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Zur paradigmatischen Erzählweise des Nibelungenliedes und deren Begründung am Beispiel der 6. Aventüre

Titre: Zur paradigmatischen Erzählweise des Nibelungenliedes und deren Begründung am Beispiel der 6. Aventüre

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Cornelia Johnen (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Zentrale Themenkomplexe des Nibelungenliedes sind Liebe und Rache, Macht, Kampf und Treue, bei denen sich alles Gute zum Schluss ins Schlechte kehrt.
Gegenstand dieser Arbeit ist die besondere Erzählstruktur des Nibelungenliedes, welche die Forschung unter dem Stichwort paradigmatisches Erzählen (Müller/Schulze) beziehungsweise
Poetologie der verweigerten Alternative (Strohschneider) zu fassen sucht.
In meiner Untersuchung stelle ich die Diskussion dieser Begriffe der Analyse der 6. Aventüre voraus, an deren Beispiel die Tragfähigkeit des theoretischen Konzepts diskutiert werden soll.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.1 Das Nibelungenlied. Versuch einer Einordnung

1.2. Zur Besonderheit der Erzählform

2.1. Kontroversen der Forschung

2.2 Analyse

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die charakteristische Erzählstruktur des Nibelungenliedes, insbesondere den Umgang des Textes mit sogenannten Inkohärenzen und Brüchen, um deren theoretische Interpretierbarkeit anhand einer exemplarischen Analyse der 6. Aventüre zu prüfen.

  • Paradigmatisches Erzählen im Nibelungenlied
  • Kontroversen in der Forschung zur Textkohärenz
  • Analyse der 6. Aventüre und ihrer narrativen Lücken
  • Theorie der "Poetologie der verweigerten Alternative"
  • Interpretationsansätze für mittelalterliche Heldenepik

Auszug aus dem Buch

2.2. Analyse

Ez was ein küneginne gesezzen über sê, ir gelîche enheine man wesse ninder mê. diu was unmâzen schœne, vil michel was ir kraft. si schôz mit snellen degenen umbe minné den schaft.(Ba 326)

Zu Beginn wird Prünhilt als Schönste aller Frauen beschrieben. Zusätzlich zu ihrer Schönheit zeichnet sie sich auch durch ein männliches Attribut aus: Ihre Stärke (sie war übermäßig schön, sehr gewaltig war ihre körperliche Stärke Ba 326,3).

In dieser Einleitung zeigt sich, dass sie das weibliche Pentant zu Siegfried ist. Dies lässt sich sowohl an der Art der Einführungen ihrer Person zeigen (Dô wuohs in Niderlanden eins vil edelen küneges kint Ba 20,1), die bei Siegfried und Prünhilt ähnlich gestaltet sind, als auch anhand der verwendeten Adjektive belegen. Siegfried wird einerseits als schön beschrieben (waz êren an im wüehse, und wie schœne was sîn lîp Ba 22,3), jedoch wird auch immer wieder im Epos seine gewaltige Stärke betont (als ein Beispiel unter vielen: Strît den aller hœhsten, der iender dâ geschach, ze jungest und zem êrsten, den ieman gesach, den tet vil willeclîche diu Sîvrides hant. er bringet rîche gîsel in daz Gunthêres lant. Ba 236). Ebenfalls zu vergleichen ist ihre Eigenschaft, das andere Geschlecht anzuziehen. Siegfried wird von vielen Frauen begehrt (sît heten in ze minne diu vil wætlîchen wîp. Ba 22,4). Über die Anziehungskraft, die Prünhilt ausstrahlt, wird gesagt, dass sich ihre vielen Werber trotz der außergewöhnlichen Bedingungen nicht von einer Werbungsfahrt abhalten lassen und Prünhilt so schon oft gekämpft und gesiegt habe (si schôz mit snellen degenen umbe minné den schaft. Ba 326,4 und Des hete diu juncvrouwe unmâzen vil getân. Ba 328,1). Siegfried und Prünhilt sind also die reizvolle Aura, ihre Schönheit und ihre Stärke gemein.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Das Nibelungenlied. Versuch einer Einordnung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, die handschriftliche Überlieferung und die gattungsspezifischen Merkmale des Nibelungenliedes als Heldenepos.

1.2. Zur Besonderheit der Erzählform: Hier werden die im Text auftretenden Inkohärenzen und Unlogiken thematisiert, die eine zentrale Herausforderung für moderne Leser und die literaturwissenschaftliche Interpretation darstellen.

2.1. Kontroversen der Forschung: Das Kapitel diskutiert die unterschiedlichen Positionen der Forschung, von Joachim Heinzles Ablehnung einer Interpretation bis hin zu Müllers und Strohschneiders Ansätzen, die Inkohärenz als beabsichtigtes künstlerisches Mittel zu begreifen.

2.2 Analyse: In diesem Teil wird die 6. Aventüre detailliert untersucht, wobei insbesondere die Rollen von Prünhilt und Siegfried sowie die spezifischen Erzählschemata des Epos analysiert werden.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und argumentiert für die Interpretierbarkeit des Nibelungenliedes, indem es die Ansätze von Müller und Strohschneider favorisiert.

Schlüsselwörter

Nibelungenlied, Heldenepik, Paradigmatisches Erzählen, Inkohärenzen, Mittelalter, Siegfried, Prünhilt, 6. Aventüre, Erzählstruktur, Jan-Dirk Müller, Peter Strohschneider, Literaturwissenschaft, Interpretation, Motivik, Textanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erzählstruktur des Nibelungenliedes und der Frage, wie mit den im Text auftretenden Brüchen und Inkohärenzen wissenschaftlich umgegangen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Poetologie der Heldenepik, das paradigmatische Erzählen, die Rolle der literarischen Überlieferung und die Interpretierbarkeit mittelalterlicher Texte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, verschiedene theoretische Ansätze zur Interpretation von Widersprüchen im Text zu prüfen und deren Tragfähigkeit an einem konkreten Beispiel, der 6. Aventüre, zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine strukturanalytische Textanalyse, um die verschiedenen Forschungspositionen (Heinzle, Schulze, Müller, Strohschneider) mit dem tatsächlichen Textbefund abzugleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Forschungskontroversen und eine anschließende praktische Analyse der 6. Aventüre des Nibelungenliedes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nibelungenlied, Paradigmatisches Erzählen, Inkohärenz, Interpretation, Heldenepik und die Poetologie der verweigerten Alternative charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Analyse von Prünhilt und Kriemhilt?

Die Analyse arbeitet parallele Motive in der Einleitung beider Figuren heraus, wobei sie besonders die aktive, todbringende Rolle Prünhilts hervorhebt, die in der Anfangssequenz expliziter dargestellt wird als bei Kriemhilt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich Heinzles Position?

Die Autorin widerspricht der Ansicht von Heinzle, der den Text als "brüchig" und "defizient" abtut; sie argumentiert, dass genau diese Form das Epos erst einzigartig mache.

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Résumé des informations

Titre
Zur paradigmatischen Erzählweise des Nibelungenliedes und deren Begründung am Beispiel der 6. Aventüre
Université
Ruhr-University of Bochum  (Germanistisches Institut)
Cours
Proseminar
Note
1,7
Auteur
B.A. Cornelia Johnen (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
13
N° de catalogue
V172891
ISBN (ebook)
9783640929382
ISBN (Livre)
9783640929177
Langue
allemand
mots-clé
paradigmatisch syntagmatisch Nibelungenlied Erzähltheorie
Sécurité des produits
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Citation du texte
B.A. Cornelia Johnen (Auteur), 2007, Zur paradigmatischen Erzählweise des Nibelungenliedes und deren Begründung am Beispiel der 6. Aventüre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172891
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Extrait de  13  pages
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