Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Komplexität, die hinter der gedanklichen Auseinandersetzung von dem Zusammenspiel der Handlungskompetenzentwicklung und den damit verbundenen Lernprozessen im betrieblichen Kontext für das Berufsbild Notfallsanitäter steht. Sie soll dazu beitragen, die Chancen und die Wichtigkeit die der Ausbildungsbetrieb durch das Lernen am Arbeitsplatz und im Arbeitsprozess für eine Bedeutung in der Berufsausbildung hat.
Die Berufsausbildung zum/zur Notfallsanitäter/In hat die Rettungsdienstlandschaft seit 2014 verändert. Berufsschulen mussten plötzlich Verträge mit Rettungsdienstträgern abschließen, Rettungsdienstträger mussten auf einmal Assessment Center eröffnen und Auszubildende durch ein Auswahlverfahren leiten um die nächste Generation im Rettungsdienst zu entwickeln und auszubilden. Die Berufsschulen sehen sich mit einer drei-jährigen Berufsausbildung konfrontiert, da doch die alte Berufsausbildung zum Rettungsassistenten nur ein Jahr theoretischen u. praktischen Unterricht vorsah. Jetzt müssen sie eine dreijährige Berufsausbildung curricular und didaktisch unter dem Lernfeldansatz aufbauen und sich gleichzeitig mit diversen Rettungsdienstträgern auseinandersetzen um ihrem gesetzlichen Auftrag der Gesamtverantwortung gerecht zu werden. Doch stellt sich die Frage ob die Gesamtverantwortung überhaupt leistbar ist. Diese Arbeit nimmt den Blick weg von der Berufsschule hin zum Rettungsdienstträger und versucht die Verantwortung, die der Meinung nach des Autors, sich der Rettungsdienst als Ausbildungsbetrieb nicht entziehen sollte, zu betrachten und den Weg zur gemeinsamen Lernortkooperation zu managen.
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- Robert Nuglisch (Author), 2020, Entwicklung eines betrieblichen Ausbildungsplanes für den Ausbildungsberuf von Notfallsanitäter/In, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1711531