Die Bemühungen um einen Zustand des Weltfriedens sind nicht nur durch einzelstaatliche Politik möglich, sondern bedürfen einer internationalen aktiven Politik. Konflikte oder Umweltprobleme können nicht allein von den einzelnen Staaten allein gelöst werden, deswegen besteht die Notwendigkeit internationale Steuerungsmechanismen zu gründen. Wenn man die Folgen des zweiten Weltkrieges betrachtet, erachtet man die Gründung der Vereinten Nationen, deren Ziel hauptsächlich die Sicherung des Weltfriedens ist, als sinnvoll. Derzeit findet in Kopenhagen vom 7. bis zum 18.Dezember 2009 die UN-Klimakonferenz statt, die weitere Strategien für das 2012 auslaufende Kyoto- Protokoll zur Bekämpfung des Klimawandels entwickelt. Ziel ist das globale Klima zu schützen. Die meisten internationalen Institutionen bezeichnen sich als ein Instrument für bestimmte Aufgaben, den Staaten zu helfen Lösungen für verschiedene Probleme zu finden. Daraufhin sind zwei Ausprägungen zwischenstaatlicher Institutionen von großer Bedeutung, und zwar die internationale Organisation und das internationale Regime. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen diese beiden Institutionen auf? Es wird in diesem Essay aufgezeigt wie sich die UNO (Internationale Organisation) von einem Klimaschutz (Internationales Umweltregime) unterscheidet.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Internationale Organisationen
2.1.Definition
2.2.Charakteristiken internationaler Organisationen
2.3.Internationale Organisation am Beispiel der UNO (Vereinte Nationen)
3. Das Internationale Regime
3.1. Allgemeine Definition
3.2. Das internationale Klimaschutzregime
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen und funktionalen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen internationalen Organisationen und internationalen Regimen. Anhand der Vereinten Nationen (UNO) und des Klimaschutzregimes wird analysiert, wie diese Institutionen zur internationalen Kooperation und Problemlösung beitragen, ohne dabei die Souveränität der beteiligten Staaten aufzuheben.
- Charakterisierung internationaler Organisationen als Akteure im Weltpolitiksystem.
- Strukturanalyse der UNO und ihrer Hauptorgane.
- Theoretische Fundierung internationaler Regime nach Stephen D. Krasner.
- Fallbeispiel des Klimaschutzregimes als Instrument zur globalen Umweltsteuerung.
- Vergleich der Steuerungs- und Kontrollmechanismen beider Institutionstypen.
Auszug aus dem Buch
3.1. Allgemeine Definition
Die allgemeine akzeptierte Definition des internationalen Regimes geht auf Stephen D. Krasner (1983)zurück, der das Regime als ,,sets of implicit or explicit principles, norms, rules, and decision-making procedures around which actors' expectations converge in a given area of international relations." beschreibt.
Diese vier hier genannten Elemente ( Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahrensweisen ) werden als die Strukturmerkmale von Regime aufgefasst. Die Prinzipien eines Regimes sind als allgemeine Verhaltensstandards zu verstehen. Normen sind hingegen konkrete Verhaltensvorschriften und in Regeln drücken sich überprüfbare Verhaltensvorschriften aus, die von den Regeladressaten ein spezifisches Verhalten verlangen bzw. ein spezifisches Verhalten verbieten. (Vgl.Zangl,B.2003:119)
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit internationaler Steuerungsmechanismen zur Lösung grenzüberschreitender Probleme ein und stellt die Forschungsfrage nach den Unterschieden zwischen Organisationen und Regimen.
2.Internationale Organisationen: Hier werden Definitionen und Charakteristika internationaler Organisationen erörtert, wobei deren Rolle als Instrumente staatlicher Diplomatie und ihre Akteursqualität hervorgehoben werden.
2.1.Definition: Dieser Abschnitt definiert internationale Organisationen als eigenständige, von Mitgliedstaaten abhängige Akteure, die vorwiegend Hilfsfunktionen übernehmen.
2.2.Charakteristiken internationaler Organisationen: Das Kapitel beschreibt die Rollen internationaler Organisationen als Arena, Instrument und Akteur sowie ihre organisatorische Grundstruktur.
2.3.Internationale Organisation am Beispiel der UNO (Vereinte Nationen): Die Arbeit analysiert die Struktur der UNO und ihre sechs Hauptorgane als zentrale Akteurin im internationalen System.
3. Das Internationale Regime: Dieses Kapitel grenzt internationale Regime von Organisationen ab, indem es deren Beschränkung auf spezifische Problemfelder und den Mangel an Akteursqualität betont.
3.1. Allgemeine Definition: Hier wird der theoretische Rahmen nach Stephen D. Krasner mit den vier Kernkomponenten Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahrensweisen dargelegt.
3.2. Das internationale Klimaschutzregime: Anhand der Klimarahmenkonvention wird das praktische Funktionieren eines Regimes als Steuerungsmechanismus erläutert.
4. Schlussfolgerung: Das Fazit stellt die Erkenntnisse gegenüber und betont, dass beide Institutionstypen Kooperation stabilisieren, jedoch ohne Sanktionsgewalt auskommen müssen.
Schlüsselwörter
Internationale Organisationen, Internationale Regime, Vereinte Nationen, UNO, Klimaschutzregime, Souveränität, Weltfrieden, Institutionen, Kooperation, Regimeforschung, Kyoto-Protokoll, Klimarahmenkonvention, Global Governance, Interdependenz, Umweltpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Funktionsweisen und Unterschieden zwischen internationalen Organisationen und internationalen Regimen im Kontext globaler Kooperation.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie internationaler Institutionen sowie der praktischen Anwendung an den Beispielen der UNO und dem internationalen Klimaschutzregime.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich eine klassische internationale Organisation (UNO) strukturell und funktional von einem internationalen Regime (Klimaschutz) unterscheidet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die politikwissenschaftliche Analyse auf Basis der Regimeforschung und einschlägiger Literatur (u.a. Rittberger, Zangl, Krasner).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition beider Institutionstypen und die detaillierte Analyse der UNO-Struktur sowie des Klimaschutzregimes inklusive dessen Organen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Internationale Organisationen, Regime, Souveränität, Klimaschutz, Kooperation und Institutionelle Struktur.
Warum besitzen internationale Regime laut dieser Arbeit keine Akteursqualität?
Im Gegensatz zu Organisationen mit fester Verwaltungsstruktur und Organen wie der UNO, fungieren Regime lediglich als Regelwerke für spezifische Problemfelder ohne eigene organschaftliche Struktur.
Welche Rolle spielt die UNO im internationalen Klimaschutz?
Die UNO fungiert als Rahmengeber und Moderator, beispielsweise durch die Klimarahmenkonvention, um Staaten zur Einhaltung von Reduktionszielen für Treibhausgase zu bewegen.
Wie stabilisieren diese Institutionen die internationale Politik laut dem Autor?
Sie schaffen Erwartungsstabilität durch vereinbarte Normen und Regeln, wodurch die Kosten für Informationsbeschaffung sinken und kollektive Problemlösungen erleichtert werden.
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- Bernard Yaovi Agboyi (Author), 2010, Regieren im internationalen System, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170752