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Verbesserung der Lesekompetenz durch geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften

Titel: Verbesserung der Lesekompetenz durch geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften

Hausarbeit , 2010 , 15 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anita Schrems (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die aktuell veröffentlichten Ergebnisse von PISA 2009 lenken erneut die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Leseschwäche der Jungen. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Mädchen besser abschneiden und Jungen weniger gern und weniger gut lesen. Insgesamt liegen die deutschen Schüler und Schülerin-nen in ihren Leseleistungen nahe am OECD-Mittelwert. Jedoch wurden 18,5 % der 15-Jährigen als schwache Leser eingestuft. Eine besondere Schwäche der Schüler in allen Schulformen liegt im Reflektieren und Bewerten von Texten.1
Im Folgenden möchte ich zeigen, wie die Lesekompetenz der Grundschüler durch einen geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften im Unterricht verbessert werden kann. Hierfür ist es aber zunächst notwendig den Begriff Lesekompetenz zu klären und die geschlechterspezifischen Lesevoraussetzungen darzustellen. Schließlich ist zu beschreiben inwiefern gerade die Beschäftigung mit Ganzschriften zur Lesekompetenz beitragen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

1. Ergebnisse von PISA 2009 und IGLU 2006

2. Begründung und Darstellung der Fragestellung

II) Verbesserung der Lesekompetenz durch geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften

1. Klärung des Begriffes ‚Lesekompetenz‘

1.1 Definition nach PISA

1.2 Mehrebenenmodell nach Rosebrock

1.3 Lesekompetenzstufen

1.4 Lesemotivation bei Jungen und Mädchen

2. Geschlechtersensibler Umgang mit Ganzschriften

2.1 Begriffsklärung ‚Geschlechtersensibilität‘

2.2 Besonderheiten und Lernziele beim Umgang mit Ganzschriften

2.3 Auswahl der Ganzschrift

2.4 Umgang mit der Ganzschrift

III) Bedeutung des Themas „Lesekompetenz“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie durch einen geschlechtersensiblen Einsatz von Ganzschriften im Grundschulunterricht die Lesekompetenz und Lesemotivation von Schülern nachhaltig gesteigert werden kann. Dabei steht die Überwindung geschlechtsspezifischer Lesehürden durch gezielte Auswahl und methodische Arbeit mit Literatur im Vordergrund.

  • Analyse aktueller Lesekompetenzdaten aus PISA und IGLU
  • Untersuchung geschlechtsspezifischer Leseinteressen und Lesetypen
  • Identifikation von Strategien zur Auswahl von Ganzschriften
  • Vorstellung unterrichtspraktischer Methoden zur Arbeit mit Ganzschriften

Auszug aus dem Buch

2.3 Auswahl der Ganzschrift

Bei der Buchauswahl lässt sich zum einen die Vorlieben von Mädchen und Jungen berücksichtigen und zum anderen lernen die Kinder dabei nach welchen Kriterien sie ein Buch auswählen können und entgehen so der Frustration, eine Lektüre abbrechen zu müssen, weil das Buch zu schwierig oder uninteressant ist. Im Folgenden stelle ich fünf Beispiele vor wie man mit seiner Klasse zur Auswahl der Klassenlektüre kommen kann.

Auswahl der Ganzschrift nach Verfahren von Metzger

Nach dem Verfahren von Metzger werden fünf Bücher ausgewählt, die thematisch ähnlich sind oder vom gleichen Autor sind. Er achtet darauf, dass sowohl fiktive, semi-fiktiv, als auch non-fiktive Bücher dabei sind und jeweils zwei Bücher eher für Mädchen, bzw. eher für Jungen geeignet sind.

Zunächst schmökern die Schüler im Sitzkreis in den Büchern, sollen dann auf einem Zettel ankreuzen welches Buch sie lesen wollen, warum und unterschreiben. Dadurch sollen sich die Schüler bewusstmachen, nach welchen Kriterien sie ein Buch auswählen, die Lehrer erhalten zudem Rückmeldung über die Selbsteinschätzung der Schüler, z. B. wenn ein eher schwacher Schüler das dickste Buch auswählt. Metzger plant dann zwei Wochen ein, in denen eine bestimmte Zeit jeweils zum Lesen und zum Besprechen in der Gruppe vorgesehen ist. In der Gruppenarbeit sprechen die Kinder über ihr Buch, tauschen Meinungen aus und erzählen sich den Inhalt. Die Kinder überlegen sich, was sie zum Buch machen könnten und zum Abschluss feiern sie ein Buch-Fest mit Präsentation der Produkte für die Nachbarklassen.

Zusammenfassung der Kapitel

I) Einleitung: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand der PISA- und IGLU-Ergebnisse die existierenden Lesedefizite bei Schülern und begründet die Notwendigkeit einer verbesserten Leseförderung im Deutschunterricht.

II) Verbesserung der Lesekompetenz durch geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften: Dieser Hauptteil definiert Lesekompetenz theoretisch, beleuchtet geschlechterspezifische Unterschiede bei der Lesemotivation und stellt konkrete Ansätze zur Auswahl sowie zur methodischen Arbeit mit Ganzschriften im Unterricht vor.

III) Bedeutung des Themas „Lesekompetenz“: Das abschließende Kapitel hebt die Rolle der Lesekompetenz als grundlegende Schlüsselkompetenz für gesellschaftliche Teilhabe und schulischen Erfolg hervor.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, Geschlechtersensibilität, Ganzschriften, Grundschule, Lesemotivation, PISA, IGLU, Leseinteresse, Leseförderung, Literaturunterricht, Textverständnis, Identifikation, Sprachdidaktik, Lesestrategien, Lesetypen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert Möglichkeiten, wie durch einen geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften im Deutschunterricht der Grundschule die Lesekompetenz der Kinder gezielt verbessert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Lesekompetenz, geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseinteresse, Kriterien für die Buchauswahl und methodische Ansätze zur Arbeit mit Ganzschriften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch die Berücksichtigung von Geschlechterdifferenzen und eine reflektierte Auswahl von Lektüre die Leseleistung und Motivation der Grundschüler steigern können.

Welche wissenschaftlichen Modelle finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Definitionen der PISA-Studie sowie das Mehrebenenmodell der Lesekompetenz von Rosebrock.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretische Klärung des Lesekompetenzbegriffs als auch praktische Beispiele wie das „Verfahren von Metzger“, der Einsatz von Bandenromanen und Methoden wie das Lesetagebuch oder das Interview zum Buch erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Lesekompetenz, Geschlechtersensibilität, Ganzschriften, Lesemotivation und Grundschuldidaktik geprägt.

Welchen Stellenwert nimmt die Identifikation bei der Buchwahl ein?

Die Identifikation mit Romanfiguren, insbesondere in Bandenromanen, ist laut der Autorin ein zentrales Element, um die Lesemotivation zu fördern, da sich Kinder hier besser in die Handlung einfinden können.

Warum wird das Lesetagebuch als Methode hervorgehoben?

Das Lesetagebuch wird als wertvoll erachtet, da es ein intensiveres Leseerlebnis ermöglicht, zum reflektierten Lesen anleitet und eine argumentative Auseinandersetzung mit dem Gelesenen fördert.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verbesserung der Lesekompetenz durch geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Geschlechtersensible Leseförderung
Note
3,0
Autor
Anita Schrems (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
15
Katalognummer
V173300
ISBN (eBook)
9783640934577
ISBN (Buch)
9783640934874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verbesserung lesekompetenz umgang ganzschriften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anita Schrems (Autor:in), 2010, Verbesserung der Lesekompetenz durch geschlechtersensiblen Umgang mit Ganzschriften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173300
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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