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Obst und Gemüse im Mittelalter

Titre: Obst und Gemüse im Mittelalter

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 26 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Nicola Huber (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Die Geschichte von Obst und Gemüse im Mittelalter ist weitläufig. Während die einen die Aufnahme von Gemüse als gesundheitsschädlich ansahen und verachteten, gab es andernorts sogar spezialisierte Obsthändler. Da sich der mittelalterliche Kulturpflanzenbestand erheblich von unserem heutigen unterschied, bestanden natürlich auch wesentliche Unterschiede in der Ernährung. Nicht nur die Arten aus der Neuen Welt ließ der Speisezettel damals vermissen, auch grundlegende Massenprodukte wie Kartoffeln oder Reis fehlten gänzlich. Natürlich gab es auch weniger verschiedene Sorten an Gemüse und Obst; die heutige Auswahl ist mit der damaligen keineswegs zu vergleichen. Und die „Karriere“, die die Früchte in der Neuzeit gemacht haben, war im Mittelalter zunächst auch noch nicht abzusehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegendes zu Obst und Gemüse im Mittelalter im Vergleich zur Neuzeit

1.1 Übersicht über die vorliegende Arbeit

1.2 Literaturbericht

2 Das Gemüse

2.1 Sorten

2.1.1 Erbsen

2.1.2 Bohnen

2.1.3 Rüben

2.1.4 Möhren

2.1.5 Kohl

2.1.6 Zwiebeln

2.1.7 Salate und Kräuter

2.1.8 Weiteres Gemüse

2.2 Verwendung und Zubereitung

3 Das Obst

3.1 Sorten

3.1.1 Äpfel

3.1.2 Birnen

3.1.3 Mispeln

3.1.4 Kirschen

3.1.5 Beeren

3.1.6 Pflaumen

3.1.7 Nüsse

3.1.8 Weiteres Obst

3.2 Verwendung und Zubereitung

3.3 Obstkultur

4 Nennenswerte Informationen zum Obst und Gemüse im Mittelalter

4.1 Gesundheitsförderlich oder doch gesundheitsschädlich?

4.2 Pflanzen oder sammeln?

4.3 Obst und Gemüse der Armen bzw. der einfachen Bevölkerung

4.4 Obst und Gemüse der Reichen

5 Quellenlage

5.1 Ein Blick in’s „Capitulare de villis“

5.2 Woher weiß man von den genannten Gemüse- bzw. Obstsorten?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über die Kultur und den Konsum von Obst und Gemüse im Mittelalter bis etwa 1500 zu geben. Sie untersucht dabei, welche Sorten verbreitet waren, wie diese zubereitet wurden und welche Unterschiede in der Ernährung zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten bestanden.

  • Historische Erfassung der wichtigsten Obst- und Gemüsesorten des Mittelalters.
  • Analyse von Zubereitungsmethoden und Verzehrgewohnheiten.
  • Untersuchung sozioökonomischer Unterschiede in der Ernährung zwischen Arm und Reich.
  • Betrachtung der gesundheitlichen Wahrnehmung pflanzlicher Lebensmittel.
  • Quellenkritische Bewertung der Überlieferung, insbesondere des "Capitulare de villis".

Auszug aus dem Buch

2.1.5 Kohl

Kohl galt v. a. im Winter als unabdingbarer Vitaminversorger. Im November und Dezember kaufte man die Kohlköpfe, die anschließend dann zu Sauerkraut verarbeitet wurden, dessen Herstellung mehrere Wochen in Anspruch nahm. Dieses Gemüse, dem auch der Name Kappis zufällt, wurde aber auch frisch zubereitet und an ganz normalen Wochentagen genauso verspeist wie bei Festessen. Das Gemüsegemüse ernteten die Bauern generell im ersten Jahr vor der Samenbildung. Um dann diese Saat zu gewinnen, was mehr als aufwändig war, zogen sie die Kohlpflanzen im Herbst aus der Erde, überwinterten sie im Keller und setzten sie im nächsten Frühjahr in geschützter Lage im Garten oder auf dem Feld wieder ein. An den gelben Blüten, die sich an den Blütenschäften entwickeln und die von den Bienen beflogen werden, entwickelten sich lange braune Schoten, die die Samen enthielten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlegendes zu Obst und Gemüse im Mittelalter im Vergleich zur Neuzeit: Einführung in die Thematik und Abgrenzung des Untersuchungszeitraums bis ca. 1500 unter Darlegung der methodischen Vorgehensweise.

2 Das Gemüse: Detaillierte Auflistung der gebräuchlichen Gemüsesorten wie Erbsen, Kohl und Rüben sowie deren Anbau und Zubereitung.

3 Das Obst: Betrachtung der Obstarten, der Konservierungsmethoden sowie der historischen Bedeutung der Obstkultur.

4 Nennenswerte Informationen zum Obst und Gemüse im Mittelalter: Analyse der gesundheitlichen Einschätzung von Früchten sowie der Unterschiede in der Ernährung zwischen einfachen Schichten und der Oberschicht.

5 Quellenlage: Kritische Untersuchung der schriftlichen und archäologischen Belege für den mittelalterlichen Kulturpflanzenbestand.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Ernährung, Obst, Gemüse, Gartenbau, Capitulare de villis, Selbstversorgung, Kulturpflanzen, Subsistenzwirtschaft, Konservierung, mittelalterliche Küche, Agrargeschichte, Archäobotanik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Geschichte und Kultur von Obst und Gemüse im Mittelalter und beleuchtet deren Stellenwert in der Ernährung der Bevölkerung bis zum Jahr 1500.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation der gebräuchlichen Sorten, den Methoden der Zubereitung sowie den Unterschieden zwischen bäuerlicher und adeliger Ernährung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über den Bestand und die Verwendung von Nutzpflanzen zu geben, auch wenn die Arbeit keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit erhebt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Auswertung der Sekundärliteratur, historische Dokumente wie das "Capitulare de villis" sowie archäologische Funde zur Rekonstruktion mittelalterlicher Ernährungsweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil ist systematisch in die Bereiche Gemüse und Obst unterteilt, wobei jeweils auf Sorten, Verwendung, Zubereitung und kulturelle Einflüsse eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mittelalter, Ernährung, Gartenbau, Nutzpflanzen, Selbstversorgung und historische Quellenforschung.

Welche Rolle spielte der Mondkalender im mittelalterlichen Obstanbau?

Nach antikem Vorbild glaubte man, dass das Pflanzenwachstum stark von Mondphasen abhänge, weshalb Pflanzung und Ernte zeitlich entsprechend koordiniert wurden.

Warum galt Obst im Mittelalter oft als gesundheitsschädlich?

Rohes Obst stand im Verdacht, Melancholie zu fördern oder die Verdauung zu belasten, weshalb es meist gekocht oder mit Essig und Gewürzen genießbar gemacht wurde.

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Résumé des informations

Titre
Obst und Gemüse im Mittelalter
Université
University of Passau  (Lehrstuhl für Historische Hilfswissenschaften)
Cours
Hauptseminar: Das tägliche Leben im Mittelalter
Note
2,0
Auteur
Nicola Huber (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
26
N° de catalogue
V171690
ISBN (ebook)
9783640913275
ISBN (Livre)
9783640912155
Langue
allemand
mots-clé
Mittelalter Gemüse Obst Capitulare de villis Karl der Große Ernährung Lebensmittel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicola Huber (Auteur), 2011, Obst und Gemüse im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/171690
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Extrait de  26  pages
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