Aufgrund der Globalisierung und des technischen Fortschritts verändern die Unternehmen die Vorgehensweise bei der Personalbeschaffung zunehmend. Die Märkte rücken immer weiter zusammen, der Konkurrenzdruck nimmt zu und Flexibilität spielt eine immer größere Rolle, um auf dem Arbeitsmarkt mithalten zu können1. Unternehmen werden gezwungen Ihre Kosten zu senken, was durch Personalreduzierungen folglich zu einer steigenden Arbeitslosigkeit führt2. Um auf Umsatzschwankungen reagieren zu können, bietet die Beschäftigungsform des Personalleasings eine Möglichkeit konkurrenzfähig zu bleiben. Die Zeitarbeit erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Die Anzahl der Personalverleihbetriebe ist in den letzten Jahren enorm angestiegen. Auch der Zuwachs der Zeitarbeiter zeigt einen deutlichen Anstieg. Zurückzuführen ist dies vor allem auf Deregulierungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und der von Unternehmen geforderten Flexibilität im Einsatz von Personal. Nicht nur die gesamtwirtschaftlichen Aspekte sind zu betrachten, sondern auch die mikroökonomische Seite, wobei auch die Arbeitslosigkeit und der kurzfristige Personalbedarf für Unternehmen von Bedeutung ist3.
Auch die zukünftigen Aussichten für diese Form der Arbeitsvermittlung stehen gut. Arbeitnehmer sowie Unternehmen profitieren von der Zunahme des Personalleasings gleichermaßen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise
2 GRUNDSÄTZLICHE BEGRIFFSBESTIMMUNG UND GESETZLICHE GRUNDLAGEN
2.1 Begriffserklärung
2.2 Gesetzliche Regelungen und Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)
2.3 Historische Entwicklung des Personalleasing
3 BEDEUTUNG UND BEREICHE DES PERSONALLEASING
3.1 Gegenwärtige und zukünftige Bedeutung des Personalleasing
3.2 Bedeutung der Zeitarbeit nach Branchen und Berufsgruppen
4 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ FIRMENFREMDER ARBEITSKRÄFTE
5 KRITISCHE BEURTEILUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
6 FAZIT UND ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, Personalleasing als Beschäftigungsform auf dem Arbeitsmarkt umfassend vorzustellen, die historische Entwicklung aufzuzeigen und die Chancen sowie Risiken für Unternehmen und Arbeitnehmer kritisch zu bewerten.
- Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitnehmerüberlassung
- Wirtschaftliche Motive für den Einsatz von Leiharbeitnehmern in Unternehmen
- Analyse der Branchenverteilung und Qualifikationsstruktur von Zeitarbeitnehmern
- Bedeutung des Personalleasings für das mittlere und obere Management (Interimsmanagement)
- Kritische Beurteilung der Vor- und Nachteile sowie Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriffserklärung
Anstelle Personalleasings werden häufig auch Synonyme wie Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung oder Leiharbeitsverhältnis verwendet.
Das Personalleasing, zumeist als Zeitarbeit bezeichnet, besteht aus drei Parteien: dem Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher), dem Entleihunternehmen (Entleiher) und dem Leiharbeitnehmer. Der Arbeitnehmer hat dann einen Arbeitsvertrag mit dem Verleihunternehmen, erbringt seine Arbeitsleistung gegenüber dem Entleiher und erhält vom Zeitarbeitsunternehmen seinen Lohn. Zwischen dem Verleiher und dem Entleiher besteht ein Arbeitnehmerüberlassungsvertrag. Der Verleiher stellt die bei ihm angestellten Leiharbeitnehmer einem Drittunternehmen zur Verfügung. Der Arbeitnehmer ist weisungsgebunden gegenüber dem Entleiher, bei welchem er seine Arbeitsleistung erbringt.
Mit dem Ausdruck „Zeitarbeit“ wird auf den vorübergehenden zeitlich begrenzten Einsatz des Arbeitnehmers im Entleihunternehmen hingewiesen.
In der neueren Literatur wird hauptsächlich der Begriff „Personalleasing“ verwendet. Im Nachfolgenden sollen die Begriffe Personalleasing und Zeitarbeit verwendet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert den steigenden Bedarf an Flexibilität in Unternehmen aufgrund von Globalisierung und Konkurrenzdruck und definiert das Ziel der Arbeit, das Personalleasing detailliert zu untersuchen.
2 GRUNDSÄTZLICHE BEGRIFFSBESTIMMUNG UND GESETZLICHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel erläutert die Definition des Personalleasings, die Rollenverteilung zwischen Verleiher, Entleiher und Arbeitnehmer sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG).
3 BEDEUTUNG UND BEREICHE DES PERSONALLEASING: Es wird die Marktdynamik der Zeitarbeit analysiert, insbesondere in Bezug auf verschiedene Branchen, Berufsgruppen und den wachsenden Trend des Interimsmanagements.
4 GRÜNDE FÜR DEN EINSATZ FIRMENFREMDER ARBEITSKRÄFTE: Der Fokus liegt hier auf den wirtschaftlichen Motiven der Unternehmen, wie der Rationalisierung, der Flexibilisierung der Personalplanung und der Bewältigung von Auftragsspitzen.
5 KRITISCHE BEURTEILUNG UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Hier erfolgt eine Abwägung der Vor- und Nachteile des Personalleasings für Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und es werden Handlungsempfehlungen für den Praxiseinsatz abgeleitet.
6 FAZIT UND ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zu erwartende weitere Professionalisierung und Spezialisierung in der Zeitarbeitsbranche.
Schlüsselwörter
Personalleasing, Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, AÜG, Interimsmanagement, Flexibilisierung, Personalbeschaffung, Leiharbeitnehmer, Entleihunternehmen, Beschäftigungsform, Arbeitsmarkt, Wirtschaftlichkeit, Rationalisierung, Personalplanung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Konzept des Personalleasings als eine Form der Beschäftigung, die es Unternehmen ermöglicht, flexibel auf Personalbedarf zu reagieren.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Grundlagen, den betriebswirtschaftlichen Motiven für den Einsatz von Zeitarbeit und der Analyse des Qualifikationsniveaus der Beschäftigten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, Personalleasing ganzheitlich darzustellen, die historische Entwicklung zu skizzieren und die Vor- und Nachteile aus Sicht aller Beteiligten kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von Sekundärquellen sowie aktuellen Daten zur Zeitarbeitsbranche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den rechtlichen Definitionen insbesondere die Branchenverteilung, die wirtschaftlichen Auswirkungen für Unternehmen und das Phänomen des Interimsmanagements diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben Personalleasing vor allem Zeitarbeit, Flexibilisierung, Arbeitnehmerüberlassung, Personalkostenoptimierung und Interimsmanagement.
Was versteht man unter einem "Interimsmanager" im Kontext dieser Arbeit?
Interimsmanager sind hochqualifizierte Führungskräfte, die befristet für spezifische Projekte oder zur Überbrückung von Vakanzen in Unternehmen eingesetzt werden.
Wie hat sich das Qualifikationsprofil von Leiharbeitnehmern laut Arbeit verändert?
Es zeigt sich ein Trend hin zu besser qualifizierten Kräften, wobei heute auch Fachkräfte mit akademischem Abschluss oder Meistertitel verstärkt im Personalleasing tätig sind.
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- Melanie Maier (Author), 2009, Personalleasing - Konzept und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176063