Bildung
Auszug aus dem Buch
2. Sachanalyse
Der Kredit ist die Gebrauchsüberlassung von Geld (Banknoten, Münzen, Giralgeld) oder vertretbaren Sachen (Warenkredit) auf Zeit. Das Wort Kredit wird abgeleitet aus dem lateinischen Wort credere was so viel bedeutet wie „glauben, vertrauen“. Bei einem Kredit vertraut der Kreditgeber (Gläubiger) dem Kreditnehmer (Schuldner), dass er den geliehen Geldbetrag zurückzahlt.
Voraussetzung für die Kreditgewährung ist die Verpflichtung des Kreditnehmers, den gewährten Geldbetrag zurückzuzahlen. Um solch eine Verpflichtung einzugehen, muss der Kreditnehmer voll geschäftsfähig sein. Natürlich wird in der heutigen Zeit nicht nur darauf vertraut, dass der Kreditnehmer seine Verpflichtung erfüllt bzw. erfüllen kann. Aus diesem Grund überprüfen z. B. Banken vor der Gewährung eines Kredits die Kreditwürdigkeit des Schuldners. Je nach Höhe und Dauer des gewährten Kredits reichen Lohn- und Gehaltsbescheinigungen. Das geht weiter bis zur Auskunft über weitere Schulden und nicht selten ist eine Kreditsicherung durch Bürgen bzw. eine Bürgschaft notwendig. Schwierig gestaltet sich die Kreditvergabe für Menschen, die kein geregeltes Einkommen haben. Arbeitslose haben bei Banken schlechte Karten, es sei denn, sie können dem Kreditinstitut eine Sicherheit in Form eines Bürgen, etc. stellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lerngruppenanalyse: Hier wird der Leistungsstand, die Motivation und das Lernverhalten der 9. Klasse in Bezug auf das Thema Kreditaufnahme detailliert bewertet.
2. Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Kredits, erläutert die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe und differenziert zwischen verschiedenen Kreditarten.
3. Didaktische Analyse: Das Kapitel verortet das Thema im Lehrplan und begründet die methodische Entscheidung für das Fallbeispiel eines Ratenkredits.
4. Methodische Analyse: Hier wird der Fokus auf die arbeitsgleiche Gruppenarbeit als Sozialform zur Förderung der Sozial- und Kommunikationskompetenz gelegt.
5. Lernziele: Dieses Kapitel definiert die angestrebten inhaltlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen für die Schülerinnen und Schüler.
6. Verlaufsplan: Eine strukturierte Übersicht über den geplanten Unterrichtsverlauf von der Hinführung bis zur Ergebnissicherung.
Schlüsselwörter
Kredit, Ratenkredit, Verschuldung, Konsum, Zinsen, Tilgung, Kreditwürdigkeit, Finanzkompetenz, Haushaltsplanung, ökonomische Bildung, Banken, Lehrprobe, Schuldnerberatung, Konsumentscheidung, Wirtschaftskunde.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Durchführung einer Unterrichtsstunde zum Thema Ratenkredite in einer 9. Realschulklasse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Berechnung von Kreditkosten, der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben sowie der Bewertung der persönlichen Finanzierbarkeit von Konsumkrediten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Die Schüler sollen befähigt werden, Kreditangebote zu analysieren, deren Kosten zu berechnen und eine fundierte Entscheidung für oder gegen einen Kredit zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein praxisorientiertes Fallbeispiel gewählt, in dem die Schüler in arbeitsteiligen Gruppen die finanzielle Situation eines fiktiven Charakters (Thomas) analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Sach-, didaktische und methodische Analyse sowie die detaillierte Darstellung der Lernziele und des Stundenverlaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Kredit, Ratenkredit, Finanzkompetenz, Verschuldung und ökonomische Bildung.
Warum wurde das Fallbeispiel „Thomas braucht eine Küche“ gewählt?
Der Fall ist lebensnah gewählt, da die Schüler in naher Zukunft selbst vor ähnlichen finanziellen Entscheidungen stehen könnten.
Wie wird mit dem Risiko einer möglichen Arbeitslosigkeit umgegangen?
Im Bereich der Hausaufgaben wird diese Thematik explizit aufgegriffen, um das Bewusstsein für die Risiken langfristiger Verbindlichkeiten zu schärfen.
Welche Rolle spielt die Differenzierung im Unterricht?
Durch die Arbeit in gemischten Gruppen (leistungsstarke und leistungsschwache SuS) wird ein Helfersystem etabliert, um alle Schüler aktiv in den Prozess einzubeziehen.
- Citation du texte
- Martin Mayer (Auteur), 2010, Thomas braucht ein Küche! - Wir beraten ihn bei der Auswahl eines Ratenkredits, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167164