Das 4CID-Modell am Beispiel „Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Lehre (Universität)“


Hausarbeit, 2010

19 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeicnis

Abbildungsverzeicnis

Tabellenverzeicnis

1. Einleitung

2. Blueprint für den Erwerb der Kompetenz ein „Blended- Learning-Szenario realisieren“
2.1 Hierarcie
2.2 Vereinfacende Annahmen und Aufgabenklassen
2.3 Lernaufgaben für die erste Aufgabenklasse
2.4 Just-in-time Informationen für die Aufgabenklasse

3. Teoretiscer Rahmen
3.1 lerntheoretisce Asekte des situierten Lernens in Bezug auf das 4 CID-Modell
3.2 Didaktisce Szenarien zur Intergration in das 4CID-Modell
3.3 Medien und ihr Einsatz zur Unterstützung des Blueprints

4. Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeicnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Fertigkeitenhierarcie für ein Four Component Instrucional Design für die Kompetenz: ein Blendend-Learnig-Szenario in der universitären Lehre realisieren

Abb. 2: Medieneinsatz im 4CID-Modell (Bastiaens, 2010, Chat im virtuellen Klassenzimmer)

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Sequenz von Aufgabenklassen

1. Einleitung

Die Ansrüce an universitäre Lehre verändern sic in qualitativer und quantitativer Hinsict. Aufgrund der Bildungsexpansion drängen mehr Sculabgänger/innen in die Universitäten und Hocsculen. Durc den gesellscaflicen Wandel von einer Industriegesellscaf zu einer Dienstleistungs- bzw. Informationsgesellscaf, haben die gesellscaflicen Institutionen andere Erwartungen an die Kompetenzen der Absolventen/innen der Universitäten. Auc an die Hocscullehrer/innen werden höhere Ansrüce in Bezug auf die Qualität ihrer Lehre gestellt:

„ Deutsche Hochschullehrer forschen gern, aber der Umgang mit Studenten ist ihnen of eher l ästig. Nun will die Bundesregierung Geld für gute Didaktiker spendieren. “ (Financial Times Deutschland, 9.6. 2010, S. 11)

In dieser Hausarbeit wird dargelegt, wie eine situierte Lernumgebung entwicelt werden kann, in der die Kompetenz, ein Blended-Learning-Szenario in der universi- t ären Lehre zu realisieren, erworben werden kann. Für diese Aufgabe wird das Vier- Komponenten-Insruktionsdesign-Modell (Four Component Instrucional Design, 4CID) eingesetzt, dass van Merriënboer 1997 veröffentlicte. Es ist für den Erwerb von komplexen Fertigkeiten (complex skills) und beruflicen Kompetenzen (professional competencies) von ihm entwicelt worden (van Merriënboer & Kirscner, S. ix, 2007).

Dazu wird in Kapitel 2 eine Hierarcie für die Kompetenz, ein Blended-Learning- Szenario realisieren, aufgestellt. Daraus werden Aufgabenklassen entwicelt, mentale Modelle und kognitive Strategien dargelegt. Darauf beruhend wird das Design der Lernaufgaben für die erste Aufgabenklasse dargestellt. Es folgt die Bescreibung von Just-in-time Informationen für die Aufgabenklasse 2 mit den entsrecenden Erläute- rungen. In Kapitel 3 wird der theoretisce Rahmen dargelegt. In diesem Zusammen- hang werden die lerntheoretiscen Asekte des situierten Lernens, didaktisce Szena- rien und der Einsatz von Medien in Bezug auf das 4CID-Modell bzw. des Blueprints bescrieben. Das Kapitel 4 enthält ein Resümee und Sclussfolgerungen.

2. Blueprint für den Erwerb der Kompetenz ein „Blended- Learning-Szenario realisieren“

„… a blueprint ist not just a schematic drawing of the final product, but rather a detailed plan of action, scheme, programm or method worked out beforehand for the accomplishment of an objektive. “ (van Merri ë nboer & Kirschner, S. 13, 2007)

2.1 Hierarcie

In einem ersten Scrit wird die Kompetenz analysiert. Dabei wird festgestellt welce kontinuierlicen Fertigkeiten dazu erlernt werden müssen und welce Leistung nac dem Training in der situierten Lernumgebung des 4CID erbract werden soll.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Fertigkeitenhierarcie für ein Four Component Instrucional Design für die Kompetenz: ein Blendend-Learnig-Szenario in der universitären Lehre realisieren

Das Analysieren und die Darstellung der zu erlernenden Fähigkeiten in einer Fertigkei- tenhierarcie, dient auc dem Reduzieren der Komplexität der vorgefundenen realen Gegebenheiten. Das 4CID-Modell ist geeignet komplexe Zusammenhänge abzubilden (Bastiaens, Deimann, Scrader & Orth, 2009, S. 94 ff). Aber Modelle zeigen immer nur, mehr oder weniger umfangreice Ausscnite der Realität. Diese bewusste Be- scränkung auf bestimmte Bereice erleictert es den Lernenden, die of verwirrenden und scwer durcscaubaren Zusammenhänge der Realität, zu verstehen.

Hier ist zu analysieren welce Fertigkeiten gelernt werden müssen, damit die Lernenden die Kompetenz, ein Blended-Learning-Szenario in der universit ären Lehre zu realisieren, erwerben. Es wurde festgestellt, dass die Fertigkeiten, ein Konzept erarbeiten, ein Blended-Learning- Szenario implementiert, Lehrveranstaltungen organisieren und die Qualit ät sicern, notwendig sind. Voraussetzung für die Aneignung dieser Fertigkeiten ist das Erlernen von weiteren jeweils seziellen Fertigkeiten, wie in der Hierarcie gezeigt wird.

Die Anordnung der Fertigkeiten auf der horizontalen Ebene der Hierarcie weist, von links ausgehend, darauf hin in welcer zeitlicen Reihenfolge die Fertigkeiten benötigt werden. Es besteht also eine temporäre Relation (Bastiaens at al., 2009, S. 94). Bezogen auf die vorliegende Fertigkeitenhierarcie bedeutet das, dass bevor ein Blended-Learning-Szenario implementieren werden kann, erst gelernt werden muss wie das Konzept erarbeitet wird. Erst danac wird gelernt wie Lehrveranstaltungen organisiert werden. Um zu lernen, wie die Qualität mit einem summativen Ansatz gesicert wird, müssen die Lernende die ersten drei Fertigkeiten umsetzen. Für eine formative Evaluation müsste die temporäre Reihenfolge modifiziert und scon wäh- rend der Phase der Konzeption mit der Qualitätssicerung begonnen werden. Das Blueprint bietet für diese Art der Anforderungen genügend Flexibilität. Wie das Zitat in Kapitel 2 zeigt, stellen die Autoren van Merriënboer und Kirscner fest, dass ein Blueprint keine starr angeordnete Handlungsanweisung ist. Weiterhin kann an der Hierarcie abgelesen werden, dass in zeitlicer Reihenfolge die Fertigkeiten Lernmo- dul konzipieren, Lehrveranstaltungen planen, Rahmenbedingungen erfassen und F ö rdermitel beantragen benötigt werden. Aber auc, dass diese Fertigkeiten konstituierend sind, für die Fertigkeiten Konzept erarbeiten. Denn die vertikale Anordnung der Fertigkei- ten, gelesen von unten nac oben, bestimmt, welce Fertigkeit zuerst gelernt werden muss, um darauf aufauend die näcst komplexere Fertigkeit zu erlernen (Bastiaens, at al. 2009, S. 94). Dies bedeutet für die vorliegende Fertigkeitenhierarcie z.B. Fol- gendes. Zuerst soll gelernt werden die Studienordnung zu beacten, weil die, in der Stu- dienordnung bescriebenen Vorgaben, die Grundlage dafür sind, um in einem näcs- ten Scrit, die Fertigkeit Lerninhalte didaktisc bescreiben, trainieren zu können. Um aber Lernmodule konzipieren zu können, muss noc gelernt werden, wie Lerntheorien angewendet werden, um darauf aufauend, die anzuwendenden Lehr-/Lernmethode n wissenscaflic begründet werden können. Erst jetzt haben, nac der vorliegenden Hierarcie, die Lernenden die konstituierenden Fertigkeiten gelernt, um im näcsten Scrit, die Fertigkeit Lernmodule zu konzipieren, erwerben zu können. Die Fertigkeit Lernmodule konzipieren, ist wiederum eine Grundlage für den Erwerb der Fertigkeit Konzept (für ein Blended-Learning-Szenario) erarbeiten. Die Fertigkeit Konzept erarbeiten, ist wiederum eine Voraussetzung, um die Kompetenz ein Blended-Learning-Szenario in der universit ären Lehre realisieren zu erwerben.

Auf diese eben bescriebene Art und Weise, mit den jeweiligen temporären Relationen in der horizontalen Ebene und den konstituierenden Relationen in der vertikalen Ebenen der Fertigkeiten, ist die Fertigkeitenhierarcie für die Kompetenz ein Blended-Learning-Szenario realisieren, zu lesen.

2.2 Vereinfacende Annahmen und Aufgabenklassen

Im zweiten Scrit werden beim 4CID-Modell Aufgabenklassen sequenzialisiert. Ziel ist es, die Aufgabenklassen so zu strukturieren, dass die Lernenden von der ersten Aufgabenklasse an, ganzheitlice Kompetenzen erwerben (Bastiaens at al., 2009, S. 95). Bei van Merriënboer und Kirscner werden die Aufgabe und Bedeutung der Sequenzialisierung so bescrieben:

„ Te central activity - sequence task classes - describes an easy-to-diffidult progression of categories of task that learners may work on. It organizes the task in such a way that learning is optimized. “ (van Merri ë nboer & Kirschner 2007, S. 29)

Es werden vier Sequenzprinzipien unterscieden:

- Sequenzprinzip der vereinfacenden Annahmen (simplifying assumptions)
- Sequenzprinzip der Nacdruc Manipulation (emphasis manipulation approac)
- Mentale Modelle Progression (mental model progessiv)
- Systematisces Problemverfahren (systemic approac)

Das hier zur Anwendung kommende Sequenzprinzip der vereinfacenden Annahmen wird so angewendet, dass „die ersten Lernaufgaben auc den niedrigsten Scwierigkeitsgrad haben, während die letzte Lernaufgabe den höcsten Scwierigkeitsgrad aufweist.“ (Bastiaens at al. 2009, S. 95)

Sequenzialisierung durc vereinfacende Annahmen für die Kompetenz ein Blended-Learning-Szenario realisieren

An diesem Punkt des Entwurfs analysiert der/die Bildungwissenscafler/in, welce Umstände sic in der Realität erscwerend bzw. erleicternd auf die Realisierung eines Blended-Learning-Szenario auswirken würden. Diese Analyse ist Voraussetzung, um konkrete, authentisce und ganzheitlice Lernaufgaben für eine simulierte Lernumgebung entwiceln zu können (Bastiaens, at al. 2009, S. 95).

Für die Kompetenz ein Blended-Learning-Szenario realisieren lassen sic zum Beisiel diese vereinfacende Annahmen finden:

- Grad der Vertrautheit der Lernenden mit Lerntheorien
- Grad der Vorkenntnisse der Lernenden über das Digitalisieren von Lerninhalten
- Anzahl der zu testenden Anwendungen auf verständlice Benutzerführung
- Verhältnis von geplanten Lehrveranstaltungen und verfügbaren Lehrräumen
- Stabilität der Funktionen der tecniscen Infrastruktur bei e-Vorlesungen und e-Seminaren
- Grad der Erfahrung der Lernenden mit der Durcführung von Evaluationen.

Aus diesen vereinfacenden Annahmen lassen sic Aufgabenklassen bilden, wie es unten in Tabelle 1 dargestellt wird. Aus Tabelle 1 lässt sic weiterhin entnehmen, dass in der Aufgabenklasse 1 der Scwierigkeitsgrad am niedrigsten ist und von Auf-gabenklasse 2 zu Aufgabenklasse 3 stetig wäcst.

Tab. 1: Sequenz von Aufgabenklassen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Analyse mentaler Modelle

Um Aufgaben für nict wiederkehrende Fertigkeiten bescreiben zu können, muss das mentale Modell eines Erfahrungsträgers identifiziert werden (Bastiaens at al. 2009, S. 102). Bei Bastiaens at al. werden das konzeptuelle, strukturelle und kausale Modell unterscieden (2009, S. 102).

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Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Das 4CID-Modell am Beispiel „Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Lehre (Universität)“
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V177047
ISBN (eBook)
9783640985340
ISBN (Buch)
9783640985548
Dateigröße
714 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik, Mediendidaktik, 4CID, Bildungswissenschaft, Blueprint, Blended Learning, Kompetenz, Hierarchie, Aufgabenklassen
Arbeit zitieren
Elke Jacob (Autor), 2010, Das 4CID-Modell am Beispiel „Bildungswissenschaftler/-in im Bereich der Lehre (Universität)“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177047

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