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Entwicklung der Arbeitsformen in der Arbeitswissenschaft und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten

Title: Entwicklung der Arbeitsformen in der Arbeitswissenschaft und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten

Presentation (Elaboration) , 2010 , 25 Pages

Autor:in: Alexander Mehnert (Author)

Ergonomics
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Betrachtet man die Entwicklungslinien der Arbeitswissenschaft, so erkennt man schnell, dass es dabei meist um Produktionsformen, Arbeitsverfahren und Technik geht. Wie müssen Maschinenläufe optimiert werden, um eine bessere Leistung zu erzielen? Wie haben sich Arbeitsformen verändert, um sich der Konkurrenz anzupassen?

Der Mensch jedoch mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen wird allenfalls als Nebenfaktor gesehen.

Die vorliegende Arbeit widmet sich diesem Menschen. Dabei wird insbesondere auf die Frage eingegangen, welche Entwicklungen und Arbeitsformen es in den letzten 100 Jahren gab und wie diese sich auf die Arbeiter und Arbeiterinnen auswirkten? Und vor allem: Wie sieht die Zukunft der Arbeit und der Arbeitswissenschaft aus? Welche Auswirkungen sind zukünftig zu erwarten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Arbeitsformen

2.1 Die alten "Modernen Zeiten“

2.1.1 Taylorismus

2.1.2 Fordismus

2.1.3 Toyotismus / Lean Management

2.1.4 Das Programm zur Humanisierung der Arbeit

2.2 „Schöne neue Welt“ – Eine Zukunftsbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung verschiedener Arbeitsformen der Arbeitswissenschaft und analysiert deren Auswirkungen auf die Beschäftigten. Ziel ist es, die Konzepte (Taylorismus, Fordismus, Toyotismus und das Programm zur Humanisierung der Arbeit) in ihren jeweiligen zeitlichen Kontext einzuordnen und daraus Schlüsse für die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt sowie die Situation der Arbeitnehmer zu ziehen.

  • Historische Analyse arbeitswissenschaftlicher Theorien.
  • Untersuchung der Rolle des Arbeiters als Mensch versus Produktionsfaktor.
  • Kontrastierung von "Modernen Zeiten" und der heutigen Arbeitswelt.
  • Analyse prekärer Arbeitsverhältnisse versus Fachkräftemangel.
  • Perspektiven für zukünftige Arbeitsformen und Mitarbeiterorientierung.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Fordismus

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde Fordismus vielfach als ein Einsatz von Förderbändern gesehen. Allerdings muss man beachten, dass das Gesamtkonzept der Fordschen Ideen über die Förderbänder weit hinaus geht. Wenn man Fords Ideen nun also auf eben diese Förderbänder reduziert, tut man ihm eigentlich Unrecht. Zum Einen hat Ford die Förderbänder nicht erfunden, diese wurden schon lange bevor er seine Werke aufbaute in der Industrie, insbesondere den Großschlachtereien, verwendet, zum anderen spielten die Förderbänder in seiner Vision nur eine untergeordnete Rolle, sie waren gerade Mittel zum Zweck. Im Folgenden wird deshalb nicht die reduzierte Form des Fordismus betrachtet, sondern das Gesamtkonzept, wie Henry Ford es ursprünglich entwickelt hatte.

Ford kam in einer Zeit, in der nach dem Aufbau der großen Bahnstrecken und der Erschließung des Kontinents eine hohe Arbeitslosigkeit herrschte. Das Lohngefüge war so gestaltet, dass die Wanderarbeiter von den erzielten Löhnen kaum leben, geschweige denn sich ein Vermögen ansparen konnten [vgl. Ford; 2008; S. 94]. Gewerkschaften gab es zwar, diese waren jedoch geächtet. Streiks wurden teilweise blutigst mit Unterstützung von Polizei und sogar Militär niedergeschlagen. Ein populäres Beispiel ist der Pullmann-Streik von 1894, der nicht nur Tote und Verletzte forderte und Millionen Dollar an Sachschäden kostete, sondern auch dafür sorgte, dass die Streikenden als „Verschwörer“ vor Gericht gestellt und angeklagt wurden [vgl. Pleticha, 1996, S. 98].

In dieser Zeit kam Henry Ford mit einer Idee auf die Bühne, die absolut revolutionär war. Er sah als Unternehmer eine gesellschaftliche Verantwortung. Dabei ging er von der These aus, dass seine Arbeiter, wenn er ihnen einen entsprechend hohen Lohn zahlt, auch in der Lage sein würden, zu konsumieren und dadurch ihrerseits die Wirtschaft anzufachen. Berühmt wurde sein 5-Dollar-Day. Er zahlte jedem Mitarbeiter einen Tageslohn von mindestens 5 Dollar pro Tag, für damalige Zeiten eine unerhört hohe Summe [Ford; 2008; S. 94].

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Entwicklungslinien der Arbeitswissenschaft ein und setzt den Fokus auf die Auswirkungen arbeitswissenschaftlicher Konzepte auf die Lage der Arbeiter.

2 Arbeitsformen: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen und modernen Konzepte der Arbeitswissenschaft und deren Einfluss auf die Beschäftigten, unterteilt in verschiedene Epochen und Ansätze.

2.1 Die alten "Modernen Zeiten“: Dieser Abschnitt analysiert die klassischen Konzepte der Arbeitsgestaltung, von Taylorismus über Fordismus bis hin zum Toyotismus und dem Humanisierungsprogramm.

2.1.1 Taylorismus: Die wissenschaftliche Betriebsführung nach Taylor wird hier als System der Arbeitszerlegung und strikten Reglementierung des Arbeiters als Produktionsfaktor beschrieben.

2.1.2 Fordismus: Dieses Kapitel erläutert das umfassende Konzept von Henry Ford, das Massenproduktion mit einem revolutionären Lohnmodell verband, den Arbeiter jedoch weiterhin als bloßen Produktionsfaktor sah.

2.1.3 Toyotismus / Lean Management: Der Toyota-Weg wird hier als Reaktion auf japanische Krisenbedingungen beschrieben, bei dem der Arbeiter durch Teamarbeit und Qualitätszirkel stärker in das Unternehmen eingebunden wurde.

2.1.4 Das Programm zur Humanisierung der Arbeit: Das HdA wird als Kontrapunkt zum Taylorismus und Fordismus dargestellt, da es den Mensch und seine Gesundheit ins Zentrum der Arbeitsgestaltung rückte.

2.2 „Schöne neue Welt“ – Eine Zukunftsbetrachtung: Dieses Kapitel reflektiert die aktuelle Transformation der Arbeitswelt, die durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse und gleichzeitigem Fachkräftemangel geprägt ist.

Schlüsselwörter

Arbeitswissenschaft, Taylorismus, Fordismus, Toyotismus, Humanisierung der Arbeit, Prekariat, Fachkräftemangel, Mitarbeiterorientierung, Arbeitsbedingungen, Produktivität, Lean Management, Arbeitsgestaltung, Beschäftigung, Lebenslanges Lernen, Ergonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Entwicklungslinien der Arbeitsformen von der Industrialisierung bis heute und bewertet deren Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitskonzepte Taylorismus, Fordismus, Toyotismus sowie dem Programm zur Humanisierung der Arbeit und deren Transformation in eine "schöne neue Welt" der heutigen Arbeitswelt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Verständnis für die Entwicklung der Arbeitsgestaltung zu schärfen und kritisch zu hinterfragen, wie sich die Rolle des Arbeiters vom bloßen Produktionsfaktor zum Menschen mit Bedürfnissen und zurück zu aktuellen prekären Beschäftigungsformen gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und ordnet verschiedene arbeitswissenschaftliche Modelle in ihren jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Kontext ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der klassischen Arbeitsformen und eine Zukunftsbetrachtung, in der aktuelle Trends wie prekäre Arbeitsverhältnisse und Fachkräftemangel diskutiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Arbeitswissenschaft, Mitarbeiterorientierung, Taylorismus, Fordismus, Prekariat und Fachkräftemangel charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich der Toyotismus vom Fordismus in Bezug auf den Arbeiter?

Während der Arbeiter beim Fordismus strengen, von Maschinen diktierten Takten folgte, setzt der Toyotismus stärker auf die Qualifizierung und die Einbindung der Mitarbeiter in Teams sowie Qualitätszirkel, um Fehler zu vermeiden und die Produktion zu optimieren.

Welche Rolle spielt das Programm zur Humanisierung der Arbeit für die Mitarbeiter?

Das HdA markiert einen Wendepunkt, da es erstmals den Menschen als Individuum mit körperlicher und geistiger Gesundheit in den Mittelpunkt der Forschung stellte und Konzepte wie Job-Rotation und Job-Enrichment zur Vermeidung psychischer Belastungen einführte.

Was bedeutet der von der Arbeit beschriebene Wandel zur "Schönen neuen Welt"?

Damit wird die aktuelle Zersplitterung der Arbeitswelt beschrieben, in der auf der einen Seite gut ausgebildete Spezialisten in einer starken Verhandlungsposition stehen, während auf der anderen Seite eine Zunahme prekärer, gering entlohnter Arbeitsverhältnisse zu beobachten ist.

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Details

Title
Entwicklung der Arbeitsformen in der Arbeitswissenschaft und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten
College
University of Hannover  (Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft (IiAW))
Course
Entwicklungslinien arbeitswissenschaftlicher Ansätze
Author
Alexander Mehnert (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V167945
ISBN (eBook)
9783640848393
ISBN (Book)
9783640849048
Language
German
Tags
Arbeitswissenschaft Arbeitsformen Fordismus Taylorismus Humanisierung der Arbeit Toyotismus Lean Management Ford Taylor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Mehnert (Author), 2010, Entwicklung der Arbeitsformen in der Arbeitswissenschaft und ihre Auswirkungen auf die Beschäftigten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167945
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