Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der politischen Dimension der Kunst und geht der Frage nach, unter welchen Bedingungen Kunst als politisch verstanden werden kann. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Kunst kein von gesellschaftlichen Machtverhältnissen losgelöster Bereich ist, sondern ein historisch und sozial konstruierter Raum, in dem Sichtbarkeit, Teilhabe und Kritik ausgehandelt werden. Gerade in Zeiten, in denen autokratische Tendenzen zunehmen und radikale Rechte in den Parlamenten der Nationalstaaten wie auch der Europäischen Union erstarken, gewinnt die Frage nach der Rolle der Kunst besondere Dringlichkeit. Die Einschränkung der Kunstfreiheit ist in Ländern wie der Türkei und Russland, aber auch innerhalb der EU in Ungarn oder Polen bereits Realität. Auch in Deutschland und weiteren EU-Staaten könnte die Kunstfreiheit durch nationalistische oder rechtsautoritäre Regierungsbeteiligungen unter Druck geraten.
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- Hannah Reith (Auteur), 2025, Die politische Dimension der Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1736999