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Demokratie-Lernen im bildungstheoretischen Kontext. Der Beitrag von partizipativen Methoden und theoretischen Konzeptionen

Titre: Demokratie-Lernen im bildungstheoretischen Kontext. Der Beitrag von partizipativen Methoden und theoretischen Konzeptionen

Dossier / Travail , 2010 , 19 Pages

Autor:in: Marius Hummitzsch (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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„Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“ , so formulierte der Politikdidaktiker Böckenforde bereits 1967 das große Dilemma des modernen demokratischen Staates. Daraus ergibt sich, dass zur Erhaltung eben dieser demokratischen Ordnung eine Vermittlung von demokratischen Werten und Demokratiekonzepten insbesondere im institutionellen Bereich unabdinglich und daher von herausragender Bedeutung ist. Mit Blick auf den Charakter eben jener Vermittlung markiert das Stichwort des „Demokratie-Lernens“ einen absoluten Eckpfeiler und soll demgemäß im Rahmen dieser Arbeit einer detaillierten Betrachtung unterzogen werden.
So werde ich zunächst versuchen den Begriff des „Demokratie-Lernens“ zu definieren und zu charakterisieren, wobei dies mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist, da er in diversen Wissenschaftsbereichen verwendet wird. Es gilt also zunächst eine grundlegende Vorstellung vom Begriff selbst mit den jeweiligen fachspezifischen Unterschieden und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, um im weiteren Verlauf (Kapitel 2.3.) die Relevanz des Demokratie-Lernens für das gesellschaftliche und institutionelle Funktionieren der Demokratie in Deutschland darlegen zu können. In Kapitel 3 möchte ich dann den Beobachtungsschwerpunkt auf die Realisierungsmöglichkeiten im schulischen Kontext setzen und dabei auch die konkrete und allgemein anerkannte Konzeption von Gerhard Himmelmann präsentieren und schließlich kritisch reflektieren. Mit der Frage warum Demokratie-Lernen in der Schule nur einhergehend mit genügend Partizipationsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler funktionieren kann, befasst sich das 4.Kapitel. Da dieser sehr „praxisnahe“ Bereich meiner Meinung nach von starkem Einfluss ist, werde ich an dieser Stelle mit Hilfe der „Schülervertretung“ am konkreten Beispiel aufzeigen, welche Effekte u.a. zu erwarten sind und warum eine reine Vermittlung politischen Wissens nicht zum Ziel des mündigen Bürgers führen kann. Abschließend wende ich mich zudem der vieldiskutierten Problematik zu, wer denn eigentlich in der Institution Schule die Verantwortung für die Vermittlung von Demokratiekompetenzen trägt und somit mit der Aufgabe des Demokratie-Lernens beauftragt ist oder auch beauftragt sein sollte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über das Demokratie-Lernen in der Demokratiepädagogik und der Politischen Bildung

2.1. Was heißt Demokratie-Lernen in der Demokratiepädagogik?

2.2. Was heißt Demokratie-Lernen in der Politischen Bildung?

2.3. Demokratie-Lernen als Voraussetzung für das institutionelle und gesellschaftliche Funktionieren der Demokratie

3. Demokratie-Lernen in der Schule

3.1. Wissenschaftlicher Diskurs über Realisierungsmöglichkeiten

3.2. Die Demokratie-Konzeption Gerhard Himmelmanns

4. Die Rolle der Partizipation

4.1 Warum Demokratie-Lernen auf das Schaffen von Partizipationsmöglichkeiten angewiesen ist

4.2 Schülervertretung als exemplarische Verwirklichungsalternative

5. Demokratie-Lernen als schulische und fächerübergreifende Aufgabe begreifen lernen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Bedeutung des Demokratie-Lernens im schulischen Kontext, wobei die zentrale Forschungsfrage lautet, warum ein Demokratie-Lernen für den demokratischen Staat eine Notwendigkeit darstellt und welche Rolle partizipative Methoden dabei spielen.

  • Vergleich der Disziplinen Demokratiepädagogik und Politische Bildung.
  • Die Rolle der Schule als zentraler Ort für Demokratie-Erfahrungen.
  • Analyse der Demokratie-Konzeption nach Gerhard Himmelmann.
  • Bedeutung der Partizipation und Schülervertretung für die politische Bildung.
  • Demokratie-Lernen als gesamt-schulische und fächerübergreifende Aufgabe.

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Demokratie-Konzeption Gerhard Himmelmanns

Gerhard Himmelmann hat mit seinem Buch „Demokratie Lernen“ sowohl in der Politikdidaktik als auch in der Demokratiepädagogik für viel Aufsehen gesorgt und eine umfangreiche Diskussion über das Demokratie-Lernen wieder aufflammen lassen.

Zunächst möchte ich den Demokratiebegriff nach Himmelmann näher ausarbeiten. Himmelmann versteht demnach Demokratie als dreigliedrig und unterscheidet zwischen Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform. Dabei umfasst die Demokratie als Herrschaftsform vor allem die Bereiche des Staates, sprich seine Aufgaben und Funktionen. Aspekte wie fairer Parteienwettbewerb oder Gewaltenteilung stehen somit im Fokus. Jedoch benötigt die Demokratie auch eine gesellschaftliche Verankerung, die Himmelmann als die Demokratie als Gesellschaftsform bezeichnet. So seien u.a. Pluralismus, Zivilgesellschaft oder friedliche Konfliktregelung überhaupt erst Voraussetzungen für das Gelingen von „politischer Demokratie“.

Neben diesen beiden Formen etabliert Himmelmann auch noch die Demokratie als Lebensform, die er auch als „Rückgrat“ der Demokratie und wesentlich für deren Stabilität bezeichnet. Konkret bilden Erfahrungen den Kernbereich dieser Lebensform und werden speziell auf der „face-to-face“-Ebene gesammelt. Greifbar machen lässt es sich z.B. durch Werte wie Toleranz oder Solidarität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Dilemma des freiheitlichen Staates und definiert Demokratie-Lernen als essenziellen Eckpfeiler für die Erhaltung demokratischer Werte.

2. Über das Demokratie-Lernen in der Demokratiepädagogik und der Politischen Bildung: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven auf das Demokratie-Lernen und erläutert dessen Relevanz für das Funktionieren staatlicher Institutionen.

3. Demokratie-Lernen in der Schule: Es werden wissenschaftliche Diskursansätze zur schulischen Realisierung sowie die einflussreiche Konzeption von Gerhard Himmelmann detailliert vorgestellt und reflektiert.

4. Die Rolle der Partizipation: Das Kapitel analysiert, warum Partizipationsmöglichkeiten für den Lernprozess unerlässlich sind und verdeutlicht dies anhand des praktischen Beispiels der Schülervertretung.

5. Demokratie-Lernen als schulische und fächerübergreifende Aufgabe begreifen lernen: Abschließend wird betont, dass Demokratie-Lernen nicht auf einzelne Fächer begrenzt werden darf, sondern als ganzheitliche schulische Aufgabe verstanden werden muss.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Schulkultur entscheidend ist und Demokratie-Lernen ein universeller Auftrag an alle Beteiligten im Schulalltag bleibt.

Schlüsselwörter

Demokratie-Lernen, Demokratiepädagogik, Politische Bildung, Schule, Partizipation, Schülervertretung, Demokratieerziehung, Schulkultur, Demokratie als Lebensform, Politische Partizipation, Mündigkeit, Sozialkompetenz, Wertevermittlung, Demokratische Institutionen, Fächerübergreifendes Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und die praktische Notwendigkeit des Demokratie-Lernens innerhalb des schulischen Bildungsauftrags.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von Schule und Demokratie, die Abgrenzung zwischen Demokratiepädagogik und Politischer Bildung sowie die Rolle partizipativer Prozesse.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, warum Demokratie-Lernen eine Notwendigkeit für den modernen Staat darstellt und wie Schulen diesen Prozess durch Partizipation fördern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Diskursanalyse, in der bestehende wissenschaftliche Konzepte, insbesondere die von Gerhard Himmelmann, kritisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Analyse schulpädagogischer Ansätze und eine Untersuchung konkreter Partizipationsformen wie der Schülervertretung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Demokratie-Lernen, Partizipation, Demokratiepädagogik, Politische Bildung und Schulkultur.

Wie unterscheidet Gerhard Himmelmann Demokratie?

Himmelmann unterscheidet zwischen Demokratie als Herrschafts-, Gesellschafts- und Lebensform, wobei die Lebensform als Rückgrat der Stabilität dient.

Warum ist laut Autorin die Schülervertretung so wichtig?

Die Schülervertretung dient als konkretes Beispiel, um Schülern Mut zur Verantwortung zu geben und Amtsfunktionen in einem demokratischen Rahmen praktisch einzuüben.

Warum sollte Demokratie-Lernen fächerübergreifend sein?

Da Demokratie im gesamten sozialen Gefüge der Schule gelebt werden muss, kann sie nicht exklusiv einem Fach wie „Politik und Wirtschaft“ überlassen werden.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für den Schulalltag?

Das Fazit betont, dass Demokratie-Lernen eine universelle Schulkultur erfordert, die über den rein fachlichen Unterricht hinausgeht.

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Résumé des informations

Titre
Demokratie-Lernen im bildungstheoretischen Kontext. Der Beitrag von partizipativen Methoden und theoretischen Konzeptionen
Université
Justus-Liebig-University Giessen
Cours
Demokratische Partizipation in der Schule
Auteur
Marius Hummitzsch (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V170837
ISBN (ebook)
9783640899487
ISBN (Livre)
9783640899975
Langue
allemand
mots-clé
Demokratie Lernen Partizipation Schule
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marius Hummitzsch (Auteur), 2010, Demokratie-Lernen im bildungstheoretischen Kontext. Der Beitrag von partizipativen Methoden und theoretischen Konzeptionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170837
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