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Die Bedeutung des Beziehungsaspektes in systemtheoretisch orientierten Kommunikationsmodellen

Titre: Die Bedeutung des Beziehungsaspektes in systemtheoretisch orientierten Kommunikationsmodellen

Dossier / Travail , 2010 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Guido Brandone (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
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Kommunikation scheint sich verselbständigt zu haben. Gelungene Kommunikation scheint gegenwärtig eine Ausnahme zu sein, ähnlich wie gelungene Beziehungen. Ausgehend von einer psychologischen Wurzel systemtheoretischer Ansätze, den 5 Axiomen der Kommunikation von Watzlawick, Beavin und Jackson, betrachtet die Arbeit die biologischen Beiträge, nach Maturana und Varela, und den soziologischen Beitrag nach Luhmann zum Thema Kommunikation und Beziehung, um dann zu Leitfragen zu gelangen, deren Reflexion, Kommunikation insbesondere im Arbeitsleben verbessern kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Systemtheoretisch orientierte Kommunikationsmodelle

2.1. Psychologische Perspektive nach Watzlawick, Beavin & Jackson (1969)

2.2. Biologische Perspektive nach Maturana & Varela (1984)

2.3. Soziologische Perspektive nach Luhmann (1984)

3. Zusammenfassung und Implikationen für die Praxis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Beziehungsaspektes in systemtheoretisch orientierten Kommunikationsmodellen, um daraus praxisrelevante Ansätze für eine gelungene Kommunikation am Arbeitsplatz abzuleiten.

  • Psychologische Kommunikationstheorie (Watzlawick et al.)
  • Biologische Perspektive (Maturana & Varela)
  • Soziologische Systemtheorie (Luhmann)
  • Verhältnis von Inhalts- und Beziehungsaspekt
  • Praktische Implikationen für die Arbeitswelt

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Wir leben im sogenannten Kommunikationszeitalter, das vor rund 120 Jahren mit dem Aufkommen der Übermittlung von Nachrichten über größere Entfernungen, zunächst drahtgebunden, dann drahtlos, begann. Zu Beginn bestand die große Herausforderung darin, Nachrichten möglichst störungsfrei zu übermitteln, was aufgrund der primitiven technischen Möglichkeiten und mangels physikalischer Erkenntnisse in der damaligen Zeit eine große Herausforderung darstellte.

Gute Kommunikation bedeutete im damaligen Kontext bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein, wenn Nachrichten, die noch im Morsecode codiert wurden, von einem Sender fehlerfrei codiert, störungsarm bzw. störungsfrei übermittelt, und dann von einem Empfänger fehlerfrei decodiert wurden (Shannon & Weaver, 1949), was auf ein Gespräch zwischen zwei Menschen übertragen bedeuten würde: Der Sprecher erzeugt deutlich artikuliert, in einer gemeinsamen Sprache Schallwellen, die ohne akustische Barrieren und ohne weitere Störgeräusche von einem gesunden Empfängerohr empfangen werden.

Aus der damaligen Sichtweise betrachtet, müsste heute Kommunikation perfekt sein, da die Kommunikationstechnologie es mittlerweile erlaubt, Texte, Sprache, Bilder, auch in gleichzeitiger Kombination, jederzeit, an jeden Ort der Erde fehlerfrei zu übermitteln. Trotz dieser infrastrukturellen Voraussetzungen, die nie zuvor besser waren, scheint erfolgreiche Kommunikation heute in unserer komplexen und dynamischen Arbeitswelt eher eine Ausnahme zu sein, und viele Menschen erleben am Arbeitsplatz eine Kommunikationsflut, die in Ihrer Wirkung negative Folgen wie Stress, Konflikte, Ressourcenverschwendung, ungesunde Verhaltensweisen und Krankheiten erzeugt (Mai, 2010 und Schlesinger & Matthes, 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Kommunikation vom technischen Übermittlungsprozess hin zu komplexen, systemtheoretisch zu betrachtenden menschlichen Interaktionen und stellt das Ziel der Arbeit dar.

2. Systemtheoretisch orientierte Kommunikationsmodelle: Dieses Kapitel erläutert die psychologische, biologische und soziologische Perspektive auf Kommunikation, wobei insbesondere der Beziehungsaspekt und die strukturelle Kopplung analysiert werden.

3. Zusammenfassung und Implikationen für die Praxis: Das abschließende Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf konkrete Fragestellungen für den Arbeitsalltag und reflektiert die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Veränderungen in bestehenden Beziehungssystemen.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Kommunikation, Beziehungsaspekt, Inhaltsaspekt, Watzlawick, Maturana, Varela, Luhmann, Autopoiese, strukturelle Kopplung, Arbeitswelt, doppelte Kontingenz, Selektionsprozess, Kommunikationstheorie, Praxisimplikationen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Beziehungsaspekts in systemtheoretisch orientierten Kommunikationsmodellen und wie sich diese auf die Kommunikation im beruflichen Kontext auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die psychologische, biologische und soziologische Systemtheorie, angewandt auf menschliche Kommunikationsabläufe und deren Einfluss auf die Beziehungsqualität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, systemtheoretische Erkenntnisse über Kommunikation nutzbar zu machen, um Kommunikationsprobleme am Arbeitsplatz besser zu verstehen und Lösungsansätze für die Praxis zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden verwendet?

Die Arbeit analysiert Kommunikation aus der psychologischen Sicht (Watzlawick et al.), der biologischen Sicht (Maturana & Varela) sowie der soziologischen Sicht nach Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung der fünf Axiome von Watzlawick, dem Konzept der strukturellen Kopplung nach Maturana & Varela sowie dem Selektionsprozess und dem Medienbegriff bei Luhmann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Autopoiese, doppelte Kontingenz, Inhalts- und Beziehungsaspekt, strukturelle Kopplung sowie die Unterscheidung zwischen analoger und digitaler Kommunikation.

Was bedeutet der "Beziehungsaspekt" bei Watzlawick?

Er besagt, dass jede Mitteilung neben der sachlichen Information definiert, wie der Sender die Beziehung zum Empfänger versteht und verstanden haben möchte.

Warum ist das Verständnis der "doppelten Kontingenz" laut Luhmann wichtig?

Sie beschreibt die gegenseitige Abhängigkeit in der Kommunikation, die diese eigentlich unwahrscheinlich macht; das Verständnis hilft, Kommunikationsmedien als Strukturen zur Erhöhung der Erfolgswahrscheinlichkeit zu begreifen.

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Résumé des informations

Titre
Die Bedeutung des Beziehungsaspektes in systemtheoretisch orientierten Kommunikationsmodellen
Université
University of Wuppertal
Cours
Grundlagen der Arbeits- und Organisationspsychologie
Note
1,7
Auteur
Guido Brandone (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V172938
ISBN (ebook)
9783640930241
ISBN (Livre)
9783640930265
Langue
allemand
mots-clé
bedeutung beziehungsaspektes kommunikationsmodellen systemtheorie systemisch Maturana Varela Luhmann Watzlawick kommunikation beziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Guido Brandone (Auteur), 2010, Die Bedeutung des Beziehungsaspektes in systemtheoretisch orientierten Kommunikationsmodellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/172938
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Extrait de  19  pages
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