Das Skript beginnt mit der Definition und Abgrenzung des Begriffs Investition, stellt Investitionsarten und den Ablauf einer Investitionsentscheidung schrittweise dar. Anschließend werden alle Verfahren zur Herbeiführung einer Investitionsentscheidung erläutert, bewertet und miteinander verglichen. Insbesondere die dynamischen Verfahren werden grafisch anschaulich erklärt. Kritik und Probleme sind dargestellt und eine Einordnung in die Unternehmensplanung als Ganzes erfolgt. Auch die Invesitionsdauer wird in diesem Zusammenhang diskutiert. Den Abschluss bildet eine Übersichtsdarstellung über alle gängigen Verfahren der Unternehmensbewertung, insbesondere der Discounted-Cash-Flow-Methode, eingeleitet durch die Ziele, Hauptfunktionen und Anlässe der Unternehmensbewertung. Zum Schluss werden gängige Verfahren für den Fall dargestellt, dass kein detailliertes internes Zahlenmaterial zur Verfügung steht: die vergleichsorientierten Verfahren.
Inhaltsverzeichnis
Investition
Investitionsarten
Investitionsentscheidung
Ablauf der Investitionsentscheidung
Investitionsrechnung
statische Investitionsrechenverfahren
Kostenvergleichsrechnung
Gewinnvergleichs- und Rentabilitätsvergleichsrechnung
Amortisationsrechnung
Kritik an den statischen Verfahren
Dynamische Investitionsrechenverfahren
Kapitalwertmethode
Annuitätenmethode
Interne Zinssatzmethode
Probleme der Investitionsrechenverfahren
Investitionsprogrammentscheidungen
simultane Investitionsplanung
Investitionsdauer
Unternehmensbewertung
Hauptfunktionen der Unternehmensbewertung
Anlässe der Unternehmensbewertung
Verfahren der Unternehmensbewertung
Substanzwertverfahren
Liquidationswertverfahren
Ertragswertverfahren
Discounted Cash-flow-Verfahren
vergleichsorientierte Verfahren
Zielsetzung & Themen
Dieses Skript vermittelt ein fundiertes Verständnis für die Investitionsrechnung und Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel ist es, dem Leser die notwendigen Methoden an die Hand zu geben, um die ökonomische Vorteilhaftigkeit von Investitionsobjekten zu bestimmen, verschiedene Finanzierungsalternativen zu bewerten und Investitionsentscheidungen unter Berücksichtigung von Zahlungsströmen und Zeitstrukturen wissenschaftlich fundiert zu treffen.
- Grundlegende Definitionen und Arten von Investitionen im betrieblichen Kontext.
- Differenzierung zwischen statischen und dynamischen Investitionsrechenverfahren.
- Methodik zur Durchführung von Unternehmensbewertungen mittels Ertragswert-, Substanzwert- und Discounted-Cash-flow-Verfahren.
- Entscheidungsgrundlagen für Investitionsprogramme und optimale Nutzungsdauern.
- Kritische Analyse von Kennzahlen zur Risiko- und Rentabilitätsbeurteilung.
Auszug aus dem Buch
Kapitalwertmethode
Kapitalwert einer Investition = Summe aller mit dem Kalkulationszinssatz i auf den Zeitpunkt t=0 diskontierten Ein- bzw. Auszahlungsüberschüsse des Planungszeitraums.
Realisiere Investition nur dann, wenn sie einen positiven Kapitalwert aufweist!
Wähle die Investition mit dem höchsten Kapitalwert!
Kw = Kapitalwert; I0 = Anschaffungsauszahlung; Et = Einzahlung am Ende der Periode t; At = Auszahlung am Ende der Periode t; i = Kalkulationszinssatz; n = Nutzungsdauer; t = Periode; t0 = Kalkulations- und Entscheidungszeitpunkt.
Zusammenfassung der Kapitel
Investition: Definition des Investitionsbegriffs als Bindung liquider Mittel in Vermögensgegenständen sowie Abgrenzung zum laufenden Zahlungsverkehr.
Investitionsarten: Systematisierung von Investitionen nach Anlass, Objekt und Umfang.
Investitionsentscheidung: Gegenüberstellung von Einzelinvestitionen und Investitionsprogrammen sowie Entscheidungsparametern.
Ablauf der Investitionsentscheidung: Prozessschritte von der Marktanalyse bis zur Ermittlung des Finanzbedarfs.
Investitionsrechnung: Zweck der Rechnungen zur Ermittlung von Kosten und Rentabilität geplanter Investitionen.
statische Investitionsrechenverfahren: Überblick über ein- und mehrperiodige Verfahren wie Kosten-, Gewinn- und Rentabilitätsvergleich.
Kostenvergleichsrechnung: Analyse der Kostenarten und Problematik bei Vernachlässigung der Erlöse.
Gewinnvergleichs- und Rentabilitätsvergleichsrechnung: Ermittlung von Erfolgskennzahlen unter Berücksichtigung von Erlösen und Kapitaleinsatz.
Amortisationsrechnung: Berechnung der Dauer bis zur Deckung der Anfangsauszahlung.
Kritik an den statischen Verfahren: Problematisierung der mangelnden Berücksichtigung der zeitlichen Verteilung von Zahlungsströmen.
Dynamische Investitionsrechenverfahren: Einführung in die Berücksichtigung von Zeitstrukturen durch Auf- und Abzinsung.
Kapitalwertmethode: Diskontierung zukünftiger Ein- und Auszahlungsüberschüsse auf den Zeitpunkt Null.
Annuitätenmethode: Berechnung der durchschnittlichen jährlichen Einzahlungsüberschüsse.
Interne Zinssatzmethode: Ermittlung des Zinssatzes, bei dem der Kapitalwert genau Null wird.
Probleme der Investitionsrechenverfahren: Diskussion um Schätzunsicherheiten und Risikobetrachtung.
Investitionsprogrammentscheidungen: Verfahren zur Kombination von Investitionsalternativen.
simultane Investitionsplanung: Anwendung des Dean-Modells zur Bestimmung des optimalen Programms.
Investitionsdauer: Unterscheidung zwischen technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Nutzungsdauer.
Unternehmensbewertung: Grundlegende Einordnung der Wertbemessung in Abhängigkeit vom Zielsystem.
Hauptfunktionen der Unternehmensbewertung: Darstellung der Gutachter-, Beratungs- und Vermittlungsfunktion.
Anlässe der Unternehmensbewertung: Übersicht über Anlässe mit und ohne Eigentümerwechsel.
Verfahren der Unternehmensbewertung: Kategorisierung in substanz-, erfolgs- und vergleichsorientierte Verfahren.
Substanzwertverfahren: Erläuterung des Teil- und Gesamtreproduktionswerts.
Liquidationswertverfahren: Bestimmung der Preisuntergrenze durch Zerschlagung des Unternehmens.
Ertragswertverfahren: Abzinsung zukünftiger Periodenerfolge.
Discounted Cash-flow-Verfahren: Kritik am Ertragswertmodell und methodische Anwendung von WACC und CAPM.
vergleichsorientierte Verfahren: Einsatz von Multiplikatoren und Marktvergleichen.
Schlüsselwörter
Investition, Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Diskontierung, Cash-flow, Rentabilität, Amortisationsrechnung, Dynamische Verfahren, Statische Verfahren, Kapitalkosten, Finanzplanung, Nutzwertanalyse, Sachinvestition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Skript?
Das Skript bietet eine systematische Einführung in die Grundlagen und Verfahren der Investitionsrechnung sowie der Unternehmensbewertung für den betriebswirtschaftlichen Kontext.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Investitionstheorie, die mathematische Berechnung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen, die Programmplanung sowie verschiedene Ansätze zur Ermittlung des Unternehmenswerts.
Was ist das primäre Ziel der Investitionsrechnung?
Das primäre Ziel ist die Bestimmung der Vorteilhaftigkeit von Investitionsobjekten im Hinblick auf monetäre Ziele, um fundierte betriebliche Entscheidungen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es werden sowohl statische Verfahren (wie die Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung) als auch dynamische Verfahren (wie die Kapitalwert- und Annuitätenmethode) sowie verschiedene Bewertungsmethoden wie das Ertragswert- oder DCF-Verfahren angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Investitionsrechnung mit ihren statischen und dynamischen Verfahren, die Investitionsprogrammplanung und die umfassende Darstellung von Methoden zur Unternehmensbewertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kapitalwert, Diskontierung, Ertragswert, Cash-flow, Rentabilität und Investitionsarten geprägt.
Warum sind dynamische Verfahren den statischen Methoden vorzuziehen?
Dynamische Verfahren berücksichtigen die zeitliche Struktur von Zahlungsströmen durch Auf- oder Abzinsung, während statische Verfahren lediglich periodisierte Erfolgsgrößen verwenden und zeitliche Verteilungen vernachlässigen.
Wie unterscheidet sich die Gutachter- von der Vermittlungsfunktion bei der Unternehmensbewertung?
Die Gutachterfunktion zielt auf einen objektivierten Wert für Preisverhandlungen ab, während die Vermittlungsfunktion zwischen den subjektiven Interessen der Parteien moderiert, um einen fairen Einigungspreis zu finden.
- Citar trabajo
- Diplom-Volkswirt Manfred Wünsche (Autor), 2011, Unterrichtsskript Investitionsrechnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172101