Diese Ausführungen betreffen die Anwendung des Computers als Unterstützungsmittels im Fremdsprachenunterricht, weil dessen Einfluss auf unser Alltagsleben ständig zunimmt.
Im ersten Punkt der Arbeit haben wir festgestellt, was der Begriff zwischenmenschliche Kommunikation bedeutet und welchen starken Einfluss er auf unsere Relationen und Beziehungen mit anderen Menschen ausübt. Dabei haben wir zwischen der verbalen und der nonverbalen Kommunikation unterschieden und erwähnt, welche Faktoren sie bilden und wie sie die Wahrnehmung der Informationen beeinflussen. Den weiteren Teil dieses Kapitels haben wir den Kommunikationsmöglichkeiten mit Hilfe des Computers gewidmet. An dieser Stelle haben wir bestimmte Beispiele dargestellt, wie per Internet kommuniziert werden kann.
Dann haben wir die Möglichkeiten der computergestützten Schulung rezeptiver und produktiver Fertigkeiten geschildert. Zuerst haben wir das Hör- und Leseverstehen erörtert, wonach wir zum Sprechen und Schreiben übergegangen sind. Dabei wurde festgestellt, dass diese Fertigkeiten mit Hilfe des Computers viel leichter und schneller erlernt werden können. Außerdem ist dieses Medium den Schülern bekannt, deshalb haben sie mehr Lust, mit ihm zu arbeiten und auch zu lernen. Es wurden auch viele Übungstypen mit Abbildungen und Transkriptionen dargestellt, um genauer zu beleuchten, welchen Einfluss dieses Medium auf die Aneignung der Fertigkeiten ausübt.
Das letzte Kapitel haben wir dem praktischen Einsatz des Computers im Fremdsprachenunterricht gewidmet. Hier haben wir seine Nutzungsmöglichkeiten mit und ohne Internetanschluss genannt. Die Offline-Arbeit haben wir anhand der elektronischen Lexika und Wörterbücher sowie der technologiegestützten Übungen dargelegt. In diesem Teil des Kapitels haben wir die Unterschiede zwischen dem traditionellen und dem computergestützten Unterricht aufgezeigt. Des Weiteren haben wir die Rolle von E-Mail-Projekten beim Erwerb einer Fremdsprache geschildert und erwähnt, dass sie nicht nur eine Art der Arbeit oder des Lernens sind, sondern auch den Schülern viel Spaß bereiten, wodurch sie mehr Lust und auch Motivation haben, am Unterricht aktiv teilzunehmen. In diesem Punkt haben wir noch die Einsatzmöglichkeiten der WWW-Seiten in den Unterricht genannt und ein paar konkrete Beispiele dazu angeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Computer als Kommunikationsmedium
1.1. Zwischenmenschliche Kommunikation und ihre Arten
1.1.1. Verbale Kommunikation
1.1.2. Nonverbale Kommunikation
1.2. Kommunikationsmöglichkeiten mit Hilfe des Computers
1.2.1. E-Mail
1.2.2. Internetforen
1.2.3. Chatrooms
2. Computergestützte Schulung rezeptiver und produktiver Fertigkeiten
2.1. Einübung rezeptiver Fertigkeiten
2.1.1. Hörverstehen
2.1.2. Leseverstehen
2.2. Aneignung produktiver Fertigkeiten
2.2.1. Sprechen
2.2.2. Schreiben
3. Praktischer Einsatz des Computers im Fremdsprachenunterricht
3.1. Computer ohne Internetanschluss
3.1.1. Technologiegestützte Übungen
3.1.2. Lexika und Wörterbücher
3.2. Computer mit Internetanschluss
3.2.1. E-Mail-Projekte
3.2.2. WWW-Seiten
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Computern und dem Internet als effektive Unterstützungsmittel im Fremdsprachenunterricht, um Lernprozesse zu optimieren und die kommunikative Kompetenz der Schüler zu fördern.
- Grundlagen der digitalen Kommunikation im Vergleich zur traditionellen "Face-to-Face"-Interaktion
- Methodik der computergestützten Förderung von Hör- und Leseverstehen
- Strategien zur Entwicklung der produktiven Sprech- und Schreibfertigkeiten durch digitale Werkzeuge
- Praktische Implementierung von Offline- und Online-Medien im Unterrichtsalltag
- Didaktische Konzepte wie Tandemlernen, E-Mail-Projekte und die Nutzung interaktiver Sprachlernsoftware
Auszug aus dem Buch
1.1.2. Nonverbale Kommunikation
Diesen Abschnitt fangen wir mit den Worten Senecas, eines römischen Philosophen, an: „Deine Miene spricht aus, was auch immer Du verheimlichst.“ Jede unsere Miene, jede unsere Geste aber auch Körperhaltung sagt viel mehr von uns und von unseren ehrlichen Gedanken als unsere Worte. Watzlawick (1967:53) hat darauf schon in seinem ersten Axiom hingedeutet. Laut ihm kommunizieren wir in jeder Situation, sogar auch wenn wir schweigen. Unser Körper und unsere Bewegungen „sprechen“ für uns aber in nonverbaler Form. Bierach (1990:5) hat darauf hingewiesen, wie wichtig die nonverbale Kommunikation im menschlichen Leben ist und gesagt, dass ca. 55 Prozent unserer Gedanken und Gefühle durch Mimik, Gestik und Körperhaltung ausgedrückt werden. Die Wirkung der von uns geäußerten Botschaften auf den Empfänger hängt also vor allem von unserer Körpersprache ab, wobei die Aussage und ihr Inhalt von geringerer Bedeutung sind.
Des Weiteren wollen wir uns mit den Aspekten dieser Form der Kommunikation wie Mimik, Gestik und Körpersprache beschäftigen. Davor erörtern wir noch das „Flaschenhalsmodell“ (Keidel 1967). Dieses Modell schildert nicht nur die Menge der Informationen, die durch Sinnesorgane einfließen, sondern auch die Art und Weise deren Verarbeitung und Äußerung.
Das sog. Flaschenhalsmodell stellt die durch die Sinnesorgane einfließende Informationsmenge bildlich dar. Es macht uns sichtbar, wie viele Nachrichten wir von unserer Umwelt aufnehmen, wie all dies eingeschränkt wird und wie viel wir von dem Aufgenommenen und Verarbeiteten äußern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Computer als Kommunikationsmedium: Das Kapitel analysiert die Grundlagen zwischenmenschlicher Kommunikation und vergleicht diese mit den Möglichkeiten und Einschränkungen der digitalen Kommunikation mittels E-Mail, Foren und Chats.
2. Computergestützte Schulung rezeptiver und produktiver Fertigkeiten: Hier werden didaktische Ansätze zur Förderung von Hör- und Leseverstehen sowie Sprechen und Schreiben unter Einbeziehung des Computers detailliert beschrieben und mit Übungsbeispielen illustriert.
3. Praktischer Einsatz des Computers im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel widmet sich der konkreten Anwendung von Offline-Tools wie Lernsoftware und Lexika sowie Online-Methoden wie E-Mail-Projekten und WWW-Recherchen im Unterricht.
Schlüsselwörter
Fremdsprachenunterricht, Computergestütztes Lernen, Kommunikation, Interaktivität, E-Mail-Projekte, Hörverstehen, Leseverstehen, Sprechfertigkeit, Schreibfertigkeit, Sprachlernsoftware, Internet, Digitale Medien, Tandemlernen, Medieneinsatz, Didaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Magisterarbeit?
Die Arbeit beleuchtet die Rolle des Computers als Unterstützungsmittel im Fremdsprachenunterricht und untersucht, wie digitale Medien den Lernprozess aktiv fördern können.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Themen umfassen die Theorie der zwischenmenschlichen Kommunikation, die computergestützte Schulung der vier Hauptfertigkeiten (Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben) und den praktischen Einsatz von Online- sowie Offline-Medien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Lehrer den Computer sinnvoll in den Unterricht integrieren können, um Lernende zu motivieren und eine reale Kommunikationssituation zu simulieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Kommunikationstheorien (z.B. Watzlawick, Schulz von Thun) und einer Analyse praktischer Übungsbeispiele und Softwarelösungen für den Fremdsprachenerwerb.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der digitalen Kommunikation, die didaktische Einordnung der vier Fertigkeiten in den computergestützten Unterricht sowie die praktische Anwendung von Software und Internet-Projekten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem computergestütztes Lernen, interkulturelle Kommunikation, Tandemlernen, E-Mail-Projekte und die Förderung der Fertigkeiten durch interaktive Software.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Studien zu diesem Thema?
Die Arbeit verbindet klassische Kommunikationstheorie, wie das 4-Seiten-Modell, direkt mit der spezifischen Anwendung im digitalen Fremdsprachenunterricht und bietet konkrete, praxisnahe Anleitungen für Lehrkräfte.
Welche Rolle spielen Webseiten und Internetforen in den Unterrichtskonzepten der Autorin?
Sie dienen als authentische Informationsquellen und als Plattformen für den Austausch mit Muttersprachlern, wodurch der Unterricht über das klassische Lehrbuch hinaus lebendiger und aktueller gestaltet wird.
- Citar trabajo
- Anna Tyczkowska (Autor), 2009, Computer als Unterstützungsmittel im Fremdsprachenunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176878