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Der russische Symbolismus und seine Sprache

Analyse anhand des Werkes „Argonavty“ von Andrej Belyj

Título: Der russische Symbolismus und seine Sprache

Trabajo Escrito , 2011 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Vitalij Baisel (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Der Symbolismus hat den Realismus schlagartig als Epoche abgelöst oder sogar verdrängt.
Diese neue Richtung in der russischen Literatur währte nicht lange, war jedoch
bezogen auf den historischen Hintergrund im Russischen Zarenreich eine kulturelle
Antwort auf den Wandel der Zeit und auf den bevorstehenden Zerfall des zaristischen
Systems.
Die Aufgabe dieser Ausarbeitung besteht darin, den Symbolismus und seine
sprachlichen Stilmittel, die zur Erneuerung der russischen Literatursprache beigesteuert
haben, exemplarisch anhand stilistischer Beispiele aus einem Werk darzustellen. Es
wird zu diesem Zwecke auf Belyjs Erzählung „Argonavty“ eingegangen. Des Weiteren
gilt es, die Dekaden des Symbolismus vorzuweisen und die Merkmale einer Utopie sowie
einer Anti-Utopie zu erläutern.
Die Dekaden und die Entwicklung des Symbolismus werden kurz erläutert, um
die Strömung als eine besondere stilistische Epoche in den Fokus zu rücken. Um nicht
Gefahr zu laufen die knappen Vorgaben zu sprengen, wird in der vorliegenden Arbeit
nur auf Belyjs Schaffen bis ca. 1910 eingegangen, seine Schaffenszeit aber im Kontext
mit anderen Philosophen und Künstlern seines Zeitalters kurz dargelegt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Symbolismus in der russischen Literatur

2.1. Kritik am Realismus

2.2. Vorgehen der symbolistischen Kunst

2.3. Dekaden des russischen Symbolismus

3. Andrej Belyj

3.1. Erneuerung der literarischen Sprache bei Belyj

3.2. Programmatik Belyjs

3.3. Gesprächskreis Argonavty

4. Erzählung „Argonavty“

4.1. Definition „Utopie“ und Anti-Utopie“

4.2.Textanalyse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den russischen Symbolismus als literarische Epoche und analysiert exemplarisch das Werk „Argonavty“ von Andrej Belyj. Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Stilmittel des Autors sowie die Einbindung utopischer und anti-utopischer Elemente im Kontext der literarischen Erneuerung zu beleuchten.

  • Entwicklung und philosophische Grundlagen des russischen Symbolismus
  • Die literarische Revolution und Sprachstilistik bei Andrej Belyj
  • Vergleichende Analyse von Utopie und Anti-Utopie
  • Die Rolle mythischer Motive und okkulter Symbolik im Werk
  • Der Einfluss des Gesprächskreises „Argonavty“ auf Belyjs Werk

Auszug aus dem Buch

4.2. Textanalyse

Die Erzählung „Argonavty“ schildert eine utopische Entdeckungsreise zur Sonne. Ein im 23. Jahrhundert lebender Schriftsteller fasst beim Betrachten der Herbstsonne den Plan, die Menschheit zur Sonne zu übersiedeln. Zwecks Anhängergewinnung gründet der Schriftsteller die Zeitschrift „Zolotoe runo“. Die technischen Details überlässt er seinem stummen und blinden Begleiter, einem Ingenieur. Nach fünf Jahren ist der Plan ausgereift und die Menschheit erfasst eine wahre Pilgerreligion:

На заре ХХIII века после двухвекового скепсиса забил фонтан религиозного возрождения. Сама религия носила особый характер. Это была религия пилигримов.

Nach einem zeremoniellen Abschied, der sehr okkult anmutet, machen sich die Anhänger der Vision auf die Reise. Nach erfolgreichem Start begreift der Schriftsteller im Weltall die Unerreichbarkeit der Sonne. Der Ingenieur, den er zur Rechenschaft ziehen möchte, erweist sich in diesem Augenblick lediglich als Strohpuppe. So stirbt die Vorhut der Reisenden im Kosmos, während auf der Erde zahllose weitere Raumschiffe ihre Reise zur Sonne antreten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung definiert den Symbolismus als kulturelle Antwort auf gesellschaftliche Zerfallsprozesse und stellt das Ziel der Analyse von Belyjs Werk „Argonavty“ dar.

2. Symbolismus in der russischen Literatur: Dieses Kapitel erläutert den Bruch mit dem Realismus sowie die ästhetischen und mystischen Prinzipien der symbolistischen Kunst und ihrer Generationen.

3. Andrej Belyj: Hier werden das Leben des Autors, sein theoretischer Einfluss auf die Erneuerung der russischen Sprache und die Bedeutung des Kreises „Argonavty“ behandelt.

4. Erzählung „Argonavty“: Der Hauptteil analysiert die Gattung, die Definition von Utopie und Anti-Utopie und führt eine detaillierte textimmanente Analyse der Erzählung durch.

Schlüsselwörter

Russischer Symbolismus, Andrej Belyj, Argonavty, Utopie, Anti-Utopie, Literatursprache, Sprachstilistik, Mystik, Okkultismus, Sonnenmythos, Jahrhundertwende, Literaturgeschichte, Ästhetik, Instrumentalisierung, Erzählweise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Epoche des russischen Symbolismus und dessen Einfluss auf die Literatur, unter besonderer Berücksichtigung des Werkes „Argonavty“ von Andrej Belyj.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Übergang vom Realismus zum Symbolismus, die sprachliche Revolution bei Belyj, die philosophischen Grundlagen seiner Zeit und die literarische Auseinandersetzung mit Utopien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Belyj durch spezifische sprachliche und klangmalerische Mittel den Symbolismus erneuert hat und inwiefern „Argonavty“ als utopisch-programmatischer Text zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historisch-kontextuelle Informationen mit einer textimmanenten Untersuchung der sprachlichen und strukturellen Merkmale des Werkes verbindet.

Welche Inhalte stehen im Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Symbolismus, die Darstellung von Belyjs künstlerischem Programm sowie die konkrete Analyse der Erzählung „Argonavty“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem russischer Symbolismus, Utopie, Anti-Utopie, Sprachästhetik, Klangmalerei und die spezifische mythische Symbolik Belyjs.

Was bedeutet das „Prinzip der Instrumentalisierung“ bei Belyj?

Belyj verstand darunter eine musikalisch angelegte Prosa, bei der Klänge und Rhythmen wie in einer Partitur angeordnet werden, um die Transparenz zur Transzendenz zu ermöglichen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Utopie und Anti-Utopie im Werk?

Die Arbeit differenziert zwischen dem positiven, idealisierten Staatsentwurf der klassischen Utopie und dem negativen, apokalyptischen Zukunftsbild der Anti-Utopie, wie es sich in Belyjs Erzählung widerspiegelt.

Warum wird Belyj als „misslungener Mystifikator“ bezeichnet?

Dieser Begriff spiegelt die zwiespältige Rezeption durch seine Zeitgenossen wider, die in seiner unsteten Suche nach geistiger Erneuerung und okkulten Inhalten eine gewisse Doppelzüngigkeit sahen.

Welche Rolle spielt die „Sonne“ in der Analyse von „Argonavty“?

Die Sonne fungiert als zentrales, wiederkehrendes Motiv, das sowohl ein Ziel der Erlösung symbolisiert als auch in den krassen Gegensatz zur technologischen Ernüchterung und Blindheit der Protagonisten tritt.

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Detalles

Título
Der russische Symbolismus und seine Sprache
Subtítulo
Analyse anhand des Werkes „Argonavty“ von Andrej Belyj
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Slavistik)
Curso
Proseminar: Narrative Prosa
Calificación
1,3
Autor
Vitalij Baisel (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
13
No. de catálogo
V171410
ISBN (Ebook)
9783640907885
ISBN (Libro)
9783640908004
Idioma
Alemán
Etiqueta
symbolismus sprache analyse werkes andrej belyj
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vitalij Baisel (Autor), 2011, Der russische Symbolismus und seine Sprache , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171410
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