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Die Sichtweise der Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung auf die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten

Titre: Die Sichtweise der Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung auf die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten

Thèse de Bachelor , 2011 , 98 Pages , Note: 1,8

Autor:in: BA Rehabiliationspädagogik Sandra Seiler (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Wirtschaftskrisen- und Rezessionsjahr 2009 keimten die ersten grundlegenden Gedanken zu dieser Untersuchung im Rahmen eines Praktikums der Verfasserin beim Integrationsfachdienst (IFD). Während dieses Praktikums kam es zur Zusammenarbeit zwischen einem Zulieferbetrieb der Automobilbranche, welcher von der Insolvenz bedroht war und dem Integrationsfachdienst aufgrund eines Kündigungsschutzverfahrens. Trotz dieser kritischen Phase für das Unternehmen nahm sich der Arbeitgeber dieses Betriebes sehr viel Zeit für die gemeinsame Zusammenarbeit in diesem Verfahren.

Bisherige Publikationen zur Arbeit der IFD beschäftigen sich überwiegend mit der Sichtweise von Klienten , welche von Integrationsfachdiensten betreut werden oder aber mit der Sichtweise von Arbeitgebern auf den Nutzen einer Beschäftigung eines Menschen mit Behinderung, nicht aber mit der Sichtweise der Arbeitgeber auf die Zusammenarbeit mit IFD.
Vor diesem Hintergrund will diese Arbeit einen explorierenden Blick hinter diesen Horizont wagen, indem Arbeitgeber als Experten interviewt werden.

Bevor diese Ergebnisse im Rahmen dieser Schrift dargestellt werden, gibt es zunächst einen kurzen Einblick in ‚Kapitel 1’, in das System des allgemeinen Arbeitsmarktes in der Bundesrepublik Deutschland. Dem folgt in ‚Kapitel 2’ ein Überblick in das System der Rehabilitation, in welche die berufliche Integration und somit auch die Integrationsfachdienste eingebettet sind. Aufgrund der Tatsache, dass Arbeitgeber, welche mit dem IFD kooperieren oder kooperierten, befragt werden, will die Verfasserin die Institution der IFD als solche sowohl im Allgemeinen für ganz Deutschland als auch im Speziellen für den IFD im Kreis Unna und der kreisfreien Stadt Dortmund darstellen. Dies geschieht im dritten Kapitel dieser Arbeit. Den letzten großen Abschnitt bildet anschließend die Darstellung der Planung, Durchführung und der Ergebnisse dieser Erhebung in ‚Kapitel 4’.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 EINLEITUNG

1 DIE AKTUELLE ARBEITSMARKTSITUATION IN DEUTSCHLAND

2 DAS REHABILITATIONSSYSTEM IN DEUTSCHLAND

3 INTEGRATIONSFACHDIENSTE IN DEUTSCHLAND

3. 1 Definition

3. 2 Entstehung der IFD

3. 3 Zielgruppe

3. 4 Finanzierung und Träger

3. 5 Aufgaben

3. 6 Dokumentation und Qualitätssicherung

3. 7 Personal

3. 8 Bewertung der Arbeit der Integrationsfachdienste

3. 9 Bisherige Forschungen zum Thema der IFD

3. 10 Die kreisfreie Stadt Dortmund sowie der Kreis Unna – Zwei Beispiele für IFD

3.10.1 Der Integrationsfachdienst der kreisfreien Stadt Dortmund

3.10.2 Der Integrationsfachdienst im Kreis Unna

4 PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER ERHEBUNG

4. 1 Entwicklung der Fragestellung

4. 2 Methodische Grundlagen

4. 3 Das Experteninterview

4.3.1 Dimensionen des Experteninterviews

4.3.2 Die Auswertung von Experteninterviews

4.3.3 Grenzen der Methode Experteninterview

4. 4 Gütekriterien qualitativer Forschung

4. 5 Interviewleitfaden

4. 6 Interviewpartner

4. 7 Durchführung der Interviews

4. 8 Ergebnisse

4. 9 Diskussion der Ergebnisse

5 RESÜMEE UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht explorativ die Sichtweise von Arbeitgebern auf die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten (IFD). Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Arbeitgeber diese Kooperation erleben, welchen Nutzen sie daraus ziehen und wie die Zusammenarbeit aus ihrer Perspektive optimiert werden kann, insbesondere im Kontext der beruflichen Sicherung und Vermittlung von Menschen mit Behinderung.

  • Analyse des Rehabilitationssystems und der Rolle der IFD in Deutschland
  • Untersuchung der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und IFD im Arbeitsalltag
  • Evaluation der Erfolgsfaktoren und Hindernisse aus Arbeitgebersicht
  • Qualitative Befragung von Experten aus verschiedenen Wirtschaftssektoren
  • Entwicklung von Perspektiven zur Optimierung der Schnittstelle Arbeitgeber-IFD

Auszug aus dem Buch

3. 5 Aufgaben

Im Jahr 2009 wurden 30.809 Personen beraten und 69.278 Personen im Rahmen der beruflichen Sicherung und der Vermittlung betreut (vgl. BIH 2010, 26). Zu den Aufgaben im Speziellen zählen Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, berufsbegleitende Dienste/ Arbeitsplatzsicherung, Übergang Schule-Beruf (Vermittlung von der Schule in einen Beruf), Übergang WfbM-Beruf (Vermittlung aus einer Werkstatt heraus auf den allgemeinen Arbeitsmarkt).

Vermittlung: Vermittlungsarbeit heißt im Detail Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Sie ist neben der Begleitung bestehender Arbeitsverhältnisse eine der zentralen Hauptaufgaben des Integrationsfachdienstes. Ziel ist es, für den behinderten Menschen einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Dies ist auf Langfristigkeit angelegt.

Die IFD sind ein niederschwelliges Angebot; somit hat jeder Kunde die Möglichkeit den IFD zu kontaktieren und sich über die Arbeit des IFD zu informieren. In der Regel werden die Klienten jedoch vom Hauptauftraggeber, z.B. BfA dem IFD zugewiesen. Vermittlungsarbeit berücksichtigt zudem auch den gesamten Prozess der Vorbereitung sowie Absicherung des Arbeitsverhältnisses und gegebenenfalls auch eine Nachbetreuung.

Zusammenfassung der Kapitel

0 EINLEITUNG: Die Autorin begründet das Thema ihrer explorativen Untersuchung und erläutert die Motivation, Arbeitgeber als Experten zur Zusammenarbeit mit dem IFD zu befragen.

1 DIE AKTUELLE ARBEITSMARKTSITUATION IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über demografische Faktoren sowie arbeitsmarktpolitische Instrumente in Deutschland.

2 DAS REHABILITATIONSSYSTEM IN DEUTSCHLAND: Hier werden die Strukturen der beruflichen Rehabilitation, einschließlich der verschiedenen Träger und Maßnahmen, erläutert.

3 INTEGRATIONSFACHDIENSTE IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel beleuchtet Definition, Entstehung, Zielgruppen, Aufgaben, Finanzierung und Qualitätssicherung der IFD sowie lokale Beispiele aus Dortmund und dem Kreis Unna.

4 PLANUNG, DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER ERHEBUNG: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, der Experteninterviews, der Auswertung und der zentralen Ergebnisse der Arbeitgeberbefragung.

5 RESÜMEE UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Vorschläge für die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Integrationsfachdiensten.

Schlüsselwörter

Integrationsfachdienst, IFD, berufliche Rehabilitation, Arbeitgeber, Arbeitsplatzsicherung, Vermittlung, Menschen mit Behinderung, Experteninterview, Arbeitsmarkt, Inklusion, berufliche Integration, Qualitätssicherung, Arbeitsförderung, Behindertenpolitik, Unternehmenskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Arbeitgeber die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten (IFD) wahrnehmen und welchen Stellenwert diese Kooperation für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das deutsche Rehabilitationssystem, die Aufgaben der IFD, die methodische Durchführung qualitativer Experteninterviews und die subjektive Einschätzung der Arbeitgeber zur Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, einen explorativen Einblick in die Sichtweise von Arbeitgebern zu gewinnen, um zu verstehen, wie sie die Zusammenarbeit mit dem IFD gestalten, welchen Nutzen sie daraus ziehen und wie diese Kooperation weiterentwickelt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie. Als Methode wurde das leitfadengestützte Experteninterview gewählt, um detailliertes Wissen von Arbeitgebern zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen der IFD in Deutschland sowie deren Arbeitsweise (Vermittlung und Begleitung) beschrieben. Anschließend folgt die methodische Planung und Durchführung der Experteninterviews mit fünf Arbeitgebern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Integrationsfachdienst (IFD), berufliche Rehabilitation, Arbeitsplatzsicherung, Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und Experteninterview.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von bisherigen Studien?

Während bisherige Studien primär die Perspektive der Klienten oder die Vor- und Nachteile der Beschäftigung Behinderter untersuchten, fokussiert diese Arbeit explizit auf die Sicht der Arbeitgeber bezüglich der operativen Zusammenarbeit mit dem IFD.

Was ergab die Auswertung der Experteninterviews zur "Chemie"?

Ein zentrales Ergebnis ist, dass die befragten Arbeitgeber die "Chemie" bzw. das persönliche Verhältnis zum IFD-Berater als wesentlichen Faktor für eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit bewerten.

Welche Wünsche äußerten die Arbeitgeber zur Optimierung?

Die befragten Experten wünschten sich unter anderem eine bessere Erreichbarkeit, mehr persönliche Präsenz der Berater vor Ort sowie eine Unterstützung bei der gemeinsamen Bearbeitung von Förderanträgen.

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Résumé des informations

Titre
Die Sichtweise der Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung auf die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten
Université
University of Dortmund  (Fakultät Rehabilitationswissenschaften)
Cours
Rehabilitationspädagogik Berufliche Rehabilitation
Note
1,8
Auteur
BA Rehabiliationspädagogik Sandra Seiler (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
98
N° de catalogue
V168162
ISBN (ebook)
9783640850716
ISBN (Livre)
9783640850839
Langue
allemand
mots-clé
Berufliche Rehabilitation Sichtweise von Arbeitgebern Experteninterview Integrationsfachdienste
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
BA Rehabiliationspädagogik Sandra Seiler (Auteur), 2011, Die Sichtweise der Arbeitgeber von Menschen mit Behinderung auf die Zusammenarbeit mit Integrationsfachdiensten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168162
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