Ich habe in dieser Arbeit eine Theorie für literarische Übersetzungen entwickelt, die auf dem Begriff der Verführung aufbaut.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Übersetzer als Verführer
- Le Plaisir du Traduction
- Rules of the Game
- Einwandbehandlung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, eine Übersetzungstheorie der Verführung zu entwickeln. Sie analysiert, wie Literatur und ihre Übersetzung den Leser verführen können, indem sie auf die Idee der Geheimnisvollen und „untreuen“ Übersetzung eingeht.
- Die Rolle der Verführung in der Literatur
- Die Bedeutung von Geheimnis und „Untreue“ in der Übersetzung
- Die „Lust“-Erfahrung durch originelle Übersetzungen
- Die Verbindung zwischen Humor und Übersetzung
- Die Theorie der „Courtship“-Zwecke in der Kunst
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einführung stellt die Grundidee der Übersetzungstheorie der Verführung vor und bezieht sich auf die Arbeiten von Geoffrey Miller und Roland Barthes. Sie stellt die These auf, dass gute Übersetzungen „untreu“ und „geheimnisvoll“ sein sollten, um den Leser zu verführen.
- Das Kapitel „Übersetzer als Verführer“ untersucht Millers Theorie der „Courtship“-Zwecke in der Kunst und beleuchtet, wie „originelle“ Literatur und Übersetzung die eigenen Gene des Autors oder Übersetzers zum Ausdruck bringen können.
- „Le Plaisir du Traduction“ diskutiert den Zusammenhang zwischen Übersetzung, Humor und Freude. Es wird argumentiert, dass originelle Übersetzungen, die von der Norm abweichen, eine „Lust“-Erfahrung beim Leser erzeugen können, die mit Freuds Humor-Theorie in Verbindung steht.
- „Rules of the Game“ behandelt die Frage, wie man eine Übersetzungstheorie der Verführung in die Praxis umsetzen kann. Es wird argumentiert, dass Übersetzungen, die den Leser überraschen und in den Bann ziehen, effektiv sind.
Schlüsselwörter
Verführung, Übersetzung, Geheimnis, „Untreue“, Humor, „Lust“, „Courtship“, Gene, Kunst, Literatur, Geoffrey Miller, Roland Barthes, Freud.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Übersetzungstheorie der Verführung?
Es ist ein theoretischer Ansatz, der besagt, dass literarische Übersetzungen den Leser nicht durch strikte Treue, sondern durch das Spiel mit Geheimnissen und origineller Sprache in den Bann ziehen sollten.
Warum sollten Übersetzungen „untreu“ sein?
Die Theorie argumentiert, dass eine zu wörtliche Übersetzung oft die ästhetische Wirkung und die „Lust am Text“ zerstört, die durch schöpferische Freiheit entstehen kann.
Welche Rolle spielt der Humor in dieser Theorie?
In Anlehnung an Freud wird Humor als Mittel gesehen, Lust zu erzeugen. Eine originelle Übersetzung kann durch überraschende Wendungen eine ähnliche befreiende Wirkung entfalten.
Wer sind die theoretischen Vorbilder für diesen Ansatz?
Die Arbeit stützt sich unter anderem auf Roland Barthes („Die Lust am Text“) und Geoffrey Millers Theorien zur Kunst als evolutionäres Signal.
Was bedeutet „Courtship“ im Zusammenhang mit Literatur?
Nach Geoffrey Miller dient Kunst auch der Selbstdarstellung und dem Werben um Aufmerksamkeit. Der Übersetzer agiert hierbei als „Verführer“, der durch sprachliche Brillanz überzeugt.
- Citation du texte
- Bernhard Kopf (Auteur), 2009, Entwurf einer Übersetzungstheorie der Verführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172358