Brunetto Latini, ein italienischer Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller, war für die Entwicklung der italienischen Sprache von großer Bedeutung. Sein Werk „il tesoretto“ soll in dieser Hausarbeit eine zentrale Rolle spielen. Anhand dieses Werkes werde ich die sprachlichen Besonderheiten in der Toskana des Duecento analysieren. Zuvor möchte ich jedoch das Leben und Wirken Brunetto Latinis etwas näher betrachten, um mich anschließend dem „Tesoretto“ zu widmen.
Inhaltsverzeichnis
I. Theoretische Abhandlung
1. Einleitung
2. Vita von Brunetto Latini
3. Werke von Brunetto Latini
4. der Tesoretto
4.1. Inhalt/ Themen
4.2. Einordnung/ Aufbau
4.3. Übersetzung eines Textausschnitts
II. sprachwissenschaftliche Analyse des Tesoretto
1. Phonetik/Graphemik
2. Morphosyntax
3. Semantik
4. Lexik
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Rolle des Toskanischen im 13. Jahrhundert am Beispiel des Werkes „Tesoretto“ von Brunetto Latini zu untersuchen und dabei sowohl die literarische Bedeutung als auch die spezifischen sprachlichen Charakteristika des Textes herauszuarbeiten.
- Biografie und literarisches Schaffen von Brunetto Latini
- Inhaltliche und formale Analyse des „Tesoretto“
- Phonetik und Graphemik im alttoskanischen Kontext
- Morphosyntaktische und lexikalische Besonderheiten des Werkes
- Semantische Untersuchung der Allegorien und Metaphorik
Auszug aus dem Buch
4.3. Übersetzung eines Textausschnitts
Aber dann, als sie mich sieht
lacht ihr Gesicht,
(alles) dreht sich in mir
und dann lädt sie mich zu sich ein
ganz heimlich
und sagte mir ohne Unterlass:
„Ich bin die Natur wörtliche Rede der Natur beginnt
und ich bin eine Schöpfung (wird nach Zeile 426 noch fortgeführt)
des höchsten Schöpfers.
Er ist mein Erschaffer:
ich bin von ihm geschaffen
und blieb unangefangen;
aber seine große Macht
war ohne Anfang.
Und sie endet weder, noch stirbt sie;
aber all’ meine Arbeit,
wie sehr ich sie auch lebendig mache, sie = die Welt
ist notwendig damit man es verbraucht es = das, was geschaffen wurde
Er ist allmächtig; er = Gott
aber ich vermag nichts
wenn er (mir) nicht etwas gewährt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung von Brunetto Latini als bedeutender Staatsmann und Schriftsteller sowie Erläuterung des Fokus auf den „Tesoretto“ zur Analyse der toskanischen Sprache.
2. Vita von Brunetto Latini: Biografischer Abriss über das Leben Latinis, sein politisches Wirken in Florenz und sein Exil in Paris.
3. Werke von Brunetto Latini: Überblick über seine literarischen Arbeiten, insbesondere den „Trésor“ als mittelalterliche Enzyklopädie und seine Übersetzertätigkeit.
4. der Tesoretto: Analyse der inhaltlichen Themen, der allegorischen Struktur und der formalen Beschaffenheit des Lehrgedichts.
1. Phonetik/Graphemik: Untersuchung der lautlichen Schwankungen und grafischen Besonderheiten im toskanischen Textausschnitt.
2. Morphosyntax: Beleuchtung der grammatikalischen Strukturen, Demonstrativpronomen und Zeitformen im alttoskanischen Sprachgebrauch.
3. Semantik: Analyse der allegorischen Bedeutung von Natur, Wald und Stadt sowie der philosophischen Symbolik des Werkes.
4. Lexik: Untersuchung des Wortschatzes unter Berücksichtigung von Latinismen, Provenzalismen und der Nähe zur modernen italienischen Sprache.
Schlüsselwörter
Brunetto Latini, Tesoretto, Toskanisch, Mittelalter, Sprachwissenschaft, Allegorie, Duecento, Phonetik, Morphosyntax, Semantik, Literaturgeschichte, Florenz, Guelfen, Ghibellinen, Volkssprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert Brunetto Latinis „Tesoretto“ sowohl aus literaturwissenschaftlicher als auch aus sprachwissenschaftlicher Perspektive, um die Entwicklung des Toskanischen im 13. Jahrhundert zu beleuchten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Leben Latinis, die Einordnung seines Werkes in die mittelalterliche Literatur sowie die detaillierte sprachliche Untersuchung von Phonetik, Syntax und Wortschatz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, an einem konkreten Textbeispiel die sprachlichen Besonderheiten der Toskana im Duecento zu identifizieren und die Funktion der Allegorie bei Latini aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine textnahe linguistische Analyse, ergänzt durch historische Kontexteinordnung und literaturtheoretische Betrachtungen des allegorischen Stils.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Abhandlung über Latini und seine Werke sowie eine spezifische sprachwissenschaftliche Analyse von Textausschnitten des „Tesoretto“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Toskanisch, Mittelalter, Tesoretto, Sprachwissenschaft, Allegorie und Brunetto Latini.
Welche Rolle spielt die Stadt Florenz für den Autor?
Florenz dient im Werk nicht nur als geografischer Ort, sondern fungiert als personifizierte Metapher für politisches Zentrum und persönlichen Selbstverlust.
Warum ist das Werk „Tesoretto“ für die Sprachforschung relevant?
Es dient als wertvolle Quelle für die Untersuchung des frühen Toskanischen, da es lautliche Schwankungen und grammatikalische Übergangsformen der damaligen Zeit authentisch widerspiegelt.
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- Alida Ziehm (Autor), 2010, Die Rolle des Toskanischen am Beispiel Brunetto Latinis „Tesoretto“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172586