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Die seelische Problematik der helfenden Berufe

Eigenverantwortung vs. Vorgaben (Macht und Ohnmacht)

Titre: Die seelische Problematik der helfenden Berufe

Dossier / Travail , 2010 , 15 Pages

Autor:in: Dominik Pohl (Auteur)

Pédagogie - Psychologie pédagogique
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Unter Einbezug der Literatur von Wolfgang Schmidbauer „Hilflose Helfer“, werde ich die seelische Problematik der helfenden Berufe aufzeigen, um im weiteren Verlauf das oftmals daraus resultierende Krankheitsbild des Helfersyndroms genauer veranschaulichen zu können. Mit Begriffen aus der psychosozialen Forschung, wird die Ohnmacht des Helfers in Zusammenhang zu frühkindlichen Problemen oder im Alltag erworbenen Neurosen, gebracht.

Die Frage, ob ein Helfersyndrom grundsätzlich etwas Schlechtes ist, wie man sich dadurch selbst schädigen kann und welche positiven Seiten diese Eigenschaft des Helfenden mit sich bringen, wird anschließend behandelt.

Helfen macht das Wesen zahlreicher Berufe aus, doch „In keiner Berufsgruppe wird die eigene Hilfsbedürftigkeit so nachhaltig verharmlost und verdrängt wie in der, die Hilfsbereitschaft als Dienstleistung anbietet.“

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die seelische Problematik der „Helfenden Berufe“

2. Das Helfersyndrom

3. Depression und Selbstmordgefahr

4. Die Ohnmacht des Helfers

5. Hilfe für Helfer – Vorbeugen und Behandlung

6. Bezug zum Praktikumskontext

7. Bezug zur Reflexivität

8. Schlussreflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die psychischen Belastungen in sogenannten helfenden Berufen, insbesondere das Helfersyndrom, und setzt diese in Bezug zu den Erfahrungen aus einem sozialpädagogischen Praktikum sowie theoretischen Konzepten der Reflexivität.

  • Psychische Problematiken in helfenden Berufen
  • Das Helfersyndrom und seine Auswirkungen
  • Ohnmacht und Selbstmordgefährdung bei Helfern
  • Praxisbezug zur Sport- und Jugendpflege
  • Bedeutung der wissenschaftlichen und narzisstischen Reflexivität

Auszug aus dem Buch

Die seelische Problematik der „Helfenden Berufe“

Helfen macht das Wesen zahlreicher Berufe aus, doch „In keiner Berufsgruppe wird die eigene Hilfsbedürftigkeit so nachhaltig verharmlost und verdrängt wie in der, die Hilfsbereitschaft als Dienstleistung anbietet.“ (Schmidbauer, 1992, S.1) Den oft stetigen Einsatz, sich für seine Klientel vollkommen einzusetzen beinhaltet nicht selten, sich selbst zu vernachlässigen.

Das Problem der „Helfenden Berufe“ äußert sich nicht selten in einem Helfersyndrom, „[…], dass Schwäche und Hilflosigkeit bei anderen akzeptiert und als behandlungsbedürftig erkannt werden, während das Selbstbild von solchen <> um jeden Preis freigehalten werden muss.“ (Schmidbauer, 1992, S.1) Aus der Sicht es Helfers werden somit eigene Probleme als unwichtig angesehen und der Versuch jene Schwierigkeiten zu unterdrücken, indem man anderen Menschen beisteht, führen nicht selten zu Depressionen oder gar Selbstmordgedanken.

Nach Schmidbauer sind diese psychischen Strukturen in der Berufsgruppe von Ärzten, Sozialarbeitern, Erziehern, Lehrer/innen, Psychologen, Seelsorger und weiteren helfenden Professionen sehr ausgeprägt nachzuweisen. „Dabei ist zu berücksichtigen, dass in keiner Berufsgruppe (psychische) Störungen so sehr vertuscht und bagatellisiert werden wie in der, die unmittelbar mit der Behandlung dieser Störungen befasst ist.“ (Schmidbauer, 1992, S.16)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas unter Einbezug der Literatur von Wolfgang Schmidbauer und Ausblick auf die Analyse des Helfersyndroms sowie der Reflexivität.

1. Die seelische Problematik der „Helfenden Berufe“: Darstellung der Verdrängung eigener Hilfsbedürftigkeit in helfenden Professionen und die damit verbundenen psychischen Risiken.

2. Das Helfersyndrom: Definition des Helfersyndroms als Krankheitsbild, das durch selbstschädigende Hingabe an andere gekennzeichnet ist.

3. Depression und Selbstmordgefahr: Erläuterung der Verbindung zwischen dem Helfersyndrom, psychischen Störungen, Depressionen und suizidalen Phantasien.

4. Die Ohnmacht des Helfers: Untersuchung frühkindlicher Prägungen und narzisstischer Störungen, die zu einem ständigen Streben nach Bestätigung durch Leistung führen.

5. Hilfe für Helfer – Vorbeugen und Behandlung: Aufzeigen von Interventionsmöglichkeiten, von negativer Verstärkung bis hin zu notwendiger Selbstreflexion.

6. Bezug zum Praktikumskontext: Vergleich der theoretischen Problematiken mit den praktischen Erfahrungen bei der Sport- und Jugendpflege und der dort erlebten Machtlosigkeit.

7. Bezug zur Reflexivität: Theoretische Herleitung, warum reflexive Analyse essentiell ist, um eigene Verzerrungen im Forschungsprozess und beruflichen Handeln zu minimieren.

8. Schlussreflexion: Kritische Auseinandersetzung mit Schmidbauers Thesen und Fazit zur Bedeutung der Selbstreflexivität für die berufliche Praxis.

Schlüsselwörter

Helfersyndrom, Soziale Arbeit, Reflexivität, Depression, Burnout, Psychische Gesundheit, Narzisstische Neurose, Selbstreflexion, Jugendpflege, Hilfeverhalten, Professionelles Handeln, Belastbarkeit, Sozialpädagogik, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit thematisiert die psychischen Belastungen und das Gefahrenpotenzial von Menschen in sozialen, helfenden Berufen, insbesondere im Kontext des sogenannten Helfersyndroms.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind das Helfersyndrom, die Gefahr von Depressionen, narzisstische Persönlichkeitsstrukturen sowie die Bedeutung von Reflexivität in der Ausbildung und Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie persönliche und berufliche Faktoren zur Überlastung führen können und wie Selbstreflexion als Mittel zur psychischen Gesunderhaltung und Professionalisierung dienen kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es erfolgt eine Literaturanalyse psychologischer Fachliteratur (vorwiegend W. Schmidbauer) kombiniert mit einer praxisorientierten Reflexion eigener Praktikumserfahrungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Helfersyndromen, die Rolle von Ohnmacht und Neurosen, Möglichkeiten zur Vorbeugung sowie die praktische Anwendung theoretischer Konzepte im Jugendpflege-Praktikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Helfersyndrom, Reflexivität, Soziale Arbeit, psychische Belastung, Selbstschädigung und professionelle Distanz.

Welche Rolle spielt das Praktikum bei der Sport- und Jugendpflege?

Das Praktikum dient als Fallbeispiel, um die theoretische Problematik von starren Vorgaben gegenüber der eigenen Verantwortlichkeit an konkreten Arbeitsabläufen zu überprüfen.

Inwiefern beeinflussen Bourdieu und Steinert die Argumentation?

Ihre Theorien zur wissenschaftlichen und narzisstischen Reflexivität dienen dazu, die Notwendigkeit zu begründen, das eigene Handeln und Forschen kritisch zu hinterfragen, um Vorurteile und blinde Flecken zu vermeiden.

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Résumé des informations

Titre
Die seelische Problematik der helfenden Berufe
Sous-titre
Eigenverantwortung vs. Vorgaben (Macht und Ohnmacht)
Université
University of Frankfurt (Main)
Auteur
Dominik Pohl (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
15
N° de catalogue
V173036
ISBN (ebook)
9783640931781
ISBN (Livre)
9783640931538
Langue
allemand
mots-clé
Eigenverantwortung Vorgaben Macht Ohnmacht Helfersyndrom Depression Selbstmordgefahr Reflexivität Pädagogik Erziehungswissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominik Pohl (Auteur), 2010, Die seelische Problematik der helfenden Berufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173036
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