Betrachtung zu James George Frazers Theorien in "The Golden Bough"


Hausarbeit, 2011

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.Biographisches des James George Frazer

2. The Golden Bough
2.1 The Golden Bough - In drei Teilen

3. Das dreistufige Modell: Magie - Religion - Wissenschaft

Schlussbemerkungen

Literaturverzeichnis

Einleitung

„Denn, sollte [Magie] jemals fruchtbar werden, so wäre sie eben nicht mehr Magie, sondern Wissenschaft“ (Frazer 1968: 72).

Mit Aussagen wie diesen lernen wir ihn kennen, den Autor des berühmten goldenen Zweig. Er stellt die Wissenschaft, als Weiterentwicklung von Religion und Magie, an die Spitze seines evolutionistischen Modells.

Anhand von drei Kapiteln und nachfolgenden Schlussbetrachtungen, werde ich das viel diskutierte Werk und die Frazerschen Theorien näher betrachten und diskutieren.

Zunächst beginne ich mit bibliographischem Material, um den Menschen, der hinter den oftmals menschenverachtenden, Aussagen steckt, vorzustellen. Wie glaubhaft erscheint eine Theorie, in der von einer primitiven Gesellschaftsordnung (Frazer 1968: 245) die Rede ist und eine Gesellschaft ohne Religion und Magie als Ziel der Evolution, also als zivilisiert, beschrieben wird?

Nachfolgend steige ich in das Werk ein, indem ich den Golden Bough in drei Teile gliedere und mithilfe dieser Einteilung einen Einblick in den Inhalt des Werkes ermögliche. Mein besonderes Augenmerk richte ich im Anschluss auf das dreistufige evolutionistische Modell Magie-Religion-Wissenschaft. In diesem Abschnitt wird jeder Faktor dieses Modells einzeln dargestellt und mit den Anderen in Beziehung gesetzt.

Abschließen werde ich meine Arbeit mit den Schlussbemerkungen, die sowohl Kritik wie auch andere Theorienansätze beinhalten.

1. Biographisches des James George Frazer

James George Frazer wurde am 1. Januar 1854 in Glasgow geboren. Sein Vater, Daniel Frazer, war ein erfolgreicher Apotheker und zusammen mit seiner Frau Katherine Frazer, ein frommer Christ und Mitglied der Free Church of Scotland. Die Frömmigkeit der Familie Frazer „äußerte sich vor allem in heimischen Gottesdienstfeiern und der strikten Befolgung der Sonntagsruhe“ (Wißmann 2004:77). Im Nachhinein beklagte James G. Frazer nie, dass er sich durch den frommen Lebensstil seiner Eltern bedrängt gefühlt hätte. Auch nicht, nachdem er einen Bruch mit dem Christentum erlebte, was ihn aber, so Frazer, in seinen späteren Theorien nicht beeinflusste.

1869 wurde er an der Universität von Glasgow immatrikuliert und entdeckte zu dieser Zeit sein Interesse an Klassischer Philologie und der Klassischen Antike. Wißmann beschreibt dieses Interesse als „eine Liebe, die sein ganzes Leben bestimmen sollte“ (2004:77). Es entwickelte sich die Erkenntnis, dass die Welt von nicht-beeinflussbaren Naturgesetzen beherrscht wird. Aus dieser Konsequenz verlor Frazer den Glauben an die Religion seiner Kindheit und wendete sich der Religionskritik zu, in der er allen religiösen Glauben als Aberglaube charakterisierte (ebd.).

Mit 21 Jahren schrieb er sich am Trinity College in Cambridge ein, wo ihm ein lebenslanges Stipendium gewährt wurde und er auch bis zu seinem Lebensende, mit 60 Jahren, blieb (ebd.). Neben seinem Philologie Studium begann Frazer 1878 ein Jurastudium, welches er, so Wißmann, vermutlich nur abschloss, „um seinem Vater mit dessen eher praktischer Lebensauffassung einen Gefallen zu tun“(ebd.).

Tätig wurde er im Bereich der Rechtswissenschaft nie und diese nahm auch keinen Einfluss auf seine späteren Bücher (Wißmann 2004:79). Während seinen Forschungen wurde der Anthropologe von seiner Frau von Alltagseinflüssen abgeschirmt und ihm wurde nachgesagt, dass Frazer „die Welt seines Studierzimmers [kannte]; das Leben „draußen“, […], war ihm dagegen weitgehend fremd“ (Schnepel 2001:113 - 114).

Mit einer kommentierten Übersetzung von Pausanias` Beschreibung Griechenlands gelang es dem jungen Frazer seine ersten Verdienste zu erwerben. Währenddessen wurde er auf das Werk Primitive Culture von E. B. Tylor aufmerksam, wodurch sein Interesse an der Anthropologie geweckt wurde.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Betrachtung zu James George Frazers Theorien in "The Golden Bough"
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Religionswissenschaft)
Veranstaltung
Lektürekurs 1 zu „Geschichte der Religionswissenschaft“
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V173386
ISBN (eBook)
9783640935895
ISBN (Buch)
9783640935925
Dateigröße
443 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betrachtung, james, george, frazers, theorien, golden, bough
Arbeit zitieren
Elena Kaufmann (Autor), 2011, Betrachtung zu James George Frazers Theorien in "The Golden Bough", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/173386

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