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Gesundheitsverhalten von Migranten. Verbesserung der Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten der Sekundärprävention bei Männern mit Darmkrebs aus der ehemaligen Sowjetunion

Título: Gesundheitsverhalten von Migranten. Verbesserung der Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten der Sekundärprävention bei Männern mit Darmkrebs aus der ehemaligen Sowjetunion

Tesis (Bachelor) , 2010 , 73 Páginas

Autor:in: Bachelor of Science Torsten Sauer (Autor)

Salud - Salud pública
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Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Gesundheitsverhalten von Migranten, hier anhand der Beispielgruppe Männer aus der ehemaligen Sowjetunion, im Kontext mit der Inanspruchnahme von Präventionsangeboten zu beschreiben und Maßnahmen und Instrumente aufzuzeigen, die einen verbesserten Zugang zu diesen Angeboten, für diese Gruppe der Migranten, ermöglichen. Um einen Praxisbezug herzustellen wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit Professionellen aus den Bereichen Darmkrebs- bzw. Darmkrebsfrüherkennung, migrantenorientierte Präventionsarbeit und Integration durchgeführt. Die Ergebnisse der Interviews lauten zusammengefasst:

Die Experten äußerten, dass insbesondere bei älteren Migranten und speziell bei Frauen, die Zwecks Eheschließung oder Zusammenführung der Familie später zuwandern, vorhandene Sprachbarrieren die Präventionsarbeit erschweren. Aber auch Unterschiede zwischen den Kulturen, sowie bei den Gesundheitsrisiken sind migrantenspezifische Merkmale, die es bei der Gesundheitsaufklärung und der Konzeption von Präventionsmaßnahmen zu berücksichtigen gilt. Laut den Experten werden Verständigungsprobleme durch Dolmetscherdienste, Angehörige oder durch medizinisches Personal mit eigener Migrationserfahrung gelöst. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von Integrationslotsen oder auch von Sprach- und Kulturmittlern. In diesem Bereich werden auch zweisprachige Informationsmaterialien positiv bewertet, die sowohl in Deutsch als auch in der jeweiligen Muttersprache der Migranten erstellt sind.

Es wurden viele Verbesserungsvorschläge von Seiten der Experten vorgetragen. Sie umfassen spezielle Infoveranstaltungen für die Migranten, interkulturelle Weiterbildung von Professionellen und Multiplikatoren, sowie interkulturelle Öffnung von Einrichtungen des Gesundheitswesens, aber auch finanzielle Unterstützung von Projekten und die Möglichkeit Sprachübersetzungen abrechnen zu können. Präventionsprojekte, die speziell auf die Zielgruppe der Migranten zugeschnitten sind, waren nicht bei allen befragten Experten bekannt. Das Interesse sich im Rahmen eines Projekts zur Darmkrebsfrüherkennung zu engagieren, war jedoch bei allen Befragten vorhanden. Dazu wurden Maßnahmen und Instrumente ausführlich dargestellt, die zu einer erhöhten Nutzung von Präventionsangeboten durch Migranten beitragen können. Diese Erkenntnisse können auf die Darmkrebsfrüherkennung und auf die Zielgruppe der Männer aus der ehemaligen Sowjetunion übertragen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Themenfeld

1.1 Migranten: Eine heterogene Bevölkerungsgruppe

1.1.1 Migranten und Migrationsbewegungen

1.1.2 Migranten in Deutschland

1.1.3 Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion

1.2 Die Krankheit Darmkrebs

1.2.1 Was ist Darmkrebs

1.2.2 Diagnose und Therapie

1.2.3 Epidemiologische Situation

1.3 Prävention und Gesundheitsförderung

1.3.1 Begriffsdefinition

1.3.2 Die verschiedenen Stadien der Prävention

1.3.3 Strategien und Methoden der Prävention

1.3.4 Kosten und Nutzen von Präventionsmaßnahmen

2. Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit

3. Migration und Gesundheit

3.1 Die gesundheitliche Situation von Migranten in Deutschland

3.2 Der Healthy-Migrant-Effekt

3.3 Gesundheitsversorgung von Migranten in Deutschland: Zugangsbarrieren und Defizite

3.4 Prävention für Menschen mit Migrationshintergrund

4. Die Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland

4.1 Grundlagen und Ziele der Darmkrebsfrüherkennung

4.2 Das Darmkrebs-Screening

4.3 Inanspruchnahme der Darmkrebsfrüherkennung

4.4 Die Felix-Burda-Stiftung und die Deutsche Krebshilfe

5. Beantwortung der Fragestellung

5.1 Leitfadengestützte Experteninterviews

5.2 Leitfadenerstellung und Auswahl der Experten

5.3 Durchführung

5.4 Ergebnisse der Experteninterviews

6. Zusammenfassung

6.1 Handlungsempfehlungen für eine verbesserte Inanspruchnahme der Darmkrebsfrüherkennung

6.2 Zusammenfassung der Ergebnisse

6.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gesundheitsverhalten von Migranten, speziell am Beispiel von Männern aus der ehemaligen Sowjetunion, mit dem primären Ziel, Strategien zur Verbesserung der Inanspruchnahme von Angeboten der Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland aufzuzeigen.

  • Migration und deren Auswirkungen auf die gesundheitliche Situation in Deutschland
  • Das Phänomen des "Healthy-Migrant-Effekts"
  • Analyse von Zugangsbarrieren im deutschen Gesundheitssystem für Menschen mit Migrationshintergrund
  • Methodische Erhebung durch leitfadengestützte Experteninterviews
  • Handlungsempfehlungen zur Optimierung präventiver Maßnahmen für Migrantengruppen

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Healthy-Migrant-Effekt

Durch die Zuwanderung sind Migranten im Zielland bestimmten gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Risiken ausgesetzt (vgl. Kapitel 3.1). Von der einheimischen Bevölkerung wissen wir, dass ein niedriger sozioökonomischer Status die Wahrscheinlichkeit zu erkranken bzw. vorzeitig zu sterben erhöht (vgl. Razum, O. 2009). Trotz allem ist der Gesundheitszustand, der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Population mit Migrationshintergrund, nicht schlechter, als derjenige der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund. Ganz im Gegenteil, er ist teilweise sogar besser, was durch niedrigere Mortalitäts- und Morbiditätsraten belegbar ist. (vgl. Knipper, M. und Bilgin, Y. 2009)

In diesem Zusammenhang wird in der Literatur vom so genannten „Healthy-Migrant-Effekt“ gesprochen. Frei übersetzt: „Das Phänomen des gesunden Migranten“.

Im Folgenden wird zunächst auf das „gängige“ und anschließend auf das neue Erklärungsmodell des „Healthy-Migrant-Effekts“ eingegangen. (vgl. Razum, O. 2009)

Der Mortalitätsvorteil gegenüber der Bevölkerung des Ziellandes wird oftmals mit Auswahleffekten, ungenauen Bevölkerungszahlen und Rückmigrationen erklärt. Bezüglich der Auswahleffekte bei der Migration wird vermutet, dass besonders gesunde Personen migrieren. Durch die Rückmigration von schwerkranken Personen in das Herkunftsland soll es zu Verzerrungen in der örtlichen Sterblichkeitsstatistik kommen. (vgl. Razum, O. und Twardella, D. 2004)

Mit zunehmender Aufenthaltsdauer geht dieser positive Effekt jedoch verloren und es kommt zu einem Anstieg der Mortalität, in Folge von sozioökonomischen Benachteiligungen, schlechtem Zugang zur bzw. geringer Nutzung der gesundheitlichen Versorgung, sowie gesundheitlichen Belastungen. Umso erstaunlicher ist es, dass ein rapider Anstieg der Sterblichkeit von Erwachsenen mit Migrationshintergrund auch über Jahre oder Jahrzehnte ausbleibt. Hierzu liefert das „gängige“ Modell des Healthy-Migrant-Effektes keine ausreichende Erklärung. (vgl. Razum, O. 2009)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Themenfeld: Das Kapitel bietet einen Überblick über Migration, das Krankheitsbild Darmkrebs sowie Grundlagen der Prävention und Gesundheitsförderung.

2. Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit: Hier werden die wissenschaftliche Forschungsfrage und die Beweggründe des Autors für die Untersuchung des Themas dargelegt.

3. Migration und Gesundheit: Dieser Abschnitt beleuchtet den Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Gesundheitszustand, den Healthy-Migrant-Effekt sowie spezifische Barrieren im deutschen Gesundheitssystem.

4. Die Darmkrebsfrüherkennung in Deutschland: Es werden die Ziele der Früherkennung, Screening-Methoden wie Stuhltest und Koloskopie sowie relevante Akteure wie die Felix-Burda-Stiftung beschrieben.

5. Beantwortung der Fragestellung: In diesem Kapitel erfolgt die methodische Auswertung der Experteninterviews, um Praxiswissen und Verbesserungsvorschläge zu generieren.

6. Zusammenfassung: Der abschließende Teil präsentiert Handlungsempfehlungen, fasst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und liefert ein Fazit.

Schlüsselwörter

Darmkrebs, Früherkennung, Migration, Migrationshintergrund, Prävention, Gesundheitsförderung, Healthy-Migrant-Effekt, Gesundheitsversorgung, Experteninterviews, Inanspruchnahme, Screening, Koloskopie, Stuhltest, Gesundheitsverhalten, Migranten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Gesundheitsverhalten von Migranten in Deutschland, insbesondere im Kontext der Darmkrebsfrüherkennung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Migration, der medizinischen Prävention, der gesundheitlichen Situation von Migranten sowie der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, Strategien und Instrumente zu identifizieren, die den Zugang und die Inanspruchnahme von Darmkrebs-Präventionsangeboten für Migranten verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Zur Datengewinnung wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit Fachleuten aus den Bereichen Integration und Darmkrebsfrüherkennung durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung der Migrations- und Gesundheitsthematik, Grundlagen der Darmkrebsfrüherkennung sowie die Auswertung der gewonnenen Expertenergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Darmkrebs, Früherkennung, Migration, Prävention, Gesundheitsversorgung und Inanspruchnahme sind die zentralen Begriffe.

Was genau ist der "Healthy-Migrant-Effekt"?

Es beschreibt das Phänomen, dass Migranten nach ihrer Ankunft im Zielland gesundheitlich oft besser gestellt sind als die einheimische Bevölkerung, dieser Vorteil jedoch mit zunehmender Aufenthaltsdauer häufig abnimmt.

Welche Rolle spielen Kultur und Sprache in der Arbeit?

Sprachbarrieren und unterschiedliche kulturelle Krankheitsverständnisse werden als wesentliche Faktoren identifiziert, die den Zugang zur medizinischen Versorgung für Migranten erschweren.

Final del extracto de 73 páginas  - subir

Detalles

Título
Gesundheitsverhalten von Migranten. Verbesserung der Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten der Sekundärprävention bei Männern mit Darmkrebs aus der ehemaligen Sowjetunion
Universidad
University of Applied Sciences Magdeburg  (Sozial- und Gesundheitswesen)
Autor
Bachelor of Science Torsten Sauer (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
73
No. de catálogo
V167669
ISBN (Ebook)
9783668671966
ISBN (Libro)
9783668671973
Idioma
Alemán
Etiqueta
Migranten Darmkrebs Früherkennung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bachelor of Science Torsten Sauer (Autor), 2010, Gesundheitsverhalten von Migranten. Verbesserung der Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten der Sekundärprävention bei Männern mit Darmkrebs aus der ehemaligen Sowjetunion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167669
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