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Barrieren bei der digitalen Gruppenarbeit im Fernstudium

Eine qualitative Studie

Título: Barrieren bei der digitalen Gruppenarbeit im Fernstudium

Trabajo Escrito , 2025 , 72 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Daniela Haindl (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Digitale Gruppenarbeit ist ein zentraler Bestandteil des Fernstudiums, birgt jedoch Barrieren, die zu individuellen Belastungen und struktureller Ungleichheit führen können. Aufbauend auf dem Community of Inquiry Framework untersucht die vorliegende Arbeit, inwiefern Fernstudierende kognitive, soziale und emotionale Barrieren in der digitalen Gruppenarbeit wahrnehmen. Mithilfe problemzentrierter Interviews und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wurde die subjektive Perspektive zweier Studierender im Master Bildungswissenschaften an der FernUniversität in Hagen erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass kognitive, soziale und emotionale Herausforderungen nicht nur das Gruppenerlebnis beeinträchtigen, sondern auch bestehende soziale Ungleichheiten im Fernstudium verstärken können. Die Arbeit liefert erste empirische Einblicke in subjektiv empfundene Barrieren digitaler Gruppenarbeit im Fernstudium und zeigt auf, dass weiterer Forschungsbedarf insbesondere in Bezug auf mögliche Unterstützungsmaßnahmen besteht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • Abstract
  • Abstract
  • Inhaltsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Hilfsmittelverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Theorie
    • 2.1 Stand der Forschung
    • 2.2 Community of Inquiry (CoI)
    • 2.3 Barrieren und deren theoretische Einordnung
      • 2.3.1 Barrieren
      • 2.3.2 Kognitive, soziale und emotionale Barrieren
      • 2.3.3 Barrieren und CoI-Framework
  • 3 Methodik
    • 3.1 Auswahlverfahren
    • 3.2 Problemzentrierte Interviews
    • 3.3 Inhaltsanalyse nach Mayring
    • 3.4 Limitationen
  • 4 Ergebnisse
    • 4.1 Empfundene kognitive Barrieren
    • 4.2 Empfundene soziale Barrieren
    • 4.3 Empfundene emotionale Barrieren
  • 5 Diskussion & Fazit
  • 6 Literaturverzeichnis
  • Anhangsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht tiefgehend, inwiefern Fernstudierende kognitive, soziale und emotionale Barrieren bei der digitalen Gruppenarbeit wahrnehmen. Das Hauptziel ist es, aus der subjektiven Perspektive der Studierenden Einblicke in das Erleben digitaler Gruppenarbeit zu gewinnen und darauf aufbauend Ansatzpunkte für zukünftige Forschungs- und Unterstützungsmaßnahmen im Bereich digitaler Gruppenprozesse im Fernstudium zu identifizieren.

  • Digitale Gruppenarbeit im Kontext des Fernstudiums
  • Erfassung und Analyse kognitiver, sozialer und emotionaler Barrieren
  • Anwendung und Anpassung des Community of Inquiry Frameworks
  • Qualitative Forschungsmethoden: problemzentrierte Interviews und Inhaltsanalyse
  • Identifizierung von Herausforderungen und Potenzialen für Unterstützungsstrategien

Auszug aus dem Buch

Barrieren

Mit der Digitalisierung der Lehre wurden viele Barrieren abgebaut: Online- und Fernstudium, asynchrone Kommunikation und Videokonferenzen ermöglichen heute vielen Menschen einen Zugang zur höheren Bildung, die aus beruflichen, familiären, physischen oder psychischen Gründen noch vor wenigen Jahrzehnten mit großen Hindernissen konfrontiert waren (Traxler, 2022, S. 59). Mit der Digitalisierung sind jedoch nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch neue Herausforderungen entstanden. Wegen der rasanten technologischen Entwicklung und der beschleunigten Digitalisierung der Lehre seit der Pandemie, blieben viele Barrieren in diesem Feld bislang unerforscht. So befasst sich diese Arbeit explizit mit den kognitiven, sozialen und emotionalen Barrieren, die Fernstudierende während der digitalen Gruppenarbeit empfinden. Trescher beschreibt: „Barrieren sind nicht schlicht vorhanden, sondern entstehen je situativ, individuell und im Prozess der Auseinandersetzung. Folglich können Barrieren auch nicht ohne Weiteres abgebaut werden, da der Umgang mit ihnen im Einzelfall ausgehandelt werden muss“ (2022, S. 452). Er definiert den Begriff „Barriere“ als „Begrenzung bzw. Beschränkung von Teilhabe an Diskursen“ (S. 452). Trescher zufolge grenzen Barrieren Diskurse nach außen und innen ein, indem sie den Zugang zu Diskursen aber auch die innerdiskursive Ordnung regulieren (S. 452). Der Autor erwähnt, dass auch „das Normale" (S. 452) zur Barriere werden kann und, dass „[...] bestimmte Personen eher als ,sprechfähig' im Diskurs subjektiviert werden, andere jedoch eher nicht“ (S. 453). Er begründet dies damit, dass dem Wort mancher mehr Gewicht zuerkannt wird. Trescher zufolge gibt es exkludierende und normalisierende Barrieren und solche in Bezug auf die Sprechenden. Sie können sich in manifester, physisch-statischer oder latenter, psychischer Form zeigen (S. 454).

In der vorliegenden Arbeit werden Barrieren daher als eine Beschränkung der Zugänglichkeit von Diskursen in der Online-Gruppenarbeit verstanden. Sie können als manifeste, physische Hindernisse oder als latente, psychische Barrieren auftreten.

2.3.2 Kognitive, soziale und emotionale Barrieren

Mit Bezug auf die kognitive Präsenz nach Garrison et al. (2000, pp. 93-94) werden kognitive Barrieren als Hürden und Probleme bei Denk- und Lernprozessen während der Gruppenarbeit betrachtet. Sie können in jeder Phase auftreten: als hinderliche Gedanken und Einstellungen vor der Gruppenarbeit, als Probleme beim Informationsaustausch, bei der Integration neuer Ideen und Informationen und bei deren Anwendung.

Auch hinsichtlich der Sozialen Präsenz (Garrison et al., 2000, pp. 94-96) könnten sich Hindernisse bemerkbar machen, die in dieser Arbeit als soziale Barrieren bezeichnet werden. Dazu zählen Beeinträchtigungen und Beschränkungen bei der offenen Kommunikation und bei der Identifikation mit der Gruppe, die sich in einem Mangel an Vertrauen, Gruppenzugehörigkeits- und Verantwortungsgefühlen zeigen können. Unverbindlichkeit, fehlender Respekt und mangelhafte Beteiligung sowie unklare Aufgaben- und Rollenverteilung werden dieser Dimension zugeordnet.

Dementsprechend werden Störungen der Emotionalen Präsenz (Cleveland-Innes & Campbell 2012, p. 283), also beim individuellen Ausdruck von Gefühlen und Affekten während der Gruppenarbeit als emotionale Barrieren verstanden. Dies kann sich durch Frust, Isolation- und negative Gefühle während des Umgangs mit Lerntechnologie, Kursinhalten oder bei der Interaktion mit anderen Studierenden oder Lehrenden bemerkbar machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die zunehmende Digitalisierung von Bildungsprozessen, die daraus resultierenden Herausforderungen bei digitaler Gruppenarbeit im Fernstudium und stellt die Forschungsfrage der Arbeit vor.

2 Theorie: Hier werden verschiedene theoretische Modelle zur Online-Lehre vorgestellt, wobei der Fokus auf dem Community of Inquiry (CoI) Framework liegt und Barrieren im Kontext dieses Modells definiert und theoretisch eingeordnet werden.

3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt den qualitativen Forschungsansatz, einschließlich des Auswahlverfahrens der Probandinnen, der Durchführung problemzentrierter Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring sowie die Limitationen der Studie.

4 Ergebnisse: Die Resultate der Inhaltsanalyse werden präsentiert und detailliert die empirisch festgestellten kognitiven, sozialen und emotionalen Barrieren beleuchtet, die Fernstudierende bei der digitalen Gruppenarbeit empfinden.

5 Diskussion & Fazit: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse im Kontext früherer Studien diskutiert, vertiefende Einblicke in die empfundenen Barrieren gegeben und abschließend Forschungsbedarf sowie mögliche Unterstützungsmaßnahmen aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Digitale Gruppenarbeit, Online-Studium, Fernstudium, Barrieren, kognitive Präsenz, soziale Präsenz, emotionale Präsenz, Community of Inquiry, qualitative Forschung, problemzentrierte Interviews, Inhaltsanalyse, Master Bildungswissenschaften, Online-Lehre, Selbstregulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Barrieren, die Fernstudierende bei der digitalen Gruppenarbeit erleben, und untersucht diese aus einer subjektiven Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind digitale Gruppenarbeit, Fernstudium, kognitive, soziale und emotionale Barrieren sowie das Community of Inquiry Framework.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Einblicke in das Erleben digitaler Gruppenarbeit von Fernstudierenden zu gewinnen, um Ansatzpunkte für zukünftige Forschung und Unterstützung zu identifizieren. Die Forschungsfrage lautet: "Inwiefern empfinden Fernstudierende kognitive, soziale und emotionale Barrieren bei der digitalen Gruppenarbeit?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Forschungsmethodik, bestehend aus problemzentrierten Interviews und einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der digitalen Gruppenarbeit und des Community of Inquiry Frameworks erläutert, die Methodik der Studie detailliert beschrieben und die empirischen Ergebnisse zu den empfundenen kognitiven, sozialen und emotionalen Barrieren vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Digitale Gruppenarbeit, Fernstudium, Barrieren, kognitive Präsenz, soziale Präsenz, emotionale Präsenz und Community of Inquiry charakterisiert.

Wie werden Barrieren in dieser Arbeit definiert?

In dieser Arbeit werden Barrieren als eine Beschränkung der Zugänglichkeit von Diskursen in der Online-Gruppenarbeit verstanden, die als manifeste, physische Hindernisse oder als latente, psychische Barrieren auftreten können.

Welchen theoretischen Rahmen nutzt die Studie zur Untersuchung der Barrieren?

Die Studie nutzt das Community of Inquiry (CoI) Framework von Garrison et al. als theoretische Linse, um subjektiv empfundene Barrieren zu untersuchen, und passt dessen Kategoriensystem an kognitive, soziale und emotionale Barrieren an.

Welche spezifischen Limitierungen weist die Studie auf?

Die Studie ist durch die geringe Anzahl von zwei weiblichen Probandinnen, die zudem ähnliche Module an derselben Universität belegten, limitiert, was eine Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Fernstudierende oder internationale Kontexte einschränkt.

Welche Empfehlungen gibt die Autorin für zukünftige digitale Gruppenarbeiten?

Die Autorin empfiehlt vorbereitende Kurse, vorgegebene Rollen- und Aufgabenteilung, weniger Zwang zur Gruppenarbeit und mehr Anleitung bei der Gruppenfindung, um Barrieren für Fernstudierende zu reduzieren.

Final del extracto de 72 páginas  - subir

Detalles

Título
Barrieren bei der digitalen Gruppenarbeit im Fernstudium
Subtítulo
Eine qualitative Studie
Universidad
University of Hagen  (Kultur und Sozialwissenschaften)
Calificación
1,7
Autor
Daniela Haindl (Autor)
Año de publicación
2025
Páginas
72
No. de catálogo
V1672839
ISBN (PDF)
9783389167137
ISBN (Libro)
9783389167144
Idioma
Alemán
Etiqueta
Digitale Gruppenarbeit Online-Studium Fernstudium Barrieren kognitive Präsenz soziale Präsenz Community of Inquiry
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Haindl (Autor), 2025, Barrieren bei der digitalen Gruppenarbeit im Fernstudium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672839
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