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Friedenskonsolidierung in Sierra Leone

Título: Friedenskonsolidierung in Sierra Leone

Trabajo de Seminario , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Sebastian Yacoub (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Friedenskonsolidierung in Sierra
Leone geben. Hierbei soll der Friedenskonsolidierungsprozess in drei Phasen, nach
Monika Heupel, hinsichtlich der drei Abkommen zur Beendigung des Krieges geteilt
werden. Innerhalb dieser Phasen soll gezeigt werden inwieweit friedenskonsolidierende
Maßnahmen in den Abkommen implementiert wurden und woran die Implementierung
scheiterte. Des weiteren liegt ein Augenmerk auf der Gewaltökonomie der RUF, die den
Konsolidierungsprozess maßgeblich beeinflusst hat. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bürgerkrieg in Sierra Leone

2.1 Hintergrund und Vorgeschichte

2.2 Verlauf

3. Friedenskonsolidierung in Sierra Leone

3.1 erste Phase/ Abidjan Abkommen

3.2 zweite Phase/ Lomé Abkommen

3.3 dritte Phase/ Abuja II Abkommen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Friedenskonsolidierungsprozess in Sierra Leone anhand der drei zentralen Friedensabkommen von Abidjan, Lomé und Abuja II, um die Wirksamkeit der implementierten Maßnahmen und das Scheitern der Friedensbemühungen zu untersuchen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf dem Einfluss der durch die RUF etablierten Gewaltökonomie auf den Friedensprozess.

  • Phasenbasierte Analyse des Friedenskonsolidierungsprozesses
  • Strukturelle Analyse der Friedensabkommen (Abidjan, Lomé, Abuja II)
  • Die Rolle der Gewaltökonomie durch den illegalen Diamantenhandel
  • Einfluss und Rolle externer Akteure und internationaler Missionen
  • Herausforderungen der Demobilisierung und Reintegration

Auszug aus dem Buch

2.2 Verlauf

Als im März 1991 eine kleine Gruppe von etwa hundert Kämpfern der RUF mit Unterstützung Taylors NPLF von Liberia nach Sierra Leone eindrangen, begannen die Kampfhandlungen. Die RUF ging äußerst brutal gegen die aus den Gebieten zu vertreibende Bevölkerung vor. Die Streitkräfte der sierra-leonischen Regierung, die Soldaten Nigerias, Ghanas und Guineas, welche der für Liberia konzipierten ECOMOG angehörten, konnten den Vormasch der RUF nicht aufhalten. Dies lag neben der sehr kleinen und vornehmlich für zeremonielle Zwecke genutzten sierra-leonischen Armee auch an der Kollaboration vieler Offiziere und Soldaten mit der RUF. So konnte die RUF schnell immer mehr Gebiete unter ihre Kontrolle bringen, darunter auch die Diamantengebiete im Süden und Südosten entlang der liberischen Grenze. Ende 1992 hatte die RUF ihren Einflussbereich auf die lukrativsten Diamantenvorkommen ausgeweitet. Durch die Kontrolle der Diamantengebiete gelang es der RUF Profite zu erwirtschaften, die sie zur Aufrüstung und Finanzierung ihrer Kampfverbände nutzte. Vielfach trafen die RUF und die sierra-leonischen Streitkräfte in den umkämpften Diamantengebieten Vereinbarungen, um die Kampfhandlungen auszusetzen und gemeinsam die Vorkommen auszubeuten. Die RUF veräußerte ihre Diamanten neben lokalen Händlern auch an das Ausland. Den Großteil der Diamanten wurde vor allem an Charles Taylor geliefert, welcher den Export der Diamanten an internationale Diamantenbörsen organisierte und im Gegenzug neben Waffen auch Ausbildung für die Kommandeure und Kämpfer der RUF lieferte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über das Ziel der Arbeit, den Friedenskonsolidierungsprozess in drei Phasen zu unterteilen und die Gewaltökonomie der RUF zu beleuchten.

2. Bürgerkrieg in Sierra Leone: Dieses Kapitel erläutert die historischen Hintergründe, die politische Instabilität seit der Unabhängigkeit sowie den Verlauf des Bürgerkriegs und die Entstehung der RUF.

3. Friedenskonsolidierung in Sierra Leone: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die drei Abkommen von Abidjan, Lomé und Abuja II hinsichtlich ihrer Implementierung, Probleme und Auswirkungen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und bewertet die Friedenskonsolidierung in Sierra Leone als einen Prozess, der erst durch den Druck externer Embargos und die Schwächung der RUF erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Schlüsselwörter

Friedenskonsolidierung, Sierra Leone, RUF, Bürgerkrieg, Abidjan Abkommen, Lomé Abkommen, Abuja II Abkommen, Diamantenhandel, Gewaltökonomie, UNAMSIL, ECOMOG, Friedensprozess, Demobilisierung, Charles Taylor, Konfliktforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über den Friedenskonsolidierungsprozess in Sierra Leone und untersucht, wie verschiedene Friedensabkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs beigetragen haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Verlauf des sierra-leonischen Bürgerkriegs, die Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Friedenssicherung sowie die zerstörerische Rolle der sogenannten "Blutdiamanten" als Finanzierungsquelle für die RUF.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, die drei Phasen der Friedenskonsolidierung anhand der Abkommen von Abidjan, Lomé und Abuja II zu analysieren und aufzuzeigen, warum frühe Friedensversuche scheiterten und welche Faktoren schließlich zum Erfolg führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine phasenbasierte Analyse, angelehnt an die Konzepte von Monika Heupel, um die Implementierung der Abkommen und die Rolle der Gewaltökonomie strukturell zu untersuchen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden die einzelnen Phasen der Abkommen detailliert analysiert, insbesondere die institutionellen Schwächen, die Einbindung externer Akteure und das Verhalten der Konfliktparteien.

Welche Faktoren machten die RUF so widerstandsfähig?

Die RUF war besonders widerstandsfähig, da sie durch die Kontrolle von Diamantengebieten und den illegalen Handel ein ökonomisches Eigeninteresse am Krieg hatte, das unabhängig von politischer Anerkennung bestand.

Welche Bedeutung hatte das Embargo für den Friedensprozess?

Das von der UNO verhängte Diamanten- und Waffenembargo schwächte die Finanzierungsbasis der RUF erheblich und zwang sie schließlich zu einer ernsthaften Beteiligung an den Friedensverhandlungen.

Warum wird die Rolle von Charles Taylor besonders hervorgehoben?

Charles Taylor wird als strategischer Unterstützer der RUF identifiziert, der den Diamantenhandel organisierte und den Verlauf der Konflikte durch seine Interessen in der Region maßgeblich beeinflusste.

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Detalles

Título
Friedenskonsolidierung in Sierra Leone
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Politikwissenschaft)
Calificación
2,3
Autor
Sebastian Yacoub (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V169652
ISBN (Ebook)
9783640880416
ISBN (Libro)
9783640880218
Idioma
Alemán
Etiqueta
friedenskonsolidierung sierra leone
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Yacoub (Autor), 2010, Friedenskonsolidierung in Sierra Leone, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169652
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