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Im Norden alles besser?

Ein Blick auf das norwegische Schulsystem

Titre: Im Norden alles besser?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 22 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Jan Patrick Faatz (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
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Nicht erst seit der Name einer gewissen italienischen Stadt wie ein Schreckgespenst durch das deutsche Schulwesen geistert, richten viele Bildungsinteressierte ihren Blick sehnlichst gen Norden. Schon lange gilt das skandinavische Bildungs- und Gesundheitssystem als mustergültig und wird oft als Vorbild für Deutschland propagiert. Und seit Finnland die PISA-Studie unumstritten anführt wird von Politikern aller Couleur gefordert, man (also die gegnerischen Parteien) müsse sich endlich an den nordischen Entwicklungen ein Beispiel nehmen und solle Deutschland wieder an die Spitze der globalen Bildungselite bringen. Allerdings beantwortet keiner die Frage, wann Deutschland denn jemals zu dieser Bildungselite gehört haben soll. Nach 1945 war dies wohl kaum der Fall. Oder meinen die Herren etwa die Zeit davor?
Zehn Jahre nach dem deutschen Schock über den ersten PISA-Test und dem damals – milde ausgedrückt – ‚bedauerlichem‘ Ergebnis, gibt es zwar einige Anzeichen der Besserung, insgesamt ist man sich aber doch einig, dass es noch zu viele Probleme gibt, als dass man in Jubel ausbrechen könne. „Mit Mittelmaß beim Lesen kann sich Deutschland nicht zufriedengeben“, brachte Marianne Demmer, Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Stimmung auf den Punkt. Noch immer sei „die soziale Spaltung in der Bildung nicht überwunden“. Nach Veröffentlichung der aktuellen PISA-Ergebnisse formulierte der deutsche OECD-Vertreter Heino von Meyer es sportlich: „Deutschland ist aufgestiegen - von der zweiten in die erste Liga. Aber von der Champions League ist Deutschland noch weit entfernt.“ Denn schließlich säßen in deutschen Schulen noch zu viele junge Talente „auf der Reservebank“.
Grund genug, den Blick also etwas über den Tellerrand zu heben und die Bildungssysteme in den nordischen Ländern näher zu beleuchten.
Diese Arbeit soll sich hauptsächlich mit dem norwegischen Schulsystem beschäftigen. Der Schwerpunkt liegt auf einer deskriptiven Beschreibung des norwegischen Bildungssystems und einem Vergleich mit dem deutschen Pendant. Außerdem wollen wir einen Blick auf den norwegischen Lehrplan der Oberstufe im Fach Geschichte werfen und die dort genannten Lernziele und Kompetenzen mit den deutschen vergleichen. Abschließend sollen dann ein deutsches und ein norwegisches Geschichts-Schulbuch miteinander verglichen werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau des norwegischen Schulsystems

2.1 Eckdaten

2.2 Die Grundschule – Ungdomsskolen

2.3 Die weiterführende Schule – Videregående skolen

2.4 Schulreformen zur „Steigerung der Kompetenzen“

2.5 Private Schulen

3. Der norwegische Lehrplan im Fach Geschichte

3.1 Genereller Teil

3.2 Lehrplan im Fach Geschichte

4. Vergleich zweier Lehrbücher

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das norwegische Schulsystem, dessen Aufbau und Reformen, mit einem besonderen Fokus auf den Lehrplan im Fach Geschichte. Ziel ist es, durch einen deskriptiven Vergleich mit dem deutschen Pendant sowie der Analyse zweier Standard-Geschichtsschulbücher Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und Anregungen für das deutsche Bildungswesen zu gewinnen.

  • Struktureller Aufbau des norwegischen Bildungswesens
  • Analyse der Schulreform „Kunnskapsløftet“
  • Untersuchung des norwegischen Geschichtslehrplans
  • Vergleichende Analyse deutscher und norwegischer Geschichtslehrbücher
  • Kritische Reflexion der Übertragbarkeit auf das deutsche System

Auszug aus dem Buch

3.2 Lehrplan im Fach Geschichte

Als nächstes wollen wir einen Blick auf den norwegischen Lehrplan im Fach Geschichte werfen. Aufgrund des Umfangs kann auch hier wieder nur ein kurzer Einblick gegeben werden.

Das Fach Geschichte wird zusammen mit Geographie, Religion, Politik und Sozialwissenschaft als „Gesellschaftswissenschaft“ (samfunnsfag) unterrichtet. Dieses Fach ist an allen Schulen und bei allen Bildungsabschlüssen obligatorisch und kann nicht abgewählt werden. In der Schulreform „Kunnskapsløftet“ werden vier Hauptintentionen des Faches formuliert, Schüler sollen nach Abschluss der Schule:

- Von Ereignissen aus der Vergangenheit und der Gegenwart erzählen können. Fakten, Orte, Definitionen und Fachausdrücke verwenden können und Ursachen für heutige Ereignisse verstehen.

- Sich mit Fachliteratur und Belletristik auseinandersetzen können, diese verstehen und deuten können.

- Weiterführende Informationen zu einem Thema sammeln können, zum Beispiel in Form von Filmen, Zeichnungen, Bildern, Tabellen oder Karten.

- Zahlen und statistische Daten deuten und miteinander vergleichen können. Eigene Tabellen und Grafiken erstellen können.

- Digitale Medien verwenden und im Internet nach Informationen suchen können.

- Quellenkritik ausüben und relevante Informationen zu einem Thema auswählen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Debatte in Deutschland in Bezug auf skandinavische Vorbilder und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie das Ziel der Arbeit.

2. Aufbau des norwegischen Schulsystems: Dieses Kapitel erläutert die Grundstruktur des norwegischen Schulwesens, von der Grundschule bis hin zur weiterführenden Ausbildung, inklusive relevanter Reformen und Rahmenbedingungen.

3. Der norwegische Lehrplan im Fach Geschichte: Hier wird der generelle Teil der Lehrpläne sowie der spezifische Lehrplan für das Fach Geschichte analysiert, welcher durch einen ganzheitlichen Bildungsansatz geprägt ist.

4. Vergleich zweier Lehrbücher: Ein quantitativer und qualitativer Vergleich zwischen den Standardwerken „Geschichte und Geschehen“ (Deutschland) und „Tidslinjer“ (Norwegen) legt Unterschiede in Aufbau, Quellennutzung und Online-Angeboten offen.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee über die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert kritisch, inwieweit Aspekte des norwegischen Modells für das deutsche Schulsystem adaptierbar sind.

Schlüsselwörter

Norwegisches Schulsystem, Kunnskapsløftet, Geschichtsunterricht, Lehrplan, Bildungsvergleich, Gesamtschule, Schulpädagogik, Didaktik, Vergleichsstudie, Schulbuchanalyse, Pädagogik, Bildungspolitik, Kompetenzorientierung, Multiperspektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das norwegische Schulsystem, um es mit deutschen Strukturen zu vergleichen und mögliche Impulse für eine Verbesserung des deutschen Bildungswesens abzuleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Aufbau des norwegischen Bildungswesens, die Schulreform „Kunnskapsløftet“, die inhaltliche Ausgestaltung des Fachs Geschichte sowie den direkten Vergleich von Lehrmaterialien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Eigenheiten des norwegischen Modells herauszuarbeiten und zu untersuchen, inwiefern eine stärkere Orientierung an Bildungsidealen statt an reiner Wissensvermittlung als Vorbild für Deutschland dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine deskriptive Analyse des Systems sowie ein vergleichender Ansatz zwischen den Lehrplänen und zwei ausgewählten Geschichts-Standardwerken gewählt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der norwegischen Schulstruktur, die Analyse der pädagogischen Grundsätze des Lehrplans und den Vergleich zwischen den Schulbüchern „Geschichte und Geschehen“ und „Tidslinjer“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören „Kunnskapsløftet“, „Einheitsschule“, „Geschichtslehrplan“, „Bildungssystem“ und „Schulbuchvergleich“.

Wie unterscheiden sich die Online-Angebote der Schulbücher?

Das norwegische Lehrbuch „Tidslinjer“ bietet eine tief in den Lehrplan integrierte, interaktive Online-Plattform, während das deutsche „Geschichte und Geschehen“ primär eine Sammlung von externen Links bereitstellt.

Welches Fazit zieht der Autor zur Übertragbarkeit?

Der Autor bezweifelt die Eins-zu-eins-Übertragbarkeit, empfiehlt jedoch, den Fokus im deutschen Unterricht stärker auf allgemeine Bildungsideale anstatt auf rein fachpropädeutische Ziele zu legen.

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Résumé des informations

Titre
Im Norden alles besser?
Sous-titre
Ein Blick auf das norwegische Schulsystem
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Cours
Ausgewählte Probleme des Geschichtsunterrichts
Note
1.3
Auteur
Jan Patrick Faatz (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
22
N° de catalogue
V169853
ISBN (ebook)
9783640883127
ISBN (Livre)
9783640882885
Langue
allemand
mots-clé
Norwegen Skandinavien Schule PISA Deutschland Gymnasium Gesamtschule
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Citation du texte
Jan Patrick Faatz (Auteur), 2011, Im Norden alles besser?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169853
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Extrait de  22  pages
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