Deutschland in den 1950er Jahren. Mit dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg beginnt das Wirtschaftswunder. Das Problem: in der jungen Bundesrepublik fehlt es an Arbeitskräften.
Die damalige Bundesregierung beschließt ausländische Arbeitskräfte für befristete Arbeitsverhältnisse anzuwerben: Gastarbeiter.
Diese Arbeit soll einen Überblick über die Gastarbeiterzuwanderung in der BR Deutschland bis zum Anwerbestopp geben.
Grundlegend wird zur weiteren Erläuterung auf dazugehörige Wanderungsmodelle eingegangen. Insbesondere werden räumliche aber auch soziale Aspekte hervorgehoben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsbestimmung und Einordnung
- Definition Gastarbeiter
- Typisierung der Gastarbeiterzuwanderung
- Einordnung in das Push-& Pull-Faktoren-Modell
- Gründe für die Gastarbeiterzuwanderung nach Deutschland
- Pull-Faktoren am Beispiel Deutschlands
- Push-Faktoren am Beispiel Italiens
- Die Gastarbeiterzuwanderung nach Deutschland
- Die Anwerbeabkommen seit 1955
- Die Zuwanderung
- Anwerbestopp, Remigration und Integration
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Gastarbeiterzuwanderung nach Deutschland in der Zeit von den 1950er Jahren bis zum Anwerbestopp 1973. Sie beleuchtet die Gründe für die Zuwanderung, insbesondere im Kontext des Wirtschaftswunders und des Arbeitskräftemangels in der Bundesrepublik Deutschland. Die Arbeit befasst sich zudem mit den Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und den Herkunftsländern der Gastarbeiter sowie der geplanten Remigration und den Herausforderungen der Integration.
- Wirtschaftswunder und Arbeitskräftemangel in Deutschland
- Push- und Pull-Faktoren der Gastarbeiterzuwanderung
- Bilaterale Anwerbeabkommen und deren Auswirkungen
- Remigrationspolitik und Integrationsdebatte
- Definition und Einordnung des Begriffs "Gastarbeiter"
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Gastarbeiterzuwanderung in Deutschland dar und erläutert die Zielsetzung der Arbeit. Kapitel 2 befasst sich mit der Begriffsbestimmung und Einordnung des Gastarbeiters, indem es die Definition des Begriffs, die Typisierung der Zuwanderung und die Einordnung in das Push- und Pull-Faktoren-Modell beleuchtet.
Kapitel 3 untersucht die Gründe für die Gastarbeiterzuwanderung nach Deutschland, indem es sowohl die Pull-Faktoren am Beispiel Deutschlands als auch die Push-Faktoren am Beispiel Italiens näher betrachtet. Kapitel 4 analysiert die Gastarbeiterzuwanderung nach Deutschland anhand der Anwerbeabkommen seit 1955, der Zuwanderung selbst und der Themen Anwerbestopp, Remigration und Integration.
Schlüsselwörter
Gastarbeiter, Arbeitsmigration, Wirtschaftswunder, Anwerbeabkommen, Remigration, Integration, Push- und Pull-Faktoren, Deutschland, Italien, Arbeitskräftemangel, Fremdarbeiter.
Häufig gestellte Fragen
Wer waren die "Gastarbeiter" in den 1950er Jahren?
Gastarbeiter waren ausländische Arbeitskräfte, die von der Bundesregierung für befristete Arbeitsverhältnisse angeworben wurden, um den Arbeitskräftemangel während des Wirtschaftswunders zu decken.
Was sind Push- und Pull-Faktoren in der Migration?
Pull-Faktoren sind Anziehungspunkte im Zielland (z. B. Arbeitsplätze in Deutschland), während Push-Faktoren Gründe im Herkunftsland sind, die zum Verlassen motivieren (z. B. Armut in Italien).
Wann wurde das erste Anwerbeabkommen geschlossen?
Das erste bilaterale Anwerbeabkommen wurde im Jahr 1955 mit Italien unterzeichnet.
Was geschah beim Anwerbestopp 1973?
Aufgrund der wirtschaftlichen Veränderungen (Ölkrise) stoppte Deutschland die aktive Anwerbung. Dies führte zu einer Debatte über Remigration (Rückkehr) versus dauerhafte Integration.
War die Integration der Gastarbeiter ursprünglich geplant?
Nein, das Konzept sah ein Rotationsprinzip vor, bei dem Arbeiter nach einigen Jahren in ihre Heimat zurückkehren sollten. Viele blieben jedoch dauerhaft, was die Integrationsdebatte erst später entfachte.
- Citation du texte
- Heiko Lindner (Auteur), 2011, Gastarbeiterwanderung nach Deutschland seit 1950, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177142