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Die Lehren und das Wirken der Waldenser

Eine größere Gefahr als die Katharer?

Título: Die Lehren und das Wirken der Waldenser

Trabajo de Seminario , 2010 , 12 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Carolin Teubert (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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1. Einleitung

„Das 12. Jahrhundert war ein Jahrhundert des Aufbruchs.“1 So kann man zu jener Zeit die Ausgangssituation im französischen Languedoc beschreiben. Nicht nur kulturelle und politische Differenzen standen auf der Tagesordnung, sondern auch die Religionsansichten waren gespalten. Die römische Kirche versuchte ihre Macht zu festigen, das ihr im Norden Frankreichs auch gelang. Jedoch gaben diese Machtkonsolidierungsversuche ebenso Impulse für neue Bewegungen. Jene hatten allerdings andere Voraussetzungen, als vielleicht die Reformbewegungen der Gregorianer ein Jahrhundert zuvor. Für Bewohner im Süden Frankreichs war es nicht ungewöhnlich mit mehr als einer später genannten Häresie in Kontakt zu kommen2. In dieser Zeit entstanden vor allem zwei bedeutende Bewegungen, zum einen die der Katharer und zu anderen die der Waldenser. Die letztere ist durchaus weniger bekannt, jedoch existiert sie noch bis heute. Außerdem wird in vielen Aufsätzen immer wieder erwähnt, dass die Waldenserbewegung aus klerikaler Sicht weitaus gefährlicher schien als die radikale Bewegung der Katharer3. Daher soll in dieser Arbeit die Entwicklung und die Lehre von den Waldensern, besonders von den frühen unter Petrus Valdes, genauer betrachtet werden. Man könnte auch meinen, da beide Richtungen im selben Jahrhundert entstanden sind, dass diese sich im Grunde ähneln, wenn nicht sogar identisch sind4. Im Verlaufe der Arbeit soll dem aber widersprochen werden. Daher ist es notwendig, dass die Lehre der Katharer ebenfalls hinterfragt wird. Auch die eigenständige Entwicklung wird dabei eine Rolle spielen. Beim Vergleich beider Seiten werden zwar Gemeinsamkeiten vorkommen, jedoch überwiegen die Unterschiede. Dies werden auch Sichtweisen von anderen Autoren und Quellen belegen.In wie fern die Waldenser wirklich eine Bedrohung waren, soll hier aufgezeigt bzw. widerlegt werden. Beiden Bewegungen wurden jedoch vom selben Schicksal getroffen. Sie wurden von der Kirche als Ketzer bezeichnet und verurteilt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bewegung der Waldenser im 12./13. Jh

2.1. Die frühen Waldenser unter Valdes und Durandus von Huesca

2.3. Kurzer Überblick zu späteren Waldensern

3. Vergleich zu den Katharern

3.1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung

3.2. Vergleich beider Lehren

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung, Lehre und Entwicklung der Waldenser im Vergleich zu den Katharern, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob die Waldenser tatsächlich eine größere Gefahr für die mittelalterliche Kirche darstellten als die Katharer.

  • Religiöse Reformbewegungen des 12. Jahrhunderts
  • Die Lehre und Entwicklung der frühen Waldenser unter Petrus Valdes
  • Vergleichende Analyse von Waldensern und Katharern
  • Untersuchung der institutionellen Reaktion der Kirche und Inquisition
  • Kontextualisierung des Konfliktpotenzials von Laienpredigern

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Lehren beider Bewegungen

Von den Katharern gibt es nicht viele Quellen zur Lehre. Meistens sind Quellen aus klerikaler Sicht oder Inquisitionsberichte. Dennoch ist ein Teil überliefert. Auf Seiten der Waldenser ist die Quellensituation besser. Allein durch Liber Antiheretis von Durandus von Huesca ist ein Großteil der waldensischen Lehren überliefert, auch wenn sie sich in diesem Werk noch mehr von der orthodoxen Lehre der Kirche entfernen und zu gleich wird Kritik an jenen der Katharer geübt. Es handelt sich bei diesem Werk um ein Religionsgespräch, dass durch aus mehr Bedeutung hat als nur eine Feststellung, von Unterschieden.

Vor allem wird die dualistische Lehre kritisiert. Die Waldenser sahen sich als ein Teil der Kirche. Für die Katharer gab es zwei Kirchen, die der guten Christen, boni hominis wie sie sich nannten und dann die schlechte Kirche, die römische. Das entsprach nicht den Vorstellungen der Waldenser. Diese wollten ihre Mitchristen ermahnen und zur Besserung verhelfen. Ihr Ziel war es viel mehr die Urkirche (vita apostolica) wieder herzustellen, als eine neue elitäre Kirche zu schaffen. Dafür gab es keine genauen Regeln. Man sollte einfach nach den Evangelien leben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das 12. Jahrhundert als eine Zeit des Aufbruchs und der Entstehung von Reformbewegungen, wobei die Forschungsfrage nach der tatsächlichen Gefährlichkeit der Waldenser im Vergleich zu den Katharern aufgeworfen wird.

2. Die Bewegung der Waldenser im 12./13. Jh: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Waldenser unter Petrus Valdes, ihr Streben nach einem Leben in Armut und biblischer Auslegung sowie ihre spätere Expansion und Zersplitterung.

3. Vergleich zu den Katharern: Hier werden die Entwicklungsgeschichte, die Lehren und die Organisationsstrukturen beider Gruppen gegenübergestellt, wobei insbesondere auf die Unterschiede im sozialen Handeln und der theologischen Ausrichtung eingegangen wird.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Waldenser als gemäßigtere Reformbewegung missverstanden und ungerechtfertigt in die Nähe der radikalen Katharer gerückt wurden.

Schlüsselwörter

Waldenser, Katharer, Häresie, Petrus Valdes, Inquisition, Mittelalter, Languedoc, Laienpredigt, Kirchenkritik, Vita apostolica, Religionsgeschichte, Dualismus, Armutsbewegung, 12. Jahrhundert, Ad Abolendam.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den religiösen Bewegungen der Waldenser und Katharer im 12. und 13. Jahrhundert und deren Rolle als vermeintliche Bedrohung für die römische Kirche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entstehung der Waldenser, der Vergleich ihrer Lehren mit denen der Katharer, ihre Beziehung zur Amtskirche und ihre Verfolgung durch die Inquisition.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die Waldenser tatsächlich eine größere oder ähnliche Bedrohung darstellten wie die radikalen Katharer oder ob diese Einschätzung durch die Kirche verzerrt war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse historischer Quellen, darunter Inquisitionsberichte, zeitgenössische Aufzeichnungen und Sekundärliteratur zur mittelalterlichen Ketzergeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungsphasen beider Bewegungen, ihre theologischen Unterschiede sowie ihre sozialen Praktiken wie Armut, Predigt und Umgang mit weltlichem Besitz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Waldenser, Katharer, Inquisition, Häresie, Petrus Valdes und Kirchenkritik definiert.

Wie unterschieden sich die Waldenser von den Katharern in Bezug auf ihre Einstellung zur Kirche?

Während die Katharer ein dualistisches Weltbild hatten und die römische Kirche als "schlechte Kirche" ablehnten, verstanden sich die frühen Waldenser als Teil der Kirche, die sie im Sinne einer Urkirche (vita apostolica) reformieren wollten.

Warum wurden die Waldenser trotz ihrer Gemäßigtheit verfolgt?

Die Verfolgung ergab sich aus dem Konflikt um das kirchliche Monopol auf die Predigt und der Angst der Kirche vor dem Verlust ihrer Autorität durch eine unabhängige Laienbewegung, was schließlich zur Gleichstellung mit den Katharern im Edikt Ad Abolendam führte.

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Detalles

Título
Die Lehren und das Wirken der Waldenser
Subtítulo
Eine größere Gefahr als die Katharer?
Universidad
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Curso
Das Heilige Römische Reich deutscher Nation und Westeuropa im 12./13. Jahrhundert
Calificación
2,3
Autor
Carolin Teubert (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
12
No. de catálogo
V178018
ISBN (Ebook)
9783656001119
ISBN (Libro)
9783656000686
Idioma
Alemán
Etiqueta
Waldenser Petrus Valdes Katharer Lehren Walter Map
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carolin Teubert (Autor), 2010, Die Lehren und das Wirken der Waldenser, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178018
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