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Denkmäler und Erinnerungskultur im Kalten Krieg

Denkmalsturz als Mittel der Erinnerungskultur

Título: Denkmäler und Erinnerungskultur im Kalten Krieg

Trabajo de Seminario , 2010 , 12 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Jan Recker (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Die vorliegende Hausarbeit behandelt die Thematik der Erinnerungskultur im Kalten Krieg. Gegenstand dieser Arbeit ist die Frage, wie man mit Denkmälern aus vorherigen Herrschaftsverhältnissen oder Epochen umgehen soll bzw. kann. Mit diesem Umgang ist vor allem die Frage ‚Abriss oder Erhaltung’ des Denkmals gemeint. Einleitend wird die Entwicklung des Denkmals im Allgemeinen dargestellt und klar definiert. Diese Definition dient als Ausgangspunkt für die weitere Thematik. Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklung der öffentlichen Denkmallandschaft in Osteuropa wird die Frage des Umgangs mit Erinnerungskultur am Beispiel des ehemaligen Lenin-Denkmals in Berlin-Friedrichshain erarbeitet. Der Sturz der Lenin-Statue in Berlin ist exemplarisch für die Diskussion des Umgangs mit Erinnerungskultur, da der Abriss der Statue eine große Diskussion mit sich zog und viele für einen Erhalt des Denkmals plädierten.
Die wichtigsten Darstellungen dieser Hausarbeit stammen unter anderem von Hans-Dieter Schmid , der eine gute Differenzierung der einzelnen Denkmäler schafft, Eva Binder , die sich mit dem Denkmalsturz in Osteuropa auseinandersetzt und den Denkmalsturz als Medium der öffentlichen Auseinandersetzung benennt, und Dieter E. Zimmer .

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erinnerungskultur im Kalten Krieg

2.1 Denkmalentwicklung

2.2 Die Veränderung der öffentlichen Denkmallandschaft

3. Lenin – Vom Himmel unter die Erde, wenn ein Denkmal bröckelt

3.1 Lenin auf dem Weg zu einer zweigeteilten Welt

3.2 Der Denkmalsturz Lenins in Berlin-Friedrichshain

3.3 Veränderung oder Auslöschung – Das Denkmal im Mittelpunkt

4. Zusammenfassung

5. Quellen & Literaturverzeichnis

5.1 Quellen

5.2 Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang mit Denkmälern aus vergangenen Herrschaftsepochen, insbesondere unter dem Aspekt der Erinnerungskultur im Kalten Krieg. Anhand der Fallstudie des Lenin-Denkmals in Berlin-Friedrichshain wird die wissenschaftliche Frage erörtert, wie mit politisch belasteten Denkmälern verfahren werden sollte – ob Abriss oder Erhaltung vorzuziehen sind und welche alternativen Formen der künstlerischen Transformation bestehen.

  • Grundlagen der Denkmalentwicklung und ihre historische Veränderung.
  • Die Dynamik der Denkmallandschaft nach politischen Systemwechseln.
  • Die symbolische Bedeutung und Ikonographie von Denkmalstürzen.
  • Diskussion über das Lenin-Denkmal in Berlin als exemplarischer Fall.
  • Transformation versus Zerstörung als Umgangsform mit historischem Erbe.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der Sturz des Lenindenkmals in Berlin

19. April 1970. Walter Ulbricht, ehemaliger Vorsitzender des Staatsrats weiht auf dem Leninplatz das von Nikolai Tomski entworfene Lenin-Denkmal ein. 21 Jahre sollte das Denkmal auf diesem Platz an den Herrscher Lenin erinnern, der mit aller Macht den Kommunismus in den Westen tragen wollte. Im Jahre 1991 herrschte eine rege Debatte über den Verbleib des Lenin-Denkmals in Berlin-Friedrichshain. Die aus DDR-Zeit stammende Statue sorgte für viel Wirbel, da nicht wenige Bürger den Abriss der Statue für untragbar hielten. Ein Argument für den Verbleib der Statue war vor allem das städtebauliche Argument. Der Leninplatz und die Straßen um ihn herum waren genau auf das Denkmal konzipiert und bildeten ein Musterbeispiel realsozialistischen Städtebaus. Ein Abriss des Lenin-Denkmals würde den ganzen Platz in sich zusammenfallen lassen. Es wäre somit sinnvoller, die Statue stehen zu lassen, da ein Abriss eine solche Leere auf dem Platz erschaffen würde, dass die Statue in unseren Köpfen trotz dem Abriss präsent bleiben würde.

Im weiteren wird die Lenin-Statue als Zeugnis einer vergangenen Epoche angesehen, die nicht verdrängt werden soll und die zeigt, dass es mit Lenins Realsozialismus nicht gut ausgegangen ist. In der Folge verwandelte sich die Lenin-Statue zu einen sprechenden Denkmal. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen schafften es Demonstranten vor der Entfernung der Statue ein riesengroßes Banner mit dem Schriftzug -Keine Gewalt- an der Statue anzubringen. Dieser Hilferuf Lenins lässt ihn nicht als kämpferischen Revolutionsführer darstehen, sondern zeigt ihn als Friedensstifter, der die Massen durch sein Flehen als Fürsprecher für seinen Erhalt gewinnen möchte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Erinnerungskultur ein und definiert die zentrale Fragestellung hinsichtlich des Umgangs mit Denkmälern nach Herrschaftswechseln.

2. Erinnerungskultur im Kalten Krieg: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Denkmalentwicklung und analysiert die Wandlung der öffentlichen Denkmallandschaft im Kontext politischer Umbrüche.

3. Lenin – Vom Himmel unter die Erde, wenn ein Denkmal bröckelt: Hier wird die Rolle Lenins für die Teilung der Welt sowie die konkrete Debatte und der anschließende Sturz des Lenin-Denkmals in Berlin-Friedrichshain detailliert untersucht.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass eine künstlerische Transformation von Denkmälern oft sinnvoller ist als eine vollständige Auslöschung, um kritische Reflexion zu ermöglichen.

5. Quellen & Literaturverzeichnis: Dokumentation der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Erinnerungskultur, Kalter Krieg, Lenin-Denkmal, Berlin-Friedrichshain, Denkmalsturz, Ikonographie, Staatssozialismus, Denkmalschutz, politische Wende, Geschichtskultur, Transformation, öffentlicher Raum, Denkmallandschaft, DDR, historische Zeugnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erinnerungskultur im Kontext des Kalten Krieges und untersucht, wie Gesellschaften mit Denkmälern umgehen, die aus vorherigen, oft kontroversen Herrschaftssystemen stammen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören die allgemeine Denkmalentwicklung, die symbolische Bedeutung des öffentlichen Raums sowie die Auseinandersetzung mit Denkmälern des untergegangenen Staatssozialismus nach 1989/90.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Debatte zwischen Abriss und Erhalt von Denkmälern zu analysieren und aufzuzeigen, inwieweit alternative Ansätze wie die künstlerische Transformation historisches Bewusstsein besser fördern können als reine Beseitigung.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Fachliteratur zur Erinnerungskultur sowie auf der Auswertung von Debatten und bildanalytischen Ansätzen (Ikonographie des Denkmalsturzes) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen zur Denkmalentwicklung, eine Analyse der Denkmallandschaft bei Systemwechseln und eine detaillierte Fallstudie zum Sturz des Lenin-Denkmals in Berlin.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Erinnerungskultur, Denkmalsturz, öffentliche Denkmallandschaft und der Umgang mit dem DDR-Erbe.

Warum wurde das Lenin-Denkmal in Berlin als Fallbeispiel gewählt?

Es dient als prominentes und hochgradig symbolisches Beispiel für den sogenannten Nachwende-Ikonoklasmus, an dem sich die unterschiedlichen Positionen von Befürwortern eines Abrisses und Anhängern einer Bewahrung als historisches Zeugnis besonders gut festmachen lassen.

Welchen Wert schreibt der Autor der "künstlerischen Veränderung" von Denkmälern zu?

Der Autor argumentiert, dass eine Transformation – etwa durch Hinzufügen neuer Elemente – ein "Denkmal im Denkmal" erschafft. Dies ermöglicht eine kritische Distanz und Auseinandersetzung, ohne die Geschichte durch vollständige Zerstörung aus dem kollektiven Gedächtnis zu löschen.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Denkmäler und Erinnerungskultur im Kalten Krieg
Subtítulo
Denkmalsturz als Mittel der Erinnerungskultur
Universidad
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Curso
Europa im Kalten Krieg
Calificación
2
Autor
Jan Recker (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
12
No. de catálogo
V168544
ISBN (Ebook)
9783640857456
ISBN (Libro)
9783640859320
Idioma
Alemán
Etiqueta
Denkmalsturz Erinnerungskultur Lenin Denkmal Kalter Krieg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Recker (Autor), 2010, Denkmäler und Erinnerungskultur im Kalten Krieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168544
Leer eBook
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