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Sprachkontrastive Analyse. Welche Schreibfähigkeiten weisen mehrsprachige Schülerinnen und Schüler in der deutschen und türkischen Sprache auf?

Título: Sprachkontrastive Analyse. Welche Schreibfähigkeiten weisen mehrsprachige Schülerinnen und Schüler in der deutschen und türkischen Sprache auf?

Tesis de Máster , 2020 , 100 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Büsra Güner (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den schriftsprachlichen Schreibkompetenzen der mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler in der deutschen sowie türkischen Sprache.
Dabei wird anhand von schriftsprachlichen Textprodukten der mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler sowohl in der deutschen als auch türkischen Sprache untersucht, ob das sprachliche Mittel der Unpersönlichkeit interlingual transferierbar ist. In dieser Master-Thesis wird die folgende Hypothese diskutiert, wonach ein Mehrsprachiger das Wissen über unpersönlich formulierte Instruktionen von einer Sprache auf eine andere überträgt und dort ebenfalls unpersönlich formuliert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • 1. EINLEITUNG
  • 2. MIGRATIONSHINTERGRUND IN DEUTSCHLAND
  • 3. MENSCHEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND IM DEUTSCHEN BILDUNGSSYSTEM
  • 4. DIE SCHULLEISTUNGSSTUDIE PISA
    • 4.1 MIGRANTEN UND IHRE ERGEBNISSE IN PISA
  • 5. DEFINITION ZENTRALER BEGRIFFE: MEHRSPRACHIGER SPRACHERWERB
  • 6. DIE ROLLE DER ERSTSPRACHE BEIM ERWERB DER ZWEITSPRACHE
    • 6.1 KONTRASTIVHYPOTHESE
    • 6.2 IDENTITÄTSHYPOTHESE
    • 6.3 INTERLANGUAGEHYPOTHESE
    • 6.4 DIE INTERDEPENDENZ- ODER SCHWELLENHYPOTHESE VON CUMMINS
  • 7. ANSÄTZE ZUR BESCHREIBUNG DER LEISTUNGSUNTERSCHIEDE VON KINDERN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND
  • 8. PROJEKT SCHRIFT
  • 9. SCHREIBKOMPETENZ
    • 9.1 SCHREIBEN ALS PROBLEMLÖSEN: DAS MODELL VON HAYES UND FLOWER
    • 9.2 SCHREIBEN ALS SCHRIFTSPRACHLICHES HANDELN: DAS MODELL VON BECKER-MROTZEK UND BÖTTCHER
  • 10. GENREDIDAKTIK
    • 10.1 TEXTSORTEN ALS HEBEL EINER FACHLICHEN UND SPRACHLICHEN KOMPETENZENTWICKLUNG
    • 10.2 ZENTRALE TEILKOMPONENTE DER SCHREIBKOMPETENZ: PERSPEKTIVENÜBERNAHME
    • 10.3 ZENTRALE TEILKOMPONENTE DER SCHREIBKOMPETENZ: KOHÄRENZHERSTELLUNG
  • 11. SCHREIBFÄHIGKEITEN DER DEUTSCH-TÜRKISCHEN SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
  • 12. DAS ERHEBUNGSINSTRUMENT DES PROJEKTS SCHRIFT
    • 12.1 BAUEINLEITUNG EINES SMARTPHONE-LAUTSPRECHERS
    • 12.2 DAS KATEGORIENSYSTEM ZUR AUSWERTUNG DER SCHRIFTSPRACHLICHEN INSTRUKTIONSTEXTE
  • 13. DIE UNPERSÖNLICHKEIT IN DER DEUTSCHEN SPRACHE
    • 13.1 DAS PASSIV IN DER DEUTSCHEN SPRACHE
  • 14. DIE UNPERSÖNLICHKEIT IN DER TÜRKISCHEN SPRACHE
    • 14.1 DIE TÜRKISCHE SPRACHE
    • 14.2 DIE VOKALHARMONIE
    • 14.3 DAS VERB IM TÜRKISCHEN
    • 14.4 DIE GEGENWARTSFORMEN IM TÜRKISCHEN
      • 14.4.1 Das Präsens im Türkischen (Şimdiki zaman)
      • 14.4.2 Der Aorist im Türkischen (Geniş Zaman)
    • 14.5 DAS PASSIV IM TÜRKISCHEM
  • 15. STUDIE
    • 15.1 HINTERGRUNDDATEN DER BETRACHTETEN STICHPROBE
    • 15.2 SELBSTEINSCHÄTZUNGEN IM DEUTSCHEN UND IM TÜRKISCHEN
      • 15.2.1 Gebrauch der Sprachen im Alltag
  • 16. EXEMPLARISCHER VERGLEICH
    • 16.1 DIE TEMPORA IN DEN TEXTEN
    • 16.2 DIE UNPERSÖNLICH IN DEN INSTRUKTIONSTEXTEN
    • 16.3 DER „SEHR GUTE“ INSTRUKTIONSTEXT
    • 16.4 DER „MITTLERE" INSTRUKTIONSTEXT
    • 16.5 DER SCHLECHTE" INSTRUKTIONSTEXT
    • 16.6 ZUSAMMENFASSENDER VERGLEICH ALLER TEXTE
  • 17. FAZIT UND AUSBLICK
  • 18. LITERATURVERZEICHNIS
  • 19. ANHANG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die schriftsprachlichen Schreibkompetenzen mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler in der deutschen und türkischen Sprache. Das zentrale Forschungsziel ist es, anhand von Textprodukten zu analysieren, ob das sprachliche Mittel der Unpersönlichkeit interlingual transferierbar ist. Dabei wird die Hypothese diskutiert, dass Mehrsprachige, die wissen, wie man Instruktionen unpersönlich verfasst, dieses Wissen in die andere Sprache übertragen und dort ebenfalls unpersönlich schreiben.

  • Migration und Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem.
  • Theorien zum Erst- und Zweitspracherwerb.
  • Modelle der Schreibkompetenz und Genredidaktik.
  • Sprachliche Realisierungsformen der Unpersönlichkeit in Deutsch und Türkisch.
  • Empirische Analyse von Instruktionstexten mehrsprachiger Schüler.
  • Interlingualer Transfer von textsortenspezifischem Wissen.

Auszug aus dem Buch

6. Die Rolle der Erstsprache beim Erwerb der Zweitsprache

Es gibt zahlreiche Hypothesen über die Art und Weise, wie Kinder und Jugendliche eine zweite Sprache erwerben, und zu der Frage, ob die Erstsprache einen positiven oder negativen Effekt auf das Erlernen der Zweitsprache hat. Dieses Kapitel widmet sich den Modellen des Zweitspracherwerbs sowie den Fragen nach charakteristischen Merkmalen für den Zweitspracherwerb und dem Einfluss der Erstsprache auf den Erwerb der Zweitsprache, der für die Betrachtung der Mehrsprachigkeit von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund von großer Bedeutung ist. Einerseits ergänzen sich die Theorien anderseits widerlegen sie sich.

6.1 Kontrastivhypothese

Die Kontrastivhypothese, die von Fries 1947 initiiert und 1957 von Lado fortgesetzt wurde, ist ein Ansatz für die Erforschung des Zweitspracherwerbs, bei dem als kontrastiv die Gegenüberstellung von zwei Sprachsystemen aufgefasst wird, um deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu ermitteln. Bausch und Kasper fassen die Hypothese folgendermaßen zusammen:

„Die Grundsprache des Lerners beeinflusst seinen Erwerb einer Zweitsprache in der Weise, dass in Grund- und Zweitsprache identische Elemente und Regeln leicht und fehlerfrei zu erlernen sind, unterschiedliche Elemente und Regeln dagegen Lernschwierigkeiten bereiten und zu Fehlern führen“ (Bausch/ Kasper 1979, S.5).

Somit sind die Hauptaussagen dieser Hypothese, dass identische Regeln und Elemente zu Lernerleichterungen führen (Strukturidentität), unterschiedliche Elemente dagegen Lernschwierigkeiten (Strukturdivergenz) in der zweiten oder weiteren Sprache veranlassen (Ballis 2010, S.15). Laut Lado sind ähnliche Strukturen leicht zu erwerben, weil sie beim Transfer in die andere Sprache fehlerfrei funktionieren. Unterschiedliche Strukturen hingegen bereiten Probleme, weil sie, wenn sie in die andere Sprache übertragen werden nicht reibungslos funktionieren und daher zu Fehlern führen. Deshalb müssen diese Strukturen von dem Lerner verändert werden (Rösch 2011, S.23).

Nach Apeltauer ist Transfer die „Übertragung von einem Sprachsystem auf ein anderes“ (Apeltauer 2003, S.149). Dabei differenziert man zwischen dem positiven und negativen Transfer. Man spricht von einem positiven Transfer, wenn aufgrund ähnlicher Sprachmuster der beiden Sprachen fehlerfrei transferiert werden kann. Beim negativen Transfer sind die sprachlichen Systeme der Erstsprache nicht auf die zweite oder weitere Sprache übertragbar und führen beim Transfer daher zu Interferenzen (ebd.).

Daher kann festgehalten werden, dass nach der Kontrastivhypothese die Zweitsprache im Rückgriff auf die Erstsprache erworben wird und je größer der Kontrast zwischen der Erst- und Zweitsprache ist, desto schwieriger sich der Erwerb der Zweitsprache darstellt.

Inzwischen gilt diese Hypothese als überholt, da Untersuchungen belegt haben, dass es auch durchaus möglich ist, dass der Transfer zu Interferenzen führt, obwohl ähnliche Sprachstrukturen vorliegen und umgekehrt die Differenzen unterstützend auf das Erlernen der neuen Sprache wirken können (Göbel/ Buchwald 2017, S.97).

6.2 Identitätshypothese

Die Identitätshypothese stellt das Gegenstück zur Kontrastivhypothese dar, denn sie nimmt an, dass Sprache aufgrund angeborener Mechanismen erworben wird, die im Menschen manifestiert sind. Daher kann jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt jede beliebige Sprache erwerben (Rösch 2011, S.24f.).

Sie orientiert sich demnach an Chomskys Universalgrammatik, die besagt, dass der Erwerb einer Sprache als Zweitsprache prinzipiell isomorph zum Erstspracherwerb verläuft. Somit aktiviert der Lerner in beiden Erwerbsituationen seine angeborenen mentale Prozesse, die effizieren, dass die zweitsprachlichen Regeln und Elemente in der gleichen Reihenfolge erworben werden wie die erstsprachlichen. Daraus lässt sich ableiten, dass die Entwicklungssequenzen in der Zweitsprache nicht durch die Struktur der Erstsprache gesteuert werden. In dieser Theorie findet kein kontrastiver Vergleich statt und der Lerner imitiert nicht die Sprachregeln und Strukturen der Erstsprache in die Zweitsprache (ebd). Nach dieser Theorie bedingen die Fehler beim Zweitspracherwerb durch die Struktur der Zweitsprache selbst und nicht durch Imitationen der Erstsprache. Neue Forschungsergebnisse widerlegen diese Theorie, da die Interfenzen der Erstsprache in den empirischen Untersuchungen nachgewiesen werden konnten (Göbel/ Buchwald 2017, S.97).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ungleicher Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund in Deutschland ein und stellt die Forschungsfrage nach dem interlingualen Transfer von Unpersönlichkeit in Schreibkompetenzen mehrsprachiger Schüler dar.

5. Definition zentraler Begriffe: Mehrsprachiger Spracherwerb: Hier werden grundlegende Begriffe wie Erstsprache, simultaner und sukzessiver Spracherwerb definiert, wobei die Dynamik von Sprachgebrauch und -präferenzen sowie die Merkmale von Herkunftssprachen beleuchtet werden.

6. Die Rolle der Erstsprache beim Erwerb der Zweitsprache: Das Kapitel diskutiert verschiedene Hypothesen zum Zweitspracherwerb, darunter die Kontrastivhypothese, die den Einfluss von Ähnlichkeiten und Unterschieden zwischen Erst- und Zweitsprache auf das Lernen hervorhebt, und die Identitätshypothese, die von angeborenen Sprachmechanismen ausgeht.

8. Projekt SchriFT: Es wird das interdisziplinäre Forschungsprojekt SchriFT vorgestellt, das die Schreibkompetenzen von Schülern in Deutsch und Türkisch im Fachunterricht fördert, um sprachliches und fachliches Lernen zu verbinden.

9. Schreibkompetenz: Dieses Kapitel definiert Schreiben als komplexes Problemlösen mit kommunikativer und epistemischer Funktion und stellt zentrale Schreibprozessmodelle (Hayes & Flower, Becker-Mrotzek & Böttcher) vor, die die sprachlichen und kognitiven Anforderungen beschreiben.

10. Genredidaktik: Das Konzept der Genredidaktik wird erläutert, das auf die Vermittlung fachspezifischer Textsorten im Unterricht abzielt, um die epistemische Funktion der Sprache und den Ausbau bildungssprachlichen Handelns zu fördern, wobei Perspektivenübernahme und Kohärenzherstellung zentrale Komponenten sind.

11. Schreibfähigkeiten der deutsch-türkischen Schülerinnen und Schüler: Dieses Kapitel fasst Befunde zu den schriftsprachlichen Kompetenzen deutsch-türkischsprachiger Schüler zusammen und zeigt auf, dass der Herkunftssprachenunterricht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung bildungssprachlicher Fähigkeiten im Türkischen spielt.

12. Das Erhebungsinstrument des Projekts SchriFT: Hier wird das im Projekt SchriFT entwickelte Instrument zur Erfassung der schriftsprachlichen Instruktionsfähigkeit mittels einer Bauanleitung für einen Smartphone-Lautsprecher und das zugehörige Kategoriensystem zur Bewertung der Texte beschrieben.

13. Die Unpersönlichkeit in der deutschen Sprache: Dieses Kapitel beschreibt die sprachlichen Realisierungsmöglichkeiten der Unpersönlichkeit im Deutschen, insbesondere die Verwendung des werden-Passivs und der man-Konstruktion, die für Instruktionstexte relevant sind.

14. Die Unpersönlichkeit in der türkischen Sprache: Es werden die Besonderheiten der türkischen Sprache als agglutinierender Sprachtypus sowie die Bildung des Passivs und unpersönliche Umschreibungen mit "Infinitiv + lazım/gerek" zur Realisierung der Unpersönlichkeit vorgestellt.

15. Studie: Das Kapitel präsentiert die methodologischen Details und die Hintergrunddaten der Stichprobe, die aus 31 mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern besteht, sowie deren Selbsteinschätzungen zur Sprech- und Schreibfähigkeit in Deutsch und Türkisch und ihren Sprachgebrauch im Alltag.

16. Exemplarischer Vergleich: Die qualitative Analyse ausgewählter Instruktionstexte zeigt, dass die Mehrheit der Schüler in deutschen Texten das Präsens und unpersönliche Formen angemessen verwendet, dies jedoch oft nicht in türkischen Texten gelingt, was auf mangelnde Sprachkenntnisse und einen fehlenden Transfer von Textsortenwissen hindeutet.

17. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, die zeigen, dass der interlinguale Transfer von Unpersönlichkeit bei mehrsprachigen Schülern oft nicht erfolgreich ist, hauptsächlich aufgrund unzureichender schriftsprachlicher Kompetenzen in der Herkunftssprache Türkisch. Es wird die Notwendigkeit einer koordinierten Förderung von Textsortenwissen in beiden Sprachen betont.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Schreibkompetenz, Deutsch als Zweitsprache, Türkisch, Sprachkontrastive Analyse, Instruktionstexte, Unpersönlichkeit, PISA-Studie, Genredidaktik, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Interlingualer Transfer, Bildungssprache, Migration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Masterarbeit untersucht die schriftsprachlichen Schreibkompetenzen mehrsprachiger Schülerinnen und Schüler in der deutschen und türkischen Sprache, mit einem besonderen Fokus auf den interlingualen Transfer des sprachlichen Mittels der Unpersönlichkeit in Instruktionstexten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen den mehrsprachigen Spracherwerb und Migration im deutschen Bildungssystem, die Rolle der Erstsprache beim Zweitspracherwerb, Schreibkompetenzmodelle, Genredidaktik sowie eine detaillierte linguistische Analyse der Unpersönlichkeit in deutschen und türkischen Instruktionstexten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob mehrsprachige Schülerinnen und Schüler das Wissen über die unpersönliche Verfassungsweise von Instruktionstexten von einer Sprache in die andere transferieren können, d.h., ob das sprachliche Mittel der Unpersönlichkeit interlingual transferierbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine analytische Methode verwendet, die sowohl quantitative als auch qualitative Analysen von Instruktionstexten bilingualer Schülerinnen und Schüler umfasst, wobei spezifische Kategoriensysteme zur Bewertung von Adressatenorientierung und Kohärenzherstellung eingesetzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt theoretische Grundlagen des Spracherwerbs, Schreibkompetenzmodelle, die Konzepte der Genredidaktik, spezifische Merkmale der deutschen und türkischen Sprache (insbesondere die Unpersönlichkeit und Tempora) und präsentiert die empirische Studie mit ihren Hintergrunddaten, Selbsteinschätzungen und einem exemplarischen Vergleich der Textprodukte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Mehrsprachigkeit, Schreibkompetenz, Deutsch als Zweitsprache, Türkisch, Sprachkontrastive Analyse, Instruktionstexte, Unpersönlichkeit, PISA-Studie, Genredidaktik, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Interlingualer Transfer, Bildungssprache und Migration.

Welche Hypothese zum interlingualen Transfer sprachlicher Mittel wurde in der Arbeit diskutiert und welches Ergebnis wurde erzielt?

Die Hypothese lautete, dass wenn ein Mehrsprachiger in einer Sprache weiß, wie man Instruktionen unpersönlich verfasst, er dieses Wissen in die andere Sprache transferiert. Die Studie falsifiziert diese Annahme, da die Schüler zwar im Deutschen unpersönlich schreiben (man-Konstruktion), dies aber im Türkischen aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse und fehlendem Wissen über das Passiv oft nicht tun und stattdessen die Wir-Perspektive wählen.

Welche Bedeutung hat das Projekt "SchriFT" für diese Master-Thesis?

Die Daten für diese Master-Thesis wurden im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts "SchriFT – Schreiben im Fachunterricht unter Einbeziehung des Türkischen" erhoben. Dieses Projekt untersucht, wie Schreibkompetenzen im Deutschen und Türkischen gefördert werden können, um eine biliterale fachorientierte Gesamtkompetenz zu entwickeln.

Warum ist die korrekte Verwendung von Tempora und unpersönlichen Formen in Instruktionstexten so wichtig?

Die korrekte Verwendung von Tempora (insbesondere Präsens) und unpersönlichen Formen ist in Instruktionstexten essenziell, um eine objektive, präzise und adressatenorientierte Beschreibung der Handlungsschritte zu gewährleisten. Sie trägt maßgeblich zur Kohärenz und Verständlichkeit der Anleitung bei.

Was sind die Hauptunterschiede in der Selbsteinschätzung der Schreib- und Sprechfähigkeiten zwischen Deutsch und Türkisch bei den untersuchten Schülern?

Die Schülerinnen und Schüler schätzen ihre Sprech- und Schreibfähigkeiten im Deutschen tendenziell besser ein als im Türkischen. Besonders die schriftsprachliche Kompetenz im Türkischen wird von einem deutlich geringeren Prozentsatz als sehr gut bis gut bewertet als im Deutschen, was auf einen Entwicklungsbedarf in der Herkunftssprache hinweist.

Final del extracto de 100 páginas  - subir

Detalles

Título
Sprachkontrastive Analyse. Welche Schreibfähigkeiten weisen mehrsprachige Schülerinnen und Schüler in der deutschen und türkischen Sprache auf?
Universidad
University of Duisburg-Essen
Calificación
1,3
Autor
Büsra Güner (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
100
No. de catálogo
V1672397
ISBN (PDF)
9783389166253
ISBN (Libro)
9783389166260
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schreibfähigkeit bilingual deutsch türkisch schreiben sprachkontrastive Analyse sprachkonstrastiv
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Büsra Güner (Autor), 2020, Sprachkontrastive Analyse. Welche Schreibfähigkeiten weisen mehrsprachige Schülerinnen und Schüler in der deutschen und türkischen Sprache auf?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672397
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