Die vorliegende Portfolioprüfung analysiert die psychische Belastungslage im operativen Rettungsdienst und evaluiert die Wirksamkeit eines achtwöchigen Resilienztrainings. Auf Grundlage einer diagnostischen Baseline-Erhebung von N=350 Einsatzkräften wird die psychische Symptomlast mittels der SCL-90® und die Resilienz durch die ReRe-Skala operationalisiert.
Den methodischen Kern der Untersuchung bildet eine Interventionsstudie mit n=65 Probanden. Durch ein quasiexperimentelles Längsschnittdesign (Prä-Post-Vergleich) wird die Wirksamkeit der Maßnahme hinsichtlich der Reduktion klinisch relevanter Symptome (GSI) sowie der Stärkung der Regenerations- und Resistenzorientierung geprüft. Die empirischen Befunde verdeutlichen die Notwendigkeit evidenzbasierter Schutzmaßnahmen angesichts einer hohen psychischen Belastungsdichte im Rettungswesen.
Über die Evaluation hinaus entwickelt die Arbeit das „Künkel-Modell“ als systemischen Reformansatz. Dieses adressiert strukturelle Defizite durch die Forderung nach einer kaskadierenden Akademisierung der rettungsdienstlichen Ausbildung sowie der Implementierung einer obligatorischen Eignungsdiagnostik gemäß DIN 33430. Die Arbeit liefert damit einen wissenschaftlich fundierten Beitrag zur notwendigen Verzahnung von arbeitspsychologischer Forschung und rettungsdienstlicher Praxis zur nachhaltigen Sicherung der operativen Leistungsfähigkeit.
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- Ramona Künkel (Autor), 2026, Psychische Belastung und Resilienz im Rettungsdienst. Eine empirische Evaluation von Interventionsmaßnahmen und strukturellen Reformansätzen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1738357