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Darstellung sozialer Ungleichheit in Massenmedien - Eine qualitative Inhaltsanalyse

Titre: Darstellung sozialer Ungleichheit in Massenmedien - Eine qualitative Inhaltsanalyse

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 96 Pages , Note: sehr guter empirischer Teil

Autor:in: Matthias Bünder (Auteur), Michaela Krause (Auteur), Peter Gloël (Auteur)

Sociologie - Méthodologie et Méthodes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es, im historischen Wandel die Darstellung von sozialer Benachteiligung
(Armut) im Bezug auf Wohnen in Münchner Tageszeitungen zu untersuchen. Als zu analysierende
Printmedien wurden dafür die Münchner Neuste Nachrichten von 1927 und die Süddeutsche
Zeitung von 2002 gewählt. Hierbei wurden folgende Themenschwerpunkte gesetzt:
1. Vergleich der Darstellung der strukturellen Phänomene (was wird thematisiert?).
2. Vergleich der medialen Zeichnung der Akteure und der Akteursgruppen (Funktion und
Situation).
3. Vergleich der verwendeten journalistischen Darstellungsform und der Selektionsprogramme.
4. Vergleich der Argumentationsmuster in den Zeitungen durch die Herausarbeitung spezifischer
Gerechtigkeitsvorstellungen und Normen resultierend in einer politischen Verortung.
Dazu haben wir zum einen die theoretischen Grundlagen herausgearbeitet und zum anderen
im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse das empirische Material vergleichend analysiert,
ausgewertet und interpretiert. Hierbei fand der historische Kontext der Wohnungssituation in
den 1920er Jahren und der Münchner Neuesten Nachrichten explizit Berücksichtigung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2.1 Begriffsdefinitionen

2.1.1 Massenmedien

2.1.2 Soziale Ungleichheit

2.1.3 Armut

2.1.4 Wohnen

2.2 Historischer Kontext (Situationsdarstellung)

2.2.1 Wohnungsnot und -armut

2.2.1.1 „Wohnungsfrage“ und Wohnungspolitik

2.2.1.2 Wohnen und Wohnungspolitik in der Weimarer Republik

2.2.1.3 Die Wohnsituation in München 1927

2.2.2 Massenmedium – Zeitung

2.2.2.1 Darstellungsformen in Zeitungen

2.2.2.2 Selektionsprogramme

2.2.2.3 Ordnungsprogramme

2.2.2.4 Münchner Neueste Nachrichten

2.2.2.5 Vergleich des Aufbaus nach Rubriken zwischen den „Münchner Neuesten Nachrichten“ (1927) und der „Süddeutschen Zeitung“ (2002)

3. Vorgehensweise im Forschungsprozess

3.1 Methode

3.2 Vorgehensweise

3.2.1 Themenfindung

3.2.2 Forschungsgruppe

3.2.3 Materialsichtung und –auswahl

3.2.4 Erarbeitung der theoretischen Hintergründe

3.2.5 Erfassung des Materials

3.2.6 Entwicklung des Kategorienschemas

3.2.7 Auswertung des Materials

3.2.8 Interpretation

4. Kategorienschema und Darstellung der Ergebnisse mit Vergleich

4.1 Kategorienschema

4.2 Darstellung der Ergebnisse mit Vergleich

4.2.1 Auswertung und Interpretation der Kategorie 1

4.2.2 Auswertung und Interpretation der Kategorie 2

4.2.3 Die Auswertung und Interpretation der Kategorie 3

4.2.4 Die Auswertung und Interpretation der Kategorie 4

4.2.5 Auswertung und Interpretation der Kategorie 5

5. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Darstellung sozialer Benachteiligung (Armut) im Bezug auf Wohnen in Münchner Tageszeitungen im historischen Wandel zwischen 1927 und 2002 zu untersuchen und methodisch zu vergleichen.

  • Vergleich der Darstellung struktureller Phänomene der Wohnungsnot.
  • Mediale Zeichnung der betroffenen Akteure und Akteursgruppen.
  • Analyse der verwendeten journalistischen Darstellungsformen und Selektionsprogramme.
  • Herausarbeitung spezifischer Gerechtigkeitsvorstellungen und politischer Argumentationsmuster.

Auszug aus dem Buch

Die Wohnsituation in München 1927

Allgemeine Situation

Wohnungsnot und Wohnungselend sind nicht ausschließlich auf die desolate wirtschaftliche Situation Deutschlands in der Weimarer Republik zurückzuführen, sondern fanden ihren Ursprung bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert. Durch die fortschreitende Industrialisierung erwies sich der Arbeitsmarkt besonders in den Städten als günstig, wodurch viele Menschen zur Landflucht gezwungen wurden, um den Maschinen zu folgen. Der steigende Menschenzustrom erhöhte den Wohnungsbedarf in den Städten. Hauptsächlich aufgrund fehlender Verkehrsgelegenheiten mussten weitere Bebauungen in den bisherigen Stadtbereichen erfolgen, so dass eine Expansion nicht stattfand.

Die Wohnungsnot äußerte sich nach dem Krieg so dringend, dass es nicht anders als durch die Errichtung von Notquartieren möglich war, die andrängenden Massen der Wohnungssuchenden vor Obdachlosigkeit zu bewahren. So entstanden in den Städten ganze Kolonien von Barackenbauten und ausrangierten Eisenbahnwagen, die auch im Jahr 1927 noch nicht verschwunden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt das Ziel der Arbeit, den historischen Vergleich der Berichterstattung über Armut und Wohnen in München anhand zweier Zeitungen.

2. Theoretischer Teil: Definiert zentrale soziologische Begriffe wie Massenmedien, soziale Ungleichheit, Armut und Wohnen und bettet diese in den historischen Kontext der 1920er Jahre ein.

3. Vorgehensweise im Forschungsprozess: Erläutert die methodische Herangehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse sowie die Kriterien der Materialsichtung und -auswahl.

4. Kategorienschema und Darstellung der Ergebnisse mit Vergleich: Präsentiert das Kategorienschema und führt die detaillierte Auswertung und Gegenüberstellung der Artikel beider Zeitungen durch.

5. Schlussbetrachtung und Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse des historischen Vergleichs zusammen und reflektiert die Unterschiede in der journalistischen Berichterstattung.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Wohnungsnot, Armut, München, Historischer Vergleich, Massenmedien, Zeitungsanalyse, qualitative Inhaltsanalyse, Weimarer Republik, Wohnungspolitik, Wohnungslosigkeit, Berichterstattung, Soziale Gruppen, Problemlöser, Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die mediale Darstellung von Armut und Wohnungsnot in München im Zeitvergleich zwischen 1927 und 2002.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Berichterstattung über Wohnungsnot, soziale Ungleichheit, die Rolle politischer Entscheidungsträger sowie die Lebensbedingungen armer Bevölkerungsschichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein historischer Vergleich der journalistischen Perspektiven, Selektionsprogramme und Argumentationsmuster der "Münchner Neuesten Nachrichten" (1927) und der "Süddeutschen Zeitung" (2002).

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasser nutzen die qualitative Inhaltsanalyse nach einer modifizierten Methode von Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise sowie die detaillierte Codierung und Interpretation der Zeitungsartikel anhand eines entwickelten Kategorienschemas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind soziale Ungleichheit, Wohnungsnot, historischer Vergleich und journalistische Darstellungsformen.

Welche Zeitungen wurden für den Vergleich herangezogen?

Es wurden die "Münchner Neueste Nachrichten" aus dem Jahr 1927 und die "Süddeutsche Zeitung" aus dem Jahr 2002 gewählt.

Zu welchem Schluss kommen die Autoren bezüglich der journalistischen Darstellung?

Die Autoren stellen fest, dass die "Süddeutsche Zeitung" die Thematik deutlich komplexer und differenzierter behandelt als die "Münchner Neueste Nachrichten", welche Wohnungsnot primär als strukturelles, bereits durch institutionelle Maßnahmen gelöstes Problem darstellte.

Fin de l'extrait de 96 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Darstellung sozialer Ungleichheit in Massenmedien - Eine qualitative Inhaltsanalyse
Université
University of Hagen  (Soziologie (AB II Handeln und Strukturen))
Cours
Forschungseminar
Note
sehr guter empirischer Teil
Auteurs
Matthias Bünder (Auteur), Michaela Krause (Auteur), Peter Gloël (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
96
N° de catalogue
V17305
ISBN (ebook)
9783638219099
Langue
allemand
mots-clé
Darstellung Ungleichheit Massenmedien Eine Inhaltsanalyse Forschungseminar
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Matthias Bünder (Auteur), Michaela Krause (Auteur), Peter Gloël (Auteur), 2003, Darstellung sozialer Ungleichheit in Massenmedien - Eine qualitative Inhaltsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17305
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Extrait de  96  pages
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