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Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Umsetzung von klimaneutralen Destinationen in Deutschland

Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Reiseregion Uckermark

Titre: Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Umsetzung von klimaneutralen Destinationen in Deutschland

Thèse de Master , 2010 , 139 Pages , Note: 1,4

Autor:in: Erik Pfauth (Auteur)

Tourisme - Divers
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Weltweit wurden in den letzten Jahren Projektvorhaben zur Realisierung von klimaneutralen Reisedestinationen veröffentlicht. Im Rahmen des voranschreitenden Klimawandels und des steigenden Bewusstseins für Umweltschutz seitens der Konsumenten, identifizieren vor allem Inselstaaten die Möglichkeit, sich durch das Alleinstellungsmerkmal „klimaneutral“ einen Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Tourismusmarkt zu verschaffen. Nicht nur aufgrund von Profilierungsmotiven, sondern auch wegen dem Interesse, sich durch Klimaschutz an die Folgen des Klimawandels anzupassen, beginnt auch in Deutschland eine Debatte um klimaneutrale Destinationen, mit der Folge, dass sich vereinzelte Reisegebiete mit der Thematik auseinandersetzen. Es existiert zwar noch keine klimaneutrale Destination, vereinzelte Regionen bieten ihren Gästen aber bereits die Möglichkeit, ihren individuellen Urlaub klimaneutral zu gestalten. Um alle Teilleistungen einer Destination klimaneutral zu stellen, fehlt es allerdings an fundierten wissenschaftlichen Bewertungskriterien, vor allem in Bezug auf Systemgrenzen.
Hier soll die vorliegende Arbeit ansetzen, indem sie eine Analyse der Realisierbarkeit und Praktikabilität einer klimaneutralen Destination liefert. Das Land Deutschland stellt dabei die Bezugsebene dar. Übergeordnetes Ziel der Arbeit ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs, welcher notwendige Umsetzungsschritte zur Erlangung von Klimaneutralität aufzeigt.

Die forschungsleitenden Fragestellungen lauten demnach:

- Ist es im Rahmen einer nachhaltigen Destinationsentwicklung und -profilierung möglich, sämtliche tourismusrelevanten Bereiche klimaneutral zu gestalten?

- Welche Prozesse müssen im Destinationsmanagement durchlaufen werden, um die Entwicklung einer klimaneutralen Destination zu realisieren?

- Welche touristischen und nicht-touristischen Akteure müssen für eine solche Maßnahme mit einbezogen werden?

- Welche Systemgrenzen existieren für die Quantifizierung der Emissionen?

- Welche Daten werden für eine Erfassung der Treibhausgasemissionen benötigt?

- Wie werden die Treibhausgasemissionen einer Destination berechnet?
Welche Maßnahmen können konkret getroffen werden, um die Emissionsbilanz einer Destination auszugleichen?

- Wie kann man die Umsetzung einer klimaneutralen Destination planen, vermarkten und kommunizieren?

Die Masterarbeit wurde im Rahmen des Innovationsnetzwerks Klimaanpassung Brandenburg-Berlin (INKA BB) durchgeführt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer Rahmen

1.1 Problemstellung und Forschungsfragen

1.2 Forschungsstand

2. Definitionen

2.1 Destination

2.2 Klimaneutralität

3. Methoden

4. Tourismus und Klimawandel

4.1 Ursachen und Folgen des Klimawandels

4.2 Tourismus als Betroffener des Klimawandels

4.3 Tourismus als Verursacher des Klimawandels

4.4 Politische Rahmenbedingungen

4.5 Ökonomische Rahmenbedingungen

5. Tourismus und Klimaschutz

5.1 Das Tourismus-Klima-System

5.1.1 Anpassung an den Klimawandel

5.1.2 Mitigation der Treibhausgasemissionen

5.1.3 Mitigation als Anpassung an den Klimawandel

5.2 Maßnahmen zum Klimaschutz auf Destinationsebene

5.2.1 Mobilität

5.2.2 Beherbergung

5.2.3 Förderung von klimaschonendem Konsumentenverhalten

5.3 Kompensation von Treibhausgasen

5.4 Klimaschutzrelevante Trends

5.4.1 Umweltbewusstsein in Deutschland

5.4.2 Klimaschutz und Reiseverhalten

5.4.3 Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für Klimaschutz aus Sicht der Touristen

5.4.4 Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft für klimaverträgliche Produkte

6. Die Anpassungsstrategie „klimaneutrale Destination“

6.1 Klimaneutralität als Destinationsprofilierung

6.2 Der Weg zur Klimaneutralität

6.3 Systemgrenzen

6.4 Beispiele für klimaneutrale Urlaubsangebote auf Destinationsebene

6.4.1 Ferienland Schwarzwald

6.4.2 Ferienregion nördlicher Bodensee

6.4.3 Arosa (Schweiz)

6.4.4 Zusammenfassung der Praxisbeispiele

7. Praktikabilität der Umsetzung klimaneutraler Destinationen

7.1 Destinationseingrenzung

7.2 Inventarisierung der Treibhausgasemissionen

7.2.1 Notwendige Daten und deren Verfügbarkeit

7.2.1.1 Energieintensität der touristischen Teilsektoren

7.2.1.2 Quantifizierung der touristischen Nachfragestruktur

7.2.2 Berechnungsmethodik

7.3 Management

7.3.1 Verantwortungsverteilung auf Destinationsebene

7.3.1.1 Akteure

7.3.1.2 Partnerschaften und Kooperationen

7.3.2 Konzeption und Durchführung

7.3.3 Finanzierung

7.3.4 Kommunikation

8. Analyse der Reiseregion Uckermark

8.1 Angebotsanalyse

8.2 Nachfrageanalyse

8.3 Wettbewerbsanalyse

8.4 THG-Inventarisierung

8.5 Akteursanalyse

8.5.1 Methode

8.5.2 Ergebnisse

8.6 SWOT-Analyse

8.7 Potentiale und Handlungsempfehlungen

9. Fazit und Entwicklung eines Kriterienkatalogs

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs zur Erreichung der Klimaneutralität in Destinationen in Deutschland. Ausgehend von theoretischen Grundlagen der Klimaforschung und des Destinationsmanagements sowie einer empirischen Analyse der Reiseregion Uckermark werden praxisnahe Umsetzungsschritte definiert, die sowohl die Emissionsbilanzierung als auch die strategische Einbindung lokaler Akteure umfassen.

  • Analyse der Machbarkeit von klimaneutralen Destinationen in Deutschland
  • Entwicklung einer Methodik zur Treibhausgas-Inventarisierung im Tourismus
  • Untersuchung von Erfolgsfaktoren und Barrieren für lokale Klimaschutzmaßnahmen
  • Erarbeitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Region Uckermark
  • Konzeptualisierung einer Klimaschutzstrategie inklusive Kompensationsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

4.3 Tourismus als Verursacher des Klimawandels

Laut UNWTO verursachen touristische Aktivitäten rund 5% der weltweiten CO2-Emissionen. In dieser Berechnung wird Tourismus als „Aktivitäten von Personen [bezeichnet, Anm. d. Verf.], welche an einen Ort, außerhalb ihres gewöhnlichen Umfelds reisen, und sich dort für nicht länger als ein Jahr aufhalten aus Freizeit-, Geschäfts- und sonstigen Zwecken, die nicht mit der Ausübung einer bezahlten Aktivität am besuchten Ort verbunden sind.“ Die betrachteten Teilsektoren sind Transport, Übernachtung und Aktivitäten. Es wurden nur direkte Emissionen der Betriebstätigkeit integriert und indirekte Emissionen, welche entlang der touristischen Wertschöpfungskette produziert werden, ignoriert.

Die realen THG-Emissionen, im Sinne des „lifecycle assessment“, sind hier deshalb unterschätzt. Neben CO2-Emissionen wird der Klimawandel durch weitere THG-Emissionen verstärkt. Diese werden im Tourismus primär durch den Flugverkehr freigesetzt, sind aber in ihren Dimensionen und Auswirkungen wissenschaftlich nicht ausreichend zu quantifizieren. Deshalb wird der touristische Beitrag an der anthropogenen Erderwärmung auf 5-14% geschätzt.

Betrachtet man die touristischen Teilsektoren, so generiert der Transport mit rund 75% den größten Anteil der THG-Emissionen, wobei der Flugverkehr 40% und der Autoverkehr 32% der gesamten tourismusbedingten Emissionen ausmachen. Übernachtungen verursachen rund 21% und Aktivitäten ca. 4% der Emissionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretischer Rahmen: Einführung in die Problematik des Klimawandels im Kontext des Tourismus und Definition der Forschungsfragen.

2. Definitionen: Abgrenzung der Begriffe Destination und Klimaneutralität für die weitere Untersuchung.

3. Methoden: Erläuterung des methodischen Vorgehens bestehend aus Literaturrecherche und empirischen Expertenbefragungen.

4. Tourismus und Klimawandel: Analyse der Ursachen des Klimawandels und der Wechselwirkungen, die den Tourismus sowohl als Betroffenen als auch als Verursacher charakterisieren.

5. Tourismus und Klimaschutz: Untersuchung systemischer Zusammenhänge, Anpassungsstrategien sowie Trends im Konsumentenverhalten.

6. Die Anpassungsstrategie „klimaneutrale Destination“: theoretische Herleitung der Destinationsprofilierung und Vorstellung von Praxisbeispielen aus dem deutschsprachigen Raum.

7. Praktikabilität der Umsetzung klimaneutraler Destinationen: Erarbeitung von Anforderungen, Berechnungsmethodiken zur THG-Inventarisierung und Managementansätzen.

8. Analyse der Reiseregion Uckermark: Anwendung der erarbeiteten Methodik auf das Fallbeispiel Uckermark mittels Angebots-, Nachfrage- und Akteursanalyse.

9. Fazit und Entwicklung eines Kriterienkatalogs: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Präsentation der zentralen Kriterien für die Umsetzung klimaneutraler Destinationen.

Schlüsselwörter

Klimaneutrale Destination, Tourismus, Treibhausgasemissionen, Klimaschutz, Uckermark, Destinationsmanagement, Carbon Management, CO2-Bilanz, Nachhaltiger Tourismus, Mobilitätsmanagement, Klimawandel, Emissionskompensation, Tourismuspolitik, Regionalentwicklung, Umweltbewusstsein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Machbarkeit von klimaneutralen Tourismusdestinationen in Deutschland und erarbeitet auf Basis wissenschaftlicher Analysen und Fallstudien einen Kriterienkatalog für die Umsetzung.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Arbeit verbindet Klimaforschung und touristisches Destinationsmanagement. Themenfelder sind unter anderem Treibhausgas-Inventarisierung, Mobilitätskonzepte, Energieeffizienz im Gastgewerbe sowie Akteursanalyse und Strategieentwicklung für Regionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Erstellung eines Kriterienkatalogs, der aufzeigt, wie Destinationen in Deutschland konkret notwendige Schritte zur Erreichung von Klimaneutralität durchlaufen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus umfassender Literaturrecherche und einer analytisch-empirischen Vorgehensweise, die durch Experteninterviews und eine konkrete Fallstudie zur Reiseregion Uckermark ergänzt wird.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil besonders im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die Identifikation von Systemgrenzen, die Quantifizierung tourismusbedingter Emissionen durch einen Bottom-Up-Ansatz sowie Strategien zur internen Emissionsminderung und externen Kompensation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Klimaneutrale Destination, Treibhausgas-Inventarisierung, Destinationsmanagement, Klimaschutz, Uckermark und Carbon Management.

Warum wurde die Uckermark als Fallbeispiel gewählt?

Die Uckermark dient als Praxisbeispiel für eine naturnahe Reiseregion in Brandenburg, um die Anwendbarkeit der entwickelten Management-Strategien und THG-Berechnungsmethoden an einer konkreten, dünn besiedelten Zielregion zu überprüfen.

Welche Rolle spielt die Kompensation laut der Arbeit?

Die Kompensation ist als ergänzende Strategie ("Ergänzungsstrategie") konzipiert. Die Arbeit betont, dass diese erst in Angriff genommen werden sollte, nachdem die "Optimierungsstrategie" (direkte Emissionsminderung/Decarbonisation) Vorrang erhalten hat.

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Résumé des informations

Titre
Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Umsetzung von klimaneutralen Destinationen in Deutschland
Sous-titre
Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Reiseregion Uckermark
Université
The University of Applied Sciences in Eberswalde  (Nachhaltiges Tourismusmanagement)
Note
1,4
Auteur
Erik Pfauth (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
139
N° de catalogue
V169780
ISBN (ebook)
9783640918997
ISBN (Livre)
9783640919833
Langue
allemand
mots-clé
Tourismus Klimaschutz Destinationen Regionalentwicklung CO2-Berechnung CO2-Fußabdruck Klimawandel nachhaltige Mobilität CO2-Kompensation klimaneutral
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Erik Pfauth (Auteur), 2010, Entwicklung eines Kriterienkatalogs zur Umsetzung von klimaneutralen Destinationen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169780
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Extrait de  139  pages
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