Dieses Buch ist in die drei Phasen der kulturellen Bewusstheits-, Wissens- und Kompetenzentwicklung des klassischen interkulturellen Lernprozesses aufgeteilt. Aber, darüber hinaus wird gezeigt, wie man das state-of-the-art interkulturelle Paradigma in eine übergeordnete Kategorie einbetten kann, die die gesamte interkulturelle Bewusstheit und das interkulturelle Wissen zusammen mit der praktischen Umsetzung als Kompetenzen integriert und somit vereinfacht. Diese integrative Kategorie nenne ich in Ermangelung eines anderen Begriffs die transkulturelle Ebene oder jene kulturelle Erkenntnis, die die interkulturelle geistes- und naturwissenschaftlich konsistent integriert. Die höhere erkenntnistheoretische Warte, die kulturübergreifend und transdisziplinär mit besonderer Konsolidierung durch die Naturwissenschaft destilliert wird, ist der Schlüssel zum globalen Management.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
TEIL I
Die kulturelle Bewusstheit
Das Dreiphasenmodell der interkulturellen Managemententwicklung
Kulturbewusstheit und Mosaikmetapher
Die Bewusstheit und der kosmische Computer
Bewusstheit und Psychoanalyse
Bewusstheit und interkulturelles Lernen
Die Bewusstheitserfordernis im interkulturellen Kontext
Kulturelle Bewusstheit, der Harvard Professor und das Weiße Haus
Bewusstheit. Das Dao der Kultur
Rationalismus und Grenzen der Bewusstheit
Neurophysiologie und Psychologie der kulturellen Bewusstheit
Der kulturelle Autopilot
Quantenphysik und kulturelle Bewusstheit
Der metaphorische quantenkulturelle Effekt
Die inter-transkulturelle Bewusstheitsintegration als Refugium
Kulturelle Bewusstheit und Universalkultur
360° kulturelle Bewusstheit
Interkulturelles Bewusstheitsprozessmanagement
TEIL II
Das kulturelle Wissen
Die Systematisierung der interkulturellen Managementforschung
C. Kluckhohn und F. L. Strodtbeck und die Lane und di Stefano Management Tabellen
Bewusstseinsarchitektur und interkulturelle Forschungsgenerationen:
G. Hofstede
F. Trompenaars und Ch. Hampden-Turner
E. T. Hall und M. R. Hall
M. Y. Brannen und J. E. Salk
Eine integrative Synopsis moderner interkultureller Managementforschung
Eine interkulturelle Forschungsaxiomatik?
TEIL III
Die Integration von kultureller Bewusstheit und kulturellem Wissens
Der globale Profiler. Ein Managementinstrument für multidimensionale Komplexität
Multimetapher-Modellierung des globalen Managers in Aktion
Detail-Präsentation des DOME-12D-Transcultural Profilers: Revuepassierung der Profiler-Dimensionen
Erörterung des Transkulturellen Managementinstruments Global Transcultural Profiler
TEIL IV
Die kulturellen Kompetenzen
1. Das Bewusstheitsmanagement: Die Königsdisziplin des globalen Managements
2. Das Management globaler Business Teams
3. Das intrapsychische Prozessmanagement im interkulturellem Kommunikationsmanagement
4. Das globale Verhandlungsmanagement. Eine Revue in Englisch
5. Kulturelles Profiling
6. Expatriation Management
7. Das Distanzmanagement
8. Globales Mindsetmanagement
9. Das Synergiemanagement
10. Das psychologische Managementinstrumentarium des globalen Managers
TEIL V
Bilinguales Englisch-Deutsches globales Management Fachwörterbuch
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Management in einer globalisierten Welt durch die Integration von kultureller Bewusstheit, interkulturellem Wissen und spezifischen Kompetenzen auf eine transkulturelle Ebene zu heben. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Führungskräfte durch ein tieferes Verständnis von Bewusstseinsstrukturen und kulturellen Dynamiken eine effektive, synergetische Führung in einem komplexen internationalen Umfeld entwickeln können.
- Entwicklung des "Dreiphasenmodells" zur kulturellen Kompetenzentwicklung.
- Einsatz des "Transcultural Profiler" als diagnostisches Instrument für multidimensionale Komplexität.
- Analyse intrapsychischer Prozesse in der interkulturellen Kommunikation (ORJI-Kreislauf, PIE-Metapher).
- Strategisches Management globaler Business Teams und Verhandlungskulturen.
- Bilinguales Management-Fachwörterbuch als konzeptuelle Ressource.
Auszug aus dem Buch
Die Bewusstheit und der kosmische Computer
Interkulturelle Sensibilisierung und Bewusstheitsentwicklung sind deshalb einer der ersten Schritte einer interkulturellen Managementausbildung, weil, wie in anderen Bereichen, die Bewusstwerdung häufig der erste Schritt für die Steuerung und Kontrolle von Prozessen, von interkulturellen im gegenwärtigen Fall, ist. Ansonsten bleibt das Subjekt den Prozessen gewissermaßen ausgeliefert. Mit der Bewusstwerdung kann bereits eine Lösung in die Wege geleitet werden. Dies ist deshalb der Fall, weil die Bewusstheit ein Bewusstseins- und somit ein energetisches Phänomen ist, das in der Welt des Bewusstseins wirksam ist. Diese Bewusstheit wirkt entsprechend der Qualität der Bewusstheit im Subjekt.
Aus der südasiatischen Philosophie, insbesondere, lässt sich die Verkettung von Bewusstheit, Bewusstsein, Energie und Universum konstruieren. In der Korrelierung, ja sogar Gleichsetzung der vier, lässt sich die Bedeutung der Bewusstheit in kultureller und anderer Hinsicht erahnen, weil die Bewusstheit zumindest nicht unabhängig vom Bewusstsein, von der Energie und der Materie zu sein scheint. Das Subjekt wird vermittels der Bewusstheit zu einem Pol der Wirklichkeit und stellt gewissermaßen, über das Bewusstsein ein energetisches Kontinuum mit der Wirklichkeit her. Das legt der sogenannte Shakta Vedanta nahe. Diese Jahrtausende alte Philosophie möchte ich hier nur erwähnen, um der Bedeutung der Bewusstheit Nachdruck zu verleihen und ihre Rolle von der Warte der südasiatischen Tradition zu würdigen, ohne dadurch irgendeine Weltanschauung empfehlen zu wollen, ganz und gar nicht.
Zusammenfassung der Kapitel
TEIL I Die kulturelle Bewusstheit: Dieses Kapitel legt das Fundament durch die Einführung eines Dreiphasenmodells, das die Entwicklung von kultureller Bewusstheit als energetisches und psychologisches Phänomen beschreibt.
TEIL II Das kulturelle Wissen: Hier werden maßgebliche interkulturelle Wertemodelle (Hofstede, Trompenaars, Hall) systematisiert und in einen zukunftsorientierten, ganzheitlichen Kontext eingeordnet.
TEIL III Die Integration von kultureller Bewusstheit und kulturellem Wissens: Dieses Kapitel präsentiert den "Transcultural Profiler" als Instrument zur Bewältigung multidimensionaler Komplexität in einem globalen Managementkontext.
TEIL IV Die kulturellen Kompetenzen: Hier werden konkrete Managementinstrumente und -techniken (z.B. Team-Management, Verhandlungsführung, Synergiemanagement) für die Praxis abgeleitet.
TEIL V Bilinguales Englisch-Deutsches globales Management Fachwörterbuch: Dieser Teil bietet eine terminologische Ressource zur Übersetzung und kulturellen Kontextualisierung interkultureller Managementbegriffe.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Transkulturelle Kompetenz, Bewusstseinsarchitektur, Globale Business Teams, Kulturelle Bewusstheit, Synergiemanagement, Transcultural Profiler, Kulturelle Diversität, Psychologische Managementinstrumente, Interkulturelles Lernen, Globalisierung, Wertekontinuum, Führungskompetenz, Noetik, Interkulturelle Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer transkulturellen Management-Ebene, die über das klassische interkulturelle Management hinausgeht und psychologische sowie naturwissenschaftliche Prinzipien zur besseren Bewältigung globaler Komplexität integriert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf kultureller Bewusstheit, interkultureller Managementforschung, der Integration von Wissensmodellen und der Anwendung dieser Erkenntnisse durch praktische Kompetenzen wie Team- und Verhandlungsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Bereitstellung eines ganzheitlichen "Transcultural Profiler"-Systems, das globalen Managern ermöglicht, kulturelle Unterschiede nicht nur zu verstehen, sondern synergetisch zu transformieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Managementforschung, Psychologie, Neurophysiologie und Philosophie kombiniert, um ein "Multi-Metapher-Modell" für globale Führung zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Phasen der kulturellen Entwicklung (Bewusstheit, Wissen, Integration) und widmet sich intensiv praktischen Managementkompetenzen und deren Werkzeugen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Transkulturalität, Synergiemanagement, kulturelle Bewusstheit, globale Business Teams und psychologische Managementinstrumente.
Wie definiert der Autor das Konzept der "transkulturellen Ebene"?
Der Autor definiert sie als eine metakulturelle Kategorie, die interkulturelle Bewusstheit und Wissen sowie praktische Kompetenzen in eine höhere, integrative Form der kulturellen Erkenntnis zusammenführt.
Welche Rolle spielt das "DOME-Modell" im Buch?
Das DOME-Modell dient als Architekturmetapher, um die 12 Dimensionen des globalen Managements zu strukturieren und eine ganzheitliche "360-Grad-Sicht" auf kulturelle Herausforderungen zu ermöglichen.
- Citation du texte
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Auteur), 2011, Das Management des globalen Managements - Managing Global Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176539