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Die Einheit von Form und Inhalt

Zur offenen Form bei Alexander Calder und Earle Brown

Title: Die Einheit von Form und Inhalt

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Ulf Thomassen (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Nach einem Überblick über die Problematik des Zusammenhangs von Form und Inhalt, orientiert an exemplarischen Vorstellungen aus der Philosophie, folgt eine Untersuchung der Form-Inhalt-Relation bei Alexander Calder's "mobiles" und Earle Brown's "twentyfive pages".
Calder's Skulpturen und Brown's Komposition teilen das Merkmal der offenen Form. Damit stellen sie neue Fragen in Bezug auf die wechselseitige Abhängigkeit von Form und Inhalt. Anders als der Begriff "offene Form" vielleicht vermuten ließe, negieren sie diesen Zusammenhang jedoch nicht, sondern konstituieren ihn - so die These dieser Arbeit - auf einem abstrakteren Niveau.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Vom Problem der Form

1. Gegenstand der Formenlehre

2. Historizität des Verstehens

3. Einengung und Aufhebung der Formenlehre

4. Das Formproblem

III. Die offene Form des Werks

1. Ursache und Begriffsbestimmung

2. Kurze Analyse der zugrunde liegenden Werke

a. Alexander Calders ‚mobiles‘

b. Earle Browns ‚twentyfive pages‘

3. Zur Be-Deutung des offenen Kunstwerks

a. Einmaligkeit der Erscheinung

b. Die Rolle des Interpreten

c. Zwischenfazit: Die Einheit in der Offenheit

IV. Fazit: Noch einmal Form und Inhalt

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische und ästhetische Beziehung zwischen Form und Inhalt am Beispiel der sogenannten offenen Form. Ziel ist es zu erörtern, inwiefern sich die klassischen Vorstellungen von Form bei Alexander Calder und Earle Brown in einer neuen, zeitgemäßen Form-Inhalt-Relation widerspiegeln.

  • Die historische Entwicklung ästhetischer Theorien zum Formbegriff
  • Das Problem der Historizität und des hermeneutischen Zirkels im Verstehen von Form
  • Die Analyse der offenen Form bei den ‚mobiles‘ von Alexander Calder
  • Die Untersuchung der Rolle des Interpreten bei Earle Browns ‚twentyfive pages‘
  • Die Synthese aus Freiheit und Bestimmtheit als neue Qualität künstlerischer Form

Auszug aus dem Buch

3. Zur Be-Deutung des offenen Kunstwerks

Calder und Brown setzen sich also mit dem Problem der Form auseinander, ohne die Idee der Form an sich zu negieren. Ihre Werke haben eine Form, sie ist lediglich so gestaltet, dass sie weniger determiniert ist, als das bei klassischen Kunstwerken der Fall ist. Dies wiederum ist nur folgerichtig, denn ihr Inhalt ist gerade die Problematisierung von Form an sich: „[H]ier werden bestimmte Eigenschaften der Darstellungsform selbst zum Gegenstand der Darstellung“. Inhalt und Form sind also auch bei diesen vermeintlich abstrakten Werken adäquat, gerade weil die Form eine offene ist. Es stellt sich die entscheidende Frage, wie diese Werke nun zu verstehen sind und was sie uns über das Verstehen an sich aussagen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung legt die Grundannahme dar, dass Form und Inhalt bei Calder und Brown eine besondere, offene Relation eingehen, die eine Brücke zwischen antiken Theorien und zeitgenössischer Ästhetik schlägt.

II. Vom Problem der Form: Das Kapitel beleuchtet die aristotelischen Wurzeln des Formbegriffs und diskutiert kritisch, wie sich Formenlehre durch Historizität und den hermeneutischen Zirkel zu einem komplexen Problemfeld entwickelt.

III. Die offene Form des Werks: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der ‚mobiles‘ von Calder und der ‚twentyfive pages‘ von Brown, wobei der Fokus auf dem Einfluss des Zufalls sowie der aktiven Rolle des Interpreten liegt.

IV. Fazit: Noch einmal Form und Inhalt: Das Fazit fasst zusammen, dass die offene Form kein Ende des Werkbegriffs bedeutet, sondern dass Form und Inhalt hier in einer Einheit des Unabgeschlossenen verschmelzen.

Schlüsselwörter

Offene Form, Alexander Calder, Earle Brown, Formenlehre, Musikästhetik, Interpretation, Variabilität, Form-Inhalt-Relation, Hylemorphismus, Moderne Kunst, Hermeneutik, Aleatorik, künstlerisches Werk, Abstraktion, Ästhetische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Form und Inhalt in der Kunst und Musik des 20. Jahrhunderts, speziell am Beispiel der „offenen Form“ bei Alexander Calder und Earle Brown.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verbindet klassische ästhetische Theorie, wie sie von Aristoteles oder Kant begründet wurde, mit modernen Ansätzen der Kunstphilosophie von Autoren wie Adorno, Eco und Dahlhaus.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die „offene Form“ kein bloßes Chaos oder Beliebigkeit darstellt, sondern eine neue, tiefgreifende Form der Einheit zwischen Werkstruktur und künstlerischem Inhalt ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine systematische und vergleichende kunsttheoretische Analyse, die Fachliteratur zur Ästhetik heranzieht und diese auf die spezifischen Werke der beiden Künstler anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung des Formproblems und eine konkrete Analyse der Werke, wobei insbesondere die Rolle des Interpreten und die Variabilität der Erscheinung diskutiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Offene Form, Variabilität, Form-Inhalt-Relation, Interpretation sowie die historische Einbettung des künstlerischen Verstehens.

Inwieweit unterscheiden sich die ‚mobiles‘ von Calder und die ‚twentyfive pages‘ von Brown?

Während bei Calder vor allem physikalische Gesetze des Zufalls die Formgebung beeinflussen, tritt bei Brown der Interpret als entscheidender, formgebender Faktor zwischen Werk und Publikum.

Wie bewertet der Autor das Paradoxon der ‚offenen Form‘?

Der Autor argumentiert, dass gerade in der Offenheit und der scheinbaren Unabgeschlossenheit des Werkes eine neue, höhere Form von Einheit und Stimmigkeit gefunden werden kann.

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Details

Title
Die Einheit von Form und Inhalt
Subtitle
Zur offenen Form bei Alexander Calder und Earle Brown
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Ulf Thomassen (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V174242
ISBN (eBook)
9783640946006
Language
German
Tags
Alexander Calder Earle Brown offene Form Ästhetitk mobile twentyfive pages
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulf Thomassen (Author), 2010, Die Einheit von Form und Inhalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/174242
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