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Vom Protestantismus zur römischen Kirche

Von deutschen Konvertiten und ihren Beweggründen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert

Título: Vom Protestantismus zur römischen Kirche

Trabajo de Seminario , 2011 , 19 Páginas

Autor:in: Simon Bäumer (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Es werden im Folgenden nur Konversionen untersucht, bei denen klar ist, dass sie zuvor aus Überzeugung und eigenem Willen in der evangelischen Kirche bzw. im Protestantismus gewirkt haben und von diesem Standpunkt aus den Weg zur katholischen Kirche eingeschlagen haben. Es soll also ausschließlich um Menschen und deren Gründe gehen, die keinen Glaubensverlust sondern tatsächlich einen Glaubenswechsel in vollstem Bewusstsein vollziehen, wie Aland sie nennt: die „inneren Beweggründe“ (Aland, 1961, S.98). Dieses Phänomen tritt logischerweise erst mit dem evangelischen Glauben ein, der bekannter Maßen im ausgehenden 16. wahrscheinlich erst im 17. Jahrhundert so konfessionalisiert war, dass man tatsächlich von einer neuen Glaubensrichtung sprechen kann. Meine Betrachtung bezieht sich, um die große Zeitspanne einzuschränken auf das ausgehende 19. Jahrhundert, da für diesen Zeitraum ausreichend Literatur und Material vorhanden ist um im Rahmen dieser Hausarbeit das Thema prägnant zu erörtern. Es scheint, als hätte es eine Art Welle der Konversionen gegeben, jedenfalls liegen im Verhältnis zu anderen Zeiträumen auffällig viele Berichte von Konvertiten zu diesem Thema vor.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

WAS SIND KONVERSIONEN?

EINSCHRÄNKUNG DER BEOBACHTUNG

STATISTIK UND SICHTUNG DER FAKTEN

AUF DER SUCHE NACH GRÜNDEN IM 17. JAHRHUNDERT

ESSINGER UND SEINE MOTIVKREISE

KIRCHE ALS SCHAU ERLEBBARER LITURGIE

THEOLOGIE UND PLASTISCHE VORSTELLUNGSKRAFT

DIE KUNST ALS ÄSTHETISCHE DARSTELLUNG DER KIRCHE

DIE KATHOLISCHE LEHRE ALS THEOLOGISCHE EINHEIT

DIE KATHOLISCHE ABSOLUTION ALS SCHNELLER UND SICHERER WEG

DIE EUCHARISTIE ALS EMOTIONALER HÖHEPUNKT

AUTORITÄT STATT VIELE ZUNGEN

DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE ALS DIE EINZIG IN DER APOSTOLISCHEN TRADITION

WEITERE GRÜNDE

ZUSAMMENFASSUNG

ABSCHLIEßENDE BEMERKUNG ZU DEN QUELLEN

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Identifizierung und Analyse der Beweggründe für Konversionen vom evangelischen zum römisch-katholischen Christentum im ausgehenden 19. Jahrhundert auf Basis vorliegender Konversionsberichte.

  • Untersuchung der emotionalen und mystischen Bedürfnisse von Konvertiten
  • Analyse der Bedeutung von Liturgie, Ästhetik und Sakramenten
  • Kritik an der wahrgenommenen Zersplitterung des Protestantismus
  • Bedeutung der katholischen Autorität und hierarchischen Struktur
  • Statistische Einordnung der Konversionszahlen in diesem Zeitraum

Auszug aus dem Buch

Kirche als Schau erlebbarer Liturgie

Bereits im Pietismus trieb man den Wunsch nach Mystik und erlebbarer Kirche in eine weitere „Spaltung“ vom Luthertum. Dies spiegelte sich einigen Konversionsberichten wider. Viele Worte und Beschreibungen sind hier nötig um verständlich zu machen, was genau dieser Grund eigentlich darstellen soll. Einleitend ein Zitat von Julie Meineke (um 1853): „[…] und immer klarer und überzeugender wurde ihr die Erkenntnis, dass dem Protestantismus vieles fehlte, was in der hl. Schrift verheißen und von der katholischen Kirche den Gläubigen durch die heiligen Sakrament und das Messopfer geboten wurde“ (Andrian-Werburg, 1929, S. 15). Das Wort „geboten“ scheint hier eine sehr wichtige Rolle zu spielen. Das Verlangen nach etwas visuellem, direkt anschaubarem gewinnt immer mehr an Bedeutung. Weiter findet man das der Gräfin Erika Maria Pfeil, die als Schlüsselereignis zum Übertritt zur katholischen Kirche die Gebete vor einer Marienstatue beschreibt und währenddessen eine Träne auf ihrer Hand spürt und davon emotional übermannt wird. Immer und immer wieder habe sie zur Mutter Gottes gebetet. Am deutlichsten wird der Unterschied beider Kirchen bei den meisten Berichten im Abendmahl bzw. der Eucharistie.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Definiert den Begriff Konversion und grenzt das Untersuchungsfeld auf den deutschen Raum und das ausgehende 19. Jahrhundert ein.

AUF DER SUCHE NACH GRÜNDEN IM 17. JAHRHUNDERT: Gibt einen kurzen historischen Abriss zu Konversionsursachen im 17. Jahrhundert, wie die Suche nach Gewissheit und die Kritik an der konfessionellen Zerissenheit.

ESSINGER UND SEINE MOTIVKREISE: Stellt die Kategorisierung von Helmut Essinger vor und erläutert die Absicht, diese um spezifische Ursachen und eine Cluster-Analyse zu ergänzen.

KIRCHE ALS SCHAU ERLEBBARER LITURGIE: Beleuchtet das Verlangen nach Mystik, Emotionalität und die Sehnsucht nach einem visuell erlebbaren Glauben als Konversionsgrund.

THEOLOGIE UND PLASTISCHE VORSTELLUNGSKRAFT: Untersucht die Bedeutung von materiellen Glaubenshilfen wie Rosenkränzen, Bildern und plastischen Darstellungen der Mutter Gottes.

DIE KUNST ALS ÄSTHETISCHE DARSTELLUNG DER KIRCHE: Beschreibt die Anziehungskraft katholischer Kunst und Ästhetik auf konvertierende Künstler.

DIE KATHOLISCHE LEHRE ALS THEOLOGISCHE EINHEIT: Analysiert das Bedürfnis nach einer geschlossenen dogmatischen Lehre als Gegenentwurf zur protestantischen Vielfalt.

DIE KATHOLISCHE ABSOLUTION ALS SCHNELLER UND SICHERER WEG: Diskutiert die Suche nach seelsorgerischer Gewissheit durch das Sakrament der Beichte als zentralen Motivationspunkt.

DIE EUCHARISTIE ALS EMOTIONALER HÖHEPUNKT: Erörtert die Enttäuschung über das protestantische Abendmahl und die tief empfundene Notwendigkeit der Realpräsenz Christi.

AUTORITÄT STATT VIELE ZUNGEN: Bewertet die hierarchische Struktur der katholischen Kirche als stabilisierenden Faktor für Konvertiten.

DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE ALS DIE EINZIG IN DER APOSTOLISCHEN TRADITION: Nennt das Argument der historischen Kontinuität und apostolischen Sukzession als grundlegendes theologisches Motiv.

WEITERE GRÜNDE: Hält fest, dass die erörterten Motive den Großteil der Fälle abdecken, räumt aber die Existenz weiterer, seltenerer Gründe ein.

ZUSAMMENFASSUNG: Visualisiert die Ergebnisse in einem Schaubild und schließt mit der Beobachtung, dass eine Mixtur aus emotionalen und rationalen Faktoren zur Konversion führt.

ABSCHLIEßENDE BEMERKUNG ZU DEN QUELLEN: Kritisiert die Einseitigkeit und teilweise apologetische Natur der für die Arbeit herangezogenen Literatur.

Schlüsselwörter

Konversion, Protestantismus, Römisch-katholische Kirche, Glaubenswechsel, Konversionsberichte, Liturgie, Eucharistie, Theologie, Dogmatik, Pietismus, Gegenreformation, Andrian-Werburg, Essinger, Kirchengeschichte, 19. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die individuellen Beweggründe von Menschen, die im ausgehenden 19. Jahrhundert aus Überzeugung vom Protestantismus zur römisch-katholischen Kirche konvertierten.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung adressiert?

Schwerpunkte bilden die Bereiche Liturgie und Ästhetik, dogmatische Lehre, die Bedeutung von kirchlicher Autorität sowie die Sehnsucht nach mystischer Erfahrung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, anhand historischer Konversionsberichte herauszuarbeiten, warum Gläubige den Protestantismus verließen und welche spezifischen Aspekte der katholischen Praxis sie als attraktiver empfanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Kategorisierung von Konversionsberichten, ergänzt durch die statistische Auswertung zeitgenössischer kirchlicher Handbücher, um Motivcluster zu bilden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Motivgruppen, darunter die Suche nach emotionaler Erlebbarbeit der Liturgie, die Kritik an der protestantischen Lehrmeinung und der Wunsch nach autoritärer Einheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konversion, Protestantismus, Katholizismus, Konversionsberichte, Liturgie, Eucharistie, Dogmatik und apostolische Tradition.

Warum wird gerade das 19. Jahrhundert als Zeitraum gewählt?

Der Zeitraum wurde aufgrund einer auffälligen Häufung von Konversionsberichten gewählt, die eine prägnante Untersuchung des Phänomens im Rahmen der Hausarbeit ermöglicht.

Welche Rolle spielt die Eucharistie als Konversionsmotiv?

Die Eucharistie wird von vielen Konvertiten als emotionaler Höhepunkt und zentraler Unterschied zum Abendmahlsverständnis im Protestantismus beschrieben, was den Wunsch nach einer unmittelbareren göttlichen Präsenz verdeutlicht.

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Detalles

Título
Vom Protestantismus zur römischen Kirche
Subtítulo
Von deutschen Konvertiten und ihren Beweggründen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert
Universidad
University of Siegen
Autor
Simon Bäumer (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
19
No. de catálogo
V175906
ISBN (Ebook)
9783640971107
ISBN (Libro)
9783640970728
Idioma
Alemán
Etiqueta
protestantismus kirche konvertiten beweggründen jahrhundert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Bäumer (Autor), 2011, Vom Protestantismus zur römischen Kirche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175906
Leer eBook
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