Martin Buber (1878–1965), einer der einflussreichsten jüdischen Denker des 20. Jahrhunderts, durchlief einen geistigen Weg von der Mystik zur Dialogphilosophie. In der vorliegenden Arbeit wird zunächst seine Biographie skizziert: die frühe Kindheit bei den Großeltern in Osteuropa, seine multikulturelle Prägung, sein Engagement als Kulturzionist, die Herausgabe zentraler jüdischer Publikationen sowie seine Tätigkeit als Hochschullehrer in Frankfurt und später in Jerusalem. Besondere Beachtung finden sein Hauptwerk „Ich und Du“ (1923) und die gemeinsam mit Franz Rosenzweig begonnene Tanach-Übersetzung.
Im Zentrum steht Bubers dialogisches Prinzip: die Unterscheidung zwischen den Grundworten „Ich-Du“ (Beziehung, Begegnung) und „Ich-Es“ (Erfahrung, Vergegenständlichung). Der Mensch wird erst am Du zum Ich; echte Beziehung – besonders zum Mitmenschen und zum „Ewigen Du“ Gottes – überwindet die monologische Vereinsamung des modernen Menschen und stiftet Sinn und Gemeinschaft.
Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Würdigung, die Bubers Denken als bereichernd für Pädagogik, Psychologie und Philosophie sowie als wegweisend für ein neues Verständnis von Sprache, Beziehung und Gottesnähe hervorhebt.
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- Björn Pfeifle (Auteur), 2021, Martin Buber und sein Werk "Ich und Du", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1744189