Markt für iPhone-Applikationen: Angebotsstruktur, Angebotstypen und Nachfrage


Seminararbeit, 2009

35 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltverzeichnis

1.Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise

2. Technische Grundlagen
2.1 Systemarchitektur
2.2 Grundlegende Applikationstypen
2.3 Geschäftsmodell des Apple AppStores

3. Angebots- und Nachfragestruktur im Apple AppStore
3.1 Angebotsstruktur und -typen
3.2 Anbietertypen
3.3 Nachfragesituation

4. Analyse der KategoriH ÄGames³
4.1 Angebotstruktur/-typen
4.2 Anbietertypen
4.3 Nachfragesituation

5. Zukunftsperspektive des AppStores als Spiele-Plattform

6. Fazit und Ausblick

7. Verzeichnisse
7.1 Abbildungsverzeichnis
7.2 Tabellenverzeichnis
7.3 Abkürzungsverzeichnis
7.4 Literaturverzeichnis
7.4.1 Kritische Literaturbetrachtung

1.Einleitung

Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco ein Mobiltelefon, ein Multimedia-Player und ein internetfähiges Gerät vereint in einem Smartphone: das iPhone.1,2

Verkaufsstart des von Apple hergestellten iPhones in den USA war der 29. Juni 2007, Deutschland, Großbritannien und Frankreich folgten im November 2007. In jedem Land wird das iPhone exklusiv über einen Mobilfunkanbieter vertrieben. In Deutschland kann das iPhone nur mit einem 2 Jahres Vertrag von T-Mobile gekauft werden.3,4,5

Insgesamt wurden 2007 weltweit 1.389.000 iPhones verkauft; dieser Absatz übertraf die von Steve Jobs gesetzte Zielmarke von 1 Million um fast 40%.6,7

Im Juni 2008 kam die 2. Generation des iPhones auf den Markt, das iPhone 3G. Das iPhone 3G besitzt die Funktionen der 1. Generation und ergänzt diese mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), einem Mobilfunknetz der 3.Generation (3G) sowie um GPS (Global Positioning System), ein System zur Standortbestimmung.

Desweiteren besteht die Möglichkeit durch die iPhone Software 2.0 über Apples Portal AppStore Applikationen von Drittanbietern herunterzuladen.8,9

Ein noch leistungsstärkeres iPhone folgte im Juni 2009. Das iPhone 3GS - „S“ für Speed - verfügt zusätzlich neben den bisherigen Funktionen über einen größeren internen Flashspeicher mit bis zu 32 GB, anstelle von bisher 8 bzw. 16 GB, einen schnelleren Prozessor mit 600 MHZ anstatt 420 MHZ und über einen digitalen Kompass10,11,12

Im 3. Quartal 2009 wird die Beliebtheit des Kulthandys mit einer Absatzzahl von 7,4 Millionen, 7% Prozent mehr als im Vorjahresquartal, bestätigt.13

1.1 Zielsetzung der Arbeit

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht in der Darstellung der Angebotsstruktur/-typen, Anbietertypen sowie der Nachfrage im Apple AppStore und der Analyse der Kategorie „Spiele“.

1.2 Vorgehensweise

Nach einer kurzen Einleitung zur behandelten Thematik beginnt der Kernteil der Arbeit mit Kapitel 2, das eine Übersicht über die Systemarchitektur sowie grundlegende Applikationstypen des iPhones 3GS bietet. Zudem wird das Geschäftsmodell des AppStores kurz dargestellt.

Kapitel 3 und 4 behandeln die Strukturierung des Angebots, der Anbietertypen und der

Nachfragesituation im Apple AppStore sowie die Analyse der Kategorie ÄSpiele³ unter den zuvor genannten Gesichtspunkten.

Basierend auf den Erkenntnissen in den vorangegangenen Abschnitten wird in Kapitel 5 die Zukunftsperspektive des AppStores als Spiele-Plattform dargestellt.

Kapitel 6 reflektiert nochmals die erarbeitenden Erkenntnisse und gibt einen Ausblick über die Entwicklung des Smartphones- und des Applikationsmarktes.

2. Technische Grundlagen

Der folgende Abschnitt bezieht sich auf die Systemarchitektur sowie grundlegende

Applikationstypen des iPhones 3GS. Weiterhin folgt ein kurzer Einblick in das Geschäftsmodell des AppStores.

2.1 Systemarchitektur

Hauptbedienelement des iPhones ist das 3,5 Zoll große Multitouch-Display mit einer Auflösung von 480 x 320 Pixeln.

Anstelle einer QWERTZ-Tastatur erfolgt eine einfache und neuartige Bedienung über einen innovativen Touchscreen mittels Fingerbewegungen sowie über den „Homebutton“ unterhalb des Displays.14

Apple ließ hierfür in 2005 folgende Technologien patentieren

Beide Technologien beruhen auf kapazitiver Sensorik und senden Berührungen des Touchscreens als elektromagnetische Impulse an den iPhone Prozessor, der multiple Kontakte auf dem Display interpretiert; der ausschlaggebende Unterschied zu herkömmlichen Touchscreens.15,16,17,18

Apple hat darüberhinaus 3 Sensoren in das iPhone integriert. Der Beschleunigungssensor reagiert auf Bewegung und passt das Display automatisch dem Quer- oder Hochformat an. Dies ist vor allem bei der Betrachtung von Panorama Bildern und bei Spielen von Vorteil. Ein Umgebungslichtsensor regelt die Helligkeit des Displays und der Annäherungssensor deaktiviert die Benutzeroberfläche, um versehentliche Berührungen zu vermeiden.19

ZZusätzlich verfügt das iPhone 3GS über A-GPS (Assisted Global Positioning System), ein Ortungsdienst, das gegenüber dem Vorgänger GPS den Standort noch schneller ermittelt. Mit der 3G Technologie und der Unterstützung von HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) werden Datenraten von bis zu 7,2 MBit/s erreicht, nützlich für weltweiten schnellen Zugriff aufs Internet sowie für das Versenden und den Abruf von E-Mails.20

2.2 Grundlegende Applikationstypen

Zu den vorinstallierten Endgeräteanwendungen zählen die klassischen Anwendungen Telefonie, SMS, Organiser und Adressbuch, eine 3 Megapixel Kamera, ein integrierter digitaler Kompass, Videoaufnahme, die Funktion ÄCut, Copy & Paste³ sowie diverse weitere Applikationen (nachfolgend Apps genannt).21,22

Die Rückkehr zur Startseite aus allen Apps ermöglicht.

Mit der standardmäßigen iPod-Applikation kann der Benutzer sowohl Musik als auch Filme über WLAN oder das Mobilfunknetz auf das iPhone über den Multimediashop iTunes laden. Die neue Genius Funktion bietet die Möglichkeit zu einem Titel weitere passende Lieder zu finden und diese in eine Genius Wiedergabeliste zusammenzustellen. Der Multimediaplayer unterstützt die Audioformate MP3, AAC und WAV sowie die Videoformate M4V, MP4 und MOV.23,24

Eine weitere Besonderheit ist der integrierte Apple Browser Safari in einer leicht reduzierten Version, der fortschrittlichste Webbrowser in einem Mobiltelefon, womit Webseiten wie auf einem Desktop dargestellt werden können. Dies wird mit Hilfe des Multitouchscreens durch das Aufziehen mit zwei Fingern ermöglicht oder durch eine 90° Grad Drehung ins Querformat zur Vergrößerung der Anzeige.25,26

Zur Personalisierung des iPhones stellt Apple seit Juni 2008 weitere Apps, auch von Drittanbietern, über die hauseigene Plattform iTunes, die den AppStore umfasst, zur Verfügung. Dieser ist Gegenstand von Kapitel 3.1.27,28

Grundlage der Anwendungen ist das iPhone Betriebssystem OS basierend auf Apples bewährtem proprietärem Mac OS X, das System mit dem Apple auch Notebooks, Desktop Rechner und Server ausstattet.29,30

Zusätzlich bietet Apple regelmäßig Software Updates an, um Fehler zu beseitigen und Funktionen zu erweitern. So können Besitzer der ersten iPhones die neuste Software Version kostenlos herunterladen. Derzeit liegt mit OS 3.1 die aktuellste Version vor, die Funktionen wie Genius, die Organisation von Apps oder das drahtlose Herunterladen von Klingeltönen ermöglicht.31,32,33

2.3 Geschäftsmodell des Apple AppStores

Seit der Veröffentlichung der iPhone-Entwicklungsumgebung SDK (Software Development Kit) und dem Update auf die Software 2.0 im Juli 2008, können Apps von Drittanbietern im AppStore, ein bereitgestellter Service von Apple, zum Herunterladen angeboten werden.34,35

Für das kalifornische Unternehmen stellt der Multimedialaden eine bedeutende Einnahmequelle dar. Von den Umsätzen eines Apps erhält Apple 30% und der Entwickler, nach Erreichen eines „Revenue Share“ 36 „Revenue Share“. Die Aufwendungen für die Programmierer belaufen Über die angebotenen Apps im AppStore behält Apple die letzte Kontrolle.37,38

Aus diesem Grund wird eine sogenannte „Blacklist“ von Apple geführt, die Anwendungen für nicht zulassungswürdig erklärt, die Pornografie, Illegales oder Eingriffe in die Privatsphäre enthalten oder eine Konkurrenz gegenüber systemeigenen Apps darstellen39

So wurde z.B. vor wenigen Monaten das Spiel „Baby Shaker“ nach Protesten von Kinderschützem aus dem Shop genommen. Bei dieser Anwendung konnte das Babygeschrei durch kräftiges schütteln des iPhones beendet werden. 40

Zusätzlich wird jedes App mit einer Altersangabe versehen, sodass Eltern entsprechende Spiele für ihre Kinder herunterladen können.41,42

Trotz der Restriktionen verzeichnet das SDK bisher 250.000 Downloads bei 125.000 registrierten Entwicklern, unteranderem auch namhafte Hersteller wie Electronic Arts, Gameloft oder Segas. Die Angebotsvielfalt ist von anfänglich 550 Apps auf aktuell weltweit 100.000 Programme (Stand 04.11.2009) gewachsen und jeden Tag kommen laut Apple Hunderte hinzu.43,44,45,46

3. Angebots- und Nachfragestruktur im Apple AppStore

Im Folgenden wird die Angebots-, die Anbieter- sowie die Nachfragestruktur im Apples AppStore näher beleuchtet. Das Angebot im AppStore kann ebenfalls für iPod touch-Besitzer ± ein Taschencomputer für Musik, Filme und Spiele - genutzt werden, der Fokus der Arbeit liegt jedoch auf dem iPhone.

3.1 Angebotsstruktur und -typen

Der AppStore ist die einzige Quelle für den legalen Erwerb von iPhone-Applikationen. Nicht von Apple freigegebene Apps können von iPhone-Besitzern nur durch illegale Handlungen (Jailbreak) genutzt werden.47,48,49

Die Apple Inc. hat seit Juli 2008 mit seinen weltweiten Online-Läden, bei ca. 50 Millionen iPhoneund iPod touch-Besitzern, über 2 Milliarden AppStore-Downloads abgewickelt.50,51

Der revolutionäre AppStore (Abb. 3.1) ist über die Software iTunes ± mittlerweile die 9.Version ± sowohl vom Computer als auch vom Handy aus zu erreichen.

Die sehr umfangreiche Angebotspalette von Apps können über WLAN oder das Mobilfunknetz nach Registrierung im iTunesStore kostenlos oder sehr preiswert heruntergeladen werden.52

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3.1: Apples AppStore

Quelle: Startseite iTunes AppStore, Abruf: 22.11.2009

Für eine optimale Übersicht sind die Anwendungen in 20 Kategorien (Genre) gegliedert, z.B. Spiele, Navigation, Bildung, Unterhaltung, Produktivität und viele weitere. Allerdings ist zu beachten, dass einen klare Abgrenzung der Kategorien nicht gewährleistet ist, da Anwendungen z.T. in mehreren Rubriken vorzufinden sind, so z.B. das Spiel „Gehirntraining 2“ von Gameloft in den Kategorien „Spiele“ und „Bildung“.53

[...]


1 Vgl. Breen, C. 2009: 1.

2 Vgl. Apple Annual Report 2009a: 5.

3 Vgl. Stäuble, M. 2009: 1.

4 Vgl. Apple 2007a: o.S..

5 Vgl. T-Mobile 2007:o.S..

6 Vgl. O.V. 2007: o.S..

7 Vgl. Apple 2007b: o.S.

8 Vgl. Apple Annual Report 2009a: 5. siehe 2

9 Vgl. Breen, C. 2009: 2.

10 Vgl. Wilson,T.V. o. Jg.: o.S..

11 Vgl. Apple 2009b: o.S..

12 Vgl. Seeger, A. 2009: o.S..

13 Vgl. Apple 2009c: o.S..

14 Vgl. Stäuble, M. 2009: 1, 85.

15 Vgl. Apple 2009d: o.S..

16 Vgl. Apple 2006: 3.

17 Vgl. Walker, G. 2007: 8, 79.

18 Vgl. Wilson,T.V. o.Jg.: o.S..

19 Vgl. Silverrmann, J. o.Jg.: o.S..

20 Vgl. Apple 2009d: o.S. siehe 15

21 Vgl. Breen, C. 2009: 2.

22 Vgl. Apple 2009e: o.S.

23 Vgl. Apple 2009f: o.S..

24 Vgl Apple 2009g: o.S..

25 Vgl. Alby, T. 2008: 112.

26 Vgl. Apple 2009h: o.S..

27 Vgl. Apple Annual Report 2009a: 3. siehe 2

28 Vgl. Griesbach, S. 2009a: 2.

29 Vgl. Alby, T. 2008: 112.

30 Vgl. Kremp, M. 2007: o.S.

31 Vgl. Apple 2009h: o.S..

32 Vgl. Breen, C. 2008: 182.

33 Vgl. Wilson, T.V. o.Jg.: 1.

34 Vgl. Alby, T. 2008c: 111.

35 Vgl. Breen, C. 2009: 200.

36 zu dt. Gewinnbeteiligung.

37 Vgl. Alby, T. 2008: 92, 111.

38 Vgl. Schulz, H. 2008: 59.

39 Vgl. Herrman, J. 2009: o.S..

40 Vgl. Wilkens, A. 2009: o.S..

41 Vgl. Cohen; C. 2008: o.S..

42 Vgl. Schwan, B. 2008: o.S..

43 Vgl. Bögeholz, B. 2008: 3.

44 Vgl. Paschold, P. 2009: o.S..

45 Vgl. Griesbach, S. 2009: 2.

46 Vgl. Apple 2009i: o.S..

47 Vgl. Herman, J. 2009: o.S..

48 Vgl. Krazit, T. 2009: o.S..

49 Vgl. Lohmann von, F. 2009: o.S..

50 Vgl. Apple 2009j: o.S.

51 Vgl. Gieselmann, H. 2009: 40.

52 Vgl. Stagge, Ch. 2008: o.S..

53 Vgl. Breen, C. 2008: 181-182.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Markt für iPhone-Applikationen: Angebotsstruktur, Angebotstypen und Nachfrage
Hochschule
Hochschule RheinMain
Veranstaltung
Multimedia
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
35
Katalognummer
V168236
ISBN (eBook)
9783640853656
ISBN (Buch)
9783640853557
Dateigröße
760 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
iPhone, Apps, iTunes, Appstore, Games, Spiele, Plattform, Apple, Apple App Store, Applikation, Nachfrage, Angebotstypen, Anbieter, Nachfragesituation, Spiele-Platform, Zukunftsperspektive App-Store, Zukunft, App-Store, Steve Jobs, UMTS, GPS, 3G, iPhone 3G, Smartphone, HSDPA
Arbeit zitieren
Daniela Scheele (Autor), 2009, Markt für iPhone-Applikationen: Angebotsstruktur, Angebotstypen und Nachfrage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168236

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