Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy / Educational Science

Der Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende

Title: Der Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende

Bachelor Thesis , 2025 , 91 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: J. Handke (Author)

Pedagogy / Educational Science
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht, wie digitale Medien die Entwicklung von Kindern im Grundschulalter beeinflussen. Ausgangspunkt ist die zunehmende Durchdringung kindlicher Lebenswelten durch Smartphones, Tablets, soziale Netzwerke und Videoplattformen. Ziel der Arbeit ist es, Chancen und Risiken dieser Entwicklung aus psychologischer, neurobiologischer und pädagogischer Perspektive systematisch darzustellen.
Der theoretische Teil definiert zentrale Begriffe wie Medienkonsum, Mediensucht und Medienkompetenz und ordnet aktuelle Nutzungszahlen aus Deutschland ein. Darauf aufbauend werden neuropsychologische Grundlagen der kindlichen Gehirnentwicklung erläutert, insbesondere im Hinblick auf Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Selbstregulation. Analysiert werden sowohl potenziell entwicklungsförderliche Aspekte digitaler Medien als auch Risiken wie Konzentrationsprobleme, Stress, soziale Vergleichsdynamiken, Cybermobbing und suchtähnliche Nutzungsmuster.
Der empirische Teil basiert auf einer standardisierten Befragung von 247 Kindern der Jahrgangsstufen zwei bis vier an zwei sozial unterschiedlich situierten Grundschulen in Frankfurt am Main. Erfasst wurden Nutzungsdauer, bevorzugte Medienformate, emotionale Wirkungen, Schwierigkeiten beim Abschalten sowie elterliche Regeln zur Bildschirmzeit. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Medien bereits im Grundschulalter einen festen Platz im Alltag einnehmen. Besonders Videoplattformen und digitale Spiele dominieren die Nutzung. Viele Kinder berichten von positiven Gefühlen während der Mediennutzung, zugleich zeigen sich Hinweise auf Ablenkung beim Lernen und teilweise eingeschränkte Selbstregulation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis des Buches

  • 1. Einleitung
  • 2. Begriffsbestimmungen
    • 2.1 Digitale Medien
    • 2.2 Medienkonsum
    • 2.3 Mediensucht
    • 2.4 Medienkompetenz
  • 3. Die Vielzahl an digitalen Medien
    • 3.1.1 Instagram
    • 3.1.2 Tik Tok
    • 3.1.3 YouTube
    • 3.1.4 WhatsApp
    • 3.1.5 Snapchat
    • 3.1.6 Sonstige digitale Medien
    • 3.2 Nutzung digitaler Medien von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
    • 3.3 Einflüsse der digitalen Medien
    • 3.4 Das Smartphone
  • 4. Neuropsychologische Grundlagen
    • 4.1 Aufbau des Gehirns
    • 4.2 Über Neuronen & die Entwicklung des Gehirns
  • 5. Positive und negative Auswirkungen des Medienkonsums
    • 5.1 Psychische Gesundheit
    • 5.2 Psychosoziale Gesundheit
    • 5.3 Körperliche Gesundheit
  • 6. Risiken und Gefahren des Medienkonsums
    • 6.1 Social Media
    • 6.2 Mediensucht
    • 6.3 Spielsucht
  • 7. Potenzial von Digitalen Medien
  • 8. Empirischer Teil: Kleine qualitative Untersuchung
    • 8.1 Ziel und Forschungsfrage der Erhebung
    • 8.2 Methoden
      • 8.2.1 Instrument
      • 8.2.2 Stichprobe
      • 8.2.3 Durchführung
      • 8.2.4 Auswertung
    • 8.3 Ergebnisse
      • 8.3.1 Fragebogen für Jahrgang 3&4
      • 8.3.2 Fragebogen für Jahrgang 2
  • 9. Diskussion
  • 10. Fazit
  • 11. Literaturverzeichnis
  • Anhang
    • Anhangsverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht den Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende, mit einem besonderen Fokus darauf, wie Kinder der Jahrgangsstufen zwei, drei und vier ihre eigene Mediennutzung einschätzen und welche positiven oder negativen Wirkungen sie dabei wahrnehmen. Sie beleuchtet medienpädagogische, psychologische und neurobiologische Wirkmechanismen und verknüpft theoretische Erkenntnisse mit einer empirischen Analyse der Perspektiven von Grundschulkindern, um die gesellschaftlich relevante Debatte über die Prägung heutiger Generationen durch digitale Medien umfassend zu beleuchten.

  • Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende
  • Einschätzung der Mediennutzung durch Grundschulkinder
  • Positive und negative Wirkungen digitaler Medien
  • Medienpädagogische, psychologische und neurobiologische Wirkmechanismen
  • Chancen und Risiken des Medienkonsums
  • Empirische Untersuchung in zwei Grundschulen

Auszug aus dem Buch

5.1 Psychische Gesundheit

Digitale Medien beeinflussen psychische, kognitive und neurobiologische Prozesse zugleich. Der gemeinsame Fokus liegt auf der Reizverarbeitung und den Folgen für Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, emotionale Stabilität und soziale Erfahrungen. Die hohe Reizdichte digitaler Inhalte fordert die Aufmerksamkeitssteuerung permanent heraus. Schnell wechselnde Bilder, kurze Videosequenzen und parallele Informationskanäle erzeugen eine kontinuierliche Überstimulation. Kinder und Jugendliche reagieren darauf mit einer reduzierten Fähigkeit, irrelevante Reize auszublenden, was zu instabiler kognitiver Kontrolle führt. Studien zeigen, dass intensives Multitasking mit geringerer Aufmerksamkeitsspanne und erschwerter Aufrechterhaltung von Konzentrationsphasen einhergeht (Ehrlich et al., 2020). Diese Einschränkungen verstärken Probleme, die bereits in früherer Literatur als Folge hoher Bildschirmnutzung beschrieben wurden (Wampfler, 2014). Spitzer (2015) weist darauf hin, dass große Mengen an Medienreizen die Konzentrationsfähigkeit mindern und mit dem Auftreten von ADS und ADHS assoziiert sind. Schnelle Bildfolgen, besonders beim Fernsehen und bei Videos, können diese Effekte weiter verstärken, da sie die Aufmerksamkeit permanent neu binden und ein stabiles Fokussieren erschweren (Spitzer, 2006).

Digitale Medien wirken nicht nur funktional auf die Aufmerksamkeit, sondern verändern auch strukturelle Prozesse des Gehirns. Früh und intensiv genutzte Medien können die Reifung präfrontaler Areale beeinflussen, also jener Region, die für Impulskontrolle, Entscheidungsprozesse und Planungsverhalten zuständig sind. Berichtet wird unter anderem von geringerer grauer Substanz bei hoher Bildschirmzeit und von Volumenvergrößerungen in Regionen der räumlichen Koordination und der Belohnungsverarbeitung (Armgardt, o. D.). Diese Veränderungen zeigen Parallelen zu suchttypischen neuronalen Anpassungen (Ehrlich et al., 2020). Butzmann (2020) verweist zudem auf geringere Myelinisierung in Bereichen, die für Lese- und Schreibprozesse relevant sind, wenn digitale Medien sehr früh und intensiv genutzt werden. Die frühen Lebensjahre gelten als eine besonders sensible Entwicklungsphase.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die gesellschaftliche Debatte um digitale Medien ein, beleuchtet die Risiken der Nutzung durch Heranwachsende und skizziert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden grundlegende Termini wie "digitale Medien", "Medienkonsum", "Mediensucht" und "Medienkompetenz" definiert, um ein klares Verständnis der verwendeten Konzepte zu etablieren.

3. Die Vielzahl an digitalen Medien: Das Kapitel bietet einen Überblick über die aktuell meistgenutzten digitalen Plattformen und Dienste wie Instagram, TikTok, YouTube und WhatsApp sowie die allgemeine Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

4. Neuropsychologische Grundlagen: Es werden der Aufbau und die Entwicklung des Gehirns erläutert, insbesondere wie neuronale Prozesse durch äußere Reize, einschließlich der Interaktion mit digitalen Medien, geformt werden.

5. Positive und negative Auswirkungen des Medienkonsums: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Einflüsse des Medienkonsums auf die psychische, psychosoziale und körperliche Gesundheit von Heranwachsenden.

6. Risiken und Gefahren des Medienkonsums: Die spezifischen Gefährdungsbereiche wie Cybermobbing, unrealistische Schönheitsideale, Mediensucht und Spielsucht, die aus der intensiven Nutzung digitaler Medien resultieren können, werden detailliert beschrieben.

7. Potenzial von Digitalen Medien: Hier werden die vielfältigen positiven Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien in gesellschaftlichen, schulischen und privaten Kontexten hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf Informationsverbreitung, Lernförderung und soziale Teilhabe.

8. Empirischer Teil: Kleine qualitative Untersuchung: Das Kapitel beschreibt die durchgeführte qualitative Studie an zwei Grundschulen, die darauf abzielt, die subjektiven Einschätzungen von Grundschulkindern zu ihrer Mediennutzung zu erfassen und zu analysieren.

9. Diskussion: Die Ergebnisse der empirischen Erhebung werden mit den theoretischen Annahmen der Literatur verknüpft, wobei beobachtete Muster der kindlichen Mediennutzung und methodische Grenzen der Studie diskutiert werden.

10. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bewertet das Spannungsverhältnis zwischen Risiken und Potenzialen digitaler Medien und betont die Notwendigkeit klarer Regeln und einer fundierten Medienbildung.

Schlüsselwörter

Digitale Medien, Heranwachsende, Medienkonsum, Mediensucht, Medienkompetenz, Psychische Gesundheit, Psychosoziale Gesundheit, Körperliche Gesundheit, Neuropsychologie, Grundschule, Umfrage, Social Media, Cybermobbing, Smartphone, Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

In dieser wissenschaftlichen Hausarbeit wird der umfassende Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende untersucht, sowohl hinsichtlich ihrer Potenziale als auch ihrer Risiken für Entwicklungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definition digitaler Medien und Medienkompetenz, die Nutzungsmuster von Kindern und Jugendlichen, neuropsychologische Grundlagen der Gehirnentwicklung, sowie die positiven und negativen Auswirkungen des Medienkonsums auf die psychische, psychosoziale und körperliche Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie Kinder der Jahrgangsstufen zwei, drei und vier ihre eigene Mediennutzung einschätzen und welche positiven oder negativen Wirkungen sie dabei wahrnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitativ orientierte qualitative Untersuchung mittels eines standardisierten, schriftlichen Fragebogens durchgeführt, um die Perspektiven von Grundschulkindern zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der digitalen Medien, ihre vielfältigen Formen und Nutzungsweisen, neuropsychologische Aspekte der Gehirnentwicklung im Kontext digitaler Reize, sowie detaillierte Ausführungen zu positiven und negativen Auswirkungen des Medienkonsums, einschließlich spezifischer Risiken wie Mediensucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Digitale Medien, Heranwachsende, Medienkonsum, Mediensucht, Medienkompetenz, Psychische Gesundheit, Psychosoziale Gesundheit, Körperliche Gesundheit, Neuropsychologie, Grundschule, Umfrage, Social Media, Cybermobbing, Smartphone und Bildung charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Smartphone für Heranwachsende?

Das Smartphone ist ein zentrales Metamedium im Alltag von Kindern und Jugendlichen, das zahlreiche Funktionen vereint und eine ständige Verfügbarkeit digitaler Inhalte sowie permanenter Kommunikationsströme ermöglicht, was faszinierend, aber auch belastend wirken kann.

Inwiefern unterscheidet sich die Mediennutzung von Kindern aus sozial unterschiedlichen Schulstandorten?

Die Studie zeigt Unterschiede, insbesondere dass Kinder aus einem sozial schwächeren Umfeld (Schule A) häufiger Smartphones nutzen und größere Schwierigkeiten beim Aufhören haben, während Kinder aus einem wohlhabenderen Umfeld (Schule B) öfter Regeln zur Bildschirmzeit angaben.

Was versteht man unter dem "Google-Effekt" im Kontext der Gedächtnisprozesse?

Der "Google-Effekt" beschreibt, dass Informationen schlechter im Gedächtnis gespeichert werden, wenn ihr digitaler Abruf als selbstverständlich und jederzeit verfügbar angesehen wird, was die langfristige Speicherung erschwert.

Welche positiven Potenziale digitaler Medien für die Bildung werden in der Arbeit hervorgehoben?

Digitale Medien bieten Lernförderung durch visuelle Darstellungen, Erklärvideos und Lern-Apps, ermöglichen niedrigschwelligen Zugang zu Bildungsinhalten und können durch spielerische Elemente die Motivation und Kompetenzerleben steigern.

Excerpt out of 91 pages  - scroll top

Details

Title
Der Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende
College
University of Frankfurt (Main)  (Psychologie und Sportwissenschaften)
Grade
1,00
Author
J. Handke (Author)
Publication Year
2025
Pages
91
Catalog Number
V1696502
ISBN (PDF)
9783389177471
ISBN (Book)
9783389177488
Language
German
Tags
Digitale Medien Mediennutzung im Kindesalter Einfluss digitaler Medien Medienkompetenz Mediensucht Social Media Smartphone-Nutzung Aufmerksamkeit und Konzentration Gehirnentwicklung im Kindesalter Psychosoziale Entwicklung Bildschirmzeit Cybermobbing Gaming Disorder Digitale Bildung Grundschule Quantitative Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
J. Handke (Author), 2025, Der Einfluss digitaler Medien auf Heranwachsende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1696502
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  91  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint