Serienkiller als Phänomen der Populärkultur – Von Ed Gein bis Charles Manson


Seminararbeit, 2009
16 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Kurzbiographien
1.1 Ed Gein
1.1.1 Filmographie Ed Gein
1.2 Charles Manson
1.2.1 Filmographie Charles Manson

2 Faszination Serienkiller

Schlusswort

Filmographie

Bibliographie

Internetquellen

Einleitung

In dieser Arbeit mit dem Titel „Serienkiller als Phänomen der Populärkultur – Von Ed Gein bis Charles Manson“ soll zunächst ein Überblick gegeben werden, wer Charles Manson und Ed Gein, die beiden wohl berühmtesten Serienmörder, eigentlich waren und inwiefern sie Teil der Populärkultur sind. In der zweiten Hälfte der Arbeit soll eine Übersicht entstehen, wie stark Serienkiller im Allgemeinen, ob reale oder fiktionale, Teil der Populärkulturen und Medien sind, wobei der Schwerpunkt selbstverständlich auf dem Medium Film liegt. Schliesslich wird erklärt, weshalb Serienkiller eine so grosse Faszination auf die Menschen ausüben und zu einem Phänomen werden konnten, wobei hier nur ein grober Überblick gegeben werden kann, da eine vollständige Analyse dieser Fragestellung den Rahmen einer solchen Arbeit überschreiten würde.

Wie Serienkiller entstehen und weshalb sich Menschen mit ihnen so gut identifizieren können, dass es sogar zu Nachahmungen kommt, ist ein Thema, dass die Komplexität des menschlichen Geistes aufzeigt und in vielen psychologischen Arbeiten behandelt wurde und wird. Deshalb soll dieser Aspekt hier nicht in seinem vollen Umfang bearbeitet werden, sondern hauptsächlich im Bezug auf das Medium Film.

1 Kurzbiographien

1.1 Ed Gein

Edward Theodore Gein wurde am 27. August 1906 in La Crosse, Wisconsin geboren. Als Edward sieben Jahre alt war, kaufte sein Vater George Gein eine Farm ausserhalb von Plainfield/Wisconsin. Dort lebte Edward mit seinem Vater, seiner Mutter Augusta Gein und seinem vier Jahre älteren Bruder Henry. Sein Vater war ein Trinker und kein sehr guter Farmer. Er war sehr streng zu seinen Söhnen.[1]

Seine Söhne arbeiteten, unter seiner Anleitung, hart und ausdauernd. George Gein war auf dem Feld und in der Scheune ein strenger Zuchtmeister. Herr im eigenen Haus war er aber nicht.[2]

Der wirkliche Herr im Haus war die Mutter Augusta. Nach dem Tod des Vaters 1940[3] schottete sie ihre Söhne von der Aussenwelt ab. Sie war sehr fromm und religiös,[4] glaubte alle anderen Frauen wären sündhaft[5] und verbot darum ihren Söhnen zu heiraten. Stattdessen beschäftigte sie die beiden mit Farmarbeit. 1944 erlitt sie ihren ersten Schlaganfall. Kurz darauf starb Edwards Bruder Henry bei einem Waldbrand. Als Mutter Augusta ihren zweiten Schlaganfall erlitt, konnte sie sich nicht mehr erholen. Sie starb 1945.[6] Edward war nun allein. Er begann mit Adeline Watkins auszugehen. In Gesprächen mit ihr, kannte er aber lediglich zwei Themen. Die Fehler von Mördern und die Liebe zu seiner Mutter. Er behauptete nie wieder jemanden so lieben zu können wie seine Mutter. Psychiater vermuten, dass er seine Mutter in Wirklichkeit gehasst hat und daher auch seine gestörte Hass-Liebe gegenüber Frauen entstand.[7] Er selbst sagte vor dem Staatsanwalt, „I blame all my trouble on my mother.”[8]

Nach dem Tod von Augusta Gein betrat niemand mehr das Haus. Es versank im Unrat. Ed lebte im Müll. Einzig und allein das Zimmer seiner Mutter hielt er sauber. Er bestellte auch die Farm nicht mehr.[9] Ed begann sich für Anatomie zu interessieren. Zunächst las er lediglich Bücher zu dem Thema, dann fing er an weibliche Leichen von Friedhöfen zu entwenden. Er

sezierte die Körper und setzte sich mit der Anatomie auseinander. Sein Ziel war es durch eine Operation selbst zur Frau zu werden. Er nähte sich aus der Haut auch Kleidung.[10]

Nach dem Trophäensammeln auf Friedhöfen wandte sich Gein dem Morden zu. Am 8. Dezember 1954 tötet er die 51-jährige Kneipenbesitzerin Mary Hogan. In den folgenden Jahren vermutet man weitere Opfer, aber es ist nichts Genaueres bekannt bis zum 16. November 1957, an dem er die Haushaltswarengeschäftsinhaberin Bernice Worden in ihrem Laden tötete. Mrs. Wordens Sohn Frank entdeckt am Tatort einen Kaufbeleg über eine halbe Gallone Frostschutzmittel und verdächtigt sofort Ed Gein, da dieser am Abend vorher noch erwähnt hat, er wolle sich am nächsten Morgen Frostschutzmittel kaufen.[11]

Frank Worden informierte den Sheriff. Dieser fuhr mit einigen Bekannten zum Farmhaus, wo sie die grausige Entdeckung machten. Gein wurde verhaftet. Er behauptete in einer Art Rausch gewesen zu sein, während seiner Taten und dass er sich dadurch kaum noch daran erinnern könne. Er sagte, er habe über die Jahre hinweg über 40 Gräber besucht, davon aber nur deren neun geöffnet und sich an den Leichen vergriffen. Morde habe er nur die beiden Bekannten verübt.[12] Gein wird in das Central State Hospital für geistesgestörte Kriminelle gebracht, wo er am 26. Juli 1984 an Krebs stirbt.[13]

Neben der geschlachteten Leiche von Bernice Worden entdeckten die Beamten in Geins Haus noch ein Herz, welches in einer Pfanne auf dem Ofen stand. Dazu noch:

- Zwei Schienbeinknochen
- Ein Paar menschlicher Lippen
- Vier menschliche Nasen
- Armbänder aus Menschenhaut
- Vier Rohrstühle, mit Sitzflächen aus Menschenhaut
- Ein Litermass, welches mit Menschenhaut überzogen wurde und so zu einen Tom-Tom-Trommel umfunktioniert
- Eine Schüssel aus der Hälfte eines Menschenschädels
- Eine Damenhandtasche mit Henkeln aus Haut
- Vier Totenmasken, aus gepresster Haut von Frauengesichtern an der Wand
- Fünf weitere solche Masken in Plastiktüten im Schrank
- Zehn über den Augenbrauen abgesägte Frauenköpfe
- Ein Paar aus der Haut menschlicher Beine geformte Überhosen
- Eine Weste aus der abgezogenen Haut eines weiblichen Rumpfes[14]

[...]


[1] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 20.

[2] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 20.

[3] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 14.

[4] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 43.

[5] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 14.

[6] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 43.

[7] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 21.

[8] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 52.

[9] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 22.

[10] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 43.

[11] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 44.

[12] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 45.

[13] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 61.

[14] Michael Farin, Hans Schmid (Hg.): Ed Gein. A Quiet Man, München 1996, S. 41.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Serienkiller als Phänomen der Populärkultur – Von Ed Gein bis Charles Manson
Hochschule
Universität Zürich  (Seminar für Filmwissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar Eine Subgeschichte des US-Films von 1930 bis 1969 am Beispiel des Horrorgenres
Autor
Jahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V177568
ISBN (eBook)
9783640993093
ISBN (Buch)
9783640993260
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
serienkiller, phänomen, populärkultur, gein, charles, manson
Arbeit zitieren
Josip Lasic (Autor), 2009, Serienkiller als Phänomen der Populärkultur – Von Ed Gein bis Charles Manson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177568

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