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Das männliche Verständnis der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Wandel?!

Titre: Das männliche Verständnis der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Wandel?!

Dossier / Travail , 2010 , 16 Pages , Note: 1.5

Autor:in: Olga Gillich (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Patchworkfamilie“, „Eheähnliche Lebensgemeinschaft“, Stieffamilien uvm. sind Begriffe neuer Formen der modernen Familie. Die familialen Lebensformen befinden sich im Wandel. Die traditionelle Vater- Mutter- Kind- Kernfamilie mit der geschlechtshierarchischen Arbeitsteilung befindet sich heutzutage im Umbruch. Die Familienformen pluralisieren sich zunehmend. Indikatoren hierfür sind die sinkenden Geburtenzahlen, die sinkende Heiratsneigung, die steigenden Scheidungszahlen und der immer spätere Beginn der Elternschaft. Der Wandel ist neben der kulturellen Veränderung auch auf die immer stärker wachsende Partizipation des weiblichen Geschlechts in der Gesellschaft zurückzuführen. Durch die Bildungsexpansion beläuft sich die Zahl der Mädchen und Frauen mit einem höheren Schulabschluss gleich der Zahl der männlichen Schulabgänger, übertrifft diese teilweise sogar (vgl. Träger 2009: 34). Dadurch entstehen auch Veränderungen in der familialen Arbeitsteilung und im Geschlechterverhältnis. Die Dynamik der Arbeitsteilung verläuft allerdings extrem einseitig und immer noch sind es die Frauen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit die Doppelbelastung Familie und Beruf versuchen in Einklang zu bringen. Nach der Geburt des ersten Kindes trennen sich hier trotz gleicher Bildungsabschlüsse die Berufsbiografien. Es scheint selbstverständlich zu sein, dass der Mann der Ernährer der Familie ist und die Frau die Kinder hütet, obgleich sie einem Beruf nachgeht oder nicht. Mit der Veränderung der Partnerschaft in eine Elternschaft, resultiert das Konfliktfeld der neu verhandelbaren Ansprüche auf die Erwerbstätigkeit. Eine Lösung scheint simpel zu sein: Eine stärkere Partizipation des familialen Engagements der Väter. Doch nicht nur das gesellschaftliche Verständnis von Männlichkeit, sondern auch die politischen und betrieblichen Maßnahmen verhindern eine Familienform von Zweiverdienern. Welche Hindernisse und Probleme die Männer in unserer Gesellschaft bezüglich der Vereinbarung von Berufs- und Privatleben trotzen müssen, wird in der folgenden Hausarbeit beleuchtet.
Aufgrund des Wandels und der Pluralisierung der Familienformen betrachte ich in folgender Hausarbeit die egalitären Arrangements von Arbeit und Leben der Männer bzw. der Väter.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WAS BESTIMMT EINE FAMILIE?

2.1. FAMILIE IM WANDEL

3. GRUNDZÜGE DER FAMILIENPOLITIK

4. VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF

4.1. DIE TRADITIONELLE MÄNNLICHKEIT

4.2. DIE NEUE MÄNNLICHKEIT

5. HINDERNISSE EINER GESELLSCHAFTLICHEN NEUPOSITIONIERUNG DER VEREINBARUNG VON BERUFS- UND PRIVATLEBEN

5.1. ANSATZPUNKTE EINER FAMILIENORIENTIERTEN BETRIEBS- UND SOZIALPOLITIK

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel des männlichen Verständnisses zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Normen, politische Rahmenbedingungen und betriebliche Anforderungen das Engagement von Vätern beeinflussen und welche Hindernisse einer egalitären Aufgabenteilung im Privatleben entgegenstehen.

  • Pluralisierung von Familienformen und Auswirkungen auf traditionelle Rollenbilder.
  • Analyse des Männlichkeitsbegriffs („Ernährer“ vs. „Erzieher“).
  • Hindernisse für eine bessere Vereinbarkeit durch hegemoniale Männlichkeitsvorstellungen.
  • Die Rolle der Familienpolitik und notwendige Reformschritte.
  • Ansatzpunkte für familienorientierte Unternehmens- und Sozialpolitik.

Auszug aus dem Buch

4.1. Die traditionelle Männlichkeit

Zu den traditionellen Männlichkeitsvorstellungen gehören der „gute Ernährer“ und der „Karrieremann“ bzw. der „Übererfüller“ (Höyng 2008: 447):

Der „gute Ernährer“ ist meist verheiratet und hat Kinder. Er definiert seine Männlichkeit durch die eigene Erwerbstätigkeit, der Verdienst der Frau dient lediglich als Zusatzverdienst. Das Ertragen von beruflichen Belastungen wird als ein Beitrag des Familienlebens verstanden und somit wird keine weitere Verantwortung im Familienleben übernommen.

Der „Übererfüller“ ist ein Karrieretyp, der viel arbeitet, eine Führungsposition inne hat, auch hohe Aufstiegschancen und eine garantierte Arbeitsplatzsicherung geniest. Eine Gründung der Familie kommt nur in Frage, wenn die Partnerin sich dazu bereit erklärt die volle Verantwortung der Kindererziehung und der Pflege des Haushalts zu übernehmen. Die Männlichkeit des „Übererfüllers“ wird wie die des guten Ernährers durch die Ausübung seines Berufes definiert. Nicht sein Berufsleben, sondern sein Privatleben passt sich den Gegebenheiten an, welches eine beachtliche Reduzierung des Privatlebens zur Folge hat (vgl. Höyng 2008: ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der modernen Familienformen und die daraus resultierende Notwendigkeit, das männliche Rollenverständnis in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu untersuchen.

2. WAS BESTIMMT EINE FAMILIE?: Dieses Kapitel definiert Familie als wandelbare Institution und erläutert ihre zentralen Funktionen wie Reproduktion, Sozialisation und Haushaltsführung im gesellschaftlichen Kontext.

2.1. FAMILIE IM WANDEL: Es wird der historische Wandel des Familienlebens seit den 1970er Jahren beschrieben, der den Übergang vom traditionellen Familienernährermodell zu vielfältigeren, individuelleren Lebensformen markiert.

3. GRUNDZÜGE DER FAMILIENPOLITIK: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über staatliche Maßnahmen zur Existenzsicherung von Familien und kritisiert die Priorisierung des klassischen Alleinverdienermodells durch bestehende Anreizsysteme.

4. VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF: Die Analyse des Anpassungsdrucks auf männliche Lebensmuster zeigt, wie Arbeitswelt und Familienstrukturen kollidieren und warum ein Umdenken für eine parallele Vereinbarkeit erforderlich ist.

4.1. DIE TRADITIONELLE MÄNNLICHKEIT: Hier werden die Rollentypen „guter Ernährer“ und „Übererfüller“ vorgestellt, die ihre Männlichkeit primär über beruflichen Erfolg und die Abgrenzung von häuslicher Sorgearbeit definieren.

4.2. DIE NEUE MÄNNLICHKEIT: Dieses Kapitel stellt neue Männlichkeitskonzepte wie den „Zeitpionier“ oder „fürsorglichen Mann“ vor, die eine stärkere Beteiligung an der Erziehung und häuslichen Pflege anstreben.

5. HINDERNISSE EINER GESELLSCHAFTLICHEN NEUPOSITIONIERUNG DER VEREINBARUNG VON BERUFS- UND PRIVATLEBEN: Es werden die gesellschaftlichen und betrieblichen Barrieren thematisiert, die Väter von einer aktiven Teilhabe am Familienleben abhalten, wie z.B. die Angst vor beruflicher Abqualifizierung.

5.1. ANSATZPUNKTE EINER FAMILIENORIENTIERTEN BETRIEBS- UND SOZIALPOLITIK: Dieses Kapitel unterstreicht die Notwendigkeit flexibler Arbeitsmodelle und politischer Unterstützung für eine bessere Vereinbarkeit, um die Mitarbeitermotivation und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

6. FAZIT: Die Zusammenfassung betont, dass ein tiefgreifender Paradigmenwechsel bei Einstellungen und Rahmenbedingungen erforderlich ist, um eine faire Aufgabenteilung in der modernen Familie zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Vereinbarkeit, Familie und Beruf, Männlichkeit, Rollenverständnis, Familienpolitik, Erwerbsarbeit, Väter, Kindererziehung, soziale Transformation, Arbeitswelt, Geschlechterverhältnis, Zeitpioniere, Familiengründung, Arbeitskultur, Vereinbarkeitsmodelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Rollen von Vätern und Männern im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen einer modernen Erwerbswelt und dem Wunsch nach einer aktiveren Beteiligung am Familienleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Familie, die Entwicklung staatlicher Familienpolitik, verschiedene Typologien von Männlichkeit sowie die betrieblichen und gesellschaftlichen Hindernisse bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Hindernisse Männer derzeit an einer gleichberechtigten Beteiligung in der Familie hindern und welche notwendigen Schritte auf politischer und betrieblicher Ebene für einen Paradigmenwechsel nötig wären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die den aktuellen Stand der Familiensoziologie und sozialwissenschaftliche Studien zusammenführt und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel familialer Strukturen, die Unterscheidung zwischen traditionellen und neuen Männlichkeitsvorstellungen sowie konkrete systemische Blockaden in Unternehmen und der aktuellen Familienpolitik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „hegemoniale Männlichkeit“, „Doppelbelastung“, „Vereinbarkeit“, „familiärer Wandel“ und „familienorientierte Politik“ geprägt.

Wie unterscheidet sich die „traditionelle Männlichkeit“ von der „neuen Männlichkeit“?

Während die traditionelle Männlichkeit Erfolg durch Erwerbsarbeit und eine Rolle als Ernährer definiert, strebt die neue Männlichkeit eine bewusste Reduktion der Arbeitszeit an, um Zeit für Kindererziehung und häusliche Sorgearbeit zu gewinnen.

Welche Rolle spielen Unternehmen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Unternehmen fungieren aktuell oft als Barriere durch starre Erwartungen an Verfügbarkeit, sollten jedoch erkennen, dass eine familienorientierte Personalpolitik die Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität nachhaltig fördern kann.

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Résumé des informations

Titre
Das männliche Verständnis der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Wandel?!
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Note
1.5
Auteur
Olga Gillich (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
16
N° de catalogue
V170770
ISBN (ebook)
9783640897841
ISBN (Livre)
9783640897681
Langue
allemand
mots-clé
verständnis vereinbarkeit familie beruf wandel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Olga Gillich (Auteur), 2010, Das männliche Verständnis der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Wandel?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170770
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Extrait de  16  pages
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