Präventionsmöglich- und -schwierigkeiten. zusammengefasst und anhand zweier ausgewählter Beispiele illustriert.
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung in die Thematik – Klärung des Gewaltbegriffs.
II. Gewalt an Schulen – Mobbing
III. Prävention und Intervention – Terminologie
III.I. Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention
III.II Universelle, selektive und indizierte Prävention
IV. Ansätze unterschiedlicher Gewaltprävention.
IV.I „Streitschlichter“: Mediation an Schulen
IV.II Projekte zum Anti-Aggressivitätstraining und Coolnesstraining
V. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten der Gewaltprävention und -intervention im schulischen Kontext zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie durch gezielte pädagogische Programme wie Mediation sowie Anti-Aggressivitäts- und Coolnesstraining Gewalt an Schulen reduziert und ein prosoziales Verhalten bei Schülern gefördert werden kann.
- Grundlagen des Gewaltbegriffs und Phänomenologie des Mobbings
- Terminologie und Klassifizierung von Präventionsansätzen
- Konzept und Implementierung von Schulmediation
- Ansätze der Konfrontativen Pädagogik (AAT und CT)
- Analyse der Wirksamkeit von Gewaltpräventionsprogrammen
Auszug aus dem Buch
IV.I „Streitschlichter“: Mediation an Schulen
„Mediation bezeichnet ein außergerichtliches Verfahren zur Streitbeilegung, bei der die Konfliktparteien durch eine außenstehende Person eigenständig zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung kommen.“ (Merkle/Schröder 2007, S. 56) Dies ist die recht kompakte Definition zum Thema Mediation von Angela Merkle und Achim Schröder.
Die Mediation entstand in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika. Erst in den 1980er Jahren kam dieses Modell zur Streitschlichtung nach Europa. Ursprünglich wurde das Modell der Mediation entwickelt, um die hohen Gerichtskosten zu umgehen, die ständige Konflikte, welche vor Gericht getragen und entschieden wurden, verursachten, doch mittlerweile wird die Mediation zur Konfliktlösung und Streitbeilegung in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel in der Rechtspflege, bei Umweltkonflikten, teilweise in der Politik und so weiter. (Vgl. ebd., S. 56)
Ein Vorteil der Mediation ist, dass sie sich an keine bestimmte Zielgruppe richtet. Dies bedeutet, dass kein Personenkreis mit bestimmten Symptomen oder ähnlich die Mediation anwenden kann, sondern sie wirklich allumfassend für nahezu jeden anwendbar ist.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einführung in die Thematik – Klärung des Gewaltbegriffs.: Das Kapitel führt in die Problematik schulischer Gewalt ein und beleuchtet die Schwierigkeiten einer eindeutigen Definition des Gewaltbegriffs anhand verschiedener wissenschaftlicher Perspektiven.
II. Gewalt an Schulen – Mobbing: Dieser Abschnitt thematisiert Mobbing als spezifische Form schulischer Gewalt, erläutert die Bedingungen für Mobbingprozesse und beleuchtet die gesundheitlichen sowie sozialen Folgen für die Betroffenen.
III. Prävention und Intervention – Terminologie: Hier werden grundlegende Fachbegriffe der Gewaltprävention geklärt und verschiedene Kategorisierungsmöglichkeiten für Präventionsprogramme, wie etwa nach Stadium oder Zielgruppe, vorgestellt.
III.I. Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention: Dieser Teil differenziert zwischen präventiven und korrektiven Maßnahmen und verdeutlicht die fließenden Übergänge zwischen den verschiedenen Ebenen der Prävention und Rehabilitation.
III.II Universelle, selektive und indizierte Prävention: Das Kapitel beschreibt die Einteilung von Präventionsmaßnahmen basierend auf den Zielgruppen, von der universellen Prävention für alle Schüler bis hin zur indizierten Prävention für bereits auffällige Jugendliche.
IV. Ansätze unterschiedlicher Gewaltprävention.: Der Hauptteil widmet sich der konkreten Vorstellung verschiedener Programme, die darauf abzielen, Handlungskompetenzen im Umgang mit Konflikten zu stärken und soziale Ressourcen zu fördern.
IV.I „Streitschlichter“: Mediation an Schulen: Dieser Abschnitt erläutert den Ansatz der Mediation zur außergerichtlichen Streitbeilegung und beschreibt die Anwendung sowie die Vorteile der Peer-Mediation im schulischen Alltag.
IV.II Projekte zum Anti-Aggressivitätstraining und Coolnesstraining: Hier wird die Konfrontative Pädagogik vorgestellt, wobei der Fokus auf den Behandlungsmethoden für aggressive Wiederholungstäter und gewaltbereite Jugendliche liegt.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Präventionskonzepte fest in den Schulalltag zu integrieren, um die soziale Kompetenz der Schüler nachhaltig zu fördern.
Schlüsselwörter
Gewaltprävention, Schule, Mobbing, Mediation, Peer-Mediation, Anti-Aggressivitätstraining, Coolnesstraining, Konfrontative Pädagogik, soziale Kompetenz, Konfliktlösung, Schulklima, Gewaltintervention, primäre Prävention, Aggression, Schüler.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Gewalt an Schulen und stellt praktische Ansätze zur Gewaltprävention und -intervention vor.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die Definition von Gewalt und Mobbing, die theoretische Klassifizierung von Präventionsansätzen sowie konkrete Interventionsprogramme ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, verschiedene Programme wie Mediation und Anti-Aggressivitätstraining zu analysieren, um aufzuzeigen, wie diese zur Gewaltreduktion und Kompetenzentwicklung beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie der Analyse und Vorstellung ausgewählter Präventionskonzepte und -modelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Klärung von Präventionsterminologien und die detaillierte Darstellung von drei Gewaltpräventionsansätzen: Mediation, Anti-Aggressivitätstraining und Coolnesstraining.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gewaltprävention, Mediation, Mobbing, Konfrontative Pädagogik, soziale Kompetenz und Schulentwicklung.
Wie unterscheidet sich die Mediation von anderen Ansätzen im Vergleich zu Anti-Aggressivitätstrainings?
Während die Mediation eher einen allgemeinen Ansatz zur Konfliktlösung bietet, der für jeden zugänglich ist, richten sich Anti-Aggressivitätstrainings spezifisch an bereits gewaltbereite oder straffällige Jugendliche.
Welche Rolle spielt die "Konfrontative Pädagogik" im Kontext der Arbeit?
Die Konfrontative Pädagogik dient als methodischer Rahmen für Trainings wie das AAT und das CT, wobei sie durch direkte Konfrontation des Täters mit seinem Verhalten eine Reintegration in die Gemeinschaft anstrebt.
- Citation du texte
- Robert Schich (Auteur), 2010, Gewaltprävention in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167924