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Rhetorische Erziehung in den Jesuitenschulen

Titre: Rhetorische Erziehung in den Jesuitenschulen

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Michael Lux (Auteur)

Rhétorique / Phonétique / Orthophonie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der rhetorischen Erziehung an den Schulen des Jesuitenordens - Schwerpunkt ist die Zeit der Gegenreformation. Tradition, Theorie, Praxis und Einordnung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rhetorische Erziehung in den Jesuitenschulen

2. 1. Die ´eloquentia sacra` – Antike Tradition und jesuitische Waffenbildlichkeit

2. 2. Traditionelle und frühneuzeitliche Rhetoriken und ihre Bedeutung für die Schulen der Gesellschaft Jesu

2. 2. 1. copia verborum et rerum

2. 2. 2. Progymnasiata-Sammlungen

2. 2. 3. Der humanistisch-philologische Typus

2. 2. 4. Der Erweiterungstypus

2. 2. 5. Rhetorik-Dialektiken in der Tradition Rudolf Agricolas

2. 3. Rhetorische Ausbildungspraxis an den Jesuitenschulen

2. 3. 1. Ars (Theorie)

2. 3. 2. Imitatio (Nachahmung)

2. 3. 3. Exercitatio (Übung)

3. Zusammenfassung

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Rolle der Rhetorik im Erziehungssystem der Gesellschaft Jesu während ihrer Blütezeit im 16. und 17. Jahrhundert. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der antiken Rhetoriktradition, der konfessionellen Zielsetzung der Jesuiten und der praktischen Unterrichtsgestaltung an ihren Kollegien zu analysieren.

  • Rolle der Eloquenz in der Gegenreformation
  • Jesuitische Rhetoriklehrbücher und -modelle
  • Systematik der Jesuitenrhetorik
  • Die Dreischritt-Methode: Lectio, Exercitatio, Imitatio
  • Bildungsideale der Gesellschaft Jesu

Auszug aus dem Buch

2. 1. Die ´eloquentia sacra` – Antike Tradition und jesuitische Waffenbildlichkeit

Da die Rhetorik im Allgemeinen - und die Eloquenz im Besonderen - im Unterricht an den Gymnasien und Kollegien des Jesuitenordens einen großen Stellenwert einnimmt, ist es nicht nur legitim, sondern notwendig, zunächst die Gründe für diese herausragenden Stellung zu betrachten. Dieses kann aber nur vor dem historischen Hintergrund erfolgen.

1540 von Ignatius von Loyola mit dem Ziel, den Seelen beizustehen (ayudar las animas) gegründet, ist die Gesellschaft Jesu […] „zwischen dem ´Tridentinischen Konzil` (1545-63) und der Aufklärung der katholische Kommunikationsorden schlechthin“. In dieser Eigenschaft hatte sich der Orden zur Aufgabe gemacht, im Zuge der Gegenreformation den Katholizismus in Europa zu festigen und gleichzeitig durch Missionierung in der Welt zu verbreiten. Eine wichtige Stütze für die Verwirklichung dieser hochgesteckten Ziele bildeten die ordenseigenen Gymnasien und Kollegien. In ihnen kam neben Grammatik, Dialektik und Philosophie vor allem der Rhetorik eine überragende Stellung zu.

Die Rückbesinnung auf antike Bildungsideale ist jedoch keine Entwicklung, die erst mit der Gründung der Jesuitenkollege einherging. Zuvor hatten sich bereits die Humanisten wieder auf den Geist der Antike besonnen und trieben in Anlehnung an deren Ideale die Erarbeitung eines neuen Menschenbildes voran. Im Zuge dieser Bestrebungen traten sie auch der geringschätzigen Behandlung der Rhetorik, die während des Mittelalters lange Zeit heftiger Kritik ausgesetzt gewesen war, vehement entgegen. Poesie und Beredsamkeit, so war man der Auffassung, seien die Zierde des Altertums. Der Mangel an Eloquenz sei gar Schuld an allen Übeln in der Bildung und den Sitten des Klerus, über welchen auf allen Konzilien und Reichstagen geklagt werde. Mit der Eloquenz würden auch Weisheit und Tugend, die mit jener unzertrennlich verbunden seien, ihren Einzug halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung der Rhetorik für den Jesuitenorden während des 16. und 17. Jahrhunderts und definiert den Untersuchungsfokus auf die theoretischen Modelle sowie die Unterrichtspraxis.

2. Rhetorische Erziehung in den Jesuitenschulen: Dieses Kapitel untersucht die historische Einbettung der Rhetorik in die Ziele der Gesellschaft Jesu sowie die verschiedenen Rhetorikmodelle, Lehrbücher und die konkrete Ausbildungspraxis in den Jesuitenschulen.

2. 1. Die ´eloquentia sacra` – Antike Tradition und jesuitische Waffenbildlichkeit: Das Kapitel beleuchtet, wie der Orden die antike Rhetorik vor dem Hintergrund der Gegenreformation nutzte, um den Katholizismus durch Eloquenz zu festigen und zu verbreiten.

2. 2. Traditionelle und frühneuzeitliche Rhetoriken und ihre Bedeutung für die Schulen der Gesellschaft Jesu: Hier werden die fünf Kategorien der Rhetoriklehrbücher analysiert, die maßgeblich für die jesuitische Bildungspraxis waren.

2. 2. 1. copia verborum et rerum: Dieser Abschnitt beschreibt Lehrbücher, die als Handbücher für die praktische Argumentation und rhetorische Ausschmückung dienten.

2. 2. 2. Progymnasiata-Sammlungen: Es wird die Bedeutung dieser stilistischen Mustersammlungen für die rhetorische Propädeutik erläutert.

2. 2. 3. Der humanistisch-philologische Typus: Dieser Teil befasst sich mit Rhetorikwerken, die sich streng an antike Vorbilder wie Cicero orientierten und diese philologisch aufbereiteten.

2. 2. 4. Der Erweiterungstypus: Das Kapitel thematisiert jene Rhetorikschriften, die antike Modelle für die spezifischen Bedürfnisse der Predigt und Disputation adaptierten.

2. 2. 5. Rhetorik-Dialektiken in der Tradition Rudolf Agricolas: Es wird der Einfluss der Rhetorik-Dialektik untersucht, die die antike Rhetorik in ein dialektisches System einzugliedern suchte.

2. 3. Rhetorische Ausbildungspraxis an den Jesuitenschulen: Dieser Abschnitt beschreibt die konkrete schulische Anwendung der Rhetorik, gegliedert nach Theorie, Nachahmung und Übung.

2. 3. 1. Ars (Theorie): Hier wird die Vermittlung der theoretischen Regeln und deren Einbettung in den Lehrplan der unteren und oberen Klassen erklärt.

2. 3. 2. Imitatio (Nachahmung): Der Fokus liegt auf der stufenweisen Nachahmung klassischer Vorbilder zur Verbesserung des lateinischen Ausdrucksvermögens.

2. 3. 3. Exercitatio (Übung): Dieser Teil erläutert die verschiedenen schriftlichen und mündlichen Übungsformen, die zur Ausbildung der Schüler zum Redner beitrugen.

3. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung zieht ein Fazit über die Effizienz und die strategische Bedeutung der jesuitischen Rhetorikausbildung im zeitgenössischen Kontext der Glaubenskämpfe.

4. Bibliographie: Das Verzeichnis listet die für die Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Jesuiten, Rhetorik, Eloquenz, Gegenreformation, Societas Jesu, Rhetorikausbildung, Ratio Studiorum, Humanismus, antike Tradition, Predigt, Disputation, Pädagogik, Cicero, Rhetoriklehrbücher, eloquentia sacra

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung der Rhetorik innerhalb des Erziehungssystems der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) während des 16. und 17. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Rhetorikmodelle der Zeit, die Verwendung von Rhetoriklehrbüchern, das jesuitische Erziehungsideal sowie die methodische Umsetzung der Ausbildung in Theorie, Nachahmung und Übung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszuarbeiten, wie die Jesuiten die antike Rhetoriktradition für ihre konfessionellen Zwecke im Rahmen der Gegenreformation adaptierten und welche didaktischen Strategien sie dabei anwendeten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine geistesgeschichtliche Untersuchung durch, die sich auf die Analyse historischer Rhetoriklehrbücher, des jesuitischen Ausbildungskodex (Ratio studiorum) sowie zeitgenössischer Reden stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung rhetorischer Traditionen (Klassifizierung der Lehrbücher) und die detaillierte Darstellung der schulpraktischen Rhetorikausbildung an jesuitischen Gymnasien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jesuitische Erziehung, eloquentia sacra, Gegenreformation, Ratio studiorum und die klassische rhetorische Trias Lectio-Imitatio-Exercitatio charakterisieren.

Wie verhielten sich jesuitische und humanistische Bildungsprogramme zueinander?

Die Arbeit zeigt, dass beide Systeme in der Tradition des abendländischen Schulwesens standen und sich gegenseitig beeinflussten, wobei die Jesuiten Rhetorik spezifisch zur Verteidigung des katholischen Glaubens instrumentalisierten.

Was unterscheidet die jesuitische von einer rein profanen Rhetorikausbildung?

Das Besondere ist die Verschmelzung von antiker Rhetorik (doctrina) mit christlicher Frömmigkeit (pietas) zum Ideal der 'eloquentia sacra', die durch die Gnade Gottes ihre Vollendung finden sollte.

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Résumé des informations

Titre
Rhetorische Erziehung in den Jesuitenschulen
Université
University of Tubingen
Cours
Hauptseminar Rhetorische Erziehung
Note
2,0
Auteur
Michael Lux (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
18
N° de catalogue
V170220
ISBN (ebook)
9783640890019
ISBN (Livre)
9783640889617
Langue
allemand
mots-clé
Rhetorik Erziehung Jesuiten Unterricht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Lux (Auteur), 2004, Rhetorische Erziehung in den Jesuitenschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170220
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Extrait de  18  pages
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