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Die Konzeptualisierungstheorie von Lakoff und Johnson im Kontext der modernen Metaphernforschung

Título: Die Konzeptualisierungstheorie von Lakoff und Johnson im Kontext der modernen Metaphernforschung

Trabajo de Seminario , 2008 , 18 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Martin Finkenhäuser (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XX
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In den letzten fünfzig Jahren sind eine Vielzahl wissenschaftlicher Forschungsarbeiten über die Metapher erschienen. Die Ergebnisse der Arbeiten von Max Black veranlasste viele Linguisten und Philosophen sich intensiv mit Metaphern zu beschäftigen, so dass wir heute ein breites Spektrum unterschiedlichster Metapherntheorien vorfinden. Es soll nun im Folgenden speziell um die von George Lakoff und Mark Johnson vorgeschlagene Theorie gehen, welche ausführlich in dem gemeinsam verfassten Buch ‚Metaphors we live by’ formuliert wurde.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Metapher als Werkzeug des Denkens und Handelns

3. Erfahrungsmythos zwischen Objektivismus und Subjektivismus

3.a. Der objektivistische Mythos

3.b. Der subjektivistische Mythos

4. Ein Vergleich von Metapherntheorien

4.a. Aristoteles

4.b. John Rogers Searle

4.c. Friedrich Nietzsche

4.d. Max Black und Ivor Armstrong Richards

4.e. Bernhard Debatin

4.f. Benjamin N. Colby

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Konzeptualisierungstheorie von George Lakoff und Mark Johnson fundiert darzustellen, in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen und durch einen Vergleich mit anderen Metapherntheorien sowie die Anwendung auf kulturwissenschaftliche Ansätze zu präzisieren.

  • Grundlagen der kognitiven Metapherntheorie nach Lakoff und Johnson.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Objektivismus und Subjektivismus.
  • Komparative Analyse klassischer und moderner Metapherntheorien (u.a. Aristoteles, Nietzsche, Searle).
  • Verbindung von kognitiven Strukturen mit sozial-kulturellen Realitäten.
  • Einfluss der Metaphorik auf die Strukturierung des menschlichen Begriffsvermögens.

Auszug aus dem Buch

3.a. Der objektivistische Mythos

Die objektivistische Sichtweise wird laut Lakoff und Johnson bis heute von denen vertreten, welche sich in der Tradition des logischen Positivismus, von Frege, von Husserl und des Neorationalismus von Chomsky befinden. Sie versuchen nicht nur die Unzulänglichkeiten eines objektivistischen Ansatzes aufzuzeigen, sondern darüber hinaus, dass dieser zum Teil falsche Ergebnisse liefert. Es wäre ihrer Meinung nach beispielsweise falsch, anzunehmen, dass ein Satz dieselbe objektive Bedeutung besitzt, egal ob dieser von einer Person oder einem Papagei gesprochen wird, und dass der Wahrheitswert dieses Satzes von einem positiven Befund abhängt. Sie finden, dass man Objekte nicht aus ihrer Umwelt oder ihrem Kontext herausgelöst betrachten kann. Demzufolge kann man auch nicht davon ausgehen, dass Objekte inhärente Eigenschaften besitzen. Diese sind vielmehr immer interaktional. Außerdem sollten ihrer Meinung nach Kategorien über Prototypen anstatt über starre mengentheoretische Begriffe definiert werden, da, sich, wie oben erwähnt, Kategorien durch die Art und Weise, wie Erfahrungen verstanden werden, verändern können.

Lakoff und Johnson kritisieren nun einige ihrer Auffassung nach fehlerhaften Schlussfolgerungen aus den objektivistischen Denkansätzen. So basiert die Überzeugung, dass Metaphern entstehen, wenn Ähnlichkeiten zwischen den inhärenten Eigenschaften zweier Objekte bestehen, auf der generellen Annahme von inhärenten Eigenschaften bezüglich sprachlicher Ausdrücke. Diese Überzeugung sei insofern unzulänglich, als sie auf bestimmte komplexe nicht-physische Begriffe nicht angewendet werden kann, da die inhärenten Eigenschaften dieser Begriffe vorab überhaupt nicht eindeutig bekannt waren. Damit wäre auch die Abstraktionstheorie der Objektivisten hinfällig, welche davon ausgeht, dass bei zwei unterschiedlichen Begriffen, welche dieselbe Bezeichnung haben, der eine Begriff vom anderen abstrahiert wurde. Vergleichstheorie und Substitutionstheorie werden mit denselben Argumenten kritisiert. Sie bestreiten darüber hinaus, dass sich jede Metapher in eine Form von objektivem Klartext übersetzen lässt. Dies verdeutlichen sie zum Beispiel am Begriff der Liebe, der weit über seine abstrakte semantische Wörterbuchdefinition hinausgeht. Lakoff und Johnson behaupten schließlich, dass sie mit ihrer Metapherntheorie zeigen, dass der objektivistische Mythos ungeeignet ist um den Verstand, die Sprache, die Werte sowie soziale und kulturelle Institutionen des Menschen zu verstehen, beziehungsweise zu erklären.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung umreißt die wissenschaftliche Relevanz der Metaphernforschung und führt in das zentrale Werk von Lakoff und Johnson ein.

2. Die Metapher als Werkzeug des Denkens und Handelns: Dieses Kapitel erläutert die kognitive Sichtweise, wonach Metaphern unser Begriffsvermögen strukturieren und Erfahrungen grundlegend prägen.

3. Erfahrungsmythos zwischen Objektivismus und Subjektivismus: Hier werden die Grenzen bestehender philosophischer Ansätze aufgezeigt und die Bedeutung des „Erfahrungsmythos“ für das menschliche Verständnis dargelegt.

3.a. Der objektivistische Mythos: Es wird kritisiert, wie der Objektivismus durch starre Kategorien und die Annahme inhärenter Eigenschaften die Interaktionalität menschlicher Erfahrungen verkennt.

3.b. Der subjektivistische Mythos: Das Kapitel verdeutlicht die Abgrenzung zum Subjektivismus, indem betont wird, dass Bedeutung auf geteilten Erfahrungsstrukturen basiert.

4. Ein Vergleich von Metapherntheorien: Ein umfassender Vergleich stellt die Theorie von Lakoff und Johnson in den Kontext anderer prominenter Ansätze.

4.a. Aristoteles: Aristoteles wird als Vertreter einer klassischen Vergleichstheorie positioniert, die den kognitiven Aspekt vernachlässigt.

4.b. John Rogers Searle: Searles Theorie wird als sprachphilosophischer Ansatz analysiert, der den Interpretationsprozess in den Fokus rückt.

4.c. Friedrich Nietzsche: Nietzsches sprachtheoretische Ansätze werden als historischer Vorläufer für das Verständnis der Metapher als schöpferisches Kraft verstanden.

4.d. Max Black und Ivor Armstrong Richards: Die Interaktionstheorie dieser Autoren wird als wichtiger Wegbereiter für die kognitive Betrachtungsweise identifiziert.

4.e. Bernhard Debatin: Debatins Ansatz einer synthetischen Metapherntheorie wird auf seine Integrationsfähigkeit hin untersucht.

4.f. Benjamin N. Colby: Abschließend wird Colbys kulturwissenschaftlicher Ansatz vorgestellt, der Metaphern im Rahmen adaptiver kultureller Systeme betrachtet.

5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Innovationskraft der Konzeptualisierungstheorie von Lakoff und Johnson für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Metaphernforschung, Konzeptualisierungstheorie, Kognitive Linguistik, Lakoff und Johnson, Erfahrungsmythos, Objektivismus, Subjektivismus, Begriffsvermögen, Interaktionstheorie, kognitive Semantik, Metaphern, Wissensstrukturierung, Sprachphilosophie, kulturelle Adaptation, Denken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kognitive Metapherntheorie von George Lakoff und Mark Johnson und deren Bedeutung für das moderne Verständnis von Sprache und Denken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Feldern gehören die kognitive Linguistik, die Philosophie der Sprache, die Kritik am Objektivismus sowie die Anwendung metaphorentheoretischer Ansätze auf kulturelle Kontexte.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Analyse?

Das Ziel ist es, die theoretischen Grundzüge von Lakoff und Johnson darzustellen, sie in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs einzuordnen und ihre Stärken durch Vergleiche mit anderen Theorien hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine komparative und literaturanalytische Methode, um bestehende Metapherntheorien gegenüberzustellen und die kognitive Theorie von Lakoff und Johnson systematisch abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition der Metapher als Werkzeug des Denkens, der Gegenüberstellung von Objektivismus und Subjektivismus sowie einem detaillierten Vergleich mit Denkern wie Aristoteles, Nietzsche und Searle.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Metapherntheorie, kognitive Strukturierung, Erfahrungsmythos, interaktionale Bedeutung und Konzeptualisierung.

Wie unterscheidet sich die Theorie von Lakoff und Johnson von der klassischen Ansicht des Aristoteles?

Während Aristoteles die Metapher primär als stilistisches Vergleichsinstrument betrachtet, definieren Lakoff und Johnson sie als kognitives Werkzeug, das unsere grundlegende Erfahrung und unser Verständnis der Welt strukturiert.

Welche Rolle spielt der Begriff des „Erfahrungsmythos“ in der Arbeit?

Der Erfahrungsmythos fungiert als alternative Basis, die weder eine objektive Wahrheit noch reinen Subjektivismus voraussetzt, sondern auf der Kohärenz menschlicher Erfahrungen aufbaut.

Inwiefern bezieht die Arbeit kulturwissenschaftliche Aspekte ein?

Durch die Einbeziehung von Benjamin N. Colby wird aufgezeigt, wie metaphorische Konzepte innerhalb einer Kultur zur Strukturierung von Lebensbereichen und zur Erreichung von „kulturellem Wohlbefinden“ beitragen können.

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Detalles

Título
Die Konzeptualisierungstheorie von Lakoff und Johnson im Kontext der modernen Metaphernforschung
Universidad
Technical University of Chemnitz
Curso
Metapherntheorie
Calificación
1,0
Autor
Martin Finkenhäuser (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
18
No. de catálogo
V178544
ISBN (Ebook)
9783656005933
ISBN (Libro)
9783656008347
Idioma
Alemán
Etiqueta
konzeptualisierungstheorie lakoff johnson kontext metaphernforschung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Martin Finkenhäuser (Autor), 2008, Die Konzeptualisierungstheorie von Lakoff und Johnson im Kontext der modernen Metaphernforschung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/178544
Leer eBook
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