Kommunikationstraining und Konfliktlösung


Seminararbeit, 2011
21 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Darstellung der Kommunikationstheorien nach Schulz von Thun und Paul Watzlawick
2. 1 Was ist eine gute Kommunikation
2. 2 Kommunikation nach Paul Watzlawick
2. 2. 1 Das Eisbergprinzip
2. 3 Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun
2. 3. 1 Das Vier – Ohren – Modell

3. Darstellung einiger ausgewählter Inhalte aus dem Blockseminar
3. 1 Übung zu den Kommunikationsgewohnheiten
3. 2 Aktives Zuhören bezogen auf eine Lehrer - Schüler – Kommunikation
3. 3 Senden von Ich – Botschaften bezogen auf die Schule

4. Kommunikationstraining im Schulalltag und im LER – Unterricht
4. 1 Übung zum ersten Baustein „Nachdenken über Kommunikation“
4. 1. 1 Übung zur Förderung des freien Sprechens und Erzählens
4. 1. 2 Übung zum Baustein „Miteinander reden“
4. 1. 3 Übung zum Baustein „Überzeugend argumentieren und vortragen“
4. 1. 4 Übung zum Baustein „Komplexere Kommunikations- und
Interaktionsspiele“

5. Fazit

6. Literatur

1. Einleitung

Die folgende Seminararbeit zum Thema „Kommunikationstraining und Konfliktlösung“ basiert auf drei Teilbereichen. Der erste Teil stellt die theoretischen Ansätze und Modelle vor und gibt zugleich Lösungsvorschläge zur Bewältigung von Konflikten sowie Erklärungsversuche, warum und wie ein Konflikt entsteht. Der zweite Teil ist der Praxisteil, bezogen auf das Blockseminar mit Übungen und Theorien, welche im Blockseminar vorgestellt wurden. Nicht zu vernachlässigen ist dabei der schulische Bezug. Zuletzt werden Übungsbausteine vorgestellt, die Schülern dabei helfen sollen ihre Kommunikation zu entwickeln und zu verbessern sowie der Lehrkraft als Beispiel dienen sollen.

Der Schwerpunkt der Seminararbeit liegt auf der Kommunikation. Die Konfliktentwicklung wird beiläufig erwähnt, da sie sich aus der Kommunikation ergibt und die Lösung in der richtigen Kommunikation liegt.

Der erste Teil beginnt mit der theoretischen Darstellung von zwei Kommunikationsmodellen nach Schulz von Thun und Paul Watzlawick. Es wird deutlich was Kommunikation bedeutet, welche Auswirkungen eine Kommunikation haben kann und was man beim Kommunizieren beachten sollte, um ein faires Gespräch ohne Konflikte zu führen. Es werden verschiedene Prinzips beleuchtet und an Beispielen dargestellt.

Der zweite Teil stellt ausgewählte Inhalte aus dem Blockseminar vor und nimmt Bezug auf den Schulalltag. Die Übungen aus dem Blockseminar werden erläutert, dargestellt und ausgewertet. Die besprochenen Themen aus dem Blockseminar z.B. die „Ich – Botschaft“ und das „Aktive Zuhören“ werden am Beispiel Lehrer – Schüler – Beziehung vorgestellt.

Der dritte Teil soll das Kommunikationstraining in den Schulen als einen wichtigen Punkt anmerken und dabei aufzeigen, wie man Kommunikationstraining in den Schulen umsetzen kann. Es werden Probleme angesprochen die sich auf die Zukunft und die zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die Persönlichkeit der Schüler auswirken. Die Ursachen für schlechte Kommunikation werden dabei angesprochen. Die Folgen und die sich daraus ergebenden Probleme werden versucht, durch Lösungsvorschläge in Form von Übungsbausteinen gelöst zu werden.

2. Theoretische Darstellung der Kommunikationstheorien nach Schulz von Thun und Paul Watzlawick

2. 1 Was ist eine gute Kommunikation?

Eine gute, gelungene Kommunikation macht es möglich, dass Menschen in der Lage sind so miteinander umzugehen und zu kommunizieren, dass Missverständnisse, Konflikte und Störungen vermieden werden können. Man lernt miteinander zu kooperieren und das gegenseitige Zuhören.

Somit hat eine gute Kommunikation das Ziel, dass „sich alle Beteiligten gut fühlen, alle Beteiligten gewinnen, alle Beteiligten geachtet werden, für alle Beteiligten tragbare Ergebnisse erzielt werden, alle Beteiligten Überzeugt werden.“[1]

Zugleich wird eine gute Kommunikation erreicht, wenn man bestimmte Verhaltens- und Kommunikationsmuster befolgt:

„Überreden Sie nicht, überzeugen Sie. Lassen Sie dem anderen Zeit zum Mitdenken und Nachdenken. Sprechen Sie langsam und machen Sie Pausen. Lassen Sie den anderen mitreden. Im Zweifel ist sein Gesprächsbeitrag wichtiger als Ihrer. Reagieren Sie auf das, was gesagt wird, nicht auf das, was Sie hineininterpretieren. Versuchen Sie zu verstehen, was Ihr Gegenüber meint. Verzichten Sie auf Bewertungen und Ver-/Beurteilungen. Halten Sie Ihre Gefühle und Ihr Temperament unter Kontrolle. Bleiben Sie ruhig und geduldig. Kontrollieren Sie Ihre Körpersprache. Hören Sie Ihrem Gesprächspartner zu. Bevor Sie Interpretieren, fragen Sie, was gemeint ist.“[2]

Diese Regeln schützen vor unüberlegter Zustimmung und wahren die Rechte des Gegenübers.

Auch eine gute Kommunikation hat ihre Grenzen und zwar dort, wo einer der Beteiligten sich dem Gespräch verweigert oder sich angegriffen fühlt.

Die Störung in der Kommunikation basiert also auf Missverständnissen und Missgeschicken.

2. 2 Kommunikation nach Paul Watzlawick

Nach Paul Watzlawick, dem österreichischen Kommunikationswissenschaftler beinhaltet die Kommunikation mehr als nur die Information.

Die Menschen kommunizieren auf zwei Ebenen miteinander, der Sachebene und der Gefühlsebene.

Die Information einer Äußerung hat in den seltensten Fällen einen neutralen Hintergrund. Meistens wird eine Äußerung von Gefühlen begleitet wie Anerkennung, Überraschung, Freude und Erleichterung. Solche Gefühle lassen sich kaum von der Beziehung des Sprechers zum Angesprochenen trennen. So kann jede Sachaussage eine gefühlsmäßige Botschaft beinhalten und vermitteln.

Damit bekommt man eine bestimmte Information mitgeteilt, die jedoch einen anderen Hintergrund hat, der eine weitere Information einschließt. Solch eine Information ist jedoch wenig förderlich für eine Beziehung und löst einen Konflikt aus. Die so genannten Begleitbotschaften bestimmen wie eine Mitteilung verstanden wird. Man soll daher die Begleitbotschaften einer Mitteilung kontrollieren, um Störungen und Konflikte zu vermeiden, denn je länger eine Störung existiert desto komplizierter ist es diese zu beseitigen.

2. 2. 1 Das Eisbergprinzip

Das Eisbergprinzip besagt, dass sich die Kommunikation zwischen den Zeilen vollzieht und der Mensch zu einem großen Teil von Emotionen geleitet wird. Das Prinzip ergänzt Watzlawick durch sein Zwei – Ebenen – Modell.

Die Spitze des Eisbergs (die Sachebene) ragt aus dem Wasser, der überwiegend große Teil des Eisbergs (die Beziehungsebene) befindet sich unsichtbar unter dem Wasser. Das gefährliche ist, dass man nicht weiß wie tief sich der Eisberg unter Wasser befindet, wie breit der Eisberg ist und an welcher Stelle man mit dem Eisberg kollidieren kann. Wenn man das Modell auf den Menschen überträgt dann veranschaulicht das Eisberg – Modell, dass der Mensch zum größten Teil von Emotionen geleitet wird und nur zu einem kleinen Teil von der Vernunft.

„Wenn es kracht, wir also im übertragenen Sinne auf die unter der Oberfläche der Kommunikation liegenden Eisfelder unserer Kommunikationspartner auflaufen, sind überwiegend emotionale ausschlaggebend. Wahrgenommen und sichtbar sind für uns in vielen Fällen aber nur rationale Beweggründe, die präsentiert werden.“[3]

Die Sachebene ist demnach gut begründet, während das „eigentliche“ Motiv für den Konflikt unterhalb der sichtbaren Oberfläche verborgen liegt. Hier findet die Diskussion auf der Sachebene statt wobei die eigentlichen Probleme unterhalb verborgen liegen und somit nicht auf der Sachebene ausdiskutiert und behoben werden können.

So handelt es sich um eine Scheindiskussion, da der vermeidlich sachliche Austausch der Protagonisten mit emotionalen Reaktionen begleitet wird und wenn auf der Sachebene eine Einigung erzielt wird, wird diese meist kritisiert und verworfen.

Typisch ist für so ein Problem das Machtmotiv. Dabei spielt das Sachthema eine untergeordnete Rolle wobei das Motiv der Macht im Vordergrund steht, hier geht es darum wer von den Diskussionspartnern länger durchhält. Darauf basiert auch eine Scheindiskussion, nur das hier die Sachdiskussion vorgeschoben wird, während es im eigentlichen Sinne um die Macht geht und wer sich durchsetzten kann.

Nicht nur das Machtmotiv spielt hier eine Rolle sondern auch Einflüsse wie die Intuition, unterbewusste Entscheidungsebenen und Bauchgefühle.

Somit kann gesagt werden, dass höchstwahrscheinlich das Eisbergprinz und die damit verbundenen Aussage, dass die gefühlsmäßigen Faktoren wichtig für unsere Entscheidungen sind und Menschen nach gefühlsmäßigen Komponenten entscheiden.[4]

Ein Beispiel für so eine Entscheidung folgt im nächsten Zitat.

„Hat z.B. ein Personalchef zwei gleich gut qualifizierte Bewerber zur Auswahl, so wird er sich für den ihm sympathischeren entscheiden und dies nachträglich rationalisieren.“[5]

Auch Gefühlsmäßige Entscheidungen sind nicht beliebig, sondern die Sympathien befinden sich auf einem zwischenmenschlichen Bereich.

Das heißt, wenn der Mensch einem im Handeln und Denken ähnelt, werden weniger Konfliktpotentiale auftreten die eine Kommunikation gefährden können. Somit ist eine Entscheidung die „obwohl gefühlsmäßig getroffen, doch rational motiviert und (subjektiv) plausibel.“[6]

2. 3 Das Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun

2. 3. 1 Das Vier – Ohren – Modell

Schulz von Thun ist ein Psychologe und Kommunikationswissenschaftler dessen Kommunikationsmodell als Klassiker unter den Kommunikationsmodelle gilt. Das Modell ähnelt dem Modell von Paul Watzlawick.

[...]


[1] Claudia Grötzebach.: Vorsicht! Manipulation. Unfaire Dialektik erkennen und ihr wirkungsvoll begegnen.

Berlin, 2007. S. 10.

[2] ebenda. S. 11.

[3] ebenda. S. 15.

[4] Nach Claudia Grötzebach.: Vorsicht! Manipulation. Unfaire Dialektik erkennen und ihr wirkungsvoll begegnen. Berlin,

2007. S. 16.

[5] ebenda. S. 16.

[6] ebenda. S. 16.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Kommunikationstraining und Konfliktlösung
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
21
Katalognummer
V169791
ISBN (eBook)
9783640882373
ISBN (Buch)
9783640882526
Dateigröße
528 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
1. Einleitung Die folgende Seminararbeit zum Thema „Kommunikationstraining und Konfliktlösung“ basiert auf drei Teilbereichen. Der erste Teil stellt die theoretischen Ansätze und Modelle vor und gibt zugleich Lösungsvorschläge zur Bewältigung von Konflikten sowie Erklärungsversuche, warum und wie ein Konflikt entsteht. Der zweite Teil ist der Praxisteil, bezogen auf das Blockseminar mit Übungen und Theorien, welche im Blockseminar vorgestellt wurden. Nicht zu vernachlässigen ist dabei der schulische Bezug. Zuletzt werden Übungsbausteine vorgestellt, die Schülern ......
Schlagworte
Kommunikation, Konfliktlösung, Sprache, Kommunikationsmodell
Arbeit zitieren
Christoph Staufenbiel (Autor), 2011, Kommunikationstraining und Konfliktlösung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169791

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