Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) versucht basierend auf den klassischen Ansätzen von Markowitz und Tobin den Zusammenhang zwischen dem Preis einer Anlage und ihrem Risiko herzustellen. Es stellt einen Ansatz dar, ein Gleichgewichtsmodell für Anlagepreise unter Risikoeinfluss zu erklären.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. GRUNDANNAHMEN UND METHODIK DES CAPM
2.1 PRÄFERENZFUNKTION DES INVESTORS
2.2 ANLAGEMÖGLICHKEITENKURVE
2.3 RISIKOLOSER MARKTZINSSATZ
2.4 GLEICHGEWICHT AUF DEM KAPITALMARKT
3. DIE AUSWIRKUNGEN DES NEUEN STEUERSYSTEMS AUF DAS CAPM
3.1 EINFLUSS AUF DEN BASISZINSSATZ
3.2 AUSWIRKUNGEN AUF DIE MARKTRISIKOPRÄMIE
4. ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Capital Asset Pricing Model (CAPM) als theoretisches Fundament zur Bestimmung risikoadäquater Kapitalkosten und analysiert kritisch, wie sich regulatorische Änderungen, speziell die deutsche Unternehmenssteuerreform 2008, auf die Modellparameter auswirken.
- Grundlagen und Annahmen des klassischen CAPM-Ansatzes
- Struktur des Anlegerverhaltens und der effizienten Anlagemöglichkeiten
- Herleitung des systematischen Risikos und des Marktgleichgewichts
- Einfluss der Besteuerung von Zinserträgen auf den Basiszinssatz
- Auswirkungen steuerlicher Rahmenbedingungen auf die Marktrisikoprämie
Auszug aus dem Buch
2.4 Gleichgewicht auf dem Kapitalmarkt
In den vorangegangenen Abschnitten wurden bereits erste Grundlagen für das CAPM behandelt, jedoch sind noch weitere Grundannahmen zur Definition des Marktgleichgewichtes auf dem Kapitalmarkt notwendig: (1) der allgemein verfügbare risikolose Zinssatz i ist bei allen Investoren bekannt und es kann zu gleichen Bedingungen Vermögen ent- bzw. verliehen werden und (2) alle Anleger besitzen identische Erwartungen bzgl. σR und ER und deren Korrelationskoeffizienten.5
Um ein Marktgleichgewicht zu erhalten ist es erforderlich, wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erwähnt, dass alle Investoren nur in effiziente Anlagekombinationen investieren, da alle anderen Möglichkeiten für den rationalen Anleger nicht in Betracht kommen. Die graue Fläche in Abb. 3 markiert dabei alle möglichen risikobehafteten Anlagen, welche aus oben angeführten Rationalitätsgründen nicht in Frage kommen.
Effiziente Möglichkeiten sind in Abb. 3 durch die Linie PZ, bzw. auch Kapitalmarktlinie (KML)6 genannt, dargestellt.7 Der Abschnitt zwischen der σR-Achse und P stellt die risikolose Rendite des Portfolios dar, welche durch ein Investment in risikofreie Anlagen erreicht wird. Mit der Option frei Geld aufzunehmen aber auch zu verleihen, kann der Investor jeden Punkt auf der Gerade PZ erreichen und somit, je nach Risikoaversion, höhere oder niedrigere Renditen erreichen.
Der Punkt i stellt in Abb. 3 die Anlage in eine einzige Kapitalanlage dar, während g die Anlage ins Marktportfolio g darstellt. g‘ markiert eine einzelne Anlage in g‘. Die Kurve igg‘ tangiert die Kapitalmarktlinie, dabei ist g als Tangenspunkt die effiziente Anlage, welche von keiner anderen Anlagekombination dominiert wird. Alle Kurven, vergleichbar zu igg‘ müssen die KML tangieren um effizient zu sein, dies hat zur Folge, dass ein Zusammenhang zwischen ER und den verschiedenen Risikoelementen einer Anlage besteht.8
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in das CAPM als Gleichgewichtsmodell zur Bestimmung von Anlagepreisen unter Berücksichtigung von Risikoaspekten.
2. GRUNDANNAHMEN UND METHODIK DES CAPM: Erläuterung der theoretischen Basis, der Nutzenfunktion von Investoren, der effizienten Anlagemöglichkeiten und der Herleitung des Marktgleichgewichts.
3. DIE AUSWIRKUNGEN DES NEUEN STEUERSYSTEMS AUF DAS CAPM: Untersuchung der steuerlichen Einflüsse durch die Unternehmenssteuerreform 2008 auf den Basiszinssatz sowie die Marktrisikoprämie.
4. ZUSAMMENFASSUNG: Fazit zur Relevanz der steuerlichen Korrekturfaktoren innerhalb des CAPM für die zukünftige Unternehmensbewertung.
Schlüsselwörter
CAPM, Kapitalmarkttheorie, Systematisches Risiko, Marktrisikoprämie, Basiszinssatz, Unternehmenssteuerreform, Unternehmensbewertung, Kapitalmarktlinie, Portfolioanalyse, Anlegerverhalten, Effizientes Marktportfolio, Abgeltungssteuer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM) zur Bestimmung risikoadäquater Kapitalkosten unter Berücksichtigung steuerlicher Rahmenbedingungen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Das Werk behandelt die grundlegenden Annahmen des CAPM, die Konstruktion von Portfolios unter Risiko sowie die Anpassung finanzmathematischer Modelle an das deutsche Steuerrecht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Unternehmenssteuerreform von 2008 auf die für die Unternehmensbewertung zentralen Parameter wie Basiszinssatz und Marktrisikoprämie auswirkt.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf klassischen finanzwissenschaftlichen Modellen von Markowitz und Tobin basiert und diese durch aktuelle steuerrechtliche Erkenntnisse erweitert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Rahmens des CAPM (Risiko, Rendite, Marktgleichgewicht) und die Analyse der steuerinduzierten Veränderungen dieser Modellgrößen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen CAPM, Systematisches Risiko, Marktrisikoprämie, Unternehmenssteuerreform und Unternehmensbewertung.
Wie verändert die Abgeltungssteuer den Basiszinssatz im Modell?
Durch die Besteuerung von Erträgen aus risikofreien Anlagen muss der Basiszinssatz nach persönlicher Ertragssteuer um die geltende Abgeltungssteuer bereinigt werden.
Warum tangieren effiziente Kurven die Kapitalmarktlinie?
Die Tangentialpunkte markieren die effizientesten Anlagenkombinationen, bei denen das individuelle Risiko-Rendite-Verhältnis unter gegebenen Marktbedingungen optimal ist.
- Citar trabajo
- Josef Gutsmiedl (Autor), 2010, Das CAPM als Modell zur Bestimmung risikoäquivalenter Kapitalkosten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170720