Rassismus ist kein Problem der Jugend, sondern ein gesellschaftliches. Trotzdem ist das Augenmerk für den Lehrer auf die Jugendlichen zu werfen, da sie in der Schule und zu gesellschaftlich handelnden Subjekten heranwachsen und ausgebildet werden. Jugendliche sind die Erwachsenen von morgen und der Lehrer hat auf ihre Entwicklung erheblichen Einfluss.
Im Folgenden wird der Begriff Rassismus definiert, um erkennbar zu machen, was der Begriff genau bedeutet. Es wird kurz auf die Vorgeschichte des Rassismus eingegangen. Dies soll verdeutlichen, dass Rassismus kein deutsches, sondern ein globales Problem ist. Darauf hin wird die Entstehung von Vorurteilen, die Ursachen des rassistischen Denkens und der Umgang damit, sowie die Wichtigkeit der Schulinitiative beleuchtet. Im Weitern folgt eine Aufklärung über die Lebenswelt rassistischer Gruppen und deren bevorzugte Symbole, Codes und Bekleidungsmarken. Zuletzt fasst ein Fazit den Text zusammen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung (gemeinsam)
2. Definition (gemeinsam)
3. Die Vorgeschichte des Rassismus (Schöttke)
4. Entstehung von Vorurteilen (Schmidt)
5. Ursachen rassistischen Denkens bei jugendlichen Schülern (Schöttke)
6. Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus (Schmidt)
7. Wichtigkeit der Schulinitiative (gemeinsam)
8. Lebenswelt verstehen (Schöttke)
8.1.Offene Botschaften
8.2.Verdeckte Botschaften
9. Symbole, Codes, Bekleidungsmarken (Schmidt)
9.1. Symbole
9.2 Codes (Schöttke)
9.3 Bekleidungsmarken (gemeinsam)
10. Zusammenfassung und Fazit (gemeinsam)
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Relevanz von Rassismus und die Entstehung von Vorurteilen mit einem spezifischen Fokus auf den schulischen Kontext. Ziel ist es, Lehrkräften das notwendige Wissen über rassistische Identitätsmarker, Codes und Symbole zu vermitteln, um präventiv und interventiv gegen die Verbreitung rassistischer Denkmuster bei Jugendlichen agieren zu können.
- Grundlagen der Rassismus-Definition und dessen historische Genese.
- Psychologische und soziologische Ursachen für die Entstehung von Vorurteilen und Stigmatisierungen.
- Analyse sozioökonomischer Faktoren und Bildungsniveaus als Einflussgrößen auf fremdenfeindliche Einstellungen.
- Die Rolle der Schule bei der Prävention und der Umgang mit rechtsextremistischen Tendenzen.
- Entschlüsselung von Symbolen, Codes und Modetrends als Erkennungsmerkmale rechtsextremer Gruppierungen.
Auszug aus dem Buch
3. Die Vorgeschichte des Rassismus (Schöttke)
In der Vorgeschichte des Rassismus bis 1492 n. Chr. dominiert die Entwicklung des jüdischen Volkes, welches später Hauptopfer des Rassismus wurde. Die Geschichte des Rassismus wurde in der Bibel besonders früh aufgezeichnet und erlangte so eine weitläufige Verbreitung über die Erde. Eine Historische Dimension jüdischer Existenz wird somit unentbehrlich für das Verständnis der Entwicklung bis zum Holocaust.
Ebenso zur Vorgeschichte des Rassismus gehören das indische Kastenwesen, der kulturelle Überlegenheitskomplex der Griechen und Chinesen, sowie der apokalyptisch – chiliastische Dualismus.
Überall und zu allen Zeiten gingen Verachtungen Höherentwickler gegenüber Niedrigstehenden oder Ungläubiger gegenüber Gläubigen oder Ausbeutung Unterworfener dem euramerikanischen Rassismus voraus. Erst der Rassismus der Neuzeit bündelte sie theoretisch zu ganzen Gedankensystemen. (vgl. Geiss, 1988, S.48-49)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung (gemeinsam): Die Einleitung verortet Rassismus als gesellschaftliches Problem, das im schulischen Bildungskontext adressiert werden muss, um der Verantwortung der Lehrenden gerecht zu werden.
2. Definition (gemeinsam): Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Einordnung von Rassismus und Rasse auf Basis lexikalischer Definitionen.
3. Die Vorgeschichte des Rassismus (Schöttke): Hier werden die historischen Wurzeln von Ausgrenzung und Rassismus beleuchtet, von antiken Gesellschaftsstrukturen bis hin zur Bedeutung des jüdischen Volkes in der Geschichte.
4. Entstehung von Vorurteilen (Schmidt): Das Kapitel thematisiert die psychologischen Mechanismen der Stigmatisierung und Ausgrenzung aufgrund von Abweichungen vom sogenannten "Normalmensch".
5. Ursachen rassistischen Denkens bei jugendlichen Schülern (Schöttke): Hier werden Bildungsniveau, soziale Herkunft und das Fehlen multikultureller Einflüsse als Faktoren für die Anfälligkeit gegenüber rassistischen Ideologien analysiert.
6. Umgang mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus (Schmidt): Es wird diskutiert, wie Einstellungsänderungen durch emotionale Auslöser und positive soziale Kontakte gefördert werden können.
7. Wichtigkeit der Schulinitiative (gemeinsam): Dieses Kapitel unterstreicht die Rolle der Schule als zentralen Ort der Prävention und die Notwendigkeit, bei Bedarf interdisziplinär mit externen Institutionen zu kooperieren.
8. Lebenswelt verstehen (Schöttke): Die Einführung in die Thematik der rechten Szene erfolgt hier über die Kategorisierung von Kommunikationsmitteln wie offene und verdeckte Botschaften.
9. Symbole, Codes, Bekleidungsmarken (Schmidt): Dieses Kapitel dient als praktischer Wegweiser zu den Erkennungsmerkmalen rechter Szenen, von verbotenen Symbolen bis hin zu verschlüsselten Codes und Markenmode.
10. Zusammenfassung und Fazit (gemeinsam): Abschließend wird die Notwendigkeit betont, dass Lehrkräfte fachkundige Experten für die Lebenswelt Jugendlicher werden, um aktiv demokratische und antifaschistische Werte zu vermitteln.
Schlüsselwörter
Rassismus, Vorurteile, Stigmatisierung, Rechtsextremismus, Schule, Pädagogik, Prävention, Lebenswelt, Symbole, Codes, Bekleidungsmarken, Identität, Sozialstruktur, Antisemitismus, Demokratieerziehung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse rassistischer Denkmuster und deren Erscheinungsformen in der Lebenswelt von Jugendlichen, insbesondere mit dem Ziel, Lehrkräfte für dieses Thema zu sensibilisieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören die historische Genese des Rassismus, die Psychologie der Vorurteilsbildung, die Ursachen für rechtsextreme Einstellungen bei Schülern sowie die Erkennung aktueller Codes und Symbole der rechten Szene.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Vermittlung von Handlungskompetenz für Lehrkräfte, um im Schulalltag frühzeitig gegen Rassismus intervenieren und präventiv wirken zu können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse, bei der fachwissenschaftliche Publikationen, Internetquellen und soziologische Studien zur Bildung von Rassismus und zu rechtsextremen Jugendkulturen ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Vorurteilen, eine Untersuchung der soziologischen Hintergründe bei Jugendlichen sowie eine detaillierte Aufarbeitung der heutigen Kommunikations- und Modestrategien rechter Gruppierungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Rassismus, Stigmatisierung, Rechtsextremismus, pädagogische Prävention, Symbole und Codes.
Welche Rolle spielen Markenartikel in der rechten Szene laut den Autoren?
Markenartikel dienen als subtile Identitätsmarker, die es Gleichgesinnten ermöglichen, ihre Zugehörigkeit auszudrücken, ohne für Außenstehende sofort als rechtsextrem erkannt zu werden.
Warum ist das Verständnis von "verdeckten Botschaften" für Lehrer wichtig?
Da viele rechtsextreme Symbole mittlerweile durch staatlichen Verfolgungsdruck in den verdeckten Bereich (Codes, Zahlen, Mode) abgewandert sind, müssen Lehrer diese erkennen, um das Umfeld und die Gruppendynamik ihrer Schüler korrekt einschätzen zu können.
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- Bachelor Bettina Schmidt (Autor), Jennifer Schöttke (Autor), 2009, Rassismus - Entstehung von Vorurteilen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172570