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Vergleich der Leasing-Bilanzierung nach IFRS und HGB

Título: Vergleich der Leasing-Bilanzierung nach IFRS und HGB

Trabajo Escrito , 2011 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Christina Grunwald (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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„Der Leasing-Markt in Deutschland wächst 2010 um 4,0 Prozent und erreicht ein Neugeschäftsvolumen von 43,6 Mrd. Euro.“

Dass sich Leasing in den letzten Jahrzehnten zu einer wichtigen Investitionsalternative entwickelt hat, wird durch das einleitende Zitat verdeutlicht. Leasing erfreut sich seit seiner Einführung in den 1960er-Jahren an einem rasanten Marktwachstum.
In vielen Branchen werden heutzutage wesentliche Betriebsmittel oftmals nicht mehr gekauft, sondern geleast. Auch stellt Leasing ein wichtiges Instrument der Bilanzpolitik dar. Aufgrund des „pay-as-you-earn-Prinzips“ schont Leasing die Liquidität der Unternehmen und erweitert deren Handlungsspielraum. Des Weiteren führt Leasing zu einem gleichmäßigen und somit kalkulierbarem Kostenverlauf sowie zu einer Betriebsausstattung, die sich auf dem aktuellsten Stand der Technik befindet. Der Leasingnehmer profitiert von der Bilanzneutralität, welche ihm verwaltungsbezogenen Aufwand erspart.

Bei der Bilanzierung von Leasing nach den unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften treten jedoch oftmals Probleme auf. Dieses trifft insbesondere auf die Problematik der Zurechnung des Leasinggegenstandes zu. Im deutschen Handelsrecht erfolgt eine Orientierung an den Leasing-Erlassen des Bundesministeriums für Finanzen (BMF). Oftmals werden die Leasingverträge in der deutschen Leasingpraxis so gestaltet, dass eine Bilanzierung des Leasinggegenstandes beim Leasinggeber erfolgt.
Da kapitalmarktorientierte Unternehmen neben dem handels- und steuerrechtlichen Jahresabschluss auch einen Abschluss nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) erstellen müssen, ist es von Interesse, wie Leasingverträge nach IFRS ausgewiesen werden.

Die Zielsetzung der folgenden Arbeit ist es, die Bilanzierungsmöglichkeiten von Leasinggegenständen gemäß den Rechnungslegungsvorschriften der IFRS sowie des deutschen Handelsrechts darzustellen und die wesentlichen Unterschiede herauszuarbeiten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2 Grundlagen

2.1 Definition Leasing

2.2 Grundlagen der Rechnungslegung

2.2.1 Bilanzierungsvorschriften nach HGB

2.2.2 Bilanzierungsvorschriften nach IFRS

3 HGB

3.1 Rechtliche Grundlagen

3.2 Zurechnung des Leasinggegenstandes

3.3 Bilanzierung bei Zuordnung zum Leasingnehmer

3.4 Bilanzierung bei Zuordnung zum Leasinggeber

4 IFRS

4.1 Rechtliche Grundlagen

4.2 Zurechnung des Leasinggegenstandes

4.3 Bilanzierung bei Zuordnung zum Leasingnehmer

4.4 Bilanzierung bei Zuordnung zum Leasinggeber

5 Unterschiede der Leasingbilanzierung nach IFRS und HGB

6 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Möglichkeiten der Bilanzierung von Leasinggegenständen unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB) sowie der internationalen Standards (IFRS) gegenüberzustellen und die daraus resultierenden Unterschiede herauszuarbeiten.

  • Grundlegende Definition und Einordnung von Leasinggeschäften.
  • Analyse der Zurechnungskriterien für Leasinggegenstände nach HGB und IFRS.
  • Bilanzierungspraxis bei Zuordnung zum Leasingnehmer bzw. Leasinggeber.
  • Vergleich der Auswirkungen auf die Bilanzkennzahlen und die wirtschaftliche Darstellung.
  • Ausblick auf zukünftige Reformen der Leasingbilanzierung durch den Exposure Draft "Leasingverhältnisse".

Auszug aus dem Buch

3.2 Zurechnung des Leasinggegenstandes

Die Zurechnung des Leasinggegenstandes im deutschen Recht hängt, wie zuvor beschrieben, von der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums an dem Leasinggegenstand ab. Nach dem Verpflichtungscharakter des Leasingvertrages wird zwischen Operating-Leasing und Finanzierungsleasing unterschieden.

Operating-Leasingverträge stellen typische Mietverträge i.S.d. § 535 BGB dar. Unter Einhaltung bestimmter Fristen sind diese jederzeit, ohne Zahlung von Konventionalstrafen, kündbar. Das Investitionsrisiko, die Gefahr des zufälligen Untergangs und der Wertminderung durch technischen Fortschritt sowie sämtliche mit dem Leasinggegenstand im Zusammenhang stehenden Aufwendungen übernimmt in diesem Fall der Leasinggeber. Aufgrund der Ähnlichkeit mit den typischen Mietverträgen des BGB werden diese Leasingverhältnisse wie herkömmliche Miet- und Pachtverträge bilanziert; d.h. dass eine Zurechnung des Leasinggegenstandes zum Leasinggeber erfolgt.

Finanzierungsleasingverträge stellen eine Art Ratenkauf unter Eigentumsvorbehalt dar und sind durch eine feste Grundmietzeit, innerhalb der der Vertrag nicht gekündigt werden kann, gekennzeichnet. Diese beträgt i.d.R. zwischen 50% und 75% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Es erfolgt eine Einteilung in Voll- und Teilamortisationsverträge sowie Spezial-Leasing.

Ein Vollamortisationsvertrag ist dadurch gekennzeichnet, dass während der fest vereinbarten unkündbaren Grundmietzeit eine Amortisation der gesamten Kosten des Leasinggebers (Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, Finanzierungs- und Nebenkosten) durch die Leasingraten erfolgt. Im Gegensatz dazu zeichnet sich ein Teilamortisationsvertrag dadurch aus, dass die Leasingraten diese Kosten während der Grundmietzeit nicht decken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung, Zielsetzung und Gang der Untersuchung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Leasingmarktes und Erläuterung der Motivation für den Vergleich zwischen HGB und IFRS.

2 Grundlagen: Definition von Leasing und Abgrenzung der unterschiedlichen Zwecke der Rechnungslegung nach HGB (Gläubigerschutz) und IFRS (Investorenorientierung).

3 HGB: Erläuterung der Zurechnungskriterien im deutschen Handelsrecht basierend auf den BMF-Leasing-Erlassen sowie Bilanzierung bei Leasingnehmer und Leasinggeber.

4 IFRS: Darstellung der internationalen Standards gemäß IAS 17, insbesondere der Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing sowie der entsprechenden Bilanzierungsmethoden.

5 Unterschiede der Leasingbilanzierung nach IFRS und HGB: Kritische Gegenüberstellung der qualitativen und quantitativen Kriterien, die zu unterschiedlichen Bilanzierungsergebnissen und Kennzahlen führen.

6 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Ausblick: Fazit der Arbeit und Diskussion geplanter Änderungen durch den Exposure Draft zur zukünftigen Leasingbilanzierung.

Schlüsselwörter

Leasing, Bilanzierung, HGB, IFRS, Leasinggeber, Leasingnehmer, Finanzierungsleasing, Operating-Leasing, wirtschaftliches Eigentum, IAS 17, Bilanzpolitik, Abschreibung, Leasingrate, Grundmietzeit, ED/2010/9.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht und vergleicht die unterschiedlichen Methoden der Leasing-Bilanzierung nach deutschem Handelsrecht (HGB) und nach internationalen Standards (IFRS).

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Im Fokus stehen die Definition des wirtschaftlichen Eigentums, die Klassifizierung in Operating- und Finanzierungsleasing sowie die daraus folgende Bilanzierung bei den Vertragspartnern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Unterschiede in der bilanziellen Erfassung von Leasinggegenständen aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie diese die Unternehmensberichterstattung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die auf aktuellen Rechnungslegungsstandards, Leasing-Erlassen und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Bilanzierungsvorschriften nach HGB und IFRS sowie deren spezifische Anwendung auf die verschiedenen Leasingarten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Leasingbilanzierung, HGB, IFRS, wirtschaftliches Eigentum und der Standard IAS 17.

Warum ist die Zurechnung des Leasinggegenstandes so entscheidend?

Die Zurechnung bestimmt, welcher Vertragspartner den Gegenstand in der Bilanz aktivieren muss, was wiederum direkten Einfluss auf die Verschuldung und die Vermögensstruktur hat.

Welche Rolle spielt der Exposure Draft ED/2010/9 für die Zukunft?

Der Entwurf deutet eine grundlegende Reform an, die den "Right-of-Use-Approach" favorisiert und damit die bisherige Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasing ablösen könnte.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Vergleich der Leasing-Bilanzierung nach IFRS und HGB
Universidad
University of Applied Sciences Essen
Calificación
1,0
Autor
Christina Grunwald (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
22
No. de catálogo
V177693
ISBN (Ebook)
9783640994366
ISBN (Libro)
9783640996070
Idioma
Alemán
Etiqueta
Leasing HGB IFRS Bilanzierung IAS 17
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christina Grunwald (Autor), 2011, Vergleich der Leasing-Bilanzierung nach IFRS und HGB, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177693
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