Ziel dieser Arbeit ist es, im historischen Wandel die Darstellung von sozialer Benachteiligung
(Armut) im Bezug auf Wohnen in Münchner Tageszeitungen zu untersuchen. Als zu analysierende
Printmedien wurden dafür die Münchner Neuste Nachrichten von 1927 und die Süddeutsche
Zeitung von 2002 gewählt. Hierbei wurden folgende Themenschwerpunkte gesetzt:
1. Vergleich der Darstellung der strukturellen Phänomene (was wird thematisiert?).
2. Vergleich der medialen Zeichnung der Akteure und der Akteursgruppen (Funktion und
Situation).
3. Vergleich der verwendeten journalistischen Darstellungsform und der Selektionsprogramme.
4. Vergleich der Argumentationsmuster in den Zeitungen durch die Herausarbeitung spezifischer
Gerechtigkeitsvorstellungen und Normen resultierend in einer politischen Verortung.
Dazu haben wir zum einen die theoretischen Grundlagen herausgearbeitet und zum anderen
im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse das empirische Material vergleichend analysiert,
ausgewertet und interpretiert. Hierbei fand der historische Kontext der Wohnungssituation in
den 1920er Jahren und der Münchner Neuesten Nachrichten explizit Berücksichtigung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Teil
- Begriffsdefinitionen
- Massenmedien
- Soziale Ungleichheit
- Armut
- Wohnen
- Historischer Kontext (Situationsdarstellung)
- Wohnungsnot und -armut
- Wohnungsfrage“ und Wohnungspolitik
- Wohnen und Wohnungspolitik in der Weimarer Republik
- Die Wohnsituation in München 1927
- Massenmedium - Zeitung
- Darstellungsformen in Zeitungen
- Selektionsprogramme
- Ordnungsprogramme
- Münchner Neueste Nachrichten
- Vergleich des Aufbaus nach Rubriken zwischen den ,,Münchner Neuesten Nachrichten“ (1927) und der ,,Süddeutschen Zeitung“ (2002)
- Wohnungsnot und -armut
- Vorgehensweise im Forschungsprozess
- Methode
- Vorgehensweise
- Themenfindung
- Forschungsgruppe
- Materialsichtung und -auswahl
- Erarbeitung der theoretischen Hintergründe
- Erfassung des Materials
- Entwicklung des Kategorienschemas
- Auswertung des Materials
- Kategorienschema und Darstellung der Ergebnisse mit Vergleich
- Kategorienschema
- Darstellung der Ergebnisse mit Vergleich
- Auswertung und Interpretation der Kategorie 1
- Auswertung und Interpretation der Kategorie 2
- Die Auswertung und Interpretation der Kategorie 3
- Die Auswertung und Interpretation der Kategorie 4
- Auswertung und Interpretation der Kategorie 5
- Schlussbetrachtung und Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Darstellung von sozialer Benachteiligung (Armut) im Bezug auf Wohnen in Münchner Tageszeitungen im historischen Wandel. Im Fokus stehen die Münchner Neuste Nachrichten von 1927 und die Süddeutsche Zeitung von 2002. Die Analyse konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
- Vergleich der Darstellung der strukturellen Phänomene (was wird thematisiert?)
- Vergleich der medialen Zeichnung der Akteure und der Akteursgruppen (Funktion und Situation)
- Vergleich der verwendeten journalistischen Darstellungsform und der Selektionsprogramme
- Vergleich der Argumentationsmuster in den Zeitungen durch die Herausarbeitung spezifischer Gerechtigkeitsvorstellungen und Normen resultierend in einer politischen Verortung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und beschreibt die Zielsetzung und Themenschwerpunkte. Der theoretische Teil definiert die zentralen Begriffe der Analyse, darunter Massenmedien, soziale Ungleichheit, Armut und Wohnen. Er beleuchtet auch den historischen Kontext der Wohnungssituation in den 1920er Jahren und die Rolle der Münchner Neuesten Nachrichten. Der dritte Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise der Arbeit, die auf einer qualitativen Inhaltsanalyse basiert. Das vierte Kapitel stellt das Kategorienschema vor und präsentiert die Ergebnisse des Vergleichs zwischen den beiden Zeitungen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Sozialer Ungleichheit, Armut, Wohnen, Massenmedien, Journalismus, historische Vergleichsanalyse, qualitative Inhaltsanalyse, Münchner Neueste Nachrichten, Süddeutsche Zeitung, und die Darstellung von Armut im Bezug auf Wohnen in Münchner Tageszeitungen.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird soziale Ungleichheit in Massenmedien dargestellt?
Die Arbeit untersucht dies durch einen Vergleich der Münchner Neuesten Nachrichten (1927) und der Süddeutschen Zeitung (2002) im Hinblick auf das Thema Wohnen.
Welche Rolle spielt die Wohnungssituation bei Armut?
Wohnungsnot und -armut sind zentrale Indikatoren für soziale Benachteiligung, die in beiden untersuchten Epochen medial stark thematisiert wurden.
Was sind Selektionsprogramme der Medien?
Es sind Mechanismen, nach denen Redaktionen entscheiden, welche Ereignisse als berichtenswert gelten und wie diese gerahmt werden.
Wie wurden Akteure 1927 im Vergleich zu 2002 gezeichnet?
Die qualitative Inhaltsanalyse vergleicht die mediale Wahrnehmung von Betroffenen, Politikern und anderen Akteursgruppen im historischen Wandel.
Welche Gerechtigkeitsvorstellungen finden sich in den Zeitungen?
Durch die Analyse der Argumentationsmuster werden spezifische Normen und politische Verortungen der Zeitungen herausgearbeitet.
Was ist das Ziel der Inhaltsanalyse?
Ziel ist es, den historischen Wandel in der Berichterstattung über soziale Benachteiligung und die Entwicklung journalistischer Darstellungsformen aufzuzeigen.
- Begriffsdefinitionen
- Quote paper
- Matthias Bünder (Author), Michaela Krause (Author), Peter Gloël (Author), 2003, Darstellung sozialer Ungleichheit in Massenmedien - Eine qualitative Inhaltsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17305