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Experimentell induzierte Störungen der Aufmerksamkeit - Inattentional Blindness

Title: Experimentell induzierte Störungen der Aufmerksamkeit - Inattentional Blindness

Presentation (Elaboration) , 2010 , 13 Pages

Autor:in: Veronika Zilker (Author)

Psychology - Biological Psychology
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Beschränkung der visuellen Wahrnehmung durch Aufmerksamkeitsprozesse, speziell dem Phänomen der "inattentional blindness".
Erörtert werden allgemeine notwendige Charakteristika experimenteller Stimulationen des Phänomens, einige Studien zum Thema, die jeweiligen Rückschlüsse auf die Rolle der Aufmerksamkeit für die Perzeption und auf Faktoren, die die Unaufmerksamkeitsblindheit beeinflussen, eine kritische Alternativtheorie sowie der angenommene funktionellen Sinn des Phänomens.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anforderungen an Untersuchungen zur Blindheit durch Unaufmerksamkeit

3 Darstellung einer Auswahl von Studien

3.1 Unaufmerksamkeitsblindheit bei wenig komplexen Reizen

3.1.1 Aufbau der Studie von Mack & Rock 1998

3.1.2 Resultate und Schlussfolgerungen

3.1.2.1 Einflussfaktoren auf die Unaufmerksamkeitsblindheit: räumliche Anordnung, Bedeutsamkeit und Größe

3.1.2.2 Selektionsprozesse der Wahrnehmung

3.2 Unaufmerksamkeitsblindheit bei länger andauernden, dynamischen Ereignissen

3.2.1 Fragestellungen

3.2.2 Aufbau der Studie von Simons & Chabris 1999

3.2.3 Resultate und Schlussfolgerungen

4 Kritik an der Theorie der Blindheit durch Unaufmerksamkeit

5 Blindheit durch Unaufmerksamkeit: Nutzen oder lästiges Übel?

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der "Inattentional Blindness" (Blindheit durch Unaufmerksamkeit), mit dem Ziel zu ergründen, warum visuelle Reize trotz Sichtbarkeit oft nicht bewusst wahrgenommen werden, wenn die Aufmerksamkeit auf andere Aufgaben gerichtet ist.

  • Grundlagen und theoretischer Rahmen der Unaufmerksamkeitsblindheit.
  • Methodische Ansätze zur experimentellen Induzierung von Wahrnehmungsstörungen.
  • Vergleich von Studien zu statischen Reizen und dynamischen Ereignissen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit alternativen Erklärungsmodellen wie der "Inattentional Amnesia".
  • Diskussion über den potenziellen funktionellen Nutzen dieses Selektionsmechanismus.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Aufbau der Studie von Mack & Rock 1998

Die Untersuchung arbeitete mit wenig komplexen, sehr kurz präsentierten statischen visuellen Reizen. Im computerbasierten, sogenannten „inattention paradigm“ (Mack & Rock, 1998, S. 6) wurde den VPs zunächst auf einem Bildschirm ein markierter Fixpunkt präsentiert, auf den sie ihren Blick richten sollen. Die Überwachungsaufgabe bestand darin, anzugeben, ob die horizontale oder vertikale Linie eines im Anschluss an den Fixpunkt kurzzeitig präsentierten Kreuzes länger sei. Im vierten (kritischen) Trial (siehe Abbildung 1) dieser Aufgabe erschien gleichzeitig mit dem Kreuz ein unerwartetes Objekt, der „kritische Reiz“ (Mack & Rock, 1998, S. 6). Anschließend wurden die VPs befragt, ob sie außer dem Kreuz noch etwas anderes gesehen hätten, was in vorherigen Trials nicht aufgetaucht war, und angehalten, den Reiz zu identifizieren. Durch diese Sensibilisierung waren die VPs nun auf etwaige andere Reize vorbereitet. Beim nun folgenden „divided attention trial“ (Mack & Rock, 1998, S. 8) sollte sowohl auf die Länge der Linien des Kreuzes als auch auf andere (nun nicht mehr völlig unerwartete) Reize geachtet werden. Es folgte das abschließende „full attention trial“(Mack & Rock, 1998, S. 8), bei dem die Anweisung lautete, das Kreuz zu ignorieren und nur auf andere Stimuli zu achten. In diesem Durchgang wurde der kritische Reiz zu 100% erfolgreich gesehen und korrekt identifiziert (Mack & Rock, 1998).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Phänomen der Inattentional Blindness als Folge begrenzter Aufmerksamkeitskapazitäten bei einer Fülle sensorischer Reize.

2 Anforderungen an Untersuchungen zur Blindheit durch Unaufmerksamkeit: Erläuterung der methodischen Herausforderungen, wie die Notwendigkeit intransparenter Bedingungen, um eine Erwartungshaltung der Probanden zu verhindern.

3 Darstellung einer Auswahl von Studien: Vorstellung und Vergleich zentraler experimenteller Ansätze zur Untersuchung von Unaufmerksamkeitsblindheit.

3.1 Unaufmerksamkeitsblindheit bei wenig komplexen Reizen: Analyse der Studie von Mack & Rock (1998) und deren Fokus auf statische, kurz präsentierte visuelle Stimuli.

3.1.1 Aufbau der Studie von Mack & Rock 1998: Detaillierte Beschreibung des experimentellen "inattention paradigm" zur Untersuchung der Wahrnehmung bei Fixationsaufgaben.

3.1.2 Resultate und Schlussfolgerungen: Auswertung der Erkenntnis, dass bei fehlender Aufmerksamkeit keine bewusste Wahrnehmung stattfindet, sofern der Reiz nicht bedeutsam ist.

3.1.2.1 Einflussfaktoren auf die Unaufmerksamkeitsblindheit: räumliche Anordnung, Bedeutsamkeit und Größe: Untersuchung, wie Merkmale wie Objektgröße und räumliche Nähe die Identifikationsrate beeinflussen.

3.1.2.2 Selektionsprozesse der Wahrnehmung: Diskussion darüber, auf welchem Stadium der Informationsverarbeitung die Reizselektion erfolgt, unter Einbezug früher und später Selektionstheorien.

3.2 Unaufmerksamkeitsblindheit bei länger andauernden, dynamischen Ereignissen: Anwendung der Thematik auf komplexere, lebensnahe Situationen durch die Studie von Simons & Chabris (1999).

3.2.1 Fragestellungen: Fokus auf den Einfluss von Ähnlichkeit, Schwierigkeit der Überwachungsaufgabe und unerwarteter Ereignisse auf die Wahrnehmung.

3.2.2 Aufbau der Studie von Simons und Chabris 1999: Beschreibung des Versuchsaufbaus mit Videos von Basketballteams und unerwarteten Objekten wie Gorillas oder Regenschirmen.

3.2.3 Resultate und Schlussfolgerungen: Darstellung der Ergebnisse, die zeigen, dass Aufmerksamkeit für die bewusste Wahrnehmung dynamischer Ereignisse essenziell ist.

4 Kritik an der Theorie der Blindheit durch Unaufmerksamkeit: Diskussion der "inattentional amnesia" Hypothese von Wolfe, die infrage stellt, ob Nicht-Berichten mit Nicht-Sehen gleichzusetzen ist.

5 Blindheit durch Unaufmerksamkeit: Nutzen oder lästiges Übel?: Analyse des funktionellen Werts dieses Phänomens als Schutzmechanismus vor Reizüberflutung.

6 Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der empirischen Befunde und der zentralen Rolle der Aufmerksamkeit bei der Wahrnehmung.

Schlüsselwörter

Inattentional Blindness, Unaufmerksamkeitsblindheit, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Selektionsprozesse, Perzeption, Sensorische Reize, Kognitive Blindheit, Inattentional Amnesia, Experimentelle Psychologie, Stimuli, Bewusstsein, Informationsverarbeitung, Blickfixierung, Dynamische Ereignisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Phänomen der Inattentional Blindness, bei dem Menschen sichtbare Objekte nicht wahrnehmen, weil ihre Aufmerksamkeit auf andere, konkurrierende Aufgaben gerichtet ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Aufmerksamkeitssteuerung, die Mechanismen der visuellen Wahrnehmung, die experimentelle Forschung zu selektiven Wahrnehmungsprozessen und die Bewertung der biologischen Funktion dieser "Blindheit".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu klären, unter welchen Bedingungen es zu dieser Art von Wahrnehmungsstörung kommt und ob "Nicht-Wahrnehmung" zwingend bedeutet, dass das Gehirn die Information gar nicht erst verarbeitet.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse klassischer experimenteller Ansätze, insbesondere das "inattention paradigm" von Mack & Rock sowie naturalistische Video-Experimente von Simons & Chabris.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit erläutert?

Im Hauptteil werden methodische Versuchsaufbauten, die Ergebnisse zu statischen sowie dynamischen Stimuli, kritische Gegenpositionen zur Theorie der Inattentional Blindness und die Frage nach dem Nutzen dieses Phänomens diskutiert.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Inattentional Blindness, Selektion, Aufmerksamkeit, Perzeption, kognitive Blindheit und experimentelle Stimulation.

Wie unterscheiden sich die Studien von Mack & Rock von denen von Simons & Chabris?

Während Mack & Rock mit statischen, kurz präsentierten Reizen arbeiteten, um grundlegende Mechanismen zu isolieren, nutzten Simons & Chabris dynamische, natürliche Videoszenen, um die Alltagsrelevanz des Phänomens zu untersuchen.

Welche Gegenargumente werden zur Theorie der "Blindheit durch Unaufmerksamkeit" angeführt?

Es wird auf die Theorie der "inattentional amnesia" von Wolfe eingegangen, die postuliert, dass Reize zwar gesehen, aber sofort wieder vergessen werden, anstatt sie gar nicht erst bewusst wahrzunehmen.

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Details

Title
Experimentell induzierte Störungen der Aufmerksamkeit - Inattentional Blindness
College
Free University of Berlin
Author
Veronika Zilker (Author)
Publication Year
2010
Pages
13
Catalog Number
V175683
ISBN (eBook)
9783640968015
ISBN (Book)
9783640967919
Language
German
Tags
Aufmerksamkeit inattentional blindness Aufmerksamkeitsstörungen Psychologie Aufmerksamkeitsstörung experimentell Mack Rock Broadbent Treisman Deutsch Neisser Wolfe Wahrnehmung Perception Perzeption Störung Studien Filtertheorie attention simons chabris
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronika Zilker (Author), 2010, Experimentell induzierte Störungen der Aufmerksamkeit - Inattentional Blindness, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175683
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